1Gott sagte zu mir: „Schrei, so laut du kannst, volles Rohr! Sag meinen Leuten in der Lautstärke, mit der ein Feuermelder losgeht, wo sie Mist gebaut haben!2Jeden Tag wollen sie von mir wissen, wie und warum ich sie so und so geführt habe. Sie tun so, als hätten sie immer korrekt gelebt und alles getan, was ihr Gott gut findet. Und aus der Position heraus glauben sie, Forderungen an mich stellen zu können? Sie wollen, dass ich faire Entscheidungen treffe, und finden es ganz toll, in meine Nähe zu kommen.3Dann kommen so -Sprüche wie: ‚Hey, Gott, wir verzichten hier für dich auf Essen, beten wie die Weltmeister, und du merkst es noch nicht mal?‘ Meine Antwort ist: An den Tagen wo ihr eigentlich auf Dinge verzichten und nur beten sollt, habt ihr stattdessen irgendwelche fetten Deals abgezogen, und eure Angestellten mussten Überstunden schieben.4Obwohl ihr eigentlich krass beten wolltet, zofft ihr euch die ganze Zeit, ihr schlagt euch gegenseitig brutal in die Fresse. So, wie ihr diese Gebetszeiten macht, werde ich garantiert nicht auf euch hören.5Glaubt ihr echt, ich steh auf solche Aktionen? Meint ihr, das beeindruckt mich, wenn ihr auf Essen und Trinken verzichtet und dabei depressiv in der Ecke rumhängt und euch gammelige Klamotten anzieht? Bezeichnet ihr das als eine radikale Art zu beten, die ich geil finde?6Ich sag euch mal, auf was für eine Art von Beten ich stehe: zum Beispiel Leuten aus ihren Süchten und Abhängigkeiten rauszuhelfen, in denen sie festsitzen, weil sie ohne mich leben. Die Eisenketten, mit denen sie gefangen gehalten werden, einfach mal durchzusägen, oder die Handschellen aufzuschließen, mit denen sie gefesselt wurden, um sie zu befreien.7Sieht eine coole Art zu beten nicht auch so aus, dass man Leute, die nichts zu beißen haben, mal zum Mittagessen einlädt? Dass man Obdachlosen ein Zimmer organisiert? Dass man mit jemandem, der keine anständigen Klamotten hat, mal shoppen geht? Dass man seiner eigenen Familie hilft, wenn sie Hilfe braucht, und nicht einfach abhaut?“8Wenn du so draufkommst, wirst du glücklich werden. Du wirst strahlen wie die Sonne, wenn sie morgens aufgeht. Du wirst schnell gesund werden, und jeder wird sofort davon hören, wie korrekt du lebst. Gottes krasse Art wird wie ein Schutzschirm immer bei dir sein, und er wird dir auch den Rücken freihalten.9Wenn du dann eine Frage an Gott hast, wird er dir sofort antworten. Wenn du ein Problem hast und ihn um Hilfe bittest, wird er sagen: „Ich bin schon da!“ Wenn du damit aufhörst, andere fertigzumachen, über andere abzulästern oder sie zu verarschen,10wenn du Menschen, die nichts zu essen haben, auf einen Döner einlädst und frustrierten, depressiven Menschen einfach mal zuhörst, dann wird alles, was bei dir vorher düster und schwarz war, plötzlich hell werden. Es wird so hell werden wie die Mittagssonne.11Gott sagt: „Ich, dein Gott, werde dich immer führen. Ich werde dafür sorgen, dass du genug zu essen hast, auch wenn es da, wo du bist, gerade nichts zu essen geben sollte. Ich werde dir Kraft geben. Dann wirst du so sein wie ein Garten, der immer gut bewässert wurde. Du wirst sein wie eine Wasserquelle, die niemals austrocknet.12Dinge, die schon vor Ewigkeiten kaputt gemacht wurden, werden von dir wieder aufgebaut. Aus dem, was Leute vor dir gebaut haben, wirst du etwas Neues entstehen lassen. Man wird dich auch so nennen: ‚Ein Maurer, der Löcher wieder zuspachtelt‘ oder ‚ein Bauarbeiter, der Straßen wieder fit macht‘ oder ‚ein Maler, der die Wohnung wieder renoviert‘.13Habt unbedingt Respekt vor dem Sonntag! Wenn du an dem Tag nicht arbeitest und auch keine Deals abziehst, wenn du diesen Tag als den Tag von Gott liebst, wenn du in der Zeit nicht zur Arbeit gehst und auch nicht dumm rumlaberst,14dann werde ich dich immer gut draufbringen! Ich werde dafür sorgen, dass du über den Problemen stehst. Du wirst dich gut von dem Land ernähren können, das du ja von deinem Uropa Jakob geerbt hast.“ Das kam jetzt von Gott höchstpersönlich.
1Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück! / Erhebe deine Stimme wie ein Widderhorn!
Halt meinem Volk seine Vergehen vor / und dem Haus Jakob seine Sünden! (Mi 3,8)2Sie suchen mich Tag für Tag / und haben daran Gefallen, meine Wege zu erkennen.
Wie eine Nation, die Gerechtigkeit übt / und vom Recht ihres Gottes nicht ablässt,
so fordern sie von mir gerechte Entscheide / und haben an Gottes Nähe Gefallen.3Warum fasten wir und du siehst es nicht? / Warum haben wir uns gedemütigt und du weißt es nicht?
Seht, an euren Fasttagen macht ihr Geschäfte / und alle eure Arbeiter treibt ihr an.4Seht, ihr fastet und es gibt Streit und Zank / und ihr schlagt zu mit roher Gewalt.
So wie ihr jetzt fastet, / verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör. (2Mo 21,18)5Ist das ein Fasten, wie ich es wünsche, / ein Tag, an dem sich der Mensch demütigt:
wenn man den Kopf hängen lässt wie eine Binse, / wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt?
Nennst du das ein Fasten / und einen Tag, der dem HERRN gefällt?6Ist nicht das ein Fasten, wie ich es wünsche: / die Fesseln des Unrechts zu lösen, / die Stricke des Jochs zu entfernen,
Unterdrückte freizulassen, / jedes Joch zu zerbrechen? (Jes 61,1)7Bedeutet es nicht, dem Hungrigen dein Brot zu brechen, / obdachlose Arme ins Haus aufzunehmen,
wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden / und dich deiner Verwandtschaft nicht zu entziehen? (Mt 25,35)8Dann wird dein Licht hervorbrechen wie das Morgenrot / und deine Heilung wird schnell gedeihen.
Deine Gerechtigkeit geht dir voran, / die Herrlichkeit des HERRN folgt dir nach. (Jes 52,12)9Wenn du dann rufst, / wird der HERR dir Antwort geben,
und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: / Hier bin ich.
Wenn du Unterjochung aus deiner Mitte entfernst, / auf keinen mit dem Finger zeigst und niemandem übel nachredest, (Jes 30,19; Jes 65,24)10den Hungrigen stärkst / und den Gebeugten satt machst,
dann geht im Dunkel dein Licht auf / und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.11Der HERR wird dich immer führen, / auch im dürren Land macht er dich satt / und stärkt deine Glieder.
Du gleichst einem bewässerten Garten, / einer Quelle, deren Wasser nicht trügt. (Jer 31,12)12Die Deinen bauen uralte Trümmerstätten wieder auf, / die Grundmauern vergangener Generationen stellst du wieder her.
Man nennt dich Maurer, / der Risse schließt, / der Pfade zum Bleiben wiederherstellt. (Jes 61,4; Am 9,11)13Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, / deine Geschäfte an meinem heiligen Tag zu machen,
wenn du den Sabbat eine Wonne nennst, / heilig für den HERRN, hochgeehrt,
wenn du ihn ehrst, ohne Gänge zu machen / und ohne dich Geschäften zu widmen und viele Worte zu machen,14dann wirst du am HERRN deine Wonne haben. / Dann lasse ich dich über die Höhen der Erde dahinfahren und
das Erbe deines Vaters Jakob genießen. / Ja, der Mund des HERRN hat gesprochen. (Hi 22,26; Ps 37,4)