Jesaja 44

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Gott sagt: „Hört mal gut zu, Leute von Israel! Das betrifft alle, die für mich leben. Ich habe euch ja extra als meine Mitarbeiter ausgesucht!2 Folgendes sage ich, euer Gott. Der Gott, der euch mal gemacht hat, der euch wie ein Stück Knetmasse geformt hat, als ihr noch im Bauch von eurer Mutter wart, und der euch immer helfen wird: Du brauchst keine Angst zu haben! Du gehörst zu mir, Familie von Israel. Du bist etwas ganz Besonderes für mich, ich habe dich extra als meinen Mitarbeiter ausgesucht!3 Ich werde es regnen lassen, auf ein Land, wo alles trocken ist. Ich werde ganz viel Wasser ausschütten über diejenigen, die Durst haben. Ich werde meine Kraft ausschütten auf meine Kinder, meinen Geist werde ich in sie reingießen.4 Sie werden aufgehen wie eine Blume in einer Vase, sie werden wachsen wie Gras nach einem Regen, wie Birken, die an einem Fluss stehen.“5 Dann werden viele Leute plötzlich sagen: „Ich gehöre zu Gott!“ Und andere sagen: „Ich gehöre zu den Israeliten!“ Einige werden sich auf die Hände „Eigentum von Gott“ tätowieren. Andere werden sich den zusätzlichen Namen „Israel“ in ihren Pass eintragen lassen.6 Das kommt jetzt von Gott, dem Chef von Israel, der seine Leute immer wieder raushaut, der Chef über diese Welt. Er sagt: „Ich bin der Erste, der da war, und ich werde der Letzte sein, der da sein wird. Es gibt keinen anderen Gott, ich bin der einzige!“7 Wer kann es mit mir aufnehmen, mit wem sollte ich mich vergleichen? Ich spreche etwas aus, und es wird Realität. Wer hat schon immer gewusst, was alles passieren wird, und es auch gesagt? Raus damit, wenn es noch jemanden gibt, der soll es sagen!8 An die Leute von Israel: „Keine Panik! Lasst euch nicht verwirren! Hab ich euch nicht schon vor Ewigkeiten gesagt, was jetzt gerade passiert? Ihr seid Zeugen, ihr könnt es beweisen. Gibt es noch einen anderen Gott außer mir? Gibt es noch etwas anderes, auf das man sein Leben sicher bauen kann? Wohl kaum, ich hab noch nie davon gehört!“9 Die Typen, die sich irgendwelche Plastikgötter basteln, sind total verpeilt, die bringen es nicht. Genauso wenig, wie diese Figuren selbst irgendwas bringen können. Wenn man die Leute fragt, was für Wunder so ein Plastikgott für sie schon getan hat, dann kommt nur heiße Luft. Sie raffen es einfach nicht, dass ihre tollen Lieblinge einfach nur total peinlich sind.10 Wie kann jemand nur so beknackt sein, sich so einen Plastikgott zu basteln, der es am Ende doch nicht bringt?11 Die Leute, die zu so was beten, werden am Ende alle kaputtgehen. Die Künstler, die so was herstellen, sind ja auch nur ganz normale Menschen. Sie sollten sich mal alle treffen und das Ganze austesten. Es würde nur peinlich für sie werden, denn da kommt nichts bei rüber.12 Der Handwerker nimmt ein Stück Eisen und bearbeitet es. Er formt es mit einem Hammer und feilt mit seinen starken Armen daran rum. Irgendwann kriegt er Kohldampf und hat auch keine Kraft mehr, und weil er kein Wasser getrunken hat, wird er müde.13 Der Tischler nimmt sich ein Stück Holz und misst mit einem Zentimetermaß die Länge aus. Er zeichnet mit einem Bleistift die Form, die das Teil dann haben soll. Das soll mal aussehen wie ein Mann oder besser wie ein Supermann. Die Figur wird dann in irgendeinem Haus aufgestellt, und ab dann wohnt sie da.14 Für das Holz sucht man sich eine schöne Buche aus oder eine dicke Eiche, die im Wald steht. Oder man nimmt eine Fichte, die im Regen schön groß gewachsen ist.15 Mit diesem Holz macht der Mensch normal Feuer, um die Bude im Winter warm zu kriegen. Andere gebrauchen es auch fürs Lagerfeuer oder zum Grillen, um damit die Würstchen zu braten. Und den anderen Teil von dem Holz verarbeitet man dann zu einem Gott und betet zu dem, schmeißt sich vor dem auf den Boden und so. Ganz toll.16 Die andere Hälfte verbrennt er also irgendwie. Noch mal: Mit dem einen Teil von dem Holz grillt er sich seine Steaks, macht sich Essen warm und haut sich damit die Wampe voll. Vielleicht verfeuert er auch etwas davon im Kamin, damit es nachts wärmer wird. Er sagt: „Hach, ist das nicht schön gemütlich, mit der warmen Glut und so?“17 Und aus dem Rest macht er sich dann einen Gott!? Wenn der fertig ist, verbeugt er sich ganz tief vor ihm und redet mit dem sogar. Er sagt: „Gott, bitte hilf mir! Du bist doch mein Gott!“18 Wie bescheuert ist das denn bitte?! Sie kapieren es einfach nicht, sie sind blind, als hätten sie Tomaten auf den Augen. Ihr Verstand ist ausgeschaltet, sie schnallen es einfach nicht.19 Wer sich so einen Plastikgott macht, schaltet irgendwie sein Hirn nicht ein, bevor er das tut. Denn sonst müsste er doch kapieren, dass das nicht geht. Er müsste sich eigentlich sagen: „Hä? Die eine Hälfte vom Holz hab ich verbrannt, hab mir über der Glut ein Steak gegrillt und dadrin Stockbrot und Alukartoffeln fertig gemacht. Und aus der anderen Hälfte soll jetzt plötzlich ein Gott werden? Soll ich zu einem dummen Holzklotz beten, oder was?20 Dann könnte ich ja gleich mit Holzkohle reden!“ Das wäre doch totaler Beschiss, er würde von seinen komischen Gedanken selbst verarscht. So wird er sein Leben nie retten können. Aber er ist nicht in der Lage, das zu erkennen, er kann sich nicht retten, er sagt nicht: „Was ich hier in der Hand halte, ist doch totaler Quatsch!“21 Gott sagt zu seinen Leuten, zu der Familie von Israel: „Bitte vergesst nicht, dass ihr zu mir gehört, ihr seid meine Mitarbeiter! Ich habe euch gemacht, ihr seid für mich da. Ich werde euch niemals hängen lassen!22 Den ganzen Mist, den du, Israel, gebaut hast, habe ich dir schon verziehen. Ich hab den Dreck weggewischt, er hat sich aufgelöst wie ein Nebel in der Sonne. Jetzt komm wieder zurück zu mir, ich werde dich befreien!“23 In der anderen Dimension, im Himmel, da soll jetzt die Party abgehen. Überall auf der Erde soll man -feiern. Die Berge sollen auch feiern und auch der Wald und alle Bäume. Denn Gott hat Israel befreit und ihnen gezeigt, was er alles draufhat und wie gigantisch er ist.24 Gott will dir noch was sagen. Er hat dich befreit, er hat dich aus dem Dreck rausgeholt, und er hat dich gekannt, schon als du noch im Bauch von deiner Mutter warst: „Ich bin Gott, ich mache alles, ich habe den Himmel gemacht, ich habe die Erde gemacht, ganz alleine, keiner musste mir dabei helfen.25 Ich habe die Voraussagen der Esoteriker und Astrologen alt aussehen lassen, ich habe die Wahrsager lächerlich gemacht. Ich habe dafür gesorgt, dass die schlauen Menschen bei euch umdenken müssen, und ich hab gezeigt, dass ihr ganzes Wissen letztendlich für die Tonne ist.26 Aber die Worte von meinem Mitarbeiter stimmen. Das, was er vorausgesagt hat, wird auch eintreffen, da sorg ich für. Der Plan, den er von mir hat, wird funktionieren. Er sagt über Jerusalem: ‚Hier soll man ab jetzt wieder wohnen können!‘ Und über die Städte von Juda sagt er: ‚Sie sollen wieder aufgebaut werden. Den ganzen Schrott, die zerstörte Stadt, werde ich wieder hochziehen!‘27 Ich sage zum Meer: ‚Hör auf mit den Flutwellen, du musst jetzt austrocknen!‘28 Und zu Kyrus sage ich: ‚Du bist mein Bodyguard, du musst auf meine Leute aufpassen. Alles, was ich dir sage, musst du tun. Du wirst befehlen: Jerusalem wird wieder aufgebaut! Der Tempel wird wieder hochgezogen!‘“

Jesaja 44

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Jetzt aber höre, Jakob, mein Knecht, / Israel, den ich erwählt habe.2 So spricht der HERR, dein Schöpfer, / der dich im Mutterleib geformt hat, der dir hilft: Fürchte dich nicht, Jakob, mein Knecht, / du, Jeschurun, den ich erwählt habe![1] (5Mo 32,15; 5Mo 33,5)3 Denn ich gieße Wasser auf den dürstenden Boden, / rieselnde Bäche auf das trockene Land. Ich gieße meinen Geist über deine Nachkommen aus / und meinen Segen über deine Sprösslinge.4 Dann sprossen sie auf zwischen dem Gras, / wie Weidenbäume an Wassergräben.5 Der eine sagt: Ich gehöre dem HERRN. / Ein anderer benennt sich mit dem Namen Jakobs. Einer schreibt auf seine Hand: Für den HERRN. / Ein anderer wird ehrenvoll mit dem Namen Israel benannt.6 So spricht der HERR, Israels König, / sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste, ich bin der Letzte, / außer mir gibt es keinen Gott. (Jes 41,4)7 Wer ist mir gleich? Er soll sich melden, / er tue es mir kund und lege es mir dar, / als ich ein ewiges Volk einsetzte. Und das Zukünftige, das kommen wird, / sollen sie ihnen kundtun. (Jes 41,23)8 Erschreckt nicht und fürchtet euch nicht! / Habe ich es euch nicht schon längst zu Gehör gebracht und verkündet? Ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? / Es gibt keinen Fels außer mir, ich kenne keinen.9 Nichtig sind alle, / die ein Götterbild formen; / ihre geliebten Götzen nützen nichts. Und ihre Zeugen, sie sehen nichts / und verstehen nichts; darum werden sie beschämt.10 Wer sich einen Gott macht / und sich ein Götterbild gießt, / hat keinen Nutzen davon.11 Siehe, all seine Anhänger, die sich ihm anschließen, werden beschämt, / die Schmiede sind nichts als Menschen. Sie sollen sich alle versammeln und vortreten; / dann werden sie alle von Schrecken gepackt und beschämt.12 Der Schmied macht ein Beil und arbeitet in der Glut, / formt es mit Hämmern / und bearbeitet es mit kräftigem Arm. Dabei wird er hungrig und hat keine Kraft mehr. / Trinkt er kein Wasser, so ermattet er. (Jer 10,3)13 Der Schnitzer spannt die Messschnur, / er entwirft das Bild mit dem Stift / und schnitzt es mit den Messern; er umreißt es mit dem Zirkel / und macht die Gestalt eines Mannes, das prächtige Bild eines Menschen; / in einem Haus soll es wohnen.14 Man fällt eine Zeder, wählt eine Terebinthe / oder sonst einen mächtigen Baum, den man stärker werden ließ / als die übrigen Bäume im Wald. Oder man pflanzt einen Lorbeerbaum, / den der Regen groß werden lässt.15 Und es dient dem Menschen zum Heizen; / er nimmt davon und wärmt sich. Auch schürt man das Feuer und bäckt damit Brot. / Oder man schnitzt daraus einen Gott / und wirft sich nieder vor ihm; man macht ein Götterbild / und fällt vor ihm auf die Knie.16 Einen Teil des Holzes verbrennt man im Feuer, / darüber isst man das Fleisch; / man brät einen Braten und sättigt sich. Auch wärmt man sich am Feuer und sagt: / Oh, wie ist mir warm! Ich sehe das Feuer.17 Aus dem Rest des Holzes aber macht man sich einen Gott, / sein Götterbild, vor das man sich beugt und niederwirft, zu dem man betet und sagt: / Rette mich, du bist doch mein Gott!18 Unwissend sind sie und ohne Verstand; / denn ihre Augen sind verklebt, sie sehen nichts / und ihr Herz hat keine Einsicht.19 Sie überlegen nichts, / sie haben keine Erkenntnis und Einsicht, / sodass sie sich sagen würden: Den einen Teil habe ich ins Feuer geworfen, / habe Brot in der Glut gebacken / und Fleisch gebraten und es gegessen. Aus dem Rest des Holzes aber habe ich mir / einen abscheulichen Götzen gemacht / und nun beuge ich mich nieder vor einem Holzklotz.20 Wer Asche hütet, / den hat sein getäuschtes Herz verführt. Er wird sein Leben nicht retten / und wird nicht sagen: / Ich halte ja nur ein Trugbild in meiner rechten Hand.21 Denk daran, Jakob, und du, Israel, / dass du mein Knecht bist. Ich habe dich geformt. Du bist mein Knecht; / Israel, du bist mir unvergessen.22 Ich habe weggewischt deine Vergehen wie eine Wolke / und deine Sünden wie Nebel. / Kehr um zu mir; denn ich habe dich erlöst. (Jes 43,25)23 Jauchzt, ihr Himmel, denn der HERR hat gehandelt; / jubelt, ihr Tiefen der Erde! Brecht in Jubel aus, ihr Berge, / ihr Wälder mit all euren Bäumen! Denn der HERR hat Jakob erlöst / und er verherrlicht sich in Israel. (Ps 96,11; Jes 49,3; Jes 49,13; Jes 55,12)24 So spricht der HERR, dein Erlöser, / der dich von Mutterleib an geformt hat: Ich bin der HERR, der alles bewirkt, / der allein den Himmel ausgespannt hat, / der die Erde ausgebreitet hat aus eigener Kraft, (Hi 9,8; Jes 44,2)25 der die Zeichendeutungen der Orakelpriester vereitelt / und die Wahrsager zu Narren macht, der die Weisen zum Rückzug zwingt / und ihr Wissen als Dummheit entlarvt,26 der das Wort seines Knechtes erfüllt / und den Plan seiner Boten vollendet, der zu Jerusalem sagt: Werde wieder bewohnt! / und zu den Städten Judas: Werdet wieder aufgebaut! / Ich richte ihre Ruinen wieder auf! (Am 3,7)27 Der zum tiefen Meer sagt: Trockne aus, / ich lasse deine Fluten versiegen!,28 der zu Kyrus sagt: Mein Hirt - / alles, was ich will, wird er vollenden!, der zu Jerusalem sagt: Es wird wieder aufgebaut! / und der Tempel wird wieder gegründet. (2Chr 36,23; Esr 1,1)