1Gott sagt: „Ich werde eine Katastrophe für Babylonien organisieren. Alle, die gegen mich arbeiten, werde ich kaputt machen.2Ich werde eine ausländische Armee holen, die Babylonien leer fegen wird. Es wird so sein wie mit Laub, das vom Wind weggeblasen wurde. So werde ich dort auch alles wegpusten. Die Feinde werden von allen Seiten zuschlagen an dem Tag, wo es mit den Babyloniern zu Ende geht.3Ich werde den Befehl rausgeben, dass alle Scharfschützen ihre Gewehre anlegen sollen. Auch die Soldaten mit Panzerfäusten sollen anfangen zu schießen. Die Panzer und die Soldaten in schusssicheren Westen werden beschossen. Ihr dürft kein Mitleid mit den jungen Soldaten haben, zieht die Rote-Karte-Aktion radikal durch, keiner darf überleben.4Überall in Babylon sollen tote Menschen rumliegen, erschossene Soldaten liegen auf den Straßen.“5Israel und Juda wurden von Gott nicht im Stich gelassen. Gott, der Chef über diese Welt, wurde von den Babyloniern schwer gedisst, sie haben Gott beleidigt.6Haut ab aus Babylonien, rette sich, wer kann! Leute von Juda und Israel sollten nicht mit dabei draufgehen, wenn dieses Land bestraft wird. Denn jetzt ist es so weit, Gott wird Babylonien die Rechnung präsentieren für den Mist, den sie gebaut haben!7Babylonien war wie ein Glas, das Gott in der Hand hielt. Mit dem Wein, der dort drin war, wurde die ganze Welt besoffen gemacht. Die Menschen sind komplett durchgedreht.8Plötzlich ist das „Babylonienglas“ auf den Boden gefallen und zersplittert. Die Leute sollen deswegen trauern! Sie sollen Aspirin holen, Salbe und Verbandszeug. Vielleicht werden die Schmerzen dann besser, vielleicht heilt die Wunde von Babylonien dann ja.9Dann werden die Diplomaten von den anderen Völkern sagen: „Wir haben versucht, Babylonien zu retten, aber es war zu spät, da war nichts mehr zu machen. Wir hauen jetzt ab, wir gehen wieder in unser Land zurück. Diese Gerichtsverhandlung und dieses Urteil sind einfach zu heftig für uns. Es übersteigt unser Denkvermögen, diese Sache ist größer als der höchste Wolkenkratzer.“10Darum werden die Leute von Israel sagen: „Gott hat dafür gesorgt, dass wir öffentlich wieder anerkannt werden. Lasst uns mal nach Zion gehen, um es dort allen zu erzählen, was für geile Sachen Gott bei uns gebracht hat.“
Die Meder werden von Gott benutzt, um sein Urteil zu vollstrecken
11Gott hat den Präsidenten von Medien die Idee eingegeben, Babylonien anzugreifen. Sein Plan ist es, dass ganz Babylonien zerstört wird. Gott will sich an ihnen für das rächen, was sie mit seinem Tempel gemacht haben. Er sagt: „Gewehr bei Fuß, Munition umgehängt!12Gebt den Befehl zum Angriff gegen Babylonien! Zieht eure Soldaten zusammen! Bereitet eine Falle für sie vor!“ Was sich Gott vorgenommen hat, zieht er auch durch! Das gilt auch für die Bewohner von Babylonien.13Die wohnen in einem fruchtbaren Land mit reichlich Wasservorräten, es gibt auch Geld in Hülle und Fülle. Aber jetzt ist es aus mit ihnen, sie haben genug Leute abgezogen und ausgeraubt.14Gott hat sich selbst etwas ganz fest versprochen. Er sagt: „Wenn euer Land auch so voll ist wie ein Ameisenhaufen, wird es trotzdem besiegt werden. Die Soldaten werden ihren Sieg dann laut feiern!“15Gott hat die ganze Erde gemacht, er hat gezeigt, was er alles kann und wie mächtig er ist. Er hat damit auch bewiesen, dass er sehr schlau ist, so wie er das ganze Universum aufeinander abgestimmt hat.16Er muss nur ein Wort sagen, und sofort fängt es an zu regnen. Er sorgt dafür, dass sich die Wolken bewegen, dass es Blitze gibt. Er sorgt sogar für den richtigen Wind.17Menschen sehen dagegen echt voll doof aus. Und den Künstlern, die irgendwelche Plastikgötter aus Gold basteln, müsste eigentlich total peinlich sein, was sie da machen im Vergleich zu dem, was Gott alles gebastelt hat. Denn diese Plastikgötter leben nicht einmal.18Über diese Figuren kann man eigentlich nur noch Witze machen. Spätestens bei der letzten Gerichtsverhandlung von Gott geht es ihnen an den Kragen.19Der Gott von Israel spielt in einer anderen Liga als diese Plastikgötter. Er hat das ganze Universum gemacht. Und er hat erklärt, dass seine Leute immer zu ihm gehören werden. Man nennt ihn auch: „Gott, der absolute Chef über alles“.
Was Babylonien kann und was nicht
20Gott sagt: „Babylonien ist wie meine Atombombe, mit der ich andere -Länder und Nationen komplett zerstöre.21Ich werde durch sie Motorräder, Panzer, Autos und Flugzeuge kaputt machen, inklusive der Piloten.22Auch Männer und Frauen, Opas, Omas, Jugendliche und Kinder werde ich durch Babylonien töten.23Genauso wie Arbeiter, Angestellte und ihre Firma, Hirten mit ihrer Herde und Bauern mit ihren Traktoren. Ich werde die Bürgermeister und die Generäle umbringen.24Aber ich werde dafür sorgen, dass Babylonien und die Leute, die dort wohnen, dafür bezahlen müssen, was sie mit Jerusalem gemacht haben!“25Gott sagt: „Jetzt geht’s dir an den Kragen, Babylonien! Du bist wie eine Giftmülldeponie, die alles vergiftet hat, du hast die ganze Erde verseucht. Ich will dich zerstören, dich von der Leiter schubsen und dafür sorgen, dass du in Schutt und Asche gelegt wirst.26Du sollst so kaputt sein, dass man bei dir noch nicht mal mehr einen ganzen Ziegelstein finden kann, um daraus ein neues Haus zu bauen. Du sollst ein großer Schutthaufen sein, für immer!“
Es hat sich „ausgebabylont“
27Schaltet eine Anzeige in allen Zeitungen! Kündigt an, dass alle gemeinsam Babylonien angreifen werden. Macht Verträge mit den anderen Nationen und kämpft gemeinsam den ganz besonderen Krieg, den Gott organisiert hat. Alle sollen mitmachen. Die Leute vom Ararat-Berg, die Leute von Minni und Aschkenas. Beruft die Generäle ein, betankt die Panzer und Kampfhubschrauber. Es sollen so viele Soldaten zusammenkommen, wie Mücken an einem Sommerabend zum See kommen.28Macht alle Nationen gottmäßig bereit, damit sie an diesem Krieg teilnehmen können. Die Präsidenten von Medien, ihre Bürgermeister, die Generäle und alle Soldaten sollen sich klarmachen.29Die ganze Erde bebt, alles zittert. Gott wird seinen Plan durchziehen, den er mit Babylonien hat. Er wird dafür sorgen, dass Babylonien nur noch ein Schrotthaufen ist, es wird zu einer Wüste, in der keiner mehr leben will.30Die Helden der Armee von Babylonien haben schon aufgehört zu kämpfen. Sie sitzen in ihren Bunkern und haben nur noch Schiss. Sie sind wie kleine Kinder. Die ersten Häuser wurden bereits angezündet und die Türen aufgebrochen.31Ständig kommen neue Nachrichten beim Präsidenten von Babylonien rein. „Die feindliche Armee dringt von allen Seiten in die Stadt“, heißt es da.32„Die Brücken wurden besetzt, die Verteidigungsanlagen gesprengt. Die Soldaten sind vor Angst wie gelähmt!“33Gott, der Chef über dieses Universum, sagt: „Das ist wie mit einem Getreidefeld, wo der Mähdrescher drüberfährt, und dann kommt das Zeug in die Fabrik, wo man die Getreidekörner vom unbrauchbaren Rest trennt. Mit Babylonien ist das eine schon geschehen, und es dauert nicht mehr lange, dann wird das andere auch passieren.“
Gott sorgt dafür, dass die Menschen in Jerusalem korrekt behandelt werden
34Ich höre, wie die Leute aus Jerusalem sagen: „Nebukadnezzar, der Präsident von Babylonien, hat uns kaputt gemacht! Er hat unsere Stadt leer gefressen. Sie ist nun wie ein leerer Kühlschrank, und nichts ist mehr da. Wie ein Monster kam er an und hat sich den Bauch vollgestopft mit den ganzen leckeren Sachen, die es bei uns gab. Als er satt war, hat er uns einfach weggestoßen.“35Die Leute, die in Jerusalem leben, sollen deshalb sagen: „Was die Leute von Babylonien bei uns gemacht haben, soll jetzt auch bei denen abgehen! Jeder Mensch, der bei uns getötet wurde, soll bei ihnen auch getötet werden.“36Darum sagt Gott zu den Leuten aus Jerusalem: „Ich werde dafür sorgen, dass Gerechtigkeit herrscht. Ich werde dich rächen, ich werde den Eufrat trockenlegen. Ich sorg dafür, dass kein Wasser mehr aus den Quellen kommt.37Babylonien soll ein Müllberg werden. Hier sollen nur noch Ratten leben, es wird als Antibeispiel dienen, kein Mensch wird dort mehr wohnen wollen.38Sollen sie nur kläffen wie ein Dackel oder knurren wie ein gefährlicher Kampfhund.39Wenn sie sich warmgelaufen haben, werde ich ihnen richtig gut einschenken, ich werde sie abfüllen und besoffen machen. Sie werden so breit sein, dass sie irgendwann einschlafen und dann nie wieder aufwachen. Das kam jetzt von Gott.40Ich bringe sie wie Schafe mit einem Lkw zum Schlachthof, wo einer nach dem anderen getötet wird.“41Wie konnte das passieren? Wie hat man Babylonien geschlagen und eingenommen, die große Stadt, die in der ganzen Welt bekannt ist? Wie ist das passiert, dass plötzlich alle von den schrecklichen Dingen hören, die dort geschehen sind?42Das Meer ist angestiegen und hat Babylonien überflutet. Mit einer großen Tsunamiwelle wurde es unter den Wassermassen begraben.43Alle Städte sind kaputt. Babylonien ist unbewohnbar geworden, dort wächst kein Gras mehr. Es ist ausgetrocknet und leer. Kein Mensch kann dort noch wohnen, man kann da noch nicht mal mehr durchfahren, so zerstört ist es.
Auch Bel wird zerstört, aber Gott liebt seine Leute
44Gott sagt: „Ich werde jetzt auch mal bei Bel, dem Gott von Babylonien, vorbeischauen. Ich werde ihm das wieder wegnehmen, was er sich einfach abgegriffen hat. Die Menschen werden nie mehr dort hinfahren, und auch die Verteidigungsmauer um Babylon wird man sprengen!45Ich rate meinen Leuten, diese Stadt schleunigst zu verlassen. Rettet euer Leben! Denn ich, euer Gott, komme und ich bin sehr wütend.46Die Leute von Israel brauchen sich aber keinen Kopf zu machen, wenn sie diese Nachrichten hören. Ihr braucht nicht depressiv zu werden, lasst den Kopf nicht hängen! Wenn ihr in einem Jahr diese Nachricht hört, dann wird es im nächsten eine andere Nachricht geben. In der Zeit wird es recht brutal im Land zugehen, und ein Präsident kämpft gegen den anderen.47Vergesst nicht, es wird eine Zeit geben, wo ich mit dem Plastikgott von Babylonien abrechnen werde. Sein ganzes Land wird zerstört, und überall werden tote Soldaten rumliegen.48Alle werden jubeln, wenn Babylonien besiegt ist. Es wird eine große Party gefeiert, im Himmel und auf der Erde. Der Gewinner, der Babylonien fertigmachen wird, kommt aus dem Norden.“
Gott hat das ganz fest beschlossen
49So, wie die Soldaten von Babylonien die Soldaten von Israel getötet haben, so werden die Soldaten von Babylonien überall auf der Erde sterben.50Ein Tipp für die Leute, die den Krieg überlebt haben: Verschwindet von da! Erinnert euch an Gott und an Jerusalem!51Ihr denkt ja, dass Gott sich nur lustig über euch gemacht hat. Ihr sagt, die anderen Völker hätten euch nur verarscht und dass ihr euch schämen musstet, weil einige Ausländer den besonderen Tempel von Gott betreten haben.52Aber Gott antwortet euch: „Es wird eine Zeit kommen, wo ich mit den Plastikgöttern von Babylonien kurzen Prozess mache. Überall werden dann in Babylonien verwundete Soldaten rumliegen und laut stöhnen.53Selbst wenn Babylonien die Möglichkeit hätte, sich über den Wolken zu verstecken, wenn sie sich auf einen ganz hohen Berg zurückziehen würden, werde ich eine Armee finden, die sie dort aufspürt und vernichtet!“
Ein Rückblick
54Hört ihr das? In Babylonien schreien die Leute um Hilfe! Das ganze Land bricht zusammen!55Gott macht Babylon kaputt, er sorgt dafür, dass aus dieser Stadt nie mehr ein Pieps zu hören ist. Die Feinde sind wie eine große, heftige Welle über Babylon hereingebrochen, man kann das Geräusch ganz laut hören.56Denn in Babylon ist eine Armee eingezogen, die alles zerstören wird. Die Soldaten werden verhaftet, und ihre Gewehre werden zersägt. Gott rächt sich, auf seine Rache kann man sich verlassen.57„Ich werde die Schlauen besoffen machen, und die Chefs in Babylonien werde ich abfüllen. Alle Bürgermeister, Generäle und Soldaten werden so breit sein, dass sie einschlafen. Sie werden schlafen und nie wieder aufwachen.“ Das sagt Gott, den man auch „Den Chef über alles“ nennt.58Er sagt auch: „Die große Schutzmauer, die um Babylon gebaut ist, wird komplett weggesprengt werden. Alle Stadttore werden verbrannt!“ Viele Völker haben dort gearbeitet und gebaut, aber es war alles umsonst, alles ist zerstört.
Was Seraja machen soll
59Jetzt kommt ein Auftrag, den Gott für Seraja hatte. Seraja erfuhr davon durch den Propheten Jeremia. Seraja war ein Sohn von Nerijas und ein Enkel von Machseja. Das Ganze passierte in der Zeit, als Zidjika, der Präsident von Juda, gerade vier Jahre an der Macht war. Zidkija war gerade mit Seraja, seinem Hausverwalter, in Richtung Babylonien unterwegs.60Jeremia beschrieb in diesem Text die ganzen ätzenden Sachen, die in Babylonien passieren sollten. Er fasste dort alle Katastrophen zusammen, die für Babylonien vorausgesagt worden waren.61Jeremia gab das Teil Seraja und sagte zu ihm: „Sie müssen diesen Text unbedingt in Babylonien vorlesen, wenn Sie da sind, okay?62Wenn Sie damit fertig sind, sagen Sie: ‚Gott, mit diesen Worten hast du selbst das Todesurteil gegen diesen Ort gefällt. Du wirst hier alles kaputt machen. Niemand wird hier mehr leben. Diese Stadt soll für immer ein Müllplatz sein, ein Schrotthaufen, weiter nichts.‘63Wenn Sie den Text zu Ende gelesen haben, dann wickeln Sie das Papier um einen großen Stein. Dann werfen Sie diesen Stein in den Eufrat-Fluss.64Dabei müssen Sie sagen: ‚Babylonien wird genauso versinken wie dieser Text und wird nie wieder hochkommen. Denn Gott sorgt dafür, dass ganz schlimme Sachen dort passieren, für Gott hat es sich ausgebabylont. ‘“ Das alles waren jetzt die Sachen gewesen, die Jeremia sagen sollte.
1So spricht der HERR:
Siehe, ich erwecke gegen Babel und die Bewohner Chaldäas / den Geist eines Verwüsters.[1]2Ich sende Fremde nach Babel; / sie werden es wie beim Worfeln aufwirbeln, / wenn sie es umzingeln am Tag des Unheils. (Jer 15,7)3Der Bogenschütze spanne seinen Bogen gegen den Bogenschützen / und auch gegen den, der sich erhebt in seinem Brustpanzer.
Schont seine jungen Männer nicht, / vollzieht an seinem ganzen Heer den Bann!4Erschlagene liegen herum im Land der Chaldäer, / Durchbohrte auf seinen Straßen.5Denn weder Israel noch Juda sind verwitwet, / nicht verlassen von ihrem Gott, / dem HERRN der Heerscharen,
obwohl ihr Land voll von Schuld ist / gegen den Heiligen Israels. (Jes 54,4)6Flieht mitten aus Babel! Jeder rette sein Leben! / Kommt nicht um wegen seiner Schuld!
Denn es ist die Zeit der Vergeltung für den HERRN; / was Babel verübt hat, vergilt er ihm. (Jer 50,8)7Babel war in der Hand des HERRN / ein goldener Becher, / der die ganze Erde berauschte.
Von seinem Wein haben die Völker getrunken; / deshalb haben die Völker den Verstand verloren. (Jer 25,15)8Jählings fällt Babel und wird zerschmettert. / Jammert laut darüber!
Holt Balsam für seine Wunde, / vielleicht ist es zu heilen. (Jes 21,9)9Wir wollten Babel Heilung bringen, / aber es war nicht zu heilen!
Verlasst es! Gehen wir, jeder in sein Land! / Denn sein Gericht reicht bis zum Himmel hinauf, / ragt bis zu den Wolken empor.10Der HERR hat unsere gerechte Sache / ans Licht gebracht.
Kommt, lasst uns in Zion erzählen, / was der HERR, unser Gott, getan hat![2]11Schärft die Pfeile, füllt die Köcher! / Der HERR hat den Geist der Könige von Medien erweckt;
denn sein Plan richtet sich gegen Babel, / es zu vernichten.
Ja, das ist die Vergeltung des HERRN, / die Vergeltung für seinen Tempel. (Jes 13,17; Jer 50,28)12Errichtet ein Feldzeichen gegen Babels Mauern, / verstärkt die Wache!
Stellt Posten auf, / legt Leute in den Hinterhalt!
Denn der HERR hat seinen Plan gefasst / und er führt auch aus, / was er den Bewohnern Babels angekündigt hat. (Jer 50,2)13Die du an großen Wassern wohnst, so reich an Schätzen, / dein Ende ist gekommen, dein Maß ist voll.14Geschworen hat der HERR der Heerscharen bei sich selbst: / Wenn ich dich auch mit Menschen angefüllt habe wie mit Heuschrecken, / stimmt man doch den Kampfruf gegen dich an.
Gott Israels und Schöpfer der Welt
15Er hat die Erde erschaffen durch seine Kraft, / den Erdkreis gegründet durch seine Weisheit, / durch seine Einsicht den Himmel ausgespannt. (Jer 10,12)16Lässt er seine Stimme ertönen, / rauschen die Wasser am Himmel.
Wolken führt er herauf vom Rand der Erde; / er lässt es blitzen und regnen, / aus seinen Kammern entsendet er den Wind. (Ps 135,7; Jer 10,13)17Töricht steht jeder Mensch da, ohne Erkenntnis, / beschämt jeder Goldschmied mit seinem Götzenbild;
denn sein Gussbild ist Trug, / kein Atem ist in ihnen.18Nichtig sind sie, ein Spottgebilde. / Zur Zeit ihrer Heimsuchung gehen sie zugrunde.19Anders der Gott, der Jakobs Anteil ist. / Denn er ist der Schöpfer des Alls / und des Stammes, der sein Erbbesitz ist. / HERR der Heerscharen ist sein Name.[3]
Babel als Hammer Gottes
20Ein Hammer warst du mir, Waffe für den Krieg. / Mit dir zerschlug ich Völker, / mit dir vernichtete ich Königreiche, (Jer 50,23)21mit dir zerschlug ich das Ross und seinen Reiter, / mit dir zerschlug ich den Wagen und seinen Fahrer,22mit dir zerschlug ich Mann und Frau, / mit dir zerschlug ich Greis und Kind, / mit dir zerschlug ich Knabe und Mädchen,23mit dir zerschlug ich den Hirten und seine Herde, / mit dir zerschlug ich den Bauern und sein Gespann, / mit dir zerschlug ich Statthalter und Vorsteher.24Aber ich übe Vergeltung an Babel und an allen Bewohnern Chaldäas / für alles Böse, das sie an Zion vor euren Augen verübten - Spruch des HERRN. (Jer 50,15)
Strafe und endgültige Vernichtung
25Siehe, ich gehe gegen dich vor, / du Berg des Verderbens, / der die ganze Erde verdarb - Spruch des HERRN.
Ich strecke meine Hand gegen dich aus, / ich wälze dich weg von den Felsen / und mache dich zum ausgebrannten Berg. (Jer 50,31)26Man wird von dir keinen Schlussstein / und keinen Grundstein mehr holen,
denn Wüste bleibst du für immer / - Spruch des HERRN.27Errichtet ein Feldzeichen auf der Erde, / stoßt ins Widderhorn unter den Völkern!
Weiht Nationen gegen sie, / ruft Königreiche herbei gegen sie,
Ararat, Minni und Aschkenas! / Bestimmt einen, der den Krieg gegen sie plant,
lasst Rosse anrücken, / borstigen Heuschrecken gleich![4]28Weiht Nationen gegen sie, / die Könige von Medien,
seine Statthalter und alle seine Vorsteher / und das ganze Land ihrer Herrschaft!29Da bebt und zittert die Erde, / wenn sich an Babel die Pläne des HERRN erfüllen,
das Land von Babel zur Wüste zu machen, / wo niemand mehr wohnt.30Die Helden Babels geben den Kampf auf / und hocken in ihren Burgen.
Ihre Kraft ist versiegt, / sie sind wie Frauen geworden.
Seine Wohnungen steckt man in Brand, / seine Riegel zerbricht man. (Jes 19,16; Jer 50,37; Nah 3,13)31Läufer über Läufer stürmt heran, / Bote über Bote,
um dem König von Babel zu melden, / seine Stadt sei von allen Seiten her eingenommen,32die Flussübergänge seien besetzt, / die Verteidigungsanlagen im Feuer verbrannt, / die Krieger entmutigt.33Denn so spricht der HERR der Heerscharen, / der Gott Israels:
Die Tochter Babel gleicht einem Dreschplatz, / wenn er festgestampft wird;
noch eine kurze Zeit, / dann ist für sie die Erntezeit da.34Nebukadnezzar, der König von Babel, / hat mich gefressen und ausgesaugt / und mich dann beiseitegestellt wie ein leeres Gefäß.
Wie ein Ungeheuer hat er mich verschlungen, / hat sich den Bauch gefüllt / mit meinen Köstlichkeiten und mich dann ausgespült.35Was ich an Unrecht und Schaden erlitt, / komme über Babel!, / soll die Bewohnerin Zions sagen.
Mein Blut komme über die Bewohner Chaldäas!, / soll Jerusalem sagen.36Darum - so spricht der HERR:
Siehe, ich führe deinen Rechtsstreit / und werde dir Vergeltung verschaffen.
Ich lasse sein Meer vertrocknen / und seine Quelle versiegen.37Babel wird ein Trümmerhaufen, / eine Behausung für die Schakale,
Entsetzen und Spott, / wo niemand mehr wohnt. (Jer 50,13)38Alle zusammen brüllen sie wie Löwen, / knurren wie junge Löwen.39Wenn sie in Gier brennen, bereite ich ihr Gelage / und mache sie betrunken, dass sie lustig werden,
in ewigen Schlaf sinken / und nie mehr erwachen - Spruch des HERRN.40Ich führe sie hinab wie Lämmer zum Schlachten, / wie Widder und Böcke. (Jer 50,27)41Wie ist Scheschach eingenommen und erobert / der Ruhm der ganzen Erde!
Wie ist Babel zum Entsetzen geworden / unter den Völkern!42Das Meer überflutet Babel, / von seinen tosenden Wogen wird es bedeckt.43Seine Städte werden zur Wüste, / ein Land der Dürre und Steppe,
wo niemand wohnt / und wo kein Menschenkind mehr hindurchzieht. (Jer 2,6)44Den Bel von Babel suche ich heim / und entreiße seinem Rachen, was er verschlungen hat.
Die Völker strömen nicht mehr zu ihm. / Auch die Mauer von Babel ist gefallen. -45Zieh weg aus seiner Mitte, mein Volk! / Jeder rette sein Leben vor dem glühenden Zorn des HERRN.46Euer Herz soll nicht verzagen. / Fürchtet euch nicht bei dem Gerücht, das man im Land hört
- man wird im einen Jahr dieses / und im andern Jahr jenes Gerücht hören -,
und wenn Gewalttat im Land regiert / und Herrscher gegen Herrscher steht!47Darum siehe, es kommen Tage, / da suche ich die Götzen Babels heim;
sein ganzes Land wird zuschanden / und alle seine Erschlagenen liegen gefallen in seiner Mitte.48Dann jubeln Himmel und Erde / und alles, was in ihnen ist, über Babel,
wenn von Norden her die Verwüster einfallen / - Spruch des HERRN.49Auch Babel muss fallen für die Erschlagenen Israels, / wie die Erschlagenen der ganzen Erde für Babel gefallen sind.50Ihr, die ihr dem Schwert entronnen seid, / zieht weg, bleibt nicht stehen!
Denkt in der Ferne an den HERRN / und Jerusalem steige auf in eurem Herzen!51Schämen müssen wir uns; / denn Schmach mussten wir hören.
Schamröte bedeckt unser Gesicht; / denn Fremde sind gekommen / über die Heiligtümer des Hauses des HERRN.52Darum siehe, es kommen Tage / - Spruch des HERRN -,
da suche ich seine Götzen heim / und in seinem ganzen Land röcheln Erschlagene.53Auch wenn Babel bis zum Himmel aufsteigt / und sich in unzugänglicher Höhe verschanzt, / so werden doch auf meinen Wink die Verwüster über es kommen - Spruch des HERRN.[5] (Jes 14,13)54Horch, Schreien von Babel her / und großer Zusammenbruch im Land der Chaldäer!55Denn der HERR verwüstet Babel / und macht seinem lauten Lärmen ein Ende.
Die Wogen der Verwüster brausen wie gewaltige Wasser, / es ertönt der Lärm ihrer Stimme.56Ja, der Verwüster kommt über Babel. / Seine Helden werden gefangen genommen, / ihre Bogen zerbrochen.
Denn der HERR ist ein Gott der Vergeltung; / er vergilt genau.57Die Fürsten und Weisen Babels, / seine Statthalter, seine Vorsteher und seine Kriegshelden mache ich betrunken,
in ewigen Schlaf sollen sie sinken / und nie mehr erwachen - Spruch des Königs, / HERR der Heerscharen ist sein Name. (Jer 51,39)58So spricht der HERR der Heerscharen:
Die breiten Mauern von Babel werden geschleift bis auf den Grund, / seine hohen Tore werden im Feuer verbrannt.
So mühen sich Völker für nichts, / Nationen plagen sich ab für das Feuer. (Hab 2,13)
Geschichtlicher Nachtrag
59Das Wort, das der Prophet Jeremia dem Seraja, dem Sohn Nerijas, des Sohnes Machsejas, befohlen hat, als dieser mit Zidkija, dem König von Juda, in dessen viertem Regierungsjahr nach Babel reiste. Seraja war Quartiermeister.60Jeremia hatte all das Unheil, das über Babel kommen sollte, auf eine Buchrolle geschrieben, alle diese Worte, die über Babel aufgeschrieben sind. (Jer 50,1)61Und Jeremia sagte zu Seraja: Wenn du nach Babel kommst, sieh zu, dass du alle diese Worte laut vorliest.62Dann sag: HERR, du selbst hast diesem Ort angedroht, ihn zu vernichten, sodass niemand mehr darin wohnt, weder Mensch noch Vieh; für immer soll er zur Wüste werden. (Jer 51,26)63Und es soll sein: Sobald du diese Buchrolle zu Ende gelesen hast, binde an sie einen Stein und wirf sie mitten in den Eufrat!64Und sprich dabei: So soll Babel versinken und nicht wieder hochkommen, wegen des Unheils, das ich über die Stadt bringe. Ja, Nationen plagen sich ab für nichts. So weit die Worte Jeremias.