Wenn die Bestrafung vorbei ist, wird wieder alles gut
1Gott sagte außerdem: „Irgendwann wird es so viele Israeliten geben, dass man sie nicht mehr zählen oder sonst wie messen kann. Es werden so viele sein, wie Sandkörner am Strand liegen. Dann wird es passieren, dass man dort, wo früher immer zu ihnen gesagt wurde: ‚Ihr gehört nicht zu uns!‘, jetzt sagen wird: ‚Ihr seid die Bros & Sis von dem einen Gott, der wirklich existiert!‘2Die Menschen aus Juda und Israel werden sich treffen und dann einen gemeinsamen Chef wählen, der über sie regieren soll. Und sie werden sich total vermehren, wie sich Gras auf dem Land vermehrt. Das wird ein guter Tag, ein Tag, an dem ich neue Sachen aussäe.3Ihr könnt zu euren Geschwistern sagen: ‚Wir gehören zusammen! Ihr seid aus meiner Familie! Wir werden von Gott geliebt!‘“
Gott wird Israel bestrafen, aber dann zurückholen
4Gott sagt: „Verklagt eure Mutter, verklagt Israel! Wir sind geschiedene Leute, sie ist nicht mehr meine Frau, und ich bin nicht mehr ihr Mann. Sie soll endlich aufhören, mit Plastikgöttern rumzumachen und mich damit zu betrügen! Sie soll aus dem Pascha-Puff aussteigen und sich nicht mehr so nuttig anziehen! Sie soll die Sachen wegschmeißen, die mich daran erinnern, dass sie fremdgegangen ist.5Wenn sie das nicht tut, werde ich sie nackt ausziehen. Sie wird nichts anhaben, so wie bei der Geburt. Ich werde sie plattmachen, in ihrem Land wird kein Gras mehr wachsen, es wird wie in der Wüste sein, wo es kein Wasser gibt. Ich werde dafür sorgen, dass sie vor Durst stirbt.6Ihre Hurenkinder tun mir auch null leid.7Denn ihre Mutter war mit anderen Männern im Bett und hat sich voll peinlich benommen. Sie ist ihren Freiern sogar nachgelaufen, weil sie von denen Essen und Trinken bekommen hat. Auch ihre Kleidung kam von denen.8Darum werde ich ihren Weg mit Stacheldraht und einer Mauer versperren, damit sie ihren Weg nicht finden kann.9Wenn sie dann ihrem tollen Lover hinterherlaufen will, wird sie nie bei ihm ankommen. Sie wird ihn suchen, aber nicht finden. Schließlich wird sie zu sich sagen: ‚Ich will zurück zu meinem ersten Ehemann, bei dem ging es mir viel besser als jetzt.‘10Sie hatte bis dahin nicht kapiert, dass ich sie immer gut versorgt hatte. Ich hab ihr Mehl, Öl und Wein organisiert. Ich hab immer dafür gesorgt, dass sie Kohle ohne Ende hatte. Aber sie hat das ganze Gold und Silber von mir zu dem Plastikgott Baal gebracht.11Darum werde ich mir jetzt das Mehl und den Wein wieder zurückholen, und zwar in der Zeit, wo sie die Ernte einbringen will. Ich klaue ihr die ganze Baumwolle und das Leinen, damit sie nichts mehr zum Anziehen hat.12Ich werde sie splitternackt ablichten und die Bilder ihrem Lover zeigen. Niemand wird sie befreien können, ich halte sie ganz fest verschlossen.13Mit den großen Partys mach ich dann Schluss. Die Neumondfeier, das Fest am Sonntag und auch die anderen -Feiern, die es über das Jahr verteilt so gibt, sag ich alle ab.14Ich werde ihre Weinstöcke kaputt machen, und auch die Apfelbäume werden vertrocknen. Von denen hat sie ja noch geschwärmt, sie sagte: ‚Diese Pflanzen sind meine Bezahlung, die ich von meinen Freiern bekommen hab.‘ Ich werde dafür -sorgen, dass sie zuwachsen und dass die Tiere die Blätter abknabbern und kahlfressen.15Auf die Art werde ich sie für die Zeit bestrafen, wo sie mich an den Feiertagen mit diesem Plastikgott Baal betrogen hat. An den Tagen hat sie ihm Abfackelopfer geschenkt, sich für ihn chic gemacht mit Schmuck und schönen Klamotten. Aber mich hatte sie vergessen. Das sagt jetzt Gott, der Chef.“
Gott ist treu, Israel ist untreu
16„Es wird dann aber eine Zeit kommen, wo ich sie wiederhaben will. Ich werde sie in die Wüste führen und sie dort anmachen und ihr Herz gewinnen.17Dort werde ich sie weichkriegen. Es wird so sein wie ganz am Anfang, als sie noch eine Jugendliche war, damals, als sie aus Ägypten abgehauen ist.18Dann wirst du mich wieder deinen Ehemann nennen, Israel. Den Plastikgott Baal wirst du nicht mehr als deinen Gott bezeichnen.19Ich sorge dafür, dass das Wort ‚Baal‘ nicht mehr aus deinem Mund kommt, du wirst nicht mehr über den sprechen.20An dem Tag werde ich Verträge mit den wilden Tieren in deiner Wohngegend abschließen, dass sie dich nicht mehr belästigen dürfen. Das Gleiche gilt auch für die Vögel und die anderen Tiere. Ich werde alle MG s und Pistolen zersägen und aus dem Land schmeißen. Ich sorge dafür, dass du in Sicherheit wohnen wirst.21Ich werde dich heiraten, und unser Ehevertrag wird für immer gelten. Als Hochzeitsgeschenk bekommst du von mir, dass ich immer korrekt und liebevoll mit dir umgehen werde, dass ich dich einfach sehr liebe.22Ich werde dir immer hundertprozentig treu sein, da kannst du dich drauf verlassen. Du wirst kapieren, dass ich der Chef, dass ich Gott bin.23In dieser Zeit werde ich die Gebete hören, die man im Himmel gesprochen hat. Und der Himmel wird auf die Gebete hören, die man auf der Erde gesprochen hat.24Die Erde wird die Gebete von Israel erhören, die sich um die Ernte von Korn, Obst und Öl drehen.25Ich will euch wie Körner in mein Land einsäen. Früher hat man euch ‚Nicht geliebt und ohne Gnade‘ genannt. Jetzt werde ich euch einen neuen Namen geben, ihr heißt jetzt -einfach ‚Meine Bros & Sis‘. Und wenn ich euch so rufe, dann werdet ihr antworten: ‚Du bist unser Gott!‘“
Umwandlung der Unheilsbotschaft in eine Heilsbotschaft
1Einst werden die Söhne Israels so zahlreich sein / wie der Sand am Meer, / der nicht zu messen und nicht zu zählen ist.
Und dort, wo man zu ihnen sagt: / Ihr seid nicht mein Volk,
wird man zu ihnen sagen: / Söhne des lebendigen Gottes seid ihr. (1Mo 22,17; 1Mo 32,13; Joh 1,12; Röm 9,26)2Die Söhne Judas werden sich gemeinsam mit den Söhnen Israels versammeln, / für sich ein einziges Oberhaupt bestimmen / und aus dem Land heraufziehen.
Ja, groß wird der Tag Jesreels sein. (Jes 11,12; Jes 49,22; Jes 50,4; Jer 3,18; Hes 37,16; Sach 10,6)3Sagt zu euren Brüdern: Ammi - mein Volk - / und zu euren Schwestern: Ruhama - Erbarmen -. (Hos 1,6)
Gottes Prozess gegen das untreue Israel
4Verklagt eure Mutter, verklagt sie! / Denn sie ist nicht meine Frau / und ich bin nicht ihr Mann.
Sie soll von ihrem Gesicht die Zeichen ihrer Unzucht beseitigen / und zwischen ihren Brüsten die Zeichen ihres Ehebruchs.5Sonst ziehe ich sie nackt aus / und stelle sie hin wie am Tag ihrer Geburt,
ich mache sie wie die Wüste / und lasse sie werden wie verdorrtes Land, / ich lasse sie sterben vor Durst. (Jer 6,8; Jer 9,11; Hes 16,22)6Auch mit ihren Kindern habe ich kein Erbarmen; / denn Kinder der Unzucht sind sie. (Hos 1,6)7Ja, ihre Mutter hat Unzucht getrieben; / die mit ihnen schwanger war, hat Schändliches getan.
Denn sie hat gesagt: Ich will meinen Liebhabern hinterhergehen. / Sie geben mir Brot und Wasser, / Wolle und Leinen, Öl und Getränke. (Jer 2,25; Jer 3,13; Hos 1,2)8Darum versperre ich dir den Weg / mit Dornengestrüpp
und verbaue ihn mit einer Mauer, / sodass sie ihre Pfade nicht mehr findet.9Dann wird sie ihren Liebhabern nachrennen, aber sie nicht einholen. / Sie wird sie suchen, aber nicht finden.
Dann wird sie sagen: Ich will gehen / und zu meinem ersten Mann zurückkehren; / denn damals ging es mir besser als jetzt.10Aber sie hat nicht erkannt, dass ich es war, / der ihr das Korn und den Most und das Öl gab,
der sie mit Silber überhäufte / und mit Gold, das man dann für den Baal verbrauchte.11Darum werde ich mir mein Korn zurückholen / zu seiner Zeit / und meinen Most zu seiner Jahreszeit;
ich werde ihr meine Wolle und mein Leinen entreißen, / die ihre Blöße verhüllen sollten.12Dann werde ich ihre Scham / vor den Augen ihrer Liebhaber aufdecken. / Niemand kann sie meiner Hand entreißen. (Hes 16,37; Joh 10,29)13Ich werde all ihrer Freude ein Ende machen: / ihrem Feiertag, ihrem Neumondfest, / ihrem Sabbat, all ihren festlichen Tagen. (Jes 1,13; Am 5,21; Am 8,10)14Und ich werde ihren Weinstock und ihren Feigenbaum verwüsten. / Das, wovon sie gesagt hat: Das ist mein Lohn, / den meine Liebhaber mir gegeben haben,
das alles werde ich zur Wildnis machen; / die Tiere des Feldes fressen es kahl. (Ps 80,13; Jes 5,5; Mi 1,7)15Ich werde sie heimsuchen wegen der Tage, / an denen sie den Baalen Räucheropfer dargebracht hat;
sie hat ihren Ring und ihren Schmuck angelegt / und ist ihren Liebhabern hinterhergegangen, / mich aber hat sie vergessen - Spruch des HERRN. (Hes 23,40; Hos 11,2)16Darum will ich selbst sie verlocken. / Ich werde sie in die Wüste gehen lassen / und ihr zu Herzen reden.17Von dort aus werde ich ihr ihre Weinberge wiedergeben. / Das Achor-Tal werde ich für sie zum Tor der Hoffnung machen.
Dort wird sie mir antworten / wie in den Tagen ihrer Jugend, / wie am Tag, als sie aus dem Land Ägypten heraufzog. (Jes 65,10; Jer 2,2; Hes 16,43)
Israels Zukunft
18An jenem Tag - Spruch des HERRN - / wirst du zu mir sagen: Mein Mann! / Und du wirst nicht mehr zu mir sagen: Mein Baal. (Jes 54,5)19Ich werde die Namen der Baale in ihrem Mund beseitigen, / sodass niemand mehr ihre Namen anruft. (Sach 13,2)20Ich schließe zu ihren Gunsten an jenem Tag einen Bund / mit den Tieren des Feldes
und den Vögeln des Himmels / und den Kriechtieren des Erdbodens.
Bogen, Schwert und Krieg werde ich zerbrechen / und aus dem Land verbannen / und sie in Sicherheit schlafen lassen.[1] (Jes 2,4; Jes 11,6; Hes 34,25)21Ich verlobe dich mir auf ewig; / ich verlobe dich mir
um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, / von Liebe und Erbarmen,22ich verlobe dich mir / um den Brautpreis der Treue: / Dann wirst du den HERRN erkennen. (Jer 31,34)23An jenem Tag - Spruch des HERRN - / will ich antworten:
Ich will dem Himmel antworten / und der Himmel wird der Erde antworten,24die Erde wird dem Korn, / dem Wein und dem Öl antworten / und diese werden Jesreel antworten.25Ich werde sie für mich im Land aussäen, / mich über Lo-Ruhama - Kein Erbarmen - erbarmen
und zu Lo-Ammi - Nicht-mein-Volk - werde ich sagen: / Du bist mein Volk! / und er wird sagen: Du bist mein Gott![2] (Hos 1,6; Röm 9,25; 1Petr 2,10)