1Elihu sagte: „Hiob, du musst mir jetzt mal wirklich gut zuhören, ja?2Ich werde auch noch mal was konkret zu der Sache sagen.3Du weißt, ich bin korrekt, ich laber keinen Stuss.4Durch Gottes Energiestrom bin ich entstanden. Er hat mich angepustet, und darum lebe ich überhaupt!5Wenn du was zu sagen hast, dann sag es jetzt! Hast du irgendwas an dem zu meckern, was ich gerade gesagt habe?6Ich bin genauso viel wert wie du! Für Gott sind wir beide gleich. Ich bin aus demselben Material wie du.7Du brauchst keinen Schiss vor mir zu haben! Ich werde dir nicht noch mehr zumuten.8Also, ich hab das so verstanden, was du gerade gesagt hast.9Du meintest: ‚Ich kann mich nicht dadran erinnern, irgendwie Mist gebaut zu haben. Ich hab ein reines Gewissen!10Aber Gott erfindet immer wieder neue Sachen, die er an mir zu meckern hat. Er tut so, als wäre ich sein Feind.11Er legt mir Handschellen an, er spioniert mein ganzes Leben aus.‘12Hey, ich sag dir mal was: Das ist nicht korrekt, wenn du so was behauptest! Wir reden hier immerhin von Gott, der tausendmal mächtiger ist als jeder Mensch!13Was hast du gegen ihn, hä? Bist du sauer, weil er dir nicht die passende Antwort auf deine Fragen gibt?14Ich bin der Meinung, dass Gott immer zu uns redet. Wir bekommen es bloß nicht immer mit!15Manchmal redet er nachts durch Träume zu uns, wenn wir im Tiefschlaf in unserem Bett liegen.16Es kann passieren, dass Gott zu einem redet und auf etwas aufmerksam macht. Oder er warnt jemand davor,17wenn der irgendwo Mist baut. Er versucht, dafür zu sorgen, dass man sein Leben ändert. Auch wenn man glaubt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.18Auf die Art sorgt er dafür, dass der Mensch sich nicht durch seinen Lebensstil selbst umbringt oder einfach so in den Tod rennt.19Ich glaube ja, er macht so was auch durch Krankheiten, wenn jemand voll die Schmerzen in den Knochen hat und im Bett liegen muss.20Man verliert jeglichen Appetit, sogar beim Lieblingsessen kriegt man nur noch das Kotzen.21So wird man fast magersüchtig, ist nur noch Haut und Knochen.22Der Tod guckt schon um die Ecke, die Beerdigung kann schon mal geplant werden.23Wenn dann ein Botschafter von Gott vorbeikommt, so ein Engel, das wäre schon was. So ein Typ, einer von tausend, der dem Menschen seine Rechte vorlesen soll.24Der Engel wird dann voll nett sein und sagen: ‚Er soll noch nicht sterben! Ich habe Geld für ihn in der Tasche, um ihn freizukaufen!25Sein Körper soll sich wieder erholen. Er soll wieder vor Kraft sprühen, so als wäre er wieder ein Teenager!‘26Dann wirst du wieder mit Gott reden, und er wird auf dich hören. Du darfst wieder in seine Nähe kommen und dich mit ihm freuen. Mit ihm, der dich vollkommen wiederhergestellt hat.27Dann wirst du im Fernsehen allen Menschen sagen, dass du in Wirklichkeit richtig Mist gebaut hattest: ‚Ich hab mir das alles so hingebogen, wie ich wollte! Aber Gott hat mich dafür nicht bestraft.28Er hat mich gerettet, obwohl ich schon mit einem Bein im Grab stand. Er hat mir erlaubt, dass ich die Sonne wieder sehen darf.‘29So ist Gott drauf, und er kann so was mit jedem machen, auch zwei- oder dreimal.30Er kann jeden retten, der dachte, er wär so gut wie tot, und er kann einem auch die Freude am Leben zurückgeben!31Pass gut auf, was ich dir zu sagen habe, Hiob! Halt noch mal für ein paar Minuten deinen Mund, damit bei dir ein paar Leuchter angehen, wenn ich weiterrede, klar?32Wenn du aber irgendwas Sinnvolles zu dem zu sagen hast, was ich gerade gesagt habe, dann nur zu! Ich wäre mehr als froh, wenn ich unrecht hätte.33Aber wenn du nichts dazu sagen kannst, dann musst du halt den Mund halten und mir weiter zuhören. Ich werde dir noch ein paar richtig schlaue Sachen beibringen. Dinge, die du noch nicht gewusst hast.“
1Du aber, Ijob, hör doch auf meine Rede, / all meinen Worten leih dein Ohr!2Siehe doch, ich habe meinen Mund geöffnet, / schon spricht am Gaumen meine Zunge.3Aus aufrichtigem Herzen kommen meine Worte, / lautere Weisheit reden meine Lippen.4Gottes Geist hat mich erschaffen, / der Atem des Allmächtigen mir das Leben gegeben. (1Mo 2,7)5Wenn du kannst, erwidere mir! / Leg es mir vor und stell dich!6Schau, ich bin wie du vor Gott, / auch ich bin nur aus Lehm geformt. (Hi 10,8)7Siehe, Furcht vor mir braucht dich nicht zu erschrecken, / Druck von mir nicht auf dir lasten.8Jedoch, du sprachst vor meinen Ohren / und ich vernahm der Worte Laut:9Rein bin ich und ohne Sünde, / makellos und ohne Schuld. (Hi 10,7; Hi 16,17; Hi 23,10; Hi 27,5)10Seht, Vorwürfe sucht er gegen mich zu finden, / er sieht mich an als seinen Feind. (Hi 13,24; Hi 19,11)11Meine Füße legt er in den Block, / er überwacht alle meine Pfade. (Hi 13,27)12Sieh, da bist du nicht im Recht, sage ich dir, / denn Gott ist größer als der Mensch.13Warum hast du mit ihm gestritten, / dass er auf deine Worte keine Antwort gibt?[1]
Gottes vielfältige Zeichen
14Denn einmal redet Gott / und zweimal, man achtet nicht darauf. (Hi 9,16; Hi 19,7; Hi 30,20)15Im Traum, im Nachtgesicht, / wenn tiefer Schlaf auf die Menschen fällt, / im Schlummer auf dem Lager, (1Mo 28,10; 4Mo 12,6; Hi 4,12; Joe 3,1; Mt 2,13; Mt 27,19)16da öffnet er der Menschen Ohr / und schreckt sie auf durch Warnung,[2]17um von seinem Tun den Menschen abzubringen, / den Hochmut aus dem Manne auszutreiben,[3]18seine Seele vor dem Grab zu retten, / sein Leben davor, in den Todesschacht hinabzusteigen.19Er wird gemahnt durch Schmerz auf seinem Lager / und ständig ist Kampf in seinen Gliedern. (Spr 3,12)20Am Brot verspürt sein Leben Ekel / und seine Seele an der Lieblingsspeise. (Ps 107,18)21Es schwindet sein Fleisch, man sieht es nicht mehr. / Abgemagert bis auf die Knochen, / die man sonst nicht sieht. (Hi 19,20)22Dem Grabe nähert sich seine Seele, / sein Leben den Todesboten.23Wenn dann ein Engel ihm zur Seite steht, / ein Mittler, einer von den Tausenden, / dem Menschen zu verkünden, was recht ist,24wenn dieser sich seiner erbarmt und spricht: / Erlös ihn, dass er nicht ins Grab hinabsteige, / Lösegeld habe ich für ihn gefunden!,25dann blüht sein Fleisch in Jugendfrische, / zu den Tagen seiner Jugend kehrt er zurück. (Ps 103,5)26Betet er zu Gott, so ist er ihm gnädig, / er darf sein Angesicht schauen in festlichem Jubel. / Dem Menschen gibt er seine Gerechtigkeit wieder.27Er singt bei den Menschen und spricht: / Gesündigt hatte ich und das Recht verkehrt; / doch hat er mir nicht mit Gleichem vergolten.28Losgekauft hat er meine Seele vor dem Abstieg ins Grab, / mein Leben darf schauen das Licht.29Sieh, alles das pflegt Gott zu tun, / zweimal, ja dreimal mit dem Menschen,30um fernzuhalten seine Seele von dem Grab, / um ihm zu leuchten mit dem Licht des Lebens. (Ps 56,14)31Merk auf, Ijob, hör mich an, / schweig still, dass ich rede!32Hast Worte du bereit, entgegne mir! / Sprich nur; denn gern gebe ich dir Recht.33Wenn aber nicht, hör du mich an! / Schweig still, damit ich dich Weisheit lehre!