Freund Bildad meint: Fiese Menschen sterben auch auf eine fiese Art
1Schließlich meldete sich Bildad zu Wort. Bildad kam aus der Stadt Schuach. Er sagte:2„Wann machst du endlich mal den Kopf zu? Schalte erst mal dein Hirn ein, dann können wir weiterreden!3Und denkst du, Hiob, wir sind vielleicht alle dumm wie Brot oder was?4Du gehst doch hier nur so ab, weil du eigentlich total wütend auf dich selber bist! Wenn es nach dir gehen würde, sollten sich am besten alle Menschen auf der Erde in Luft auflösen, und die Alpen müssten auch sofort verschwinden, nur damit du deinen Willen durchkriegst, oder?5Hey, ich schwöre dir: Menschen, die ohne Gott leben, sterben schneller. Und so richtig abgehen im Leben werden die auch nie.6Die Kerze auf dem Esstisch brennt genauso schnell ab, wie so ein Leben zu Ende geht.7Wenn ein Mensch vorher noch mutig und krass unterwegs war, läuft er jetzt wie auf Eiern rum, und was er für sein Leben geplant hat, geht total in die Hose.8Er geht in die Falle, verfängt sich in einem Netz und fällt in ein tiefes Loch.9Die Falle schnappt zu, er verheddert sich mit seinen Füßen in den Seilen.10Eine Tretmine wurde auf seinem Weg in der Erde versteckt; sie wartet schon drauf, dass er auf sie drauftritt.11Um ihn herum passiert ein Unglück nach dem nächsten, das macht ihm totale Angst. Es verfolgt ihn.12Das Pech verfolgt ihn wie die Motten das Licht und wartet nur drauf, dass er auf die Fresse fliegt.13Er wird es nicht mehr aushalten vor Hunger und sogar sein eigenes Fleisch zum Abendbrot verspachteln. Sein Körper wird von Krebs zerfressen und zerfleddert werden. Das ist sein sicheres Todesurteil.14Er wird aus seiner Wohnung rausgeschmissen werden. Das war der letzte Ort, wo er sich noch sicher gefühlt hat. Dann kommt er zum Präsidenten des Todes und muss bei dem antreten.15Irgendwelche Leute werden dann seine Bude besetzen, weil dort keiner mehr wohnt. Dann wird man da erst mal alles desinfizieren und sauber machen.16Er ist wie ein Baum, von dem die Wurzeln vergammelt sind, und die Zweige hängen schlaff an ihm runter.17Seinen Namen wird man schnell vergessen, nach kurzer Zeit wird sich keiner mehr an ihn erinnern können.18Er wurde ausgestoßen. Aus seiner heilen Welt, wo mal alles gut war, hat man ihn mitten in die Dunkelheit geschickt.19Er hat keine Kinder und auch keine Enkel, seine Familie stirbt aus. Da, wo er wohnte, lebt dann bald keiner mehr von seiner Verwandtschaft.20Jeder, der von dieser üblen Geschichte hört, kriegt voll die Krise, egal, wo er lebt.21So geht das ab bei jemandem, der Sachen tut, die Gott überhaupt nicht leiden kann. Jeder, der Gott nicht wirklich kennt, wird so enden.“
1Da antwortete Bildad von Schuach und sprach:2Wann endlich macht ihr Schluss mit den Reden? / Nehmt Einsicht an, dann reden wir.3Warum sind wir wie Vieh geachtet, / gelten als unrein in euren Augen? (Ps 49,21)4Du zerfleischt dich selbst in deinem Zorn. / Soll deinetwegen die Erde sich entvölkern, / der Fels von seiner Stelle rücken? (Hi 14,18; Hi 16,9)
Schicksal des Frevlers
5Ja, der Frevler Licht erlischt, / die Flamme seines Feuers strahlt nicht auf. (Hi 21,17; Hi 29,3; Ps 18,29; Spr 13,9; Spr 24,20)6Das Licht in seinem Zelte wird finster, / seine Leuchte über ihm erlischt. (Pred 12,2)7Eng werden seine gewaltigen Schritte, / sein eigener Plan bringt ihn zu Fall. (Ps 18,37; Spr 4,12)8Denn mit seinen Füßen gerät er ins Netz / und über Flechtwerk schreitet er dahin. (Hi 22,10; Ps 35,7; Ps 140,6)9Das Klappnetz packt ihn an der Ferse, / die Schlinge hält ihn fest.10Versteckt am Boden liegt sein Fangstrick, / die Falle für ihn auf dem Pfad.11Ringsum ängstigen ihn Schrecken / und scheuchen ihn auf Schritt und Tritt. (Hi 15,21; Weis 17,10)12Hungrig nach ihm ist sein Unheil, / das Verderben steht bereit zu seinem Sturz.13Es frisst die Glieder seines Leibes, / seine Glieder frisst des Todes Erstgeborener.14Ausgerissen wird er aus seinem Zelt, aus seiner Zuversicht, / es treibt ihn fort zum König der Schrecken. (Ps 52,7)15Ihm Fremdes wohnt in seinem Zelt, / Schwefel wird auf seinen Hof gestreut. (5Mo 29,22; Ps 11,6; Jes 34,9)16Von unten her verdorren seine Wurzeln, / von oben welken seine Zweige.17Sein Andenken schwindet von der Erde, / kein Name bleibt ihm weit und breit. (Ps 9,6; Ps 34,17; Spr 10,7)18Sie stoßen ihn vom Licht in die Finsternis / und jagen ihn vom Erdkreis fort.19Kein Spross, kein Stamm bleibt ihm in seinem Volk, / am Ort seines Aufenthaltes keiner, der ihn überlebt. (Ps 37,28; Ps 109,13)20Über seinen Tag schaudern die im Westen, / die im Osten packt das Grauen.21Ja, so geht es mit den Wohnungen des Frevlers, / mit dem Ort des Menschen, der Gott nicht kennt.