1Hiob antwortete:2„Ganz toll, Leute! Was für ein Glück, dass es solche Intelligenzbolzen wie euch noch gibt, sonst würde der Durchschnitts- IQ der ganzen Welt schwer absacken …3Mann, ich bin doch kein Vollhorst! Ich hab genauso viel im Hirn wie ihr! Das kann euch jeder bestätigen, der mich kennt.4Ich habe Gott um Hilfe gebeten und werde dafür von meinen Freunden verarscht? Obwohl ich nichts ausgefressen habe, werde ich zum Schwachmaten abgestempelt.5Echt super! Wer unten liegt, auf den wird auch noch getreten, und wenn jemand eine Pechsträhne hat, lachen die anderen ihn noch aus.6Die Häuser, wo die Terroristen wohnen, kriegen keinen Kratzer ab. Und die Leute, die Gott provozieren und meinen, sie wären toll und könnten alles, die leben in Sicherheit!7Wir könnten ja mal die Tiere interviewen … Die Kühe oder die Vögel würden euch bestimmt dasselbe erzählen.8Auch die Fische wären der gleichen Meinung, selbst die Pflanzen, wenn ihr sie fragen könntet.9Alles, was lebt, die ganze Natur, weiß, dass sie von Gott gemacht wurde.10Er hat die Macht, er kann bestimmen, was leben darf und was nicht. Das gilt auch für die Menschen.11So wie man mit der Zunge testen kann, ob ein Essen schmeckt oder nicht, so kann das Ohr Worte aufnehmen und sie mit dem Verstand testen.12Man sagt ja, dass die Omas und Opas viel kapiert hätten, weil sie schon so lange leben und in der Zeit viel lernen konnten.13Aber Gott dürfte doch viel mehr wissen, er hat die besten Ratschläge, er hat den Schnall vom Leben.14Und wenn er etwas kaputt macht, wird keiner das wieder aufbauen können. Wenn er jemanden in den Knast steckt, kommt der nie wieder frei.15Wenn Gott den Hahn zudreht, wird es nicht mehr regnen, und wenn er ihn aufdreht, kommt eimerweise Wasser vom Himmel runter und überflutet die ganze Erde.16Er hat die Power, er hat den Schnall vom Leben, er weiß alles. Egal, ob man selbst verwirrt ist oder andere dazu bringt, verwirrt zu sein, jeder gehört letztendlich ihm.17Der Matheprofessor scheitert beim Einmaleins, wenn Gott das will. Richter und Anwälte verarscht er.18Diktatoren, Präsidenten und mächtige Politiker lässt er in Handschellen abführen.19Er setzt Pastoren und Priester ab. Ganze Generationen lässt er aussterben.20Angesagte Talkmaster bringt er zum Stottern, schlaue Menschen werden durch ihn bekloppt.21Leute, die von allen Respekt bekommen haben, macht er lächerlich. Und dem Boxchampion lässt er die Hosen runterrutschen.22Er sorgt dafür, dass Verschwörungen auffliegen und nicht länger geheim bleiben.23Gott sorgt dafür, dass ganze Länder stark werden und wachsen, und er sorgt auch dafür, dass sie pleite und zugrunde gehen. Er macht sie groß, und er vernichtet sie auch wieder.24Die Präsidenten, Bundeskanzler und die anderen Mächtigen der Welt macht er lächerlich. Er führt sie in die Irre, in den Wahnsinn und lässt sie dort auch.25Sie sind wie in einem Zimmer, wo man die Fenster komplett verdunkelt und das Licht ausgemacht hat. Oder sie sind wie einer, der total stoned und besoffen auf der Straße rumtorkelt, weil er überhaupt nix mehr peilt.“
1Da antwortete Ijob und sprach:2Wahrhaftig, ihr seid besondere Leute / und mit euch stirbt die Weisheit aus.3Ich habe auch Verstand wie ihr, / ich falle nicht ab im Vergleich mit euch. / Wer wüsste wohl dergleichen nicht? (Hi 13,2)4Dem eigenen Freund werde ich zum Gespött, / ich, der Gott anruft, dass er mich hört. / Zum Gespött wird der Gerechte, der Schuldlose. (Hi 19,13; Ps 31,12; Ps 38,12; Ps 69,9; Ps 88,19)5Dem Unglück Hohn! So denkt, wer ohne Sorge ist, / wer fest sich weiß, wenn Füße wanken. (Hi 42,4)6In Ruhe sind der Gewaltmenschen Zelte, / voll Sicherheit sind sie, die Gott erzürnen, / die wähnen, Gott in ihre Hand zu bringen.
Gottes unbegreifliches Walten
7Doch frag nur die Tiere, sie lehren es dich, / die Vögel des Himmels, sie künden es dir.8Oder rede zur Erde, sie wird dich lehren, / die Fische des Meeres erzählen es dir.9Wer von ihnen allen wüsste nicht, / dass die Hand des HERRN dies gemacht hat? (Jes 41,20)10In seiner Hand ruht die Seele allen Lebens / und jeden Menschenleibes Geist. (Weis 7,16)11Darf nicht das Ohr die Worte prüfen, / wie mit dem Gaumen man die Speisen schmeckt? (Hi 34,3)12Findet sich bei Greisen wirklich Weisheit / und ist langes Leben schon Einsicht? (Hi 32,6)13Bei ihm allein sind Weisheit und Heldenkraft, / bei ihm sind Rat und Einsicht. (Spr 8,14; Dan 2,20)14Wenn er einreißt, baut keiner wieder auf; / wen er einschließt, dem wird nicht mehr geöffnet. (Ps 127,1; Jes 22,22)15Wenn er die Wasser dämmt, versiegen sie, / lässt er sie frei, zerwühlen sie das Land.16Bei ihm ist Macht und Klugheit, / sein ist, wer irrt und wer irreführt.17Er lässt Ratsherren barfuß gehen, / Richter macht er zu Toren.18Fesseln von Königen löst er auf / und bindet einen Schurz um ihre Hüften.[1]19Er lässt Priester barfuß gehen, / alte Geschlechter bringt er zu Fall. (Lk 1,52)20Das Wort entzieht er den Bewährten, / den Ältesten nimmt er die Urteilskraft.21Verachtung gießt er auf die Edlen, / den Starken lockert er den Gurt. (Ps 107,40)22Verborgenes enthüllt er aus der Finsternis, / Todesschatten führt er ans Licht.23Völker lässt er wachsen und vernichtet sie; / er breitet Völker aus und treibt sie fort.24Den Häuptern des Landes nimmt er den Verstand, / lässt sie irren in wegloser Wüste.25Sie tappen umher im Finstern ohne Licht, / er lässt sie irren wie Trunkene.