1Und dann redete Gott wieder mit mir:2„Ezechiel? Du, Mensch, Folgendes hab ich dir zu sagen: Das kommt jetzt von Gott und gilt für die Leute, die in dem Gebiet von Israel leben: ‚Es ist bald aus und vorbei. Das ganze Land wird zusammenbrechen.3Jetzt mach ich mit euch Schluss, ich bin supersauer und lasse meine Wut auch raus. Ich werde euch verurteilen, weil ihr zu viel Mist gebaut habt. Den ganzen Kack, den ihr fabriziert habt, müsst ihr jetzt selbst ausbaden.4Diesmal werde ich kein großes Mitleid mit euch haben, ich zieh das Ding durch. Alles, was ihr an ätzenden Sachen getan habt, wird jetzt dementsprechend Konsequenzen haben. Ihr müsst endlich peilen, dass ich der Chef, dass ich Gott bin!5Ich kündige euch hiermit an, dass ganz üble Sachen bei euch passieren werden, es wird sehr, sehr schlimm.6Es ist aus mit euch, es ist aus und vorbei. Euer Ende kommt immer näher.7Jetzt seid ihr dran! Ihr Leute, die ihr dort wohnt, euch geht es jetzt an den Kragen. Eure Zeit ist abgelaufen, bald wird es bei euch keine Freude mehr geben, sondern nur noch Frust, man wird von den Bergen nur noch Heulen hören und kein Lachen.8Ich werde bald meine ganze Wut über euch auskotzen. Ich werde euch bestrafen für die ätzenden Sachen, die ihr alle gebracht habt.9Es wird mir nichts ausmachen, ich heule euch keine Träne nach. So, wie ihr gelebt habt, werdet ihr auch bestraft werden. Ihr müsst nun die Suppe auslöffeln, die ihr euch selbst eingebrockt habt. Ihr werdet dabei kapieren, dass ich es bin, der euch bestraft, ich, euer Gott.‘“
Der Tag der Gerichtsverhandlung
10Passt auf, der Tag, wo es die große Abrechnung gibt, der kommt garantiert! Dann wird alles anders. Zurzeit wird es immer krasser, wie die Gesetze gebrochen werden, die Leute übertreiben es immer mehr.11Die Brutalität nimmt zu, die Menschen setzen ihre miesen Entscheidungen mit immer fieseren Mitteln durch. Aber von diesen Leuten wird nichts übrig bleiben, ihr ganzer Reichtum, die vielen Aktionen, die sie planen und durchführen, ihre komplette Macht wird bald verschwinden.12Ihre Frist ist abgelaufen, der Tag der Abrechnung kommt. Wenn sich jemand gerade etwas Wertvolles gekauft hat, wird er nicht viel Zeit haben, sich daran zu freuen. Wer gerade noch einen guten Deal durchgezogen hat, muss nicht traurig sein. Denn Gott ist sauer auf alle Leute, auf ganz Israel.13Der Verkäufer wird nämlich anschließend nichts mehr verkaufen können, selbst wenn er die Katastrophe überlebt. Denn Gottes Wut wird sich gegen jeden richten. Der Verkäufer wird das nicht zurückbekommen, auch wenn gerade das Jahr ist, wo alle Schulden erlassen werden. Er hat zu viel Mist gebaut, die Schulden sind zu groß, darum wird niemand sein Leben retten können.14Man wird die Soldaten plötzlich alle zum Kampf einziehen wollen, aber keiner kommt. Denn die Strafe von Gott war schon vorher da, er hat Israel kaputt gemacht.15Der Krieg wütet, die Krankheit wütet, der Hunger wütet. Derjenige, der auf dem Feld ist, wird erschossen werden. Derjenige, der gerade in der Stadt ist, wird verhungern oder eine todbringende Krankheit bekommen.16Wenn einige es schaffen, in die Berge zu fliehen, dann werden sie dort leben wie verängstigte Hasen in ihrer Höhle. Alle werden schlecht drauf sein, jedem tut es total leid, dass er so viel Mist gebaut hat.17Die Leute werden sich vor Angst in die Hosen machen und weiche Knie bekommen.18Sie ziehen schwarze Trauerklamotten an und zittern am ganzen Körper. Man kann ihnen im Gesicht ansehen, wie sehr sie sich schämen.19Ihre Geldscheine und Münzen werfen sie auf die Straßen. Ein 500-Euro-Schein wird so viel wert sein wie Klopapier. An dem Tag, wo die Gerichtsverhandlung abgeht, wo Gott seine Wut rauslässt, wird sie nichts mehr retten können. Sie werden sich mit dem Geld nicht mehr irgendeine Befriedigung holen können, und das Geld wird sie auch nicht satt machen. Denn die Kohle ist der Grund dafür, warum sie dazu verführt wurden, Sachen zu tun, die Gott nicht will.20Sie haben sich mit ihrer Kohle die ätzenden Figuren machen lassen, die dann ihre neuen Plastikgötter wurden. Das waren die absoluten Ekelpakete, aber sie waren ganz stolz drauf. Darum will ich, dass diese Plastikgötter für sie jetzt auch total ekelig werden.21Gott sagt: „Ich werde sie in die Hand von Ausländern geben, Menschen, die ohne mich leben. Die sollen sie komplett ausnehmen, dabei werden sie auch diese Plastikgötter mit in den Dreck ziehen.22Ich werde ihnen den Rücken zudrehen, und sogar das Allerderbste im Tempel soll in den Dreck gezogen werden. Diebe werden in den Tempel einbrechen und seine ganze Schönheit und Ehre kaputtmachen.23Sie werden dort ein Blutbad anrichten, überall im Land werden Leute abgeschlachtet, in Jerusalem regiert die Gewalt.24Darum werde ich die fiesesten Nationen antanzen lassen, die ihre Städte einnehmen werden. Ich werde mit ihrer Arroganz – weil sie glauben, ihnen könnte nichts passieren – kurzen Prozess machen. Alles, was ihnen total wichtig und heilig ist, wird verdreckt werden.25Überall wird Panik sein, sie wollen unbedingt den Frie- den, aber der ist in weite Ferne gerückt.26Eine Katastrophe kommt auf die nächste, eine üble Nachricht jagt die nächste. Sie werden versuchen, sich von den Prophetentypen einen Rat zu holen, aber der bekommt auch keine Meldung von Gott rein. Auch die Priester wissen nicht weiter, und die Leute in der Regierung sind völlig planlos.27Der Präsident kriegt Depressionen, und der Bürgermeister ist vom Schock wie gelähmt. Auch die Leute, die im Land leben, zittern vor Angst. Ich, Gott, sage, dass ich jedem ein Gerichtsurteil verpassen werde, was dem angemessen ist, wie er gelebt hat. Dabei lege ich knallhart ihre eigenen Gesetze an. Dann werden sie kapieren, dass ich der Chef bin!“
1Das Wort des HERRN erging an mich:2Du, Menschensohn: So spricht GOTT, der Herr, zum Ackerboden Israels: Ende! Es kommt das Ende über die vier Ecken der Erde. (Am 8,2; Offb 7,1)3Jetzt ist das Ende über dir; ich lasse meinen Grimm gegen dich los, ich spreche dir das Urteil, das deinem Wandel entspricht, und bringe über dich alle deine Gräueltaten.4Mein Auge zeigt kein Mitleid mit dir und ich übe keine Schonung, sondern deinen Wandel vergelte ich dir und deine Gräueltaten sollen sich in deiner Mitte auswirken. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin. (Hes 5,11; Hes 8,18; Hes 9,10)5So spricht GOTT, der Herr: Unglück! Nie da gewesenes Unglück! Siehe, es kommt.6Ein Ende kommt. Es kommt das Ende. Es ist reif für dich. Siehe, es kommt.7Es kommt das Verhängnis zu dir, Bewohner des Landes. Es kommt die Zeit, der Tag ist nahe: Tumult, kein Jauchzen mehr auf den Bergen!8Bald gieße ich meinen Zorn über dich aus. Ich vollende meinen Grimm an dir, ich spreche dir das Urteil, das deinem Wandel entspricht, und bringe über dich alle deine Gräueltaten.9Mein Auge zeigt kein Mitleid und ich übe keine Schonung, nach deinem Wandel vergelte ich dir. Deine Gräueltaten sollen sich in deiner Mitte auswirken. Dann werdet ihr erkennen, dass ich, der HERR, es bin, der schlägt.10Siehe, der Tag! Siehe, er kommt! Das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Der Rechtsbruch gedeiht, die Anmaßung wächst.11Die Gewalttat erhebt sich, wird zu einem Zepter des Bösen. Nichts bleibt von ihnen, nichts von ihrem Reichtum, nichts von ihrem Lärmen, nichts von ihrer Pracht.12Die Zeit kommt; der Tag trifft ein. Der Käufer soll sich nicht freuen, der Verkäufer nicht traurig sein; denn glühender Zorn trifft ihren ganzen Reichtum. (Jes 24,2)13Der Verkäufer wird nicht zum Verkaufen zurückkehren, auch wenn sie am Leben bleiben; denn die Vision über ihren ganzen Reichtum wird nicht zurückgenommen. Und weil ein jeder schuldig ist, wird keiner sein Leben festhalten können.14Blast das Horn und bietet alles auf - es zieht doch keiner in den Kampf; denn mein glühender Zorn trifft ihren ganzen Reichtum.15Draußen das Schwert, drinnen die Pest und der Hunger. Wer auf dem Feld ist, der stirbt durch das Schwert. Wer in der Stadt ist, den fressen Hunger und Pest.16Die entrinnen und davonkommen, hausen im Gebirge wie die Tauben in den Felsen; sie alle stöhnen, ein jeder wegen seiner Schuld.17Alle Hände sinken kraftlos herunter und an allen Knien läuft das Wasser herab. (Jes 13,7)18Sie legen Trauergewänder an und Schauder bedeckt sie. Alle Gesichter sind voll Scham und alle Köpfe kahl geschoren. (Jer 48,37; Hes 27,31; Am 8,10)19Sie werfen ihr Silber auf die Straße und ihr Gold wird zu Unrat. Ihr Silber und Gold kann sie nicht retten am Tag des Zornes des HERRN. Sie werden damit ihre Gier nicht sättigen und ihren Bauch nicht füllen; denn das war für sie der Anlass, in Schuld zu fallen. (Zef 1,18)20Ihren kostbaren Schmuck haben sie für ihren Hochmut missbraucht und daraus ihre abscheulichen Bilder, ihre Götzen, gemacht. Deshalb mache ich ihn für sie zu Unrat. (Hes 16,17; Hos 8,4)21Ich gebe ihn den Fremden zur Beute, die Bösen der Erde sollen ihn rauben und entweihen.22Ich wende mein Angesicht von ihnen ab und man wird meinen kostbaren Besitz entweihen. Räuber werden kommen und ihn entweihen.23Sie machen daraus Ketten; denn das Land ist voll von blutigem Rechtsentscheid und die Stadt ist voll von Gewalttat.[1] (Hes 8,17; Hes 9,9)24Ich führe die schlimmsten Völker herbei, damit sie die Häuser in Besitz nehmen. Ich mache dem Hochmut der Mächtigen ein Ende, ihre Heiligtümer werden entweiht.25Angst befällt sie. Sie werden Frieden suchen, doch es wird keinen geben.26Unglück kommt über Unglück und Schreckensnachricht folgt auf Schreckensnachricht. Sie suchen vergeblich beim Propheten Visionen, dem Priester geht die Weisung verloren, den Ältesten der Rat. (Jer 18,18)27Der König ist voll Trauer, der Fürst in Entsetzen gehüllt, dem Volk des Landes erlahmen die Hände. Ich will sie behandeln, wie es ihrem Wandel entspricht, und will ihnen das Urteil sprechen, das ihren Urteilen entspricht. Dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin.