Ezechiel bekommt den Auftrag von Gott, sein Prophet zu werden
1Die Stimme sagte zu mir: „Hey, du! Steh mal auf! Ich muss dir was erzählen!“2In dem Augenblick, als er anfing zu reden, kam plötzlich Kraft in meinen Körper, die mir half, aufzustehen. Dann sagte er Folgendes zu mir:3„Hey, du! Ich hab einen Auftrag für dich! Und zwar möchte ich, dass du zu den Leuten von Israel gehst. Die sind zurzeit echt finster drauf, haben nur ihr eigenes Ding im Kopf und tun gar nicht mehr das, was ich von ihnen will. Das hat ja schon eine längere Geschichte, die Menschen, die vor ihnen lebten, waren keinen Deut besser drauf als sie.4Ich will von dir, dass du zu diesem miesen Volk hingehst, die einfach total hart drauf sind und sich nichts sagen lassen. Trete da so auf, dass du ganz klar sagst: ‚Was ich euch jetzt erzähle, kommt direkt von Gott!‘5Egal, ob sie jetzt drauf reagieren oder nicht, tue es einfach. Diese Leute machen eh immer nur ihr eigenes Ding, die hören auf niemanden. Aber sie werden eines Tages wissen, dass ein Prophetentyp sie gewarnt hat.6Du bist ja nur ein ganz normaler Typ, musst aber trotzdem keine Angst vor denen haben. Auch wenn sie dich verarschen oder dir dro- hen, muss dich das nicht beeindrucken. Und wenn du dir so vorkommst, als wären nur fiese Giftschlangen um dich rum oder du würdest mitten in einem Brombeerbusch mit lauter Dornen sitzen, wird dir nichts passieren, hab keine Angst.7Ich möchte, dass du ihnen die Sachen sagst, die ich dir erzählen werde. Soll dir egal sein, ob sie auf dich hören oder nicht. Wie gesagt, diese Leute machen eh immer nur ihr eigenes Ding und hören auf niemanden.8Du bist ein ganz normaler Mensch, und ich möchte, dass du gut zuhörst, wenn ich mir dir rede. Ich möchte, dass du offen bist für alles, was ich dir sage, und nicht so pampig reagierst wie diese Leute. So, jetzt mach mal deinen Mund auf und iss das auf, was ich dir jetzt gebe!“9Dann sah ich, wie eine große Hand auf mich zukam, die ein Buch hielt.10Schließlich öffnete sich das Buch, und ich konnte die Seiten darin überfliegen, die beidseitig bedruckt waren. Die Sätze enthielten nur Deprinachrichten, Trauer, Verzweiflung und Rumgeheule.
Hesekiel 2
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches Bibelwerk1Er sagte zu mir: Menschensohn, stell dich auf deine Füße; ich will mit dir reden.[1] (Dan 8,17; Dan 10,11)2Da kam Geist in mich, als er zu mir redete, und er stellte mich auf meine Füße. Und ich hörte den, der mit mir redete. (Hes 3,24; Hes 37,10; Dan 8,18)3Er sagte zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den Söhnen Israels, zu abtrünnigen Völkern, die von mir abtrünnig wurden. Sie und ihre Väter sind von mir abgefallen, bis zum heutigen Tag.4Es sind Söhne mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen. Zu ihnen sende ich dich. Du sollst zu ihnen sagen: So spricht GOTT, der Herr. (2Mo 4,21; 2Mo 7,3; Hes 3,7)5Sie aber: Mögen sie hören oder es lassen - denn sie sind ein Haus der Widerspenstigkeit -, sie werden erkennen müssen, dass mitten unter ihnen ein Prophet war. (Hes 2,7; Hes 3,11; Hes 33,33)6Du aber, Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen, vor ihren Worten fürchte dich nicht! Wenn dich auch Disteln und Dornen umgeben und du auf Skorpionen sitzt, vor ihren Worten fürchte dich nicht und vor ihrem Blick erschrick nicht; denn sie sind ein Haus der Widerspenstigkeit! (Jer 1,8; Hes 3,9)7Du sollst ihnen meine Worte sagen, mögen sie hören oder es lassen, denn sie sind widerspenstig.8Du aber, Menschensohn, höre, was ich zu dir sage. Sei nicht widerspenstig wie das Haus der Widerspenstigkeit! Öffne deinen Mund und iss, was ich dir gebe!9Und ich schaute und siehe: Eine Hand war ausgestreckt zu mir; und siehe, in ihr war eine Buchrolle. (Sach 5,2)10Er rollte sie vor mir auf. Sie war innen und außen beschrieben und auf ihr waren Klagen, Seufzer und Weherufe geschrieben. (Offb 5,1; Offb 10,2)