1Mose organisierte noch mal ein großes Treffen, bei dem alle Leute aus Israel dabei waren. Dort sagte er den Israeliten Folgendes: „Liebe Leute! Ich möchte, dass ihr euch heute noch mal die Hausordnung anhört, die Gott uns gegeben hat. Ich möchte, dass ihr diese Regeln alle auswendig aufsagen könnt, aber vor allem sollt ihr auch danach leben!2Der Chef, unser Gott, hat vor einiger Zeit am Berg Horeb mit uns einen Vertrag gemacht.3Dieser Vertrag ist nicht für die Leute wichtig, die vor uns gelebt haben, sondern er gilt für uns, und er gilt heute, hier und jetzt.4Damals auf diesem Berg hatte er ganz direkt zu euch gesprochen. Seine Stimme kam mitten aus den Feuerflammen raus, erinnert ihr euch?5Nun seid ihr nicht auf den Berg gestiefelt, weil ihr vor dem Feuer Angst hattet. Ich bin darum alleine hoch gegangen und hab für euch mit Gott geredet. Ich hab euch die Sachen durchgegeben, die er mir gesagt hatte. Seine Ansagen waren folgendermaßen:6,Ich bin der absolute Chef! Ich bin dein absoluter Gott! Ich hab dich aus Ägypten rausgeholt, dort warst du gefangen. Ich habe dich befreit!7Ich will, dass du zu keinem anderen Gott betest! Denn wenn du das tust ist das für mich so, als würdest du mir direkt in Fresse schlagen.8Du sollst dir deshalb kein Bild von irgendwelchen Fake- oder Neon-Göttern machen. Generell will ich nicht, dass du dir irgendwas bastelst von etwas, das da oben im Himmel oder auf der Erde sein könnte. Oder etwas, das aus dem Wasser oder aus dem Universum kommt.9Du wirst dich denen nicht ausliefern und schon gar nicht zu ihnen beten. Denn ich bin als Chef für dich, ich bin leidenschaftlich hinter dir her und sehr eifersüchtig. Das gilt bis hin zur dritten und vierten Generation nach dir.10Aber die Leute, die mich lieben und das tun, was ich will, die werde ich ohne Ende beschenken.11Du wirst vor meinem Namen Respekt haben! Du sollst ihn nicht verarschen, nicht damit rumdödeln und ihn auch nicht für deine eigenen Zwecke missbrauchen. Jeder, der so was tut, wird dafür bestraft werden.12Sonntag ist der Tag, an dem ihr alle chillen sollt. Dieser siebte Tag in der Woche ist ein ganz besonderer Tag, und der gehört allein Gott.13Sechs Tage lang kannst du malochen und deinen Job erledigen.14Der siebte Tag ist aber der Tag der Entspannung, der gehört nur Gott. An dem Tag wirst du nicht arbeiten. Und auch deine Tochter oder dein Sohn werden an dem Tag nichts machen. Genauso auch nicht die Angestellten in deiner Firma oder die Gastarbeiter. Die werden sich auch entspannen. Alles steht an diesem Tag still, jede Maschine, jedes Werkzeug, einfach alles.15Denn in sechs Tagen hab ich, Gott, das ganze Universum und mittendrin die Erde gemacht. Alle Länder und das Meer, das hab ich in der Zeit geschaffen. Aber am siebten Tag sollte das anders sein, der Sonntag wurde zu einem ganz besonderen Tag, der sollte ganz anders werden als die anderen Tage.16Du wirst Respekt vor deinem Vater und deiner Mutter haben. Das wird gut für dich sein, dann wirst du in dem Land, wo Gott dich hinbringen wird, sehr lange leben.17Menschen töten ist verboten!18Du wirst dich an das halten, was in deiner Beziehung gilt, und nicht wild rumvögeln.19Du wirst keine Sachen von anderen klauen und niemanden abzocken.20Du wirst nicht rumlügen, ablästern und Menschen damit schlechtmachen.21Du wirst nicht neidisch auf etwas sein, das jemand anderem gehört. Sei nicht scharf auf die Frau von jemand anderem oder auf sein Haus, das Auto, die Firma, das Smartphone oder sonst irgendwas, das jemand anderem gehört.‘“
Moses Backflash: Wie die Leute darauf reagiert haben
22„Das waren die Gesetze, die Gott euch am Berg Horeb gegeben hatte. Alle waren damals dort und haben das mitbekommen, wie er mit heftig lauter Stimme diese Ansagen aus dem Feuer und den dunklen Wolken rausgebracht hat. Es sind die Sachen, die einfach normal sind für Gott. Er fräste diese Gesetze auf zwei Metallplatten und gab mir die in die Hand.23Wisst ihr noch, als ihr dieses Feuer da auf dem Berg gesehen habt und man diese derbe Stimme aus dem Off hörte? Damals kamen dann die ganzen Chefs von euren Familienstämmen zu mir.24Sie sagten:,Der Chef, unser Gott, hat uns heute gezeigt, wie krass er ist. Wir haben gesehen, wie fett seine Macht ist, weil wir dieses Feuer erlebt und seine Stimme gehört haben. Wir konnten es kaum packen, dass Gott sogar zu den Menschen sprechen kann, ohne dass man dabei sterben muss.25-26Aber wir haben echt Panik, dass uns dieses Feuer alle noch mal wegfetzen wird. Wenn wir noch länger diese Stimme von Gott hören, wird das keiner überleben, die ist einfach zu krass für uns. Bis heute hat noch kein Mensch auf der Welt auf diese Art seine Stimme gehört, nur wir haben das! Der lebendige Gott hat aus dem Feuer mit uns gesprochen, und trotzdem leben wir noch!27Darum finden wir, dass es die beste Idee ist, wenn du noch mal zu Gott gehst und ihm zuhörst. Du kannst uns dann ja ausrichten, was er uns sagen wollte. Wir werden auf jeden Fall alles tun, was er sagt, und uns radikal daran halten.‘28Gott sagte dann zu mir: ‚Hey, Mose, ich hab schon mitbekommen, was deine Leute von dir wollten. Für mich geht das in Ordnung.29Wenn die nur immer so draufbleiben würden … Ich wäre happy, wenn sie immer so einen Respekt vor mir hätten und tun würden, was ich von ihnen will. Dann würde es ihnen und ihren Familien auch immer gut gehen.30Richte ihnen mal aus, dass sie wieder in ihre Zelte gehen sollen.31Aber du kannst ruhig zu mir kommen, Mose. Ich will dir die ganzen Gesetze und Regeln noch mal sagen, die du den Leuten beibringen sollst. Du sollst ihnen beibringen, wie man danach lebt, wenn sie in dem neuen Land sind, was ich ihnen für immer schenken werde.‘32Also Leute, macht alles genau so, wie Gott es will. Macht keine halben Sachen und spielt keine Spielchen mit Gott.33Bleibt auf dem Weg, den er euch durch die Gesetze genau beschrieben hat. Wenn ihr das tut, wird es euch immer echt gut gehen. Ihr werdet am Leben bleiben, und ihr werdet auch gut und lange in dem neuen Land wohnen, was dann ganz euch gehören wird.“
1Mose rief ganz Israel zusammen. Er sagte zu ihnen: Höre, Israel, die Gesetze und Rechtsentscheide, die ich euch heute vortrage! Ihr sollt sie lernen, sie bewahren und sie halten. (5Mo 11,32; 5Mo 12,1; 5Mo 26,16)
Der Bund am Horeb die Zehn Gebote
2Der HERR, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns geschlossen.3Nicht mit unseren Vätern hat der HERR diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier stehen, mit uns allen, mit den Lebenden. (5Mo 28,69; 5Mo 29,13)4Von Angesicht zu Angesicht hat der HERR auf dem Berg mitten aus dem Feuer mit euch geredet. (2Mo 19,1; 5Mo 34,10)5Ich stand damals zwischen dem HERRN und euch, um euch das Wort des HERRN zu verkünden; denn ihr wart aus Furcht vor dem Feuer nicht auf den Berg gekommen. Der HERR sprach: (Apg 7,38)6Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus. (2Mo 20,2)7Du sollst neben mir keine anderen Götter haben. (2Mo 23,13)8Du sollst dir kein Kultbild machen, keine Gestalt von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde. (5Mo 4,16; 5Mo 27,15)9Du sollst dich nicht vor ihnen niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, ein eifersüchtiger Gott: Ich suche die Schuld der Väter an den Kindern heim, an der dritten und vierten Generation, bei denen, die mich hassen; (2Mo 34,7; 2Mo 34,14; 4Mo 14,18; 5Mo 7,9)10doch ich erweise Tausenden meine Huld bei denen, die mich lieben und meine Gebote bewahren. (5Mo 11,1)11Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.[1]12Halte den Sabbat: Halte ihn heilig, wie es dir der HERR, dein Gott, geboten hat!13Sechs Tage darfst du schaffen und all deine Arbeit tun. (2Mo 23,12; 2Mo 34,21; Mk 2,27; Lk 13,14)14Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem HERRN, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren. Dein Sklave und deine Sklavin sollen sich ausruhen wie du.[2]15Gedenke, dass du Sklave warst im Land Ägypten und dass dich der HERR, dein Gott, mit starker Hand und ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt hat. Darum hat es dir der HERR, dein Gott, geboten, den Sabbat zu begehen. (5Mo 15,15; 5Mo 16,12; 5Mo 24,18)16Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie es dir der HERR, dein Gott, geboten hat, damit du lange lebst und es dir gut geht in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! (Mt 15,4; Mt 19,18; Mk 7,10; Mk 10,19; Lk 18,20; Röm 13,9; Eph 6,2; Sir 3,1)17Du sollst nicht töten (Mt 5,21; Röm 13,9; Jak 2,11)18und nicht die Ehe brechen (Mt 5,27)19und nicht stehlen20und nicht Falsches gegen deinen Nächsten aussagen21und nicht die Frau deines Nächsten begehren und du sollst nicht das Haus deines Nächsten verlangen, nicht sein Feld, seinen Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel, nichts, was deinem Nächsten gehört. (Röm 7,7)22Diese Worte sagte der HERR auf dem Berg zu eurer vollzähligen Versammlung, mitten aus dem Feuer, aus Wolken und Dunkel, mit Donners mächtiger Stimme, diese Worte und sonst nichts. Er schrieb sie auf zwei Steintafeln und übergab sie mir. (5Mo 4,12; 5Mo 9,10; 5Mo 10,4; 5Mo 31,30; 5Mo 33,4; Hebr 12,18)
Einsetzung des Mose als Gesetzesmittler
23Als ihr den Donner mitten aus der Finsternis gehört hattet und der Berg immer noch in Feuer stand, seid ihr zu mir gekommen - eure Stammeshäupter und Ältesten - (2Mo 20,18; 5Mo 1,15; 5Mo 18,16; 5Mo 19,12)24und habt gesagt: Sieh, der HERR, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und Macht gezeigt und wir haben seine donnernde Stimme mitten aus dem Feuer gehört. Heute haben wir gesehen, dass Gott zu Menschen sprach und sie am Leben blieben. (5Mo 4,33)25Trotzdem: Warum sollen wir sterben? Denn dieses große Feuer könnte uns verzehren. Wenn wir noch einmal die donnernde Stimme des HERRN, unseres Gottes, hören, werden wir sterben.26Denn welches Wesen aus Fleisch wäre am Leben geblieben, wenn es wie wir die donnernde Stimme des lebendigen Gottes gehört hätte, als er mitten aus dem Feuer redete?27Geh du allein hin! Höre alles, was der HERR, unser Gott, sagt! Berichte uns dann alles, was der HERR, unser Gott, dir gesagt hat, und wir werden es hören und halten. (2Mo 19,8; 2Mo 24,3)28Der HERR hörte eure Stimme, die Worte, noch während ihr sie an mich gerichtet habt, und der HERR sagte zu mir: Ich habe die Stimme gehört, die Worte, die dieses Volk an dich gerichtet hat. Alles, was sie von dir verlangen, ist recht.29Möchten sie doch diese Gesinnung behalten, mich fürchten und ihr Leben lang alle meine Gebote bewahren, damit es ihnen und ihren Nachkommen immer gut geht.30Geh und sag ihnen: Kehrt zu euren Zelten zurück!31Du aber, stell dich hierher zu mir! Ich will dir das ganze Gebot mitteilen, die Gesetze und die Rechtsentscheide, die du sie lehren sollst und die sie halten sollen in dem Land, das ich ihnen gebe und das sie in Besitz nehmen sollen.32Daher sollt ihr darauf achten, dass ihr handelt, wie der HERR, euer Gott, euch verpflichtet hat. Ihr sollt weder rechts noch links abweichen.33Ihr sollt nur auf dem Weg gehen, auf den der HERR, euer Gott, euch verpflichtet hat, damit ihr Leben habt und es euch gut geht und ihr lange lebt in dem Land, das ihr in Besitz nehmt.