Wie man sich von seinem Ehepartner scheiden lassen kann
1„Mal angenommen, ein Mann heiratet eine Frau und nach ein paar Jahren zoffen sich die beiden immer heftiger und es gibt da einfach Sachen, die er an ihr total ungeil findet. Er darf ihr dann einen Wisch ausstellen und sie wegschicken, dann ist er sie los.2Wenn jetzt ein anderer Typ die gleiche Frau kennenlernt und sie heiratet,3sie dann aber nach einer Zeit auch mit so einem Papier in der Hand wegschickt oder er plötzlich stirbt,4dann darf der erste Mann sie nicht mehr als Frau zurücknehmen. Sie ist für ihn nicht mehr okay, sie ist,unrein‘. Gott hat auf so was überhaupt keinen Bock. Passt auf, dass ihr das neue Land durch solche Aktionen nicht für Gott total verdreckt.“
Gesetze zum Schutz
5„Wenn ein Typ heiratet, braucht er ein Jahr lang nicht zum Bund. Er soll einfach genug Zeit für seine Frau haben.6Man darf einem Kfz-Mechaniker, der Schulden hat, nicht die Werkstatt wegnehmen. Denn dann würde man ihm im Grunde alles nehmen, was er hat. Er könnte seine Schulden nie zurückbezahlen und sich auch gleich die Kugel geben.7Wenn unter euch ein Unternehmer die eigenen Leute mit fiesen Knebelverträgen bis zum letzten Cent ausnutzt, dann muss er sterben. Diese ätzenden Sachen müssen bei euch einfach rausgeschnitten werden, wie ein vergammeltes Stück aus einem Apfel.8Wenn jemand diesen ‚Aussatz‘ hat, diese ätzende, ansteckende Hautkrankheit, müsst ihr alles genau so durchziehen, wie die Priester euch das sagen werden! Was die dann anordnen, kommt von Gott!9Vergesst nicht, was mit Mirjam passiert ist. Die wurde ja vom Chef, unserem Gott, übelst mit dieser Krankheit bestraft, weil sie nicht das getan hat, was Gott von ihr wollte.10Wenn du einem von deinen Leuten Kohle leihst, ist es nicht okay, sich irgendetwas aus seiner Wohnung als Pfand zu greifen.11Warte vor der Haustür, bis er rauskommt und dir das Pfand gibt.12Und wenn der Typ jetzt echt überhaupt nichts Wertvolles mehr hat, darfst du ihm seine Penntüte auch nicht als Pfand über Nacht wegnehmen.13Wenn es dunkel wird, muss sie wieder bei ihm sein, damit er da drin schlafen kann. Er wird dann für dich beten, und du wirst vor Gott sehr gut dastehen.14Falls mal ein Langzeitarbeitsloser tageweise bei dir arbeiten will, dann darfst du ihn nicht abziehen. Egal, ob das einer von euren Leuten ist oder ein Ausländer. Er muss korrekt behandelt werden.15Zahl ihm die Kohle nach der Arbeit sofort aus, denn der braucht sie ja und wartet dann schon dadrauf. Wenn du das nicht machst, könnte er sonst eine Beschwerde bei Gott über dich einreichen, und der findet das total daneben.16Mit der Todesstrafe ist das so, dass nur der belangt wird, der auch verurteilt wurde. Seine Familie hat damit nichts zu tun. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, die Eltern für sich und die Kinder auch für sich. Jeder soll nur für seine eigene Schuld bestraft werden.17Noch ein paar Fakten: Ausländern darf man bei euch ihr Recht nicht streitig machen. Für Kinder, die keine Eltern mehr haben, gilt das genauso. Und wenn eine Frau ihren Mann verloren hat, soll man ihr nicht auch noch die Kleidung wegpfänden.18Nicht vergessen, Leute: Ihr wart auch mal Ausländer in Ägypten und habt unter heftigen Knebelverträgen dort wie blöd geschuftet. Gott hat euch da schließlich rausgeholt. Darum müsst ihr euch an diese Dinge halten.19Beim Ernten schafft man es ja oft nicht, wirklich alles vom Feld aufzulesen. Die Reste sollen ab sofort für die Menschen dort liegen bleiben, die sonst verhungern müssten. Ausländer ohne Job, Kinder ohne Eltern, Frauen, wo der Mann gestorben ist. Wenn ihr das so macht, freut sich Gott, und er wird alles, was ihr tut, voll unterstützen.20Wenn bei euch Apfelernte angesagt ist, dann schüttelt den Baum so lange, bis die Äpfel auf dem Boden liegen. Was oben in den Ästen hängen bleibt, ist für diese Leute bestimmt.21Und bei der Weinernte sollt ihr es ähnlich machen. Nachdem man die Trauben abgepflückt hat, sollen die Reste einfach hängen bleiben. Das ist auch für diese Leute gedacht.22Nicht vergessen: Euch ging es auch mal dreckig, damals in Ägypten! Ihr musstet unter miesesten Bedingungen dort arbeiten. Darum sollt ihr das so machen, wie ich es euch gerade gesagt hab.“
1Wenn ein Mann eine Frau geheiratet hat und ihr Ehemann geworden ist, sie ihm dann aber nicht gefällt, weil er an ihr etwas Anstößiges entdeckt, wenn er ihr dann eine Scheidungsurkunde ausstellt, sie ihr übergibt und sie aus seinem Haus fortschickt, (Mt 5,1; Mk 10,4)2sie sein Haus verlässt, die Frau eines anderen Mannes wird,3wenn dann der zweite Mann sie nicht mehr liebt, ihr eine Scheidungsurkunde ausstellt, sie ihr übergibt und sie aus seinem Haus fortschickt oder wenn der andere Mann, der sie geheiratet hat, stirbt,4dann darf sie ihr erster Mann, der sie fortgeschickt hat, nicht wieder heiraten, sodass sie wieder seine Frau würde, nachdem sie für ihn unberührbar geworden ist. Das wäre dem HERRN ein Gräuel. Du sollst das Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbbesitz gibt, nicht der Sünde verfallen lassen.
Befreiung Neuvermählter vom Kriegsdienst
5Wenn ein Mann neuvermählt ist, muss er nicht mit dem Heer ausrücken. Man soll auch keine andere Leistung von ihm verlangen. Ein Jahr lang darf er frei von Verpflichtungen zu Hause bleiben und die Frau, die er geheiratet hat, erfreuen. (5Mo 20,7)
Verbotenes Pfandgut
6Man darf nicht die Handmühle oder den oberen Mühlstein als Pfand nehmen; denn dann nimmt man das Leben selbst als Pfand.
Menschenraub
7Wenn ein Mann dabei ertappt wird, wie er einen seiner Brüder, einen Israeliten, entführt, ihn als Sklaven kennzeichnet und verkauft, dann soll dieser Entführer sterben. Du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen. (2Mo 21,16; 5Mo 5,19; 5Mo 13,6)
Aussatz
8Nimm dich in Acht, wenn Aussatz als Seuche auftritt! Achte genau auf alles, wozu euch die levitischen Priester anweisen, und haltet es! So wie ich es ihnen aufgetragen habe, sollt ihr darauf achten und es halten. (3Mo 13,1; 5Mo 10,8)9Denkt an das, was der HERR, dein Gott, als ihr aus Ägypten zogt, unterwegs mit Mirjam getan hat! (4Mo 12,10)
Pfandeinbringung und Pfandbehandlung
10Wenn du einem andern irgendein Darlehen gibst, sollst du, um das Pfand zu holen, nicht sein Haus betreten. (Hes 18,5)11Du sollst draußen stehen bleiben und der Mann, dem du das Darlehen gibst, soll dir ein Pfand nach draußen bringen.12Wenn er in Not ist, sollst du sein Pfand nicht über Nacht behalten.13Bei Sonnenuntergang sollst du ihm sein Pfand zurückgeben. Dann kann er in seinem Mantel schlafen, er wird dich segnen und du wirst vor dem HERRN, deinem Gott, im Recht sein. (2Mo 22,25; 5Mo 6,25)
Lohnauszahlung an den Tagelöhner
14Du sollst einen notleidenden und armen Tagelöhner unter deinen Brüdern oder unter den Fremden, die in deinem Land innerhalb deiner Stadtbereiche wohnen, nicht ausbeuten.[1] (3Mo 19,13; 5Mo 15,9; Mal 3,5; Mt 20,8; Jak 5,4; Tob 4,14)15An dem Tag, an dem er arbeitet, sollst du ihm auch seinen Lohn geben. Die Sonne soll darüber nicht untergehen; denn er ist in Not und lechzt danach. Dann wird er nicht den HERRN gegen dich anrufen und es wird keine Strafe für eine Sünde über dich kommen. (5Mo 15,9)
Verbot der Sippenhaft
16Väter sollen nicht wegen ihrer Söhne und Söhne nicht wegen ihrer Väter mit dem Tod bestraft werden. Jeder soll nur für sein eigenes Verbrechen mit dem Tod bestraft werden. (5Mo 7,10; 2Kön 14,6; Hes 18,20)
Der sozial Schwache
17Du sollst das Recht von Fremden, die Waisen sind, nicht beugen; du sollst das Kleid einer Witwe nicht als Pfand nehmen. (2Mo 22,20; 2Mo 23,9; 5Mo 14,29; 5Mo 27,19)18Denk daran: Als du in Ägypten Sklave warst, hat dich der HERR, dein Gott, dort freigekauft. Darum mache ich es dir zur Pflicht, diese Bestimmung einzuhalten. (5Mo 5,15)
Die vergessene Garbe
19Wenn du dein Feld aberntest und eine Garbe auf dem Feld vergisst, sollst du nicht umkehren, um sie zu holen. Sie soll den Fremden, Waisen und Witwen gehören, damit der HERR, dein Gott, dich bei jeder Arbeit deiner Hände segnet. (3Mo 19,9; 3Mo 23,22; 5Mo 28,12; Rut 2,1)
Nachlese
20Wenn du einen Ölbaum abgeklopft hast, sollst du nicht auch noch die Zweige absuchen. Was noch hängt, soll den Fremden, Waisen und Witwen gehören.21Wenn du in deinem Weinberg die Trauben geerntet hast, sollst du keine Nachlese halten. Sie soll den Fremden, Waisen und Witwen gehören. (3Mo 19,10)22Denk daran: Du bist in Ägypten Sklave gewesen. Darum mache ich es dir zur Pflicht, diese Bestimmung einzuhalten. (5Mo 5,15)