1Die Prophetenschüler aus der WG kamen dann mal mit einem Anliegen zu Elischa. „Hey, wir finden, dass unser Wohnhaus viel zu klein geworden ist!2Wir würden gern in den Baumarkt gehen und ein paar Sachen einkaufen, um damit einen neuen Raum an unser Haus zu bauen. Ist das okay?“ – „Ja, klar, super Idee, macht ruhig!“, antwortete Elischa.3Einer von den Schülern fragte Elischa, ob er nicht Bock hätte mitzukommen, und Elischa sagte Ja.4-5Also fuhren sie zusammen zum Baumarkt und kauften das Holz und die Rigipsplatten ein. Beim Zusammenbauen vom Gerüst fiel aus Versehen ein Hammer von einem der Schüler in eine Baugrube, die mit Wasser vollgelaufen war. „O nein! Was mach ich jetzt! Das Teil war nur geliehen!“, rief der Typ.6- Elischa fragte: „Wo ist denn der Hammer reingefallen?“ Der Typ zeigte ihm die Grube. Elischa nahm sich einen Stock und schlug damit einmal auf das Wasser, und „zack“ schwamm an der Stelle der Hammer auf der Wasseroberfläche.7„Nimm ihn dir!“, lachte Elischa. Der Typ packte den Hammer und steckte ihn in seine Tasche.
Elischa sorgt dafür, dass Syrien und Israel einen Friedensvertrag schließen
8Der Präsident von Syrien hatte den Israeliten den Krieg erklärt. Mitten in der Vorbereitung zu einem Angriff traf er sich mit seinen Generälen. Man wollte eine Entscheidung fällen, von welcher Seite aus der Angriff gestartet werden sollte. Ziel war, die Israeliten völlig zu überraschen.9Elischa hatte aber von Gott von diesem Plan erfahren. Er schickte darum eine Mail zum Präsidenten von Israel, in der er davon berichtete und sogar den Ort nannte, der als Erster angegriffen werden sollte. „Passen Sie auf! Um die Stelle müssen Sie einen Bogen machen, denn hier will man den Angriff starten!“, schrieb er.10Der Präsident hörte auf den Rat. Er ließ die Gegend gut abchecken und passte dort ganz besonders auf. Dass Elischa solche Tipps auf Lager hatte, passierte schon mal öfter in der Zeit.11Das war für den Präsidenten von Syrien ziemlich krass, er kriegte das irgendwie nicht so ganz geschnallt. Seine Vermutung war, dass es in seinen Reihen irgendwo einen Spion geben musste. Darum organisierte er ein Treffen mit den Generälen und befragte die: „Haben Sie eine Ahnung, wer uns hier ständig verrät?“12„Wir haben keinen blassen Schimmer!“, antworteten die Generäle. „Aber vermutlich wissen die das von diesem Prophetentypen Elischa. Der weiß einfach alles, er weiß sogar, wovon Sie träumen, und könnte Details davon seinem Präsidenten verraten, wenn er das will!“13„Ich möchte diesen Typen haben, tot oder lebendig! Kriegt seine Adresse raus!“, befahl er seinen Leuten. Später kam dann die Meldung, dass Elischa gerade in Dotan wohnen würde.14Also schickte er eine große Abteilung von seinem Heer dorthin. Mit am Start waren sogar noch ein paar Panzerfahrzeuge. Mitten in der Nacht kamen sie in Dotan an und umzingelten die Stadt.15Morgens blickte der Angestellte von Elischa aus dem Dachfenster und sah, dass die ganze Stadt von feindlichen Truppen umstellt war. „Was machen wir jetzt nur?“, fragte er Elischa.16„Hey, keine Panik! Nur weil das so viele Soldaten sind, müssen wir keine Angst haben! Auf unserer Seite kämpfen wesentlich mehr!“17Elischa betete dann für seinen Angestellten: „Gott, bitte lass ihn erkennen, wie die Sache wirklich aussieht!“ Plötzlich konnte der Typ ringsrum auf den Bergen Gottes Engelarmee sehen, die nur darauf brannte, für Elischa zu kämpfen.18Dann rückten die feindlichen Armeen der Syrer vor. Elischa betete zu Gott: „Mach doch, dass sie total verpeilt sind und nichts mehr checken!“ Und Gott erhörte das Gebet.19Elischa ging der Truppe zu Fuß entgegen, und als er bei den ersten Soldaten angekommen war, sagte er zu ihnen: „Ihr müsst irgendwie falsch abgebogen sein, oder? Das ist hier gar nicht die Stadt, gegen die ihr kämpfen wollt! Ich werde euch zeigen, welche Stadt eigentlich euer Feind ist. Mir nach!“ Dann führte er die Truppen nach Samaria, der Hauptstadt vom Nordstaat Israel.20Als sie dort waren, betete er: „Gott, jetzt mach, dass sie wieder normal sind!“ Und Gott sorgte dafür, dass sie alles wieder so sehen konnten, wie es auch wirklich war. Plötzlich merkten sie, dass sie mitten in Samaria standen!21Der Präsident von Israel rief dann bei Elischa auf dem Handy an: „Elischa, was sagen Sie: Sollen wir sie jetzt alle plattmachen, oder nicht?“22„Nein, auf keinen Fall!“, antwortete Elischa. „Sie würden doch auch nicht die Kriegsgefangenen töten. Laden Sie die besser mal zum Essen ein, und geben Sie ihnen ein Bier aus. Wenn die mit dem Essen fertig sind, sollen die wieder zurückgehen, zu ihrem Präsidenten.“23Der Präsident von Israel ließ also in der Stadthalle ein fettes Essen auffahren. Alle Soldaten durften sich bedienen, und nachdem sie fertig waren, konnten sie als freie Männer wieder zurück nach Syrien ziehen. Von dem Zeitpunkt an gab es lange keinen Krieg zwischen Syrien und Israel.
In Samaria gibt’s nichts zu futtern
24Ein paar Jahre später kam aber Ben-Hadad, der Präsident von Syrien, auf die Idee, Israel anzugreifen. Er zog sein Heer zusammen, startete einen Krieg und kam bis zur Stadt Samaria.25Während der Belagerung kamen keine Lebensmittel in die Stadt, und die Bewohner mussten total hungern. Am Ende wurde Essen so teuer, dass man für eine alte Mettwurst 50 Euro hinblättern musste und für einen Keks 25 Euro.26Als der Präsident dann mal mit ein paar Leuten checken wollte, ob die Stadtmauer noch in Ordnung war, rief ihm eine Frau zu: „Hilfe, Hilfe! Helfen Sie mir, Herr Präsident!“27„Wenn Gott Ihnen nicht hilft, kann ich Ihnen auch nicht helfen! Es gibt einfach kein Brot mehr und auch kein Bier, alles ist alle.28Was wollen Sie denn von mir?“ Die Frau rief zurück: „Diese Frau dort drüben hat heute Mittag zu mir gesagt, dass sie meinen Sohn schlachten will! ‚Den essen wir heute, und morgen essen wir meinen!‘, sagte sie zu mir.29Wir haben dann also meinen Jungen getötet und das Fleisch gekocht und aufgegessen. Ein paar Tage später hatte ich aber wieder Hunger. Da habe ich zu ihr gesagt, dass wir jetzt ihren Sohn essen müssen. Aber sie hatte ihn einfach versteckt!“30Als der Präsident diese Story hörte, war er total fertig. Er schmiss sich auf den Boden und heulte. Dabei fiel ihm eine Pillendose mit Antidepressiva aus der Jackentasche, sodass alle mitkriegten, wie sehr er unter der Situation litt.31Schließlich sagte der Präsident vor allen Leuten: „Ich will auf der Stelle tot umfallen, wenn ich es nicht schaffe, dem Elischa heute noch den Kopf wegzuballern!“
Elischa sagt: Bald gibt es wieder was zu futtern
32Elischa hatte gerade ein Treffen mit den Chefs der Stadt bei sich zu Hause. Der Präsident stieg in sein Auto und fuhr zu ihm hin. Allerdings war einer seiner Angestellten schon mal vorgefahren, um den Besuch anzukündigen. Aber bevor der Angestellte da war, sagte Elischa zu den Chefs: „Haben Sie das auch schon gehört? Der Präsident hat einen seiner Angestellten bezahlt, der hierherkommen soll, um mir den Kopf wegzuballern? Falls der Mann gleich klingelt, schieben Sie bitte den Türriegel vor und lassen ihn nicht rein! Der Präsident wird auch gleich nach ihm hierherkommen!“33Er hatte seinen Satz kaum zu Ende gesprochen, da stand schon der Präsident selbst in der Tür. Der sagte: „Unsere Probleme hat Gott uns eingebrockt! Wie soll das gehen, dass ich noch ewig darauf warte, bis er jetzt endlich in die Puschen kommt und uns da wieder raushilft? Er hat dafür gesorgt, dass wir hier so Probleme haben!“
1Die Prophetenjünger klagten bei Elischa: Der Raum, in dem wir vor dir sitzen, ist zu eng für uns.2Wir wollen an den Jordan gehen und dort soll jeder von uns einen Balken holen, damit wir uns hier einen Raum errichten, in dem wir wohnen können. Er antwortete: Geht!3Einer aber bat ihn: Erweis uns den Gefallen und geh mit deinen Knechten! Er erwiderte: Ich gehe mit.4Er ging also mit ihnen und sie kamen an den Jordan und fällten Bäume.5Einem aber fiel beim Fällen seines Stammes die eiserne Klinge des Beils in das Wasser. Er rief laut: Wehe, mein Herr, das Beil ist auch noch geliehen!6Der Gottesmann fragte: Wohin ist es gefallen? Er zeigte ihm die Stelle; Elischa schnitt ein Stück Holz ab, warf es dorthin und brachte das Eisen zum Schwimmen.7Dann befahl er: Hol es herauf! Der Mann streckte die Hand aus und ergriff es.
Irreführung der Aramäer
8Der König von Aram führte Krieg mit Israel. Er verabredete mit seinen Untergebenen: An dem und dem Ort soll mein Lager sein.9Aber der Gottesmann ließ dem König von Israel sagen: Hüte dich, an jener Stelle vorbeizugehen; denn die Aramäer kommen dort herab.10Der König von Israel schickte nun Späher an die Stelle, die ihm der Gottesmann genannt und vor der er ihn gewarnt hatte, und nahm sich dort in Acht. Als das nicht nur einmal oder zweimal geschah,11wurde der König von Aram beunruhigt. Er rief seine Untergebenen und fragte sie: Könnt ihr mir nicht angeben, wer von den Unsrigen zum König von Israel hält?12Da sagte einer von seinen Leuten: Niemand, mein Herr und König, sondern Elischa, der Prophet in Israel, verrät dem König von Israel, was du in deinem Schlafzimmer sprichst.13Da befahl er: Geht und erkundet, wo er sich aufhält, damit ich ihn festnehmen lasse. Man meldete ihm: Er ist in Dotan.14Er schickte also Pferde und Wagen und eine starke Truppe dorthin. Sie erreichten die Stadt in der Nacht und umstellten sie.15Als der Diener des Gottesmannes am nächsten Morgen aufstand und hinaustrat, hatte die Truppe die Stadt mit Pferden und Wagen umstellt. Da sagte der Diener zu seinem Herrn: Wehe, mein Herr, was sollen wir tun?16Doch dieser sagte: Fürchte dich nicht! Bei uns sind mehr als bei ihnen.17Dann betete Elischa: HERR, öffne ihm die Augen, damit er sieht! Und der HERR öffnete dem Diener die Augen: Er sah den Berg rings um Elischa voll von feurigen Pferden und Wagen. (2Kön 2,11)18Als dann die Aramäer zu ihm herabstiegen, betete Elischa zum HERRN und rief: Schlag doch diese Leute mit Verblendung! Und der HERR schlug sie auf das Wort Elischas hin mit Verblendung. (1Mo 19,11)19Daraufhin sagte Elischa zu ihnen: Das ist nicht der richtige Weg und nicht die richtige Stadt. Folgt mir! Ich werde euch zu dem Mann führen, den ihr sucht. Er führte sie aber nach Samaria.20Als sie dort angekommen waren, betete Elischa: HERR, öffne ihnen die Augen, damit sie sehen! Der HERR öffnete ihnen die Augen und sie sahen, dass sie mitten in Samaria waren.21Sobald nun der König von Israel sie erblickte, rief er Elischa zu: Soll ich sie totschlagen, mein Vater?22Doch dieser erwiderte: Töte sie nicht! Erschlägst du denn jene, die du mit deinem Schwert und Bogen gefangen nimmst? Setz ihnen Brot und Wasser vor, damit sie essen und trinken und dann zu ihrem Herrn zurückkehren!23Der König gab ihnen reichlich zu essen und zu trinken und entließ sie zu ihrem Herrn. Seitdem kamen keine aramäischen Streifscharen mehr in das Land Israel.
Befreiung Samarias
24Danach sammelte Ben-Hadad, der König von Aram, seine ganze Streitmacht, zog gegen Samaria und belagerte es. (1Kön 20,1)25In der eingeschlossenen Stadt entstand eine große Hungersnot, sodass der Kopf eines Esels achtzig Silberschekel kostete und ein Viertel Kab Taubenmist fünf Silberschekel.26Als der König von Israel einmal auf der Mauer vorbeischritt, rief ihm eine Frau zu: Hilf mir, mein Herr und König! (2Sam 14,4)27Er antwortete: Wenn dir der HERR nicht hilft, wie soll ich dir helfen? Soll es etwas von der Tenne oder von der Kelter sein?28Dann fragte er sie: Was fehlt dir? Sie sagte: Diese Frau hat von mir verlangt: Gib deinen Sohn her, damit wir ihn heute aufessen! Meinen Sohn werden wir dann morgen verzehren.29So haben wir meinen Sohn gekocht und aufgegessen. Als ich aber am nächsten Tag zu ihr sagte: Gib jetzt deinen Sohn her, damit wir ihn verzehren, hatte sie ihren Sohn versteckt.30Als der König die Worte der Frau hörte, zerriss er seine Kleider, und da er auf der Mauer entlangging, sah das Volk, dass er ein Bußgewand auf dem bloßen Leib trug.31Er rief: Gott soll mir dies und das antun, wenn Elischa, der Sohn Schafats, bis heute Abend seinen Kopf behält.32Elischa hielt sich in seinem Haus auf und die Ältesten saßen bei ihm. Der König hatte einen Mann vor sich her gesandt; aber noch vor der Ankunft des Boten sagte Elischa zu den Ältesten: Merkt ihr, dass dieser Sohn eines Mörders jemanden schickt, der mir den Kopf abschlagen soll? Gebt nun Acht! Wenn der Bote kommt, verschließt die Tür und haltet ihn an der Tür zurück! Sind nicht schon die Schritte seines Herrn hinter ihm zu hören? (Hes 8,1)33Noch während er mit ihnen redete, kam der König und sagte: Dieses Elend kommt vom HERRN. Was soll ich noch vom HERRN erwarten?[1] (Hi 2,9)