1.Samuel 16

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Irgendwann sagte Gott zu Samuel: „Mann, wie lange willst du noch Saul hinterherweinen? Die Entscheidung steht. Ich hab einfach keine Lust mehr auf den! Er soll nicht mehr länger der Präsident von Israel sein! Organisier dir mal was von diesem besonderen Öl, was man braucht, um Leute für einen Dienst einzusetzen. Dann gehst du damit zu dem Isai, der in Bethlehem wohnt. Einer von seinen Jungs soll es sein, er soll der zukünftige Präsident in Israel werden.“2 „Huch? Das kann ich doch nicht bringen, Gott! Wenn Saul davon Wind bekommt, macht er mich kalt!“ – „Pass auf, nimm einfach eine Kuh mit auf den Hänger, und wenn du da bist, sagst du, du wolltest dort eigentlich nur ein Opferritual durchziehen.3 Isai musst du dann schnell noch ’ne Einladung schicken, ob er nicht Lust hat, mit dabei zu sein. Wenn es so weit ist, werde ich dir sagen, welchen von seinen Söhnen du zum zukünftigen Präsidenten machen sollst. Du schüttest dem dann etwas von diesem ganz besonderen Öl über seine Birne und betest für ihn. Okay?“4 Samuel packte sofort seine Sachen und tat, was Gott ihm gesagt hatte. Als er in Bethlehem-City ankam, rannten ihm schon die Chefs der Stadt entgegen: „Oh Samuel!“, fragten sie aufgeregt. „Warum sind Sie hier? Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?“5 „Ein gutes Zeichen!“, lachte Samuel. „Ich bin hier, um für Gott ein Opferritual durchzuziehen. Bereitet euch alle schon mal darauf vor, macht euch innerlich und äußerlich sauber und dann kommt einfach dazu. Wir machen zusammen ein Dankopfer!“ Zu der Party kriegten auch Isai und seine Söhne eine Einladung. Zur Vorbereitung für das Dankopferessen mussten sie sich auch sauber machen.6 Als Isai dann mit seinen Söhnen bei der Feier ankam, sah Samuel als Erstes den ältesten Sohn von ihm, der Eliab hieß. Er dachte sofort: „Yes, das ist er bestimmt! Den hat Gott ausgesucht!“7 Aber dann kam ’ne Nachricht von Gott rein: „Hallo? Samuel, du musst nicht gleich sonst was Dickes von dem denken, nur weil der so groß ist und so ’ne Bodybuildingfigur hat! Ich finde den nicht so toll. Meine Einschätzung, wie jemand drauf ist, kommt anders zustande als bei euch Menschen. Ihr seht nur das Äußere, ich sehe aber das Innere, das Herz!“8 Isai rief seinen zweiten Sohn zum Essen, der Abinadab hieß. Den stellte er auch Samuel vor und diesmal dachte er sofort: „Nee, der ist es nicht. Das ist nicht der, den Gott sich ausgesucht hat.“9 Also holte Isai den Schima, seinen nächsten Sohn. Aber wieder war Samuel gleich klar: „Nee, der ist es auch nicht. Den hat Gott sich nicht ausgesucht!“10 So ging das mit allen sieben Söhnen vom Isai, der Reihe nach. Jeder wurde Samuel vorgestellt. Am Ende meinte Samuel: „Nee, er war nicht dabei. Keiner von denen wurde von Gott ausgesucht.“11 Schließlich fragte Samuel Isai: „Sagen Sie mal, waren das jetzt alle Ihre Söhne, oder was?“ – „Nein, einer fehlt noch, das ist der Jüngste von allen. Der passt bei uns immer auf die Schafe auf.“ – „Können Sie den auch noch holen lassen?“, fragte Samuel. „Ich will nicht mit dem Opferessen anfangen, bevor ich ihn nicht auch noch gesehen hab!“12 Isai schickte einen seiner Leute, um David zu holen. Als David ankam, konnte man sehen, dass er voll gut aussah. Er hatte einen Top-Körper, schöne braune Haut, blaue Augen, voll der Model-Typ. „Das ist er“, sagte Gott zu Samuel. „Mach ihn zum Präsidenten! Nimm dieses besondere Öl und bete für ihn!“13 Samuel beugte sich zu dem Jungen rüber, schüttete das Öl über seine Haare, sprach ein Gebet und segnete ihn. Damit machte er ihn zum zukünftigen Präsidenten, mit den Brüdern als Zeugen. In der Sekunde, als er das gemacht hatte, zog plötzlich Gottes Energiestrom in David ein. Diese Kraft blieb auch bei ihm und ging nicht wieder weg. Samuel packte seine Sachen und ging wieder zurück nach Rama.14 Gott hatte seine Kraft von Saul weggenommen. Stattdessen hatte jetzt ein fieser Dämon die Kontrolle, und Saul wurde voll zum Psycho.15 Seine Leute meinten dann mal zu ihm: „Sag mal, du hast voll Probleme mit so einem fiesen Dämon! Diesen Dämon hat bestimmt Gott vorbeigeschickt, damit du Respekt vor ihm kriegst.16 Wir könnten dir ja mal einen Musiktherapeuten organisieren, der gut mit der Akustik-Klampfe spielen kann. Musst du nur sagen, wir holen den. Wenn du dann wieder Psychoattacken hast, kann der dich vielleicht wieder entspannt draufbringen, wenn er ein paar Songs für dich spielt.“17 „Okay“, sagte Saul. „Organisiert mir einen guten Gitarristen und bringt den her!“18 Einer von den Jugendlichen bei denen meinte dann: „Ich hab neulich einen Typen auf einem Konzert spielen gehört, der war echt der Hammer! Der ist auch ziemlich stark. Er kann gut reden, ist voll mutig und sieht dazu noch sehr gut aus. Gott ist voll auf seiner Seite. Soweit ich weiß, ist er ein Sohn von Isai, der in Bethlehem wohnt.“19 Saul holte sofort seine Sekretärin rein, die einen Brief an Isai fertig machte: „Ich bitte darum, mir Ihren Sohn vorbeizuschicken. Es geht mir um den David, der bei Ihnen auf die Schafe aufpasst. Mit freundlichen Grüßen, der Präsident, Saul“20 Isai war einverstanden. Er packte in den Kofferraum ein Fässchen Bier, dazu noch ein schönes Stück Schinken und schickte David damit zum Präsidenten.21 Auf die Art und Weise bekam David einen Job bei Saul. Der Präsident mochte David voll gerne. Er stieg dann sogar zum persönlichen Bodyguard des Präsidenten auf.22 Nach einer Zeit schrieb Saul einen Brief an Isai: „Bitte lassen Sie David weiter bei mir arbeiten! Ich mag ihn sehr und er macht einen guten Job.“23 Immer wenn diese Psychogedanken kamen, und so ein fieser Dämon Saul anzeckte, schnappte sich David seine Gitarre und spielte einen Song. Das funktionierte jedes Mal, denn sofort ging es Saul viel besser, die Depressionen waren wie weggeblasen und dieser fiese Dämon verschwand aus seinen Gedanken.

1.Samuel 16

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Der HERR sagte zu Samuel: Wie lange willst du noch um Saul trauern? Ich habe ihn doch verworfen; er soll nicht mehr als König über Israel herrschen. Fülle dein Horn mit Öl und mach dich auf den Weg! Ich schicke dich zu dem Betlehemiter Isai; denn ich habe mir einen von seinen Söhnen als König ausersehen. (1Sam 13,14; 1Sam 15,23; 2Kön 9,1)2 Samuel erwiderte: Wie kann ich da hingehen? Saul wird es erfahren und mich umbringen. Der HERR sagte: Nimm ein junges Rind mit und sag: Ich bin gekommen, um dem HERRN ein Schlachtopfer darzubringen. (1Sam 9,12; 1Sam 20,33)3 Lade Isai zum Opfer ein! Ich selbst werde dich dann erkennen lassen, was du tun sollst: Du sollst mir nur den salben, den ich dir nennen werde.4 Samuel tat, was der HERR befohlen hatte. Als er nach Betlehem kam, gingen ihm die Ältesten der Stadt zitternd entgegen und fragten: Bedeutet dein Kommen Frieden?5 Er antwortete: Frieden. Ich bin gekommen, um dem HERRN ein Schlachtopfer darzubringen. Heiligt euch und kommt mit mir zum Opfer! Dann heiligte er Isai und seine Söhne und lud sie zum Opfer ein. (2Mo 19,10; 2Kön 9,22)6 Als sie kamen und er den Eliab sah, dachte er: Gewiss steht nun vor dem HERRN sein Gesalbter. (1Chr 2,13)7 Der HERR aber sagte zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen; Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der HERR aber sieht das Herz.[1] (1Sam 9,2; 1Sam 10,23; 1Chr 28,9; Jer 17,10)8 Nun rief Isai den Abinadab und ließ ihn vor Samuel treten. Dieser sagte: Auch ihn hat der HERR nicht erwählt.9 Isai ließ Schima kommen. Samuel sagte: Auch ihn hat der HERR nicht erwählt.10 So ließ Isai sieben seiner Söhne vor Samuel treten, aber Samuel sagte zu Isai: Diese hat der HERR nicht erwählt. (1Sam 17,13; 1Chr 2,13)11 Und er fragte Isai: Sind das alle jungen Männer? Er antwortete: Der jüngste fehlt noch, aber der hütet gerade die Schafe. Samuel sagte zu Isai: Schick jemand hin und lass ihn holen; wir wollen uns nicht zum Mahl hinsetzen, bevor er hergekommen ist. (1Sam 17,15; 2Sam 7,8)12 Isai schickte also jemand hin und ließ ihn kommen. David war rötlich, hatte schöne Augen und eine schöne Gestalt. Da sagte der HERR: Auf, salbe ihn! Denn er ist es. (1Sam 17,42)13 Samuel nahm das Horn mit dem Öl und salbte David mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN war über David von diesem Tag an. Samuel aber brach auf und kehrte nach Rama zurück. (2Sam 2,4; 2Sam 5,3; Ps 89,21)14 Der Geist des HERRN war von Saul gewichen und ein böser Geist vom HERRN verstörte ihn. (1Sam 18,10; 1Sam 19,9)15 Da sagten die Diener Sauls zu ihm: Du siehst, ein böser Geist Gottes verstört dich.16 Darum möge unser Herr seinen Knechten, die vor ihm stehen, befehlen, einen Mann zu suchen, der die Leier zu spielen versteht. Sobald dich der böse Geist Gottes überfällt, soll er spielen; dann wird es dir wieder gut gehen. (2Kön 3,15)17 Saul sagte zu seinen Dienern: Seht euch für mich nach einem Mann um, der gut spielen kann, und bringt ihn her zu mir! (Spr 22,29)18 Einer der jungen Männer antwortete: Ich kenne einen Sohn des Betlehemiters Isai, der zu spielen versteht. Und er ist tapfer und ein guter Krieger, wortgewandt, von schöner Gestalt und der HERR ist mit ihm. (1Sam 14,52; 1Sam 18,12)19 Da schickte Saul Boten zu Isai und ließ ihm sagen: Schick mir deinen Sohn David, der bei den Schafen ist!20 Isai nahm einen Esel, dazu Brot, einen Schlauch Wein und ein Ziegenböckchen und schickte seinen Sohn David damit zu Saul. (1Sam 10,3; 1Sam 16,11)21 So kam David zu Saul und trat in seinen Dienst; Saul gewann ihn sehr lieb und David wurde sein Waffenträger.22 Darum schickte Saul zu Isai und ließ ihm sagen: David soll in meinem Dienst bleiben; denn er hat mein Wohlwollen gefunden. (1Sam 18,2)23 Sooft nun ein Geist Gottes Saul überfiel, nahm David die Leier und spielte darauf. Dann fühlte sich Saul erleichtert, es ging ihm wieder gut und der böse Geist wich von ihm.