1Jetzt lud der Präsident Salomo die Chefs von allen Familienstämmen und Clans aus Israel zu sich nach Jerusalem ein. Sie sollten gemeinsam die Kiste mit den Gesetzen aus Jerusalem-City nach oben auf den Berg Zion bringen, wo jetzt der neue Tempel stand, das Haus von Gott.2Alle Männer aus Israel waren auch eingeladen. Sie kamen an dem Tag zum Präsidenten Salomo, an dem das Fest der Blätterbuden gefeiert wurde (das war im Oktober).3-4Nachdem alle Chefs eingetroffen waren, steckten die Priester die Stangen in die Ringe von der Kiste und trugen das Teil gemeinsam zum Tempel hoch. Die anderen Priester und die Levi-Leute halfen beim Einpacken vom besonderen Zelt und der ganzen Geräte, die dort drin lagerten.5Salomo und die Leute, die bei der Feier dabei waren, opferten gemeinsam vor der Kiste sehr viele Schafe und Rinder. Es waren so viele Tiere, dass man sie nicht mehr zählen konnte.6Und danach transportierten die Priester die Kiste mit den Gesetzen an den Ort, der extra dafür im Tempel vorgesehen war. Im hintersten Zimmer, dem allerderbsten, heiligen Bereich, wurde sie aufgestellt. Und zwar wurde sie unter die beiden Flügel von den Engelsfiguren geschoben, die man dort aufgestellt hatte.7Die Flügel der beiden Figuren hingen über der kompletten Kiste. Bis zu den Tragestangen wurde das ganze Ding von ihnen überdacht.8Die beiden Stangen waren so lang, dass man die Enden noch sehen konnte, wenn man direkt vor dem Eingang vom allerderbsten Bereich stand. Von außen konnte man aber nichts sehen. An der Stelle waren sie noch eine ziemlich lange Zeit.9In der Kiste war nichts weiter drin als die Stahlplatten mit den Gesetzen drauf, die Mose auf dem Horeb-Berg von Gott bekommen hatte. Das war ja, als Gott mit den Israeliten einen Vertrag gemacht hatte, nachdem sie aus Ägypten abgehauen waren.10Als die Priester aus dem Haus von Gott rausgingen, war im besonderen Bereich plötzlich eine leuchtende Wolke am Start!11Keiner konnte mehr da drin weiterarbeiten, weil diese krasse Wolke da war! Gott höchstpersönlich, mit seiner ganz heftigen Art, war auf einmal im ganzen Haus anwesend.12Salomo redete mit ihm: „Hey, Gott! Chef, du hast gesagt, dass du in einem dunklen Raum wohnen willst!13Darum hab ich dir jetzt dieses große Haus gebaut! Hier kannst du immer bleiben, wenn du willst!“
Eine kleine Predigt von Salomo
14Dann drehte sich Salomo zu den Israeliten, die mit dabei waren, und rief zu Gott:15„Gott, du bist der Größte! Gott von Israel, wir danken dir für alles!“ Dann sagte er zu den Israeliten: „Gott hat sein Versprechen eingehalten, was er meinem Vater David gegeben hat. Er sagte damals zu ihm:16„Seitdem ich meine Leute aus Ägypten rausgeholt und in dieses Land gebracht habe, konnte ich mir bis jetzt keine Stadt aussuchen, um dort zu wohnen. Doch dich hab ich extra ausgesucht, du sollst der Präsident über meine Leute sein, über Israel.17Schon mein Vater David wollte für Gott, dem Gott von Israel, unbedingt ein Haus bauen.18Gott hat dann aber zu David gesagt:,Finde ich echt gut, dass du ein Haus für mich bauen willst. Das ist eine gute Idee, ich bin dafür!19Trotzdem wirst du das nicht selber machen können, dafür aber dein Sohn. Der ist bis jetzt noch nicht geboren worden, aber er soll dann für mich dieses Haus bauen.‘20Gott hat sein Versprechen gehalten. Ich, der Sohn von David, bin der neue Präsident geworden, und ich habe jetzt dieses Haus für Gott gebaut, eine Wohnung für den Chef von Israel.21Die Kiste mit den Gesetzen hat darin ein eigenes Zimmer bekommen. Die Gesetze gehören zum Vertrag, den Gott mit unserem Volk vor einiger Zeit gemacht hat, damals, als er unsere Leute aus Ägypten rausholte.“22Vor den Augen von allen anwesenden Israeliten ging Salomo dann zum Opfertisch, dem Altar von Gott. Er streckte seine Arme aus Richtung Himmel und fing an zu beten:23„Gott, du bist der Chef von ganz Israel! Nirgendwo gibt es so einen Gott wie dich, nicht auf der Erde und auch nirgendwo im Universum! Und du bist treu, du stehst zu deinen Verträgen, und du bist immer sehr liebevoll und nett zu den Leuten, die radikal mit dir leben.24So bist du immer mit meinem Vater David umgegangen. Und dieser Tag heute ist ein Beweis dafür, dass du deine Versprechen immer einhältst.25Gott, Chef von Israel, ich bitte dich, dass du auch deine anderen Versprechen jetzt einlöst, die du meinem Vater gegeben hast. Ein Versprechen war, dass die Präsidenten in Israel immer aus der Familie von David kommen werden. Natürlich unter der Voraussetzung, dass sie dir genauso radikal und treu dienen, wie er es getan hat.26Also bitte lass auch die anderen Versprechen in Erfüllung gehen, die du meinem Vater gegeben hast, ja?!27Ich hab noch eine Frage an dich: Bist du nicht eigentlich viel zu groß und zu heftig, um bei uns kleinen Menschen zu wohnen? Ich meine, selbst das ganze große Weltall ist doch eigentlich zu klein für dich! Und dann dieses winzige Haus, was ich für dich gebaut habe, das passt doch eigentlich gar nicht!28Gott, bitte hör auf meine Gebete! Ich mach hier keinen auf dicke Hose, ich bin dein Diener! Bitte höre meine Gebete, die ich dir heute gesagt habe!29Pass auf uns auf! Tag und Nacht musst du dieses Haus bewachen. Verlier es nie aus dem Blick. Schließlich hast du gesagt:,Hier soll mein Name an der Tür stehen!‘ Also bitte höre auf meine Gebete!!30Und höre auch auf die Gebete von deinen Leuten, den Israeliten. Wenn wir zusammen vor diesem Haus zu dir beten, dann hör uns, wenn du in deiner Wohnung im Himmel bist. Bitte höre unsere Gebete und verzeih uns, wenn wir mal wieder Mist gebaut haben.“
Beten beim Haus von Gott
31Danach sagte Salomo zu Gott: „Wenn mal jemand bei einem anderen Mist gebaut hat, und er wird dann hierher zu deinem Altar gebracht, und wir -wünschen ihm dann in deinem Namen die Krätze an den Hals und belegen ihn mit einem Fluch, dann entscheide du das bitte und sorg dafür, dass alles gerecht zugeht. Wir machen das nur, wenn er das nach unserem Wissen auch verdient hat und schuldig geworden ist.32Bestrafe du ihn, wenn er tatsächlich irgendwo danebenliegt. Die Sachen, die der verbockt hat, sollen ihm dann selbst passieren, sie sollen auf ihn zurückfallen. Wenn er aber nichts getan hat, pass auf ihn auf, dass er nicht auch noch unschuldig bestraft wird. Alle sollen in dem Fall mitkriegen, dass er unschuldig ist.33Wenn deine Leute, die Israeliten, von anderen Völkern im Krieg besiegt wurden, weil sie mal wieder Mist gebaut haben, und sie drehen sich dann um und leben wieder mit dir, beten zu dir, sagen dir, wie toll du bist, und bitten dich hier, an deinem Haus, dass du ihnen hilfst,34dann höre auf ihre Bitte und hilf ihnen! Verzeih den Leuten, wenn sie Mist gebaut haben, und dann bring sie wieder zurück in das Land, das du den Israeliten gegeben hast.35Wenn es mal eine ganze Zeit nicht regnet, weil die Menschen nicht das getan haben, was du von ihnen wolltest, und sie kapieren, dass du dahintersteckst, und sie sich dann wieder umdrehen und beten wieder zu dir und sie kommen wieder zu deinem Haus, um dir Danke zu sagen,36dann höre auf ihre Gebete! Verzeih ihnen, wenn sie Mist gebaut haben, verzeih deinen Leuten! Sag ihnen, was sie tun sollen, und dann lass es wieder regnen auf das Land, das du deinen Leuten für immer geschenkt hast.37Und wenn es im ganzen Land mal nichts zu essen gibt, wenn die Getreideernte ausfällt, weil die Sonne alles verbrannt hat oder Läuse die Körner befallen haben, oder wenn es wieder Krieg gibt und der Feind ins Land einmarschiert oder überall die Leute krank werden,38dann bitte höre auf das Gebet, was bei diesem Haus gebetet wird, auch wenn es nur ein einziger Typ ist.39Höre auf die Gebete, die bei deiner Wohnung gesprochen werden, und verzeih deinen Leuten, wo sie Mist gebaut haben. Hilf ihnen und sei nicht so streng, mach es so, wie es jeder verdient hat. Du kennst die geheimsten Gedanken von den Menschen, du siehst in das Herz.40Dann werden sie immer Respekt vor dir haben, die ganze Zeit, in der sie in dem Land leben, was du schon unseren Vorfahren gegeben hattest.41Auch die Ausländer bei uns werden Respekt vor dir haben, also die Typen, die extra wegen dir aus der ganzen Welt zu uns gekommen sind.42Sie werden von deiner genialen Art hören, was du für gigantische Sachen bringst und wie du uns mit deiner powervollen Hand geführt hast. Und dann werden sie, wenn sie dieses Haus sehen, auch zu dir beten.43Wenn das passiert, höre bitte auf ihre Gebete, von deiner Wohnung im Universum aus. Dann kapieren alle Menschen, egal aus welchem Land sie kommen, dass du der einzige, echte Gott bist. Und dann werden sie dich auch krass finden, und sie werden dir ‚Danke‘ sagen, so wie wir das ja auch tun. Auf jeden Fall werden sie dann mitkriegen, dass du auch in diesem Haus wohnst, was ich für dich gebaut habe, dass du hier eingezogen bist.44-45Und wenn deine Leute mal gegen irgendeine Armee in den Krieg ziehen, weil du ihnen das gesagt hast, und wenn sie dann dort, ganz weit weg von deinem Haus, zu dir beten, dann hör auf die Gebete! Wenn sie beim Beten in die Richtung von deiner besonderen Stadt sehen und in die Richtung von diesem Haus, das ich für dich gebaut hab, dann sorg dafür, dass sie zu ihrem Recht kommen.46Nun kann es ja sein, dass deine Leute wieder Mist bauen und Sachen tun, die du total ätzend findest. Kommt ja vor, jeder Mensch tut das irgendwie. Wenn du vielleicht richtig sauer auf sie bist und dafür sorgst, dass ihre Feinde alles gewinnen und deine Leute als Kriegsgefangene in ein anderes Land verschleppt werden, egal ob das weit weg ist oder gleich um die Ecke,47dann könnte es ja sein, dass sie dort endlich peilen, dass sie Mist gebaut haben, und vielleicht kommen sie dann wieder zu dir zurück und fangen wieder an wie wild zu dir zu beten, auch wenn sie in dem Augenblick gerade in dem Land ihrer Feinde sind. Sie würden dann vielleicht so beten:,Wir haben richtig Scheiße gebaut! Wir haben nicht das getan, was du gesagt hast!‘48Also, wenn sie dann ihr Leben radikal verändern und dort, wo sie sind, wieder leidenschaftlich zu dir beten und dabei immer ihr Land im Blick haben, was du ihnen mal ganz fest versprochen hast, und auch dabei immer dieses Haus im Blick haben, was ich in deinem Auftrag gebaut habe,49dann musst du bitte auf ihre Gebete hören! Komm hierher, von dem Ort im Universum, wo du wohnst, und sorg dafür, dass sie zu ihrem Recht kommen.50Verzeih ihnen den ganzen Mist, den sie getan haben und wo sie keinen Bock auf dich hatten. Hilf ihnen, sorg dafür, dass ihre Feinde Mitleid mit ihnen haben.51Deine Leute gehören doch dir! Sie sind dein Eigentum, du hast sie damals aus dieser ätzenden Situation in Ägypten rausgeholt!52Bitte, Gott, bleib auf meiner Seite, hör mir und deinen Leuten auch immer zu, wenn wir dich brauchen und zu dir beten.53Du hast uns, die Israeliten, aus allen Nationen der Welt extra ausgesucht. Du hast was vor mit uns, wir gehören nur dir. Diese Sachen wissen wir von Mose, der von dir krasse Ansagen bekommen hatte. Er hat dir radikal gedient, und du hast sie ihm gesagt, als du damals unsere Leute aus Ägypten rausgeholt hast. Gott, du bist der fetteste Gott, du bist Gott, du kannst alles, dir ist nichts unmöglich!“54Nachdem Salomo dieses Gebet Gott gesagt hatte, stand er auf. Er hatte dabei nämlich vor dem Altar gekniet und seine Arme zum Himmel gestreckt.55Dann drehte er sich um und redete mit der ganzen Gemeinschaft der Israeliten. Er betete für sie und rief dann allen zu:56„Leute! Wollt ihr jetzt mit mir zusammen Gott Danke sagen? Er hat uns dieses Land geschenkt, in dem wir jetzt in Frieden und ganz entspannt leben können! Er hat das Versprechen eingehalten, was er Mose gegeben hat. Jeden Punkt, jedes Komma hat er erfüllt, nichts davon ist ausgeblieben.57Beten wir, dass er uns genauso hilft, wie er unseren Familien geholfen hat, die vor uns gelebt haben. Er soll uns nie mehr verlassen, er soll uns nie mehr wegkicken.58Und beten wir auch, dass er uns immer so eine innere Einstellung gibt, dass wir alles genau so durchziehen, wie er es uns gesagt hat. Er soll dafür sorgen, dass wir die Gesetze von ihm radikal durchziehen, alle Sachen, die er schon den Leuten vor uns gesagt hatte.59Ich wünsch mir, dass Gott sich 24 Stunden am Tag an meine Gebete erinnert, dass er alles, was ich ihm heute sage, auch tut. Ich wünsch mir, dass er immer auf meiner Seite bleibt und auf der Seite von seinen Leuten, den Israeliten. Und ich wünsch mir, dass er dafür sorgt, dass wir recht bekommen, immer dann, wenn wir es auch brauchen.60Wenn das passiert, werden alle Menschen mitbekommen, dass unser Gott der einzige Gott ist und sonst keiner!61Leute, für euch gilt aber folgendes: Lebt radikal mit Gott! Nichts darf -zwischen euch und Gott kommen! Zieht seine Gesetze und Gebote immer radikal durch, so wie ihr es jetzt auch tut.“
Die ersten Partys für Gott bei seinem Haus
62Der Präsident Salomo und die Israeliten starteten dann eine große Opferparty für Gott.63Salomo ließ 22.000 Rinder und 120.000 Schafe schlachten. Auf diese Art wurde das Haus von Gott vom Präsidenten und von den Israeliten eingeweiht.64Weil der Tisch aus Bronze, der vor dem Haus von Gott stand, zu klein für so viele Opfer war, ließ Salomo im gesamten Mittelteil vom Vorhof die Tiere schlachten und Gott opfern. Dort zogen sie dann die Abfackelopfer durch, die Essensopfer, und auch die Fettstücke vom Dankopfer wurden dort verbrannt.65Die ganze Einweihungsparty ging über sieben Tage. Mega viele Leute aus ganz Israel waren da. Von Lebo-Hamat, was ganz im Norden liegt, bis zu dem Tal im Süden, wo die Grenze zu Ägypten ist, waren sie angereist.66Am achten Tag entließ der Präsident die Leute. Sie verabschiedeten sich alle, wünschten ihm das Allerbeste und gingen wieder nach Hause. Jeder war total happy über das, was Gott für David und seine Leute getan hatte.
1Damals versammelte Salomo die Ältesten Israels, alle Stammesführer und die Häupter der israelitischen Großfamilien bei sich in Jerusalem, um die Bundeslade des HERRN aus der Stadt Davids, das ist Zion, heraufzuholen. (2Chr 5,2; 2Chr 6,1)2Am Fest im Monat Etanim, das ist der siebte Monat, kamen alle Männer Israels bei König Salomo zusammen.[1]3Alle Ältesten Israels kamen und die Priester nahmen die Lade (Jos 3,6; 2Sam 15,24)4und brachten sie zugleich mit dem Offenbarungszelt und den heiligen Geräten, die im Zelt waren, hinauf. Die Priester und die Leviten übernahmen den Trägerdienst.5König Salomo aber und die ganze Gemeinde Israels, die bei ihm vor der Lade versammelt war, schlachteten Schafe und Rinder, die man wegen ihrer Menge nicht zählen und nicht berechnen konnte.6Darauf stellten die Priester die Bundeslade des HERRN an ihren Platz, an den hochheiligen Ort des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Kerubim.7Denn die Kerubim breiteten ihre Flügel über den Ort, wo die Lade stand, und bedeckten sie und ihre Stangen von oben her. (2Mo 25,20)8Die Stangen waren so lang, dass man ihre Spitzen im Heiligtum vor dem hochheiligen Ort sehen konnte; draußen aber waren sie nicht zu sehen. Sie blieben dort bis zum heutigen Tag. (2Mo 25,13)9In der Lade befanden sich nur die zwei steinernen Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit den Israeliten beim Auszug aus Ägypten geschlossen hatte. (2Mo 25,16)10Als dann die Priester aus dem Heiligtum traten, erfüllte die Wolke das Haus des HERRN.11Sie konnten wegen der Wolke ihren Dienst nicht verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.12Damals sagte Salomo:
Der HERR hat gesagt, / er werde im Wolkendunkel wohnen.[2]13Erbaut habe ich ein fürstliches Haus für dich, / eine Wohnstätte für ewige Zeiten.
Salomos Ansprache
14Dann wandte sich der König um und segnete die ganze Versammlung Israels. Alle standen (2Chr 6,3)15und er betete: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels. Seine Hand hat ausgeführt, was sein Mund meinem Vater David verheißen hat, als er sprach:16Seit dem Tag, da ich mein Volk Israel aus Ägypten führte, habe ich aus keinem der Stämme Israels eine Stadt für den Bau eines Hauses erwählt, um meinen Namen dort wohnen zu lassen. David aber habe ich zum Herrscher über mein Volk Israel erwählt.17Meinem Vater David lag es am Herzen, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen. (2Sam 7,1)18Doch der HERR sprach zu ihm: Weil es dir am Herzen lag, meinem Namen ein Haus zu bauen, hast du einen guten Entschluss gefasst. Ja, es lag dir am Herzen.19Doch sollst nicht du das Haus bauen; sondern erst dein leiblicher Sohn soll meinem Namen das Haus bauen.20Der HERR hat jetzt sein Versprechen, das er gegeben hat, wahr gemacht: Ich bin an die Stelle meines Vaters David getreten und habe den Thron Israels bestiegen, wie es der HERR zugesagt hatte. Ich habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, das Haus gebaut21und darin einen Raum für die Lade geschaffen. Sie enthält die Tafeln des Bundes, den der HERR mit unseren Vätern geschlossen hat, als er sie aus Ägypten führte. (5Mo 29,24; Jer 31,32; Jer 34,13)
Weihegebet
22Dann trat Salomo in Gegenwart der ganzen Versammlung Israels vor den Altar des HERRN, breitete seine Hände zum Himmel aus (2Chr 6,12)23und betete: HERR, Gott Israels, im Himmel oben und auf der Erde unten gibt es keinen Gott, der so wie du Bund und Huld seinen Knechten bewahrt, die mit ungeteiltem Herzen vor ihm leben.24Du hast das Versprechen gehalten, das du deinem Knecht, meinem Vater David, gegeben hast. Deine Hand hat heute erfüllt, was dein Mund versprochen hat.25Und nun, HERR, Gott Israels, halte auch das andere Versprechen, das du deinem Knecht David, meinem Vater, gegeben hast, als du sagtest: Es soll dir nie an einem Nachkommen fehlen, der vor mir auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne darauf achten, ihren Weg so vor mir zu gehen, wie du es getan hast. (Ps 132,12)26Gott Israels, möge sich jetzt dein Wort, das du deinem Knecht David, meinem Vater, gegeben hast, als wahr erweisen.27Wohnt denn Gott wirklich auf der Erde? Siehe, selbst der Himmel und die Himmel der Himmel fassen dich nicht, wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe.28Wende dich, HERR, mein Gott, dem Beten und Flehen deines Knechtes zu! Höre auf das Rufen und auf das Gebet, das dein Knecht heute vor dir verrichtet!29Halte deine Augen offen über diesem Haus bei Nacht und bei Tag, über der Stätte, von der du gesagt hast, dass dein Name hier wohnen soll! Höre auf das Gebet, das dein Knecht an dieser Stätte verrichtet!30Achte auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, wenn sie an dieser Stätte beten! Höre sie im Himmel, dem Ort, wo du wohnst! Höre sie und verzeih!31Wenn sich jemand gegen seinen Nächsten verfehlt und dieser ihm einen Eid abverlangt, den er schwören muss, und er dann kommt und vor deinem Altar in diesem Haus schwört, (2Mo 22,7)32so höre du es im Himmel und greif ein! Verschaff deinen Knechten Recht; verurteile den Schuldigen und lass sein Tun auf ihn selbst zurückfallen! Den Schuldlosen aber sprich frei und vergilt ihm, wie es seiner Gerechtigkeit entspricht.33Wenn dein Volk Israel von einem Feind geschlagen wird, weil es gegen dich gesündigt hat, und dann wieder zu dir umkehrt, deinen Namen preist und in diesem Haus zu dir betet und fleht,34so höre du es im Himmel! Vergib deinem Volk Israel seine Sünde; lass sie in das Land zurückkommen, das du ihren Vätern gegeben hast!35Wenn der Himmel verschlossen ist und kein Regen fällt, weil sie gegen dich gesündigt haben, und wenn sie dann an diesem Ort beten, deinen Namen preisen und von ihrer Sünde lassen, weil du sie demütigst,[3]36so höre du sie im Himmel! Vergib deinen Knechten und deinem Volk Israel ihre Sünden; denn du führst sie den guten Weg, den sie gehen sollen. Spende Regen deinem Land, das du deinem Volk zum Erbbesitz gegeben hast!37Wenn im Land Hungersnot herrscht, wenn Pest ausbricht, wenn Getreidebrand, Rost, Heuschrecken und Ungeziefer auftreten, wenn Feinde sie im eigenen Land bedrängen, wenn irgendeine Plage oder Krankheit sie trifft,38wenn sich dann Gebet und Flehen erhebt von jedem einzelnen Menschen und von ganz Israel, weil alle die Not ihres Herzens kennen und ihre Hände zu diesem Haus ausstrecken,39dann höre sie im Himmel, dem Ort, wo du wohnst, und verzeih! Greif ein und vergilt jedem, wie es sein Tun verdient! Du kennst ja ihre Herzen; denn du allein kennst die Herzen aller Menschen.40So werden sie dich fürchten, solange sie in dem Land leben, das du unseren Vätern gegeben hast.41Auch Fremde, die nicht zu deinem Volk Israel gehören, werden wegen deines Namens aus fernen Ländern kommen; (Jes 56,6)42denn sie werden von deinem großen Namen, deiner starken Hand und deinem hoch erhobenen Arm hören. Sie werden kommen und in diesem Haus beten.43Höre sie dann im Himmel, dem Ort, wo du wohnst, und tu alles, weswegen der Fremde zu dir ruft! Dann werden alle Völker der Erde deinen Namen erkennen. Sie werden dich fürchten, wie dein Volk Israel dich fürchtet, und erfahren, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe.44Wenn dein Volk auf dem Weg, den du es führst, gegen seine Feinde in den Krieg zieht und wenn es dann zu dir betet, zur Stadt hingewendet, die du erwählt hast, und zu dem Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe, (Dan 6,11)45so höre du im Himmel sein Beten und Flehen und verschaff ihm Recht!46Wenn sie gegen dich sündigen - es gibt ja niemand, der nicht sündigt - und du ihnen zürnst, sie ihren Bedrängern preisgibst und ihre Feinde sie gefangen fortführen in ein fernes oder nahes Land, (Spr 20,6; Pred 7,20)47so werden sie es sich im Land ihrer Gefangenschaft zu Herzen nehmen. Sie werden im Land ihrer Gefangenschaft umkehren, zu dir flehen und rufen: Wir haben gesündigt, Unrecht getan und gefrevelt.48Mit ganzem Herzen und ganzer Seele werden sie im Land ihrer Feinde, von denen sie als Gefangene weggeführt wurden, zu dir umkehren und zu dir beten, zum Land hingewendet, das du ihren Vätern gegeben hast, zur Stadt hin, die du erwählt hast, und zum Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe.49Höre dann im Himmel, dem Ort, wo du wohnst, ihr Beten und Flehen! Verschaff ihnen Recht50und verzeih deinem Volk, was es gegen dich gesündigt hat; verzeih ihm alle Frevel, die es gegen dich begangen hat! Lass sie bei ihren Unterdrückern Mitleid und Erbarmen finden!51Sie sind ja dein Volk und dein Eigentum, das du aus dem Schmelzofen, aus Ägypten, herausgeführt hast.52Halte deine Augen offen für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel! Erhöre sie, sooft sie zu dir rufen.53Du hast dir Israel unter allen Völkern der Erde als Eigentum ausgewählt, wie du es durch deinen Knecht Mose verkündet hast, als du unsere Väter aus Ägypten geführt hast, Herr und GOTT.
Salomos Segen
54Als Salomo dieses flehentliche Gebet zum HERRN beendet hatte, erhob er sich auf dem Platz vor dem Altar des HERRN, wo er niedergekniet war und die Hände zum Himmel ausgebreitet hatte.55Er trat vor die ganze Versammlung Israels, segnete sie und rief mit lauter Stimme:56Gepriesen sei der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe geschenkt hat, wie er es versprochen hat. Von all den herrlichen Verheißungen, die er durch seinen Knecht Mose verkündet hat, ist nicht eine hinfällig geworden.57Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vätern war. Er verlasse uns nicht und verstoße uns nicht.58Er lenke unsere Herzen zu sich hin, damit wir auf seinen Wegen gehen und die Gebote, Gesetze und Rechtsentscheide bewahren, die er unseren Vätern gegeben hat. (Jer 31,33; Hes 11,19)59Mögen diese Worte, die ich flehend vor dem HERRN, unserem Gott, gesprochen habe, ihm Tag und Nacht gegenwärtig bleiben. Möge er seinem Knecht und seinem Volk Israel Recht verschaffen, wie es jeder Tag verlangt,60damit alle Völker der Erde erkennen, dass niemand Gott ist als der HERR allein. (2Kön 19,19; Jes 45,5)61Euer Herz aber bleibe ungeteilt beim HERRN, unserem Gott, sodass ihr seinen Gesetzen folgt und auf seine Gebote achtet, wie es heute geschieht.
Abschluss der Feier
62Dann brachten der König und mit ihm ganz Israel vor dem HERRN Opfer dar. (2Chr 7,4)63Zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe ließ Salomo als Heilsopfer für den HERRN schlachten. So vollzogen der König und alle Israeliten die Weihe des Hauses des HERRN. (2Sam 6,17)64An jenem Tag weihte der König auch die Mitte des Hofes, der vor dem Haus des HERRN war, als er dort das Brandopfer, das Speiseopfer und die Fettstücke der Heilsopfer darbrachte. Der bronzene Altar, der vor dem HERRN stand, war nämlich zu klein, um das Brandopfer, das Speiseopfer und die Fettstücke der Heilsopfer fassen zu können. (1Kön 9,25; 2Kön 16,10)65Salomo feierte damals mit ganz Israel, das von Lebo-Hamat bis zum Grenzbach Ägyptens zu einer großen Versammlung vor dem HERRN, unserem Gott, erschienen war, das Fest sieben Tage lang und nochmals sieben Tage, zusammen vierzehn Tage. (5Mo 16,13)66Am achten Tag entließ er das Volk. Sie priesen den König und gingen zu ihren Zelten, frohen Mutes und voll Freude über all das Gute, das der HERR an seinem Knecht David und seinem Volk Israel getan hatte.