1Stoßt in das Schopharhorn in Zion und blast Lärm auf meinem heiligen Berg, dass alle Bewohner des Landes erzittern; denn der Tag des HERRN kommt, ja, er ist nahe — (4Mo 10,3; Jes 2,3; Jer 4,5; Joe 1,15; Joe 2,15; Joe 3,5; Joe 4,17; Mi 4,2)2ein Tag der Finsternis und des Dunkels, ein Tag des Gewölks und des Wolkendunkels. Wie Morgenrot breitet sich über die Berge aus ein großes, mächtiges Volk, wie es seinesgleichen von Ewigkeit her nicht gegeben hat und auch in künftigen Zeiten und Generationen nicht mehr geben wird. (2Mo 10,14; Joe 1,2; Joe 1,6; Am 5,18; Am 5,20; Zef 1,15)3Fressendes Feuer geht vor ihm her, und hinter ihm her eine lodernde Flamme: Ist das Land vor ihm wie der Garten Eden gewesen, hinter ihm ist es eine öde Wüste; und man kann ihm nicht entfliehen! (1Mo 2,8; 1Mo 13,10; Jes 51,3; Jer 5,17; Joe 1,19)4Wie Rosse sehen sie aus, und wie Reiter rennen sie. (Offb 9,7)5Wie rasselnde Streitwagen kommen sie über die Höhen der Berge her, wie eine Feuerflamme, die prasselnd das Stroh verzehrt, gleich einem mächtigen Heer, das zum Kampf gerüstet ist. (Offb 9,17)6Vor ihm erzittern die Völker; alle Angesichter verfärben sich. (Jer 30,6; Nah 2,11)7Wie Helden laufen sie, wie Krieger ersteigen sie die Mauer; jeder geht auf seinem Weg, und keiner kreuzt den Pfad des anderen. (Jer 6,23; Jer 48,14)8Keiner drängt den anderen, jeder geht seine eigene Bahn; zwischen den Wurfgeschossen stürzen sie hindurch und lassen sich nicht aufhalten. (Spr 30,27)9Sie dringen in die Stadt ein, rennen auf die Mauer, erklimmen die Häuser, steigen wie Diebe zum Fenster hinein. (Jer 5,10)10Vor ihnen erbebt die Erde, der Himmel erzittert; Sonne und Mond verfinstern sich, und die Sterne verlieren ihren Schein. (Jes 13,10; Mt 24,29)11Und der HERR lässt seine Stimme hören vor seinem Kriegsvolk her; denn sehr groß ist sein Heerlager und gewaltig sind, die sein Wort vollstrecken. Ja, groß ist der Tag des HERRN und sehr schrecklich; wer kann ihn ertragen? (Ps 18,14; Ps 68,18; Jes 46,10; Joe 4,16; Mal 3,2; Offb 6,17)
Aufruf an das Volk zur Herzensumkehr
12Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehrt um zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! (5Mo 4,29; 1Sam 7,6; Neh 9,1; Jes 22,12; Hos 12,7; Sach 1,3)13Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider, und kehrt um zu dem HERRN, eurem Gott; denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade, und das Übel reut ihn. (Ps 34,19; Ps 86,15; Ps 103,8; Jes 57,15; Jes 58,5; Jer 18,8; Kla 3,31; Jon 4,2)14Wer weiß, ob er sich wieder abkehrt und es ihn nicht reut, und ob er nicht einen Segen zurücklassen wird, Speisopfer und Trankopfer für den HERRN, euren Gott? (Jes 6,13; Am 5,15; Jon 3,9; Hag 2,19)15Stoßt in das Horn in Zion, heiligt ein Fasten, beruft eine allgemeine Versammlung! (Joe 1,14; Joe 2,1)16Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, bringt die Ältesten herbei, versammelt die Kinder und die Säuglinge; der Bräutigam gehe aus seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach! (2Chr 20,13; Mt 19,14)17Die Priester, die Diener des HERRN, sollen zwischen der Halle und dem Altar weinen und sagen: HERR, habe Mitleid mit deinem Volk und gib dein Erbteil nicht der Beschimpfung preis, dass die Heidenvölker über sie spotten! Warum soll man unter den Völkern sagen: »Wo ist [nun] ihr Gott?« (5Mo 30,3; 5Mo 32,36; Ps 79,10; Jer 12,15; Hes 8,16; Hos 11,8; Joe 1,13; Joe 4,17; Mt 23,35; Hebr 4,15)
Die Verheißung der Wiederherstellung für Israel nach dem Endgericht
18Dann gerät der HERR in Eifer für sein Land und hat Mitleid mit seinem Volk. (Hes 36,6; Joe 2,17; Sach 1,14)19Und der HERR wird antworten und zu seinem Volk sprechen: Siehe, ich sende euch Korn, Most und Öl, dass ihr davon satt werden sollt, und ich will euch nicht mehr der Beschimpfung preisgeben unter den Heidenvölkern; (Hes 36,30; Sach 8,12; Mal 3,10)20sondern ich will den von Norden [Kommenden] von euch entfernen und ihn verstoßen in ein dürres und wüstes Land, seine Vorhut ins östliche Meer[1] und seine Nachhut ins westliche Meer,[2] und sein Gestank soll aufsteigen und sein Verwesungsgeruch sich erheben; denn er hat großgetan! (2Mo 10,19; Jer 1,14; Sach 14,8)21Fürchte dich nicht, o Land, sondern frohlocke und freue dich; denn der HERR hat Großes getan! (Ps 126,2; Joe 2,26; Lk 1,49; Joh 1,50)22Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes; denn die Auen der Steppe sollen grünen, und die Bäume sollen ihre Früchte tragen, der Weinstock und der Feigenbaum, so viel sie nur können. (3Mo 26,4)23Und ihr Kinder Zions, frohlockt und freut euch über den HERRN, euren Gott; denn er gibt euch den Frühregen in rechtem Maß, und er lässt euch am ersten [Tag] Regengüsse herabkommen, Frühregen und Spätregen. (5Mo 11,14; Ps 149,2; Jes 41,16; Hes 34,26; Hab 3,18; Zef 3,14; Sach 10,1)24Und die Tennen sollen voll Korn werden und die Keltern von Most und Öl überfließen. (Spr 3,9)25Und ich werde euch die Jahre zurückerstatten, welche die Heuschrecke, der Fresser, der Verwüster und der Nager verzehrt haben — mein großes Kriegsheer, das ich gegen euch gesandt habe; (2Chr 25,9; Joe 1,12)26und ihr sollt genug zu essen haben und satt werden und den Namen des HERRN, eures Gottes, loben, der wunderbar an euch gehandelt hat; und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden! (5Mo 8,10; Ps 22,27; Jes 25,1; Jes 45,17; Joe 2,27)27Und ihr sollt erkennen, dass ich in Israels Mitte bin und dass ich, der HERR, euer Gott bin und keiner sonst; und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden! (3Mo 26,12; Jes 12,6; Jes 44,6; Jes 45,6; Hes 37,27; Zef 3,17)
1Auf dem Zion stoßt in das Horn, / schlagt Lärm auf meinem heiligen Berg! Alle Bewohner des Landes sollen zittern; / denn es kommt der Tag des HERRN,
ja, er ist nahe, (Am 5,18; Zef 1,14)2ein Tag des Dunkels und der Finsternis, / ein Tag der Wolken und Wetter.
Wie das Morgenrot, das sich über die Berge hinbreitet, / kommt ein Volk, zahlreich und gewaltig groß,
wie es vor ihm noch nie eines gab / und nach ihm keines mehr geben wird / bis zu den fernsten Geschlechtern. (Zef 1,15)3Vor ihm her fressendes Feuer, / hinter ihm lodernde Flammen;
vor ihm ist das Land wie der Garten Eden, / hinter ihm schaurige Wüste - / da gibt es keine Rettung. (1Mo 2,8; Joe 1,19)4Wie Rosse sehen sie aus, / wie Reiter stürmen sie dahin. (Offb 9,7)5Wie rasselnde Streitwagen / springen sie über die Kuppen der Berge,
wie eine prasselnde Feuerflamme, die die Stoppeln frisst, / wie ein mächtiges Heer, gerüstet zur Schlacht.6Bei ihrem Anblick winden sich Völker, / alle Gesichter glühen vor Angst. (Jes 13,8; Nah 2,11)7Wie Kämpfer stürmen sie dahin, / wie Krieger erklettern sie die Mauer.
Jeder verfolgt seinen Weg, / keiner verlässt seine Bahn.8Keiner stößt den andern; / Mann für Mann ziehen sie ihre Bahn.
Mitten durch die Wurfspeere stürmen sie vor, / ihre Reihen nehmen kein Ende.9Sie überfallen die Stadt, erstürmen die Mauer, / klettern an den Häusern empor, / steigen durch die Fenster ein wie ein Dieb.10Die Erde zittert vor ihnen, der Himmel erbebt; / Sonne und Mond verfinstern sich, die Sterne halten ihr Licht zurück. (Joe 3,4; Joe 4,15)11Und der HERR lässt vor seinem Heer / seine Stimme erschallen;
ja, überaus zahlreich ist sein Heer, / ja, gewaltig groß ist der Vollstrecker seines Befehls.
Ja, groß ist der Tag des HERRN und voll Schrecken. / Wer kann ihn ertragen? (Nah 1,6; Mal 3,2)
Aufruf zu Umkehr und Buße
12Auch jetzt noch - Spruch des HERRN: / Kehrt um zu mir von ganzem Herzen / mit Fasten, Weinen und Klagen! (5Mo 4,29)13Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, / und kehrt um zum HERRN, eurem Gott!
Denn er ist gnädig und barmherzig, / langmütig und reich an Huld / und es reut ihn das Unheil. (2Mo 34,6; Jes 58,5; Am 5,14)14Wer weiß, vielleicht kehrt er um und es reut ihn / und er lässt Segen zurück,
sodass ihr Speise- und Trankopfer darbringen könnt / für den HERRN, euren Gott. (Jon 3,9)15Auf dem Zion stoßt in das Horn, / ordnet ein heiliges Fasten an, / ruft einen Gottesdienst aus! (Joe 1,14; Joe 2,1)16Versammelt das Volk, / heiligt die Gemeinde!
Versammelt die Alten, / holt die Kinder zusammen, auch die Säuglinge!
Der Bräutigam verlasse seine Kammer / und die Braut ihr Gemach.17Zwischen Vorhalle und Altar / sollen die Priester klagen, / die Diener des HERRN sollen sprechen:
Hab Mitleid, HERR, mit deinem Volk / und überlass dein Erbe nicht der Schande, / damit die Völker nicht über uns spotten!
Warum soll man bei den Völkern sagen: / Wo ist denn ihr Gott? (2Mo 32,11; Ps 42,4; Ps 79,10; Mi 7,10; 1Mak 7,36)
Erhörung durch Gott und seine Zuwendung
18Da erwachte im HERRN die Leidenschaft für sein Land / und er hatte Erbarmen mit seinem Volk. (5Mo 4,24)19Der HERR antwortete seinem Volk und sprach: / Seht, ich sende euch Korn, Wein und Öl, / damit ihr davon satt werdet.
Ich gebe euch nicht mehr der Schande preis / unter den Völkern. (5Mo 11,14)20Den Feind aus dem Norden / schicke ich weit von euch weg,
ich treibe ihn in ein dürres, verödetes Land, / seine Vorhut treibe ich zum östlichen Meer / und seine Nachhut zum westlichen Meer.
Dann erhebt sich ein Gestank, / Verwesungsgeruch steigt von ihm auf, / denn er hat sich gebrüstet. (Jes 34,3; Am 4,10)21Fürchte dich nicht, Ackerboden! / Freu dich und juble; / denn der HERR hat Großes getan!22Fürchtet euch nicht, ihr Tiere auf dem Feld! / Denn das Gras in der Steppe wird wieder grün,
der Baum trägt seine Frucht, / Feigenbaum und Weinstock bringen ihren Ertrag.23Jubelt, ihr Kinder Zions, / und freut euch über den HERRN, euren Gott!
Denn er gibt euch Nahrung, wie es recht ist. / Er schickt euch den Regen,
Herbstregen und Frühjahrsregen / wie in früherer Zeit.[1] (5Mo 11,14)24Die Tennen sind voll von Getreide, / die Keltern fließen über von Wein und Öl.25Ich ersetze euch die Ernten, / die von der Wanderheuschrecke und der Larve, / vom Nager und vom Grashüpfer gefressen wurden,
von meinem großen Heer, / das ich gegen euch sandte. (Joe 1,4)26Ihr werdet essen und satt werden / und den Namen des HERRN, eures Gottes, preisen, / der für euch solche Wunder getan hat. / Mein Volk braucht sich nie mehr zu schämen.27Dann werdet ihr erkennen, / dass ich mitten in Israel bin
und dass ich der HERR, euer Gott, bin, / ich und sonst niemand. / Mein Volk braucht sich nie mehr zu schämen. (Jes 42,8)
1Blast das Horn auf Zion und erhebt das Kriegsgeschrei auf meinem heiligen Berg[1]! Beben sollen alle Bewohner des Landes! Denn es kommt der Tag des HERRN, ja er ist nahe; (Jes 13,6; Hes 12,23; Hes 21,12; Joe 1,15; Joe 4,17)2ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und des Wetterdunkels. Wie Morgengrauen ist es ausgebreitet über die Berge, ein großes und mächtiges Volk, wie es von Ewigkeit her nie gewesen ist und nach ihm nie mehr sein wird bis in die Jahre der Generationen und Generationen[2]. (Jer 13,6; Joe 1,2; Joe 3,4; Am 5,18; Zef 1,7; Sach 14,6; Mk 13,19)3Vor ihm her verzehrt das Feuer, und nach ihm lodert die Flamme; vor ihm ist das Land wie der Garten Eden und nach ihm eine öde Wüste. Auch gibt es vor ihm kein Entrinnen. (1Mo 2,8; Jes 33,4; Jer 5,17; Joe 1,19; Hab 1,6)4Sein Aussehen ist wie das Aussehen von Pferden; und wie Reitpferde, so rennen sie. (Nah 3,2; Offb 9,7)5Wie das Rasseln von Kriegswagen ⟨klingt es,⟩ hüpfen sie über die Gipfel der Berge; wie das Prasseln der Feuerflamme, die Stoppeln verzehrt; ⟨sie sind⟩ wie ein mächtiges Volk, zum Kampf gerüstet. (Nah 3,2; Offb 9,7)6Vor ihm zittern[3] die Völker, alle Gesichter erglühen[4]. (Jer 30,6; Nah 2,11)7Wie Helden rennen sie, wie Kriegsleute ersteigen sie die Mauer; und sie ziehen, jeder auf seinem Weg[5], und ihre Pfade verlassen sie nicht;8und keiner drängt den anderen, sie ziehen, jeder auf seiner Bahn; und sie stürzen zwischen den Waffen hindurch, ⟨ihr Zug⟩ bricht nicht ab. (Spr 30,27)9Sie überfallen die Stadt, rennen auf die Mauer, steigen in die Häuser; durch die Fenster dringen sie ein wie der Dieb. (2Mo 10,6)10Vor ihnen erbebt die Erde, erzittert der Himmel; Sonne und Mond verfinstern sich, und die Sterne verlieren ihren Glanz. (Jes 13,10; Joe 3,4; Joe 4,15; Mk 13,24; Offb 9,2)11Und der HERR lässt vor seiner Heeresmacht her seine Stimme erschallen, denn sein Heerlager ist sehr groß, denn der Vollstrecker seines Wortes ist mächtig. Denn groß ist der Tag des HERRN und sehr furchtbar. Und wer kann ihn ertragen? (Ps 18,14; Ps 68,18; Jer 30,7; Joe 4,16; Apg 2,20; Offb 6,17)
Aufruf zur Umkehr und Gottes Gnadenzusage
12Doch auch jetzt, spricht der HERR[6], kehrt um zu mir mit eurem ganzen Herzen und mit Fasten und mit Weinen und mit Klagen! (2Mo 33,5; 5Mo 4,29; Ri 2,4; 2Chr 30,6; Neh 9,1; Jes 22,12; Jer 3,22; Hos 12,7; Joe 1,13; Jak 4,9)13Und zerreißt euer Herz und nicht eure Kleider und kehrt um zum HERRN, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an Gnade, und lässt sich das Unheil gereuen. (2Mo 34,6; 2Chr 6,27; Jer 18,8; Jer 36,7)14Wer weiß, ⟨vielleicht⟩ wird er umkehren und es sich gereuen lassen und Segen hinter sich zurücklassen: Speisopfer und Trankopfer für den HERRN, euren Gott! (2Sam 16,12; Joe 1,9; Jon 3,9; Hag 2,19)15Blast das Horn auf Zion, heiligt ein Fasten, ruft einen Feiertag[7] aus! (Jes 1,13; Joe 1,14)16Versammelt das Volk, heiligt eine Versammlung[8], bringt die Ältesten zusammen, versammelt die Kinder und die Säuglinge an den Brüsten! Der Bräutigam[9] trete aus seiner Kammer und die Braut[10] aus ihrem Brautgemach! (2Chr 20,13)17Die Priester, die Diener des HERRN, sollen weinen zwischen Vorhalle und Altar und sagen: HERR, blicke mitleidig auf dein Volk[11] und gib nicht dein Erbteil der Verhöhnung preis, sodass die Nationen über sie spotten[12]! Wozu soll man unter den Völkern sagen: Wo ist ihr Gott? (Jos 7,9; Ps 42,4; Hes 8,16; Joe 1,13; Mt 23,35)18Und der HERR eiferte für sein Land, und er hatte Mitleid mit seinem Volk. (5Mo 32,36; 2Kön 19,31; Sach 1,14)19Und der HERR antwortete und sprach[13] zu seinem Volk: Siehe, ich sende euch das Korn und den Most und das Öl, dass ihr davon satt werdet; und ich werde euch nicht mehr zu ⟨einem Gegenstand der⟩ Verhöhnung machen unter den Nationen. (Rut 1,6; Hes 36,29; Hes 36,30; Sach 8,12)20Und ich werde »den von Norden[14]« von euch entfernen und ihn in ein dürres und ödes Land vertreiben, seine Vorhut in das vordere Meer und seine Nachhut in das hintere Meer[15]. Und sein Gestank wird aufsteigen, und aufsteigen wird sein Verwesungsgeruch[16], denn großgetan hat er. (Ps 126,3; Jer 1,14; Hes 47,18)21Fürchte dich nicht, du Erdboden! Juble und freue dich! Denn der HERR hat Großes getan.22Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes! Denn es grünen die Weideplätze der Steppe. Denn der Baum trägt seine Frucht, der Feigenbaum und der Weinstock geben ihren Ertrag[17]. (3Mo 26,4; Ps 65,13; Mal 3,11)23Und ihr, Söhne Zions, jubelt und freut euch im HERRN, eurem Gott! Denn er gibt euch den Frühregen nach ⟨dem Maß⟩ der Gerechtigkeit[18], und er lässt euch Regen herabkommen: Frühregen und Spätregen wie früher[19]. (5Mo 11,14; 1Kön 8,36; Ps 147,8; Jes 41,16; Hes 34,26; Hab 3,18; Zef 3,14; Sach 2,14)24Und die Tennen werden voll Getreide sein und die Kelterkufen überfließen von Most und Öl. (Hes 36,8)25Und ich werde euch die Jahre erstatten, die die Heuschrecke, der Abfresser und die Heuschreckenlarve und der Nager[20] gefressen haben, mein großes Heer, das ich gegen euch gesandt habe. (Joe 1,4)26Und ihr werdet genug essen und satt werden und werdet den Namen des HERRN, eures Gottes, loben, der Wunderbares an euch getan hat. Und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden. (5Mo 8,10; Jes 25,1; Jes 45,17)27Und ihr werdet erkennen, dass ich in Israels Mitte bin und dass ich, der HERR, euer Gott bin und keiner sonst. Und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden. (3Mo 26,12; 4Mo 11,29; Spr 1,23; Jes 12,6; Jes 44,3; Jes 45,6; Jes 46,9; Hes 39,29; Sach 2,9)
1Blast die Trompeten[1] in Zion! Erhebt eure Stimme auf meinem heiligen Berg! Alle Bewohner des Landes sollen zittern vor Furcht, denn der Tag des HERRN ist nahe. (Zef 1,16)2Es ist ein Tag voll Finsternis und Dunkelheit, ein Tag voll dunkelster Wolken. Es kommt über uns wie sonst die ersten Sonnenstrahlen über die Berge: ein mächtiges Heer, ein so riesiges hat noch niemand gesehen, und auch später wird es so etwas niemals mehr geben – bis in die fernsten Generationen. (Dan 9,12)3Seine Vorboten sind Feuer und es hinterlässt verbrannte Erde. Wo früher fruchtbares Land wie in Eden war, bleiben nur wüste Felder zurück; nichts und niemand kann entkommen. (1Mo 2,8; Ps 105,34; Jes 51,3)4Sie sehen aus wie Pferde und sind auch so schnell wie diese. (Offb 9,7)5Es klingt wie das Rasseln von Kampfwagen, wenn sie die Berge überziehen, wie das Prasseln des Feuers, das das Gras verzehrt. Sie sind wie ein mächtiges Heer mit klirrenden Waffen, bereit zum Kampf. (Jes 5,24; Jes 30,30; Offb 9,9)6Ganze Völker erzittern vor ihnen, sie versetzen die Menschen in glühende Angst. (Jes 13,8; Jer 30,6)7Wie wilde Krieger erstürmen sie Mauern, durch nichts lassen sie sich beirren. Unaufhaltsam rücken sie vor, man kann sich ihnen nicht in den Weg stellen. (Jes 5,26)8Sie drängeln nicht, sie gehen geordnet und stetig ihren furchtbaren Gang. Sie durchbrechen jede Abwehr und ihr Zug nimmt kein Ende.9Sie überrennen die Stadt und klettern über ihre Mauern. Wie ein schleichender Dieb dringen sie durch die Fenster in die Häuser ein. (2Mo 10,6; Jer 9,20; Joh 10,1)10Das Land erzittert vor ihnen und der Himmel bebt. Die Sonne wird finster, der Mond wird nicht mehr leuchten und die Sterne nicht mehr strahlen. (Jes 13,10; Nah 1,5; Mt 24,29; Mt 27,51; Mk 13,24)11Der HERR befehligt mit donnernder Stimme sein Heer. Es ist mächtig und groß; es führt seinen Willen aus. Seine Kriegsmacht ist gewaltig, denn der Tag des HERRN ist ein furchtbarer, schrecklicher Tag. Wer kann ihn ertragen?
Aufruf zur Buße
12Doch auch jetzt noch spricht der HERR: »Kommt zu mir zurück! Schenkt mir eure Herzen, kommt zu mir mit Fasten, Weinen und Klagen! (5Mo 4,29)13Aber zerreißt nicht nur äußerlich eure Kleider, sondern zerreißt eure Herzen!« Kehrt zum HERRN, eurem Gott, zurück, denn er ist gnädig und barmherzig. Er gerät nicht schnell in Wut und ist voller Liebe. Es tut ihm leid, wenn er jemanden bestraft. (2Mo 34,6; Am 7,2)14Wer weiß? Vielleicht lässt er sich erneut erweichen und bringt den Segen zurück statt des Unheils. Vielleicht wird er euch so viel geben, dass ihr dem HERRN, eurem Gott, wie früher Korn und Wein darbringen könnt! (Hag 2,19)15Blast die Trompeten in Zion! Ordnet ein heiliges Fasten an und ruft die Einwohner des Landes zu einer Gebetsversammlung zusammen! (4Mo 10,3; Joe 2,1)16Holt die Alten und die Kinder und sogar die Säuglinge vom Stillen. Ruft die Eheleute aus ihren Zimmern, selbst wenn sie Hochzeitsnacht feiern!17Die Priester, die in der Gegenwart des HERRN Dienst tun, sollen weinend zwischen dem Volk und dem Altar stehen und beten: »Verschone dein Volk, HERR! Lass nicht zu, dass dein Eigentum zum Gespött der Heiden wird. Verhindere, dass sie höhnen: ›Wo ist nun euer Gott?‹« (Ps 44,14; Ps 79,10; Jes 37,20)
Gottes Zusage
18Da erfasste den HERRN Leidenschaft für sein Land und er erbarmte sich seines Volkes. (Jes 60,10; Sach 1,14)19So antwortete der HERR seinem Volk: »Seht her! Ich bin es, der euch Korn, Wein und Öl gibt. Ihr sollt satt werden! Dem Spott der Völker werde ich euch nicht weiter aussetzen. (Hes 34,29; Hes 36,15; Hos 2,23)20Ich werde den Feind aus dem Norden vertreiben und ihn in ein dürres Land verstoßen, seine Vorboten lasse ich im Toten Meer und seine Nachhut im Mittelmeer[2] ertrinken. Sie sollen verfaulen und stinken. Ihr Gestank soll über dem Land liegen, denn sie haben Furchtbares getan.« (5Mo 11,24; Jer 1,14; Sach 14,8)21Fürchte dich nicht, Ackerland! Sei froh und freue dich, denn der HERR hat Großes getan.22Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes! Eure Weiden werden bald wieder grün sein. Die Bäume werden wieder Früchte tragen, Feigenbäume und Weinstöcke geben wieder vollen Ertrag. (Ps 65,13)23Freut euch, ihr Einwohner von Jerusalem! Freut euch am HERRN, eurem Gott! Denn er schickt euch den Regen nach seiner Gerechtigkeit[3]. Herbstregen und Frühjahrsregen werden wieder einsetzen. (Ps 149,2; Hos 6,3; Sach 10,1)24Auf den Dreschplätzen wird sich das Korn wieder häufen, die Keltern werden von Wein und Olivenöl überfließen.25Der HERR spricht: »Ich will euch zurückgeben, was die Heuschrecken, die Grashüpfer, die Raupen und Käfer gefressen haben[4]. Ich selbst habe euch dieses große Heer geschickt.26Ihr sollt wieder essen und satt werden und ihr werdet den HERRN, euren Gott, der diese Wunder für euch tut, loben. Nie mehr soll mein Volk sich schämen müssen. (Ps 67,6; Jes 45,17)27Dann werdet ihr erkennen, dass ich mitten unter meinem Volk Israel wohne und dass ich allein der HERR, euer Gott, bin. Nie wieder soll mein Volk sich schämen müssen.« (3Mo 26,11; Jes 45,5; Joe 4,17)