Daniel 1

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Im dritten Regierungsjahr[1] des Königs Jojakim von Juda zog der babylonische König Nebukadnezzar vor Jerusalem und bedrängte die Stadt.[2]2 Der Herr gab König Jojakim in die Gewalt Nebukadnezzars und ließ auch einen Teil der Tempelgeräte in seine Hand fallen. Nebukadnezzar brachte sie ins Land Schinar[3] und ließ sie im Tempel, dem Schatzhaus seines Gottes, aufbewahren.3 Seinem obersten Hofbeamten Aschpenas befahl er, einige junge Israeliten aus dem Königshaus und den vornehmen Familien auszusuchen:4 „Die jungen Männer sollen gesund sein und gut aussehen, außerdem weise, klug und begabt. Sie müssen geeignet sein, in den Dienst am Königshof zu treten und deshalb in der Sprache und Literatur der Chaldäer[4] unterwiesen werden.“5 Drei Jahre lang sollten die jungen Leute ausgebildet werden und danach in den Dienst des Königs treten. Der König ordnete an, dass sie von der königlichen Tafel mit Speise und Wein versorgt würden.6 Zu den jungen Juden, die ausgesucht wurden, gehörten auch Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja.7 Aschpenas gab ihnen babylonische Namen: Daniel nannte er Beltschazzar, Hananja Schadrach, Mischaël Meschach und Asarja Abed-Nego.[5]8 Aber Daniel wollte sich ‹als Jude› nicht durch die Tafelkost und den Wein des Königs verunreinigen.[6] Deshalb bat er Aschpenas, dass er nicht gezwungen würde, sich vor Gott unrein zu machen.9 Gott sorgte dafür, dass der oberste Hofbeamte Verständnis für ihn zeigte.10 Allerdings sagte er zu Daniel: „Ich fürchte meinen Herrn, den König, weil er selbst bestimmt hat, was ihr essen und trinken sollt. Wenn er merkt, dass ihr schlechter ausseht als die anderen jungen Leute, lässt er mir den Kopf abschlagen.“11 Dann wandte sich Daniel an den Aufseher, den Aschpenas über ihn, Hananja, Mischaël und Asarja eingesetzt hatte:12 „Versuch es doch einmal zehn Tage lang mit uns! Gib uns nur Gemüse und Wasser13 und vergleiche dann unser Aussehen mit dem der anderen jungen Leute, die von der königlichen Tafel versorgt werden. Triff deine Entscheidung nach dem, was du dabei feststellst!“14 Der Aufseher war einverstanden und machte den zehntägigen Versuch mit ihnen.15 Nach Ablauf der Frist sahen die jungen Männer sogar gesünder und kräftiger aus als die anderen.16 Von da an gab ihnen der Aufseher immer Gemüse. Sie mussten nichts von der Tafelkost des Königs essen.17 Gott schenkte diesen vier jungen Männern Kenntnis und Verständnis für jede Schrift. Auf allen Wissensgebieten kannten sie sich aus, und Daniel konnte darüber hinaus Visionen und alle Arten von Träumen verstehen.18 Am Ende der Ausbildungszeit befahl der König, die jungen Leute zu ihm zu bringen. Der oberste Hofbeamte stellte sie Nebukadnezzar vor,19 und der König redete mit ihnen. Dabei stellte sich heraus, dass Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja alle anderen in den Schatten stellten. Sie wurden in den königlichen Dienst aufgenommen.20 Und immer, wenn der König auf ein sicheres Urteil angewiesen war und ihren Rat suchte, fand er sie seinen Magiern und Geisterbeschwörern zehnfach überlegen.21 Daniel blieb bis zum ersten Regierungsjahr des Königs Kyrus[7] in königlichen Diensten.

Daniel 1

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Im dritten Regierungsjahr des Königs Jojakim von Juda[1] zog der babylonische König Nebukadnezar mit seinem Heer nach Jerusalem und belagerte die Stadt. (2Kön 24,1; 2Chr 36,6)2 Und der HERR ließ König Jojakim von Juda und einen Teil der heiligen Tempelgeräte in dessen Gewalt fallen. Nebukadnezar nahm alles mit nach Babel, in den Tempel seines Gottes. Die Tempelgeräte aber ließ er in die Schatzkammer bringen. (Jes 11,11; Jer 27,19; Sach 5,5)3 Danach befahl der König seinem höchsten Hofbeamten Aschpenas, er solle von den Israeliten junge Männer auswählen, die aus dem Königsgeschlecht oder aus den vornehmen Familien des Landes stammten, und sie an den Hof bringen. (Jes 39,7)4 Er sagte: »Such nur die Männer aus, an denen man keinen körperlichen Fehler finden kann. Außerdem müssen sie gut aussehen, eine umfangreiche Bildung vorweisen und von schneller Auffassungsgabe sein. Nur die jungen Männer, die dies alles erfüllen, sind geeignet für den Dienst am Palast des Königs. Dann unterrichte sie in der Sprache und den Schriften der Babylonier.«5 Der König legte auch fest, wie viel sie täglich von der königlichen Tafel zu essen und aus dem königlichen Weinkeller zu trinken bekommen sollten. Nach dreijähriger Ausbildung wollte er einige von ihnen zu seinen Ratgebern machen. (Dan 1,8)6 Unter den ausgewählten jungen Männern befanden sich auch Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja, die alle zum Stamm Juda gehörten. (Hes 14,14; Hes 28,3; Mt 24,15)7 Der oberste Hofbeamte gab ihnen neue, babylonische Namen: Daniel wurde Beltschazar genannt und Hananja bekam den Namen Schadrach. Mischaël hieß von nun an Meschach und Asarja Abed-Nego. (Dan 2,49; Dan 3,12; Dan 4,5; Dan 5,12)8 Daniel beschloss in seinem Herzen, keine Speisen und keinen Wein vom Tisch des Königs anzurühren. Er wollte sich an die Speisegesetze seines Gottes halten. Er bat Aschpenas um die Erlaubnis, die kultisch unreinen Speisen nicht essen zu müssen. (3Mo 11,47; 5Mo 32,38; Hes 4,13; Hos 9,3)9 Gott sorgte dafür, dass der oberste Hofbeamte große Achtung vor Daniel hatte und Nachsicht mit ihm übte. (Ps 106,46; Spr 16,7)10 Trotzdem sagte er zu Daniel: »Ich habe Angst vor meinem Herrn, dem König, der den Auftrag gegeben hat, euch Speise und Trank von seiner königlichen Tafel vorzusetzen. Wenn er erfährt, dass ihr schlechter ausseht als die anderen jungen Männer eures Alters, wird er mir euretwegen den Kopf abschlagen.«11 Da sagte Daniel zu dem Palastdiener, den der oberste Hofbeamte ihm, Hananja, Mischaël und Asarja als Aufseher zugewiesen hatte:12 »Ernähre uns versuchsweise zehn Tage lang mit Gemüse und Wasser. (Dan 1,16)13 Vergleiche nach Ablauf dieser zehn Tage unser Aussehen mit dem der anderen jungen Männer, die von den Speisen des Königs essen. Danach entscheide, wie du weiter mit uns verfahren willst – je nachdem, was du an uns siehst.«14 Der Aufseher ging auf Daniels Vorschlag ein und führte diesen Versuch zehn Tage lang durch.15 Am Ende dieser zehn Tage wirkten Daniel und seine drei Freunde gesünder und sahen besser genährt aus als die anderen jungen Männer, die von den Speisen des Königs gegessen hatten. (2Mo 23,25; Spr 10,22)16 Daraufhin ließ der Aufseher die Speisen der königlichen Tafel und den Wein, den sie trinken sollten, wegtragen und gab ihnen nur noch Gemüse zu essen. (Dan 1,12)17 Und Gott schenkte diesen vier jungen Männern Einsicht und Verständnis für die Wissenschaft und alle Schriften ihrer Zeit. Daniel besaß außerdem die besondere Gabe, Visionen und Träume deuten zu können. (1Kön 3,12; Hi 32,8; Dan 1,20; Dan 2,19; Dan 7,1; Dan 8,1)18 Als die Zeit der dreijährigen Ausbildung beendet war, führte der oberste Palastbeamte die jungen Männer vor den König, genau wie dieser es angeordnet hatte.19 Der König unterhielt sich mit allen jungen Männern. Keiner jedoch konnte an Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja heranreichen. So wurden sie in den Dienst des Königs gestellt. (1Mo 41,46; Jer 15,1; Dan 1,5)20 Und immer, wenn eine schwierige Frage beraten werden musste, die Verstand und Einsicht erforderte, wandte sich der König an diese Männer. Dabei fiel ihm auf, dass sie allen Gelehrten und Zeichendeutern seines Reiches zehnmal überlegen waren. (Jes 19,3; Dan 1,17; Dan 2,2; Dan 4,15; Dan 5,7)21 Daniel blieb bis zum ersten Jahr der Herrschaft von König Kyrus[2] im Dienst des Königs. (Dan 6,29; Dan 10,1)

Daniel 1

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Im dritten Regierungsjahr Jojakims, des Königs von Juda, zog der babylonische König Nebukadnezzar mit einem Heer vor Jerusalem und belagerte die Stadt. (2Chr 36,5)2 Der HERR gab Jojakim in die Gewalt Nebukadnezzars und auch ein Teil der heiligen Geräte fiel dem Babylonierkönig in die Hände. Er ließ die Geräte nach Babylonien[1] bringen und bewahrte sie in der Schatzkammer beim Tempel seines Gottes auf.3 Nebukadnezzar befahl seinem Palastvorsteher Aschpenas, junge Israeliten aus der Verwandtschaft des Königs und aus den vornehmen Familien für ihn auszusuchen. (2Kön 20,18)4 »Sie müssen gesund sein und gut aussehen«, sagte er. »Außerdem müssen sie klug und verständig sein und eine umfassende Bildung haben, damit sie zum Dienst in meinem Palast geeignet sind. Und dann sollen sie auch unsere Sprache und Schrift lernen.«5 Drei Jahre lang sollten die jungen Leute ausgebildet werden, um dann in den Dienst des Königs zu treten. Der König ordnete an, dass sie jeden Tag Speisen und Wein von seiner eigenen Tafel bekämen.6 Unter den ausgesuchten jungen Männern aus Juda waren auch Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja.7 Der Palastvorsteher gab ihnen babylonische Namen: Daniel nannte er Beltschazzar, Hananja Schadrach, Mischaël Meschach und Asarja Abed-Nego.8 Daniel war fest entschlossen, kein Essen und Trinken von der Tafel des Königs anzurühren, um nicht unrein zu werden. Deshalb bat er den Palastvorsteher, nicht von den Speisen des Königs essen zu müssen. (3Mo 11,1; 3Mo 17,10; Jdt 12,2)9 Gott half ihm, sodass der Palastvorsteher ihn wohlwollend anhörte. (1Mo 39,21)10 Allerdings sagte er zu Daniel: »Ich habe Angst vor meinem Herrn, dem König. Er hat selbst bestimmt, was ihr essen und trinken sollt. Wenn er feststellt, dass du und deine drei Freunde schlechter aussehen als die anderen jungen Leute, lässt er mir den Kopf abschlagen.«11 Daniel wandte sich an den Aufseher, den der Palastvorsteher für ihn und seine drei Freunde bestimmt hatte.12 »Mach doch einmal zehn Tage lang einen Versuch mit uns«, bat er ihn. »Lass uns Gemüse essen und Wasser trinken!13 Danach vergleichst du unser Aussehen mit dem der andern jungen Leute, die ihr Essen von der Tafel des Königs bekommen. Und dann entscheidest du, was weiter geschehen soll!«14 Der Aufseher war einverstanden und ging auf den Versuch ein.15 Nach Ablauf der zehn Tage zeigte es sich, dass Daniel und seine Freunde sogar besser und kräftiger aussahen als die andern jungen Leute, die ihr Essen von der königlichen Tafel erhielten.16 Da ließ er ihnen weiterhin Gemüse geben; den Wein und die für sie bestimmten Speisen stellte er weg.17 Gott aber gab den vier jungen Männern Klugheit und Verstand, sodass sie alles begriffen und sich bald in jedem Wissensgebiet auskannten. Daniel besaß darüber hinaus die Fähigkeit, Träume und Visionen zu verstehen und zu deuten.18 Am Ende der Zeit, die König Nebukadnezzar festgesetzt hatte, sollten ihm alle jungen Leute zur Prüfung vorgeführt werden. Als der Palastvorsteher sie zu ihm brachte19 und er sich mit ihnen unterhielt, zeigte es sich, dass Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja allen anderen überlegen waren. Sie wurden in den königlichen Dienst aufgenommen,20 und sooft der König in schwierigen Fragen ihren Rat suchte, merkte er, dass sie zehnmal klüger waren als alle Gelehrten und Magier in seinem ganzen Königreich.21 Daniel blieb im königlichen Dienst bis ins erste Regierungsjahr des Königs Kyrus. (Esr 1,1; Dan 6,29)

Daniel 1

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Im 3. Regierungsjahr Jojakims, des Königs von Juda, zog der babylonische König Nebukadnezar mit seinem Heer nach Jerusalem und belagerte die Stadt.2 Der Herr ließ König Jojakim in seine Hände fallen, ebenso einen Teil der wertvollen Tempelgegenstände. Nebukadnezar brachte sie in sein Land[1] und bewahrte sie in der Schatzkammer im Tempel seines Gottes auf.3 Dann befahl er seinem obersten Hofbeamten Aschpenas: »Wähle einige junge Israeliten aus dem judäischen Königshaus und den vornehmen Familien aus!4 Sie sollen gut aussehen und gesund sein. Außerdem müssen sie Weisheit und Bildung mitbringen und eine rasche Auffassungsgabe besitzen; dann sind sie zum Dienst an meinem Hof geeignet. Sie sollen unsere Sprache lernen und in den babylonischen Schriften unterrichtet werden!5 Gib ihnen jeden Tag Speise und Wein von der königlichen Tafel, sie sollen das Gleiche essen und trinken wie ich. Nach dreijähriger Ausbildung können sie in meinen Dienst treten.«6 Unter den Judäern, die ausgesucht wurden, waren Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja.7 Der oberste Hofbeamte gab ihnen babylonische Namen: Daniel nannte er Beltschazar, Hananja Schadrach, Mischaël Meschach und Asarja Abed-Nego.8 Daniel nahm sich fest vor, niemals von der Speise des Königs zu essen und von seinem Wein zu trinken; denn sonst hätte er das Gesetz Gottes missachtet, das bestimmte Speisen für unrein erklärt. Darum bat er Aschpenas, auf die königlichen Speisen und den Wein verzichten zu dürfen.9 Gott sorgte dafür, dass Aschpenas Daniel wohlgesinnt war und Verständnis für ihn zeigte.10 Trotzdem hatte der Mann Bedenken: »Ich habe Angst vor meinem Herrn, dem König. Er hat festgelegt, was ihr essen und trinken sollt. Wenn er merkt, dass ihr nicht so gesund ausseht wie die anderen jungen Männer, lässt er mich köpfen!«11 Da wandte sich Daniel an den Aufseher, den der oberste Hofbeamte über ihn und seine drei Freunde eingesetzt hatte:12 »Versuch es doch zehn Tage lang, uns nur Gemüse und Wasser zu geben.13 Danach vergleiche unser Aussehen mit dem der anderen jungen Männer, die von der Tafel des Königs essen. Und dann entscheide, was du in Zukunft mit uns tun willst.«14 Der Aufseher willigte ein und erfüllte ihren Wunsch.15 Nach zehn Tagen sahen Daniel und seine Freunde sogar gesünder und kräftiger aus als alle anderen, die von den königlichen Speisen bekamen.16 Darum gab der Aufseher ihnen von nun an immer Gemüse, von der Tafel des Königs brauchten sie nichts zu nehmen.17 Gott schenkte den vier jungen Männern außergewöhnliche Weisheit und Erkenntnis; schon bald waren sie mit dem gesamten Wissen und den Schriften Babyloniens vertraut. Daniel konnte außerdem Visionen und Träume jeder Art deuten.18 Nach Ablauf der drei Jahre befahl König Nebukadnezar, ihm alle jungen Israeliten vorzustellen. Der oberste Hofbeamte brachte sie zum König,19 und dieser sprach mit ihnen. Schnell wurde ihm klar, dass Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja alle anderen in den Schatten stellten. So wurden sie in den königlichen Dienst aufgenommen.20 Immer wenn der König vor schwierigen Entscheidungen stand und auf ein sicheres Urteil angewiesen war, fragte er diese vier Männer um Rat. Dabei zeigte sich, dass sie allen Wahrsagern und Geisterbeschwörern seines Landes weit überlegen waren.21 Daniel diente am Königshof bis zum 1. Regierungsjahr von König Kyrus.