Amos 2

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 So spricht Jahwe: Wegen drei Verbrechen der Leute von Moab,[1] / wegen vier nehme ich es nicht zurück, / denn sie haben die Knochen des Königs von Edom / zu Kalkstaub verbrannt.2 Darum lege ich Feuer an Moab, / damit es die Paläste von Keriot[2] frisst. / Moab stirbt im Kampfeslärm, / beim Kriegsgeschrei und Hörnerschall.3 Ich vernichte seinen Herrscher / und alle seine Oberen mit ihm, sagt Jahwe.4 So spricht Jahwe: Wegen drei Verbrechen, die Juda beging, / wegen vier nehme ich es nicht zurück, / denn sie haben Jahwes Weisung verworfen, / seine Gebote übertreten / und wurden von falschen Göttern verführt, / denen schon ihre Väter nachliefen.5 Darum lege ich Feuer an Juda, / damit es die Paläste von Jerusalem frisst.6 So spricht Jahwe: Wegen drei Verbrechen, die Israel beging, / wegen vier nehme ich es nicht zurück, / denn sie haben den Gerechten als Sklaven verkauft, / den Armen wegen einem Paar Schuhe.7 Den Kopf der Hilflosen treten sie in den Staub, / die Gebeugten bringen sie um ihr Recht. / Vater und Sohn gehen zur selben Hure / und entweihen so meinen heiligen Namen.8 Sie strecken sich auf gepfändeten Kleidern aus. / Das tun sie neben jedem Altar. / Von Bußgeldern kaufen sie Wein / und trinken ihn in ihrem Gotteshaus.9 Dabei hatte ich doch das Amoritervolk vor ihnen her vernichtet, / das groß war wie die Zedern / und stark wie die Eichen. / Oben rottete ich seine Früchte aus / und unten die Wurzeln.10 Ich bin es auch gewesen, / der euch aus Ägypten herbrachte, / der euch vierzig Jahre in der Wüste führte, / damit ihr das Amoriterland in Besitz nehmen konntet.11 Einige von euren Söhnen ließ ich als Propheten auftreten, / andere eurer jungen Männer wurden Nasiräer.[3] / So ist es doch, ihr Leute von Israel! – Das hat Jahwe gesagt.12 Doch ihr gabt den Nasiräern Wein zu trinken / und habt den Propheten das Weissagen verboten.13 Passt auf! Ich lasse den Boden unter euch schwanken, / wie ein Wagen schwankt, der voll von Garben ist.14 Dann kann auch der Schnellste nicht mehr entkommen, / dem Starken versagen die Kräfte, / auch der Held kann sein Leben nicht retten.15 Der Bogenschütze wird überrannt, / der Schnellläufer rettet sich nicht, / auch der Reiter kann sein Leben nicht schützen.16 Selbst der tapferste Held / flieht nackt an jenem Tag, sagt Jahwe.

Amos 2

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 So spricht der HERR: »Weil Moab wiederholt schwerste Verbrechen begangen hat, werde ich nicht länger darüber hinwegsehen. Sie haben die Gebeine von Edoms König zu Asche verbrannt. (Jes 15,1; Jes 16,1; Jer 48,1; Sach 2,12)2 Deshalb werde ich Moab in Flammen aufgehen und seine Festungen in Kerijot abbrennen lassen. Moab wird im Durcheinander des Schlachtlärms und der schallenden Hörner untergehen. (Jer 48,24)3 Und ich werde den Richter und mit ihm alle Obersten töten.« Der HERR hat gesprochen! (Jes 40,23)4 So spricht der HERR: »Weil Juda wiederholt schwerste Verbrechen begangen hat, werde ich nicht länger darüber hinwegsehen. Denn sie haben das Gesetz des HERRN verachtet und seine Gebote nicht bewahrt. Sie haben sich von den gleichen Lügen verführen lassen wie schon ihre Vorfahren. (Ri 2,17; 2Kön 17,19)5 Deshalb werde ich Juda in Flammen aufgehen und die Festungen Jerusalems abbrennen lassen.« (Jer 17,27; Hos 8,14)6 So spricht der HERR: »Weil Israel[1] wiederholt schwerste Verbrechen begangen hat, werde ich nicht länger darüber hinwegsehen. Denn sie haben Gerechte für Silber und Arme für ein Paar Sandalen verkauft. (2Kön 18,12; Joe 4,3)7 Sie haben die Schwachen in den Staub getreten und den Unterdrückten ihr Recht vorenthalten. Vater und Sohn schlafen mit der gleichen Frau und beschmutzen so meinen heiligen Namen. (Hos 4,14; Am 5,12; Am 8,4)8 Auf gepfändeten Kleidern verbeugen sie sich neben jedem Altar und im Haus ihres Gottes trinken sie Wein, der mit dem Geld anderer bezahlt ist. (2Mo 22,25; Am 4,1; Am 6,6)9 Und dabei habe ich für sie die Amoriter vernichtet, die groß wie Zedern und stark wie mächtige Bäume waren! Selbst deren Nachwuchs habe ich verhindert und ihre Wurzeln zerstört. (Hes 17,9; Mal 3,19)10 Ich habe euch doch aus Ägypten befreit und 40 Jahre lang durch die Wüste geführt, damit ihr das Land der Amoriter in Besitz nehmen konntet! (2Mo 3,8; 2Mo 12,51; 5Mo 2,7; 5Mo 8,2)11 Ich habe einige eurer Söhne zu Propheten bestimmt und andere zu Nasiräern[2]. War es nicht so, ihr Israeliten?«, spricht der HERR. (5Mo 6,2; Jer 7,25)12 »Ihr aber habt die Geweihten[3] dazu gebracht, Wein zu trinken, und meinen Propheten habt ihr befohlen: ›Ihr dürft nichts mehr prophezeien!‹ (Jes 30,10; Jer 11,21; Am 7,13)13 Deshalb werde ich euch ächzen lassen wie einen Wagen, der schwer mit Getreide beladen wird.14 Auch eure schnellsten Läufer werden nicht fliehen können, den Stärksten von euch wird die Kraft ausgehen und selbst der Held wird sein eigenes Leben nicht retten können. (Ps 33,17; Jes 30,16; Jer 9,22)15 Die Bogenschützen werden nicht standhalten, die gewandtesten Fußsoldaten nicht entkommen können. Selbst berittene Krieger werden nicht mit dem Leben davonkommen. (Jes 31,3; Jer 51,56; Hes 39,3)16 An jenem Tag werden sogar die mutigsten Helden unter euch um ihr nacktes Leben laufen«, spricht der HERR.

Amos 2

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Hört, was der HERR sagt: »Die Leute von Moab haben Verbrechen auf Verbrechen gehäuft. Sie haben die Gebeine des Edomiterkönigs zu Asche verbrannt. Darum verschone ich sie nicht. (Jes 15,1)2 Ich schicke Feuer in ihr Land, damit es die Prachtbauten von Kerijot verzehrt. Ihre Männer fallen in der tosenden Schlacht, unter dem Kriegsgeschrei und dem Lärm der Kriegshörner ihrer Feinde.3 Ihren Herrscher und alle führenden Männer bringe ich um. Das sage ich, der HERR.«4 Hört, was der HERR sagt: »Die Leute von Juda haben Verbrechen auf Verbrechen gehäuft. Sie haben mein Gesetz missachtet, meine Gebote übertreten und sich von falschen Göttern verführen lassen, genau wie ihre Vorfahren. Darum verschone ich sie nicht.5 Ich schicke Feuer in das Land, damit es die Prachtbauten Jerusalems verzehrt.«6 Hört, was der HERR sagt: »Auch ihr Leute von Israel habt Verbrechen auf Verbrechen gehäuft! Darum verschone ich euch nicht. Ihr verkauft ehrliche Leute als Sklaven, nur weil sie ihre Schulden nicht bezahlen können, ja ihr verkauft einen Armen schon, wenn er euch eine Kleinigkeit wie ein Paar Sandalen schuldet. (Jes 1,17; Am 5,11; Am 8,4; Mi 3,1)7 Ihr giert sogar nach der Asche auf dem Kopf der Verzweifelten und wendet jeden Trick an, um die Schwachen um ihr Recht zu bringen. Vater und Sohn missbrauchen dasselbe Mädchen. Mit all dem befleckt ihr meinen heiligen Namen.8 Neben jedem Altar streckt ihr euch auf Kleidern aus, die ihr den Armen als Pfand abgenommen habt; in euren Heiligtümern trinkt ihr Wein, den ihr als Ersatz für nicht bezahlte Schulden eingefordert habt. (2Mo 22,25)9 Dabei habe ich doch euretwegen die Amoriter vernichtet. Sie waren so groß wie Zedern und so stark wie Eichen, aber ich habe sie mit Stumpf und Stiel ausgerottet. (4Mo 13,27; 4Mo 21,21)10 Ich habe euch aus Ägypten befreit und euch vierzig Jahre lang durch die Wüste geführt, bis ihr das Land der Amoriter in Besitz nehmen konntet. (2Mo 20,2; 5Mo 2,7; Hos 13,4)11 Als meine Zeugen habe ich aus eurer Mitte Propheten berufen und Männer, die sich mir geweiht haben. So ist es doch, ihr Leute von Israel!«, sagt der HERR. (5Mo 18,15; Hos 11,2)12 »Aber meinen Geweihten habt ihr Wein zu trinken gegeben und den Propheten habt ihr verboten, in meinem Namen zu sprechen. (Jes 30,10; Am 7,12)13 Ich werde euch bestrafen, dass ihr ächzt und stöhnt wie ein überladener Erntewagen.[1]14-15 Auch der Schnellste kann dann nicht mehr entkommen, dem Stärksten nützt seine Kraft und dem Mutigsten sein Mut nichts. Die Bogenschützen werden überrannt, bevor sie einen Pfeil abschießen können, auch die Besatzung der Streitwagen kann sich nicht mehr retten. (Am 9,1)16 Selbst der Tapferste der Tapferen wird an jenem Tag alles wegwerfen und um sein Leben laufen. Das sage ich, der HERR.«

Amos 2

Hoffnung für alle

von Biblica
1 So spricht der HERR: Die Leute von Moab begehen ein abscheuliches Verbrechen nach dem anderen. Sie haben die Gebeine des Königs von Edom zu feiner Asche[1] verbrannt. Das werde ich nicht ungestraft lassen!2 Das ganze Land und auch die Paläste von Kerijot werden ein Raub der Flammen. Die Feinde blasen zum Angriff, sie stimmen das Kriegsgeschrei an, und die Moabiter fallen im lauten Getöse der Schlacht.3 Den Herrscher von Moab bringe ich um, mitsamt den führenden Männern. Darauf gebe ich, der HERR, mein Wort!«4 »So spricht der HERR: Die Leute von Juda begehen ein abscheuliches Verbrechen nach dem anderen. Sie treten mein Gesetz mit Füßen und leben nicht nach den Geboten, die ich, der HERR, ihnen gegeben habe. Sie ließen sich von den falschen Göttern verführen, denen schon ihre Vorfahren nachgelaufen sind. Das werde ich nicht ungestraft lassen!5 Ich brenne das ganze Land nieder, und Jerusalems Paläste werden ein Raub der Flammen.6 So spricht der HERR: Die Leute von Israel begehen ein abscheuliches Verbrechen nach dem anderen. Das werde ich nicht ungestraft lassen! Ehrbare Menschen, die ihnen Geld schulden, verkaufen sie in die Sklaverei, ja, sie verkaufen einen Armen schon, wenn er ein Paar Schuhe nicht bezahlen kann!7 Den Wehrlosen treten sie in den Staub, und dem Schwachen verweigern sie sein Recht. Vater und Sohn gehen mit ein und demselben Mädchen ins Bett und ziehen damit meinen heiligen Namen in den Schmutz.8 Neben jedem Altar machen sie sich weiche Polster aus den Kleidern, die sie den Armen als Pfand wegnehmen. Im Tempel ihres Gottes[2] saufen sie Wein, den sie für nicht bezahlte Schulden gefordert haben!9 Dabei war ich es doch, der die Amoriter vernichtet hat, um ihr Land den Israeliten zu geben! Sie waren so groß wie Zedern und so stark wie Eichen, aber ich habe sie mit Stumpf und Stiel ausgerottet.10 Ja, ich habe euch aus Ägypten befreit und vierzig Jahre lang durch die Wüste geleitet, bis ihr das Land der Amoriter in Besitz nehmen konntet.11 Einige von euch habe ich als Propheten erwählt und junge Männer berufen, sich mir zum Dienst zu weihen. Ich, der HERR, frage euch Israeliten: Habe ich nicht dies alles für euch getan?12 Ihr aber habt diejenigen, die sich mir geweiht hatten, gezwungen, ihr Gelübde zu brechen und Wein zu trinken. Den Propheten habt ihr verboten, euch meine Botschaft weiterzusagen.13 Darum werde ich euch eine Last aufbürden, unter der ihr hin- und herschwankt wie ein zu voller Erntewagen![3]14 Sogar der Schnellste unter euch kann dann nicht mehr entfliehen, dem Stärksten hilft seine Kraft nicht mehr, und der beste Soldat verliert sein Leben.15 Die Bogenschützen werden überrannt, die besten Läufer und schnellsten Reiter auf der Flucht getötet.16 Selbst der mutigste Soldat lässt an jenem Tag die Waffen fallen und rennt um sein Leben. Darauf gebe ich, der HERR, mein Wort!