1Als die Königin von Saba[1] vom Ruhm Salomos hörte, kam sie mit einem gewaltigen Gefolge nach Jerusalem. Ihre Kamele waren schwer mit duftenden Ölen, Gold und Edelsteinen beladen. Sie wollte Salomo mit schwierigen Fragen prüfen und besprach mit ihm alles, was sie sich überlegt hatte. (Mt 12,42)2Salomo beantwortete alle ihre Fragen. Es gab nichts, was ihm verborgen war, worauf er keine Antwort gewusst hätte.3Als die Königin von Saba die Weisheit Salomos erkannte, als sie den Palast sah, den er gebaut hatte,4die Speisen an seiner Tafel, die Sitzordnung seiner Beamten, die gute Bedienung, die kostbaren Gewänder seiner Diener und Mundschenke und die prunkvolle Prozession, wenn er in das Haus Jahwes ging, da verschlug es ihr den Atem.5Sie sagte zum König: „Es ist tatsächlich alles wahr, was ich in meinem Land über dich und deine Weisheit gehört habe.6Ich wollte es nicht glauben, bis ich es mit eigenen Augen gesehen hatte. Und nun sehe ich: Man hat mir nicht einmal die Hälfte gesagt. Deine Weisheit übertrifft alles, was ich je über dich gehört habe.7Was für ein Vorrecht haben deine Männer und deine Minister, die täglich bei dir sind und deine weisen Worte hören!8Gepriesen sei Jahwe, dein Gott, dem es gefiel, dich auf seinen Thron zu setzen als König für Jahwe, deinen Gott. Dein Gott liebt sein Volk und will, dass es für immer besteht. Deshalb hat er dich zum König gemacht, dass du für Recht und Gerechtigkeit sorgst.“9Dann übergab sie dem König 120 Talente Gold, eine Menge duftender Öle und Edelsteine. Nie wieder hat es so kostbares Öl gegeben wie dieses, das die Königin von Saba Salomo als Geschenk überbrachte.10Die Leute Hirams und Salomos, die Gold aus Ofir geholt hatten, brachten kostbare Steine und Hölzer mit.11Der König hatte aus diesem Holz Geländer für das Haus Jahwes und den Regierungspalast anfertigen lassen, auch Zithern und Harfen für die Tempelsänger. Vorher war so etwas im Land Juda nie gesehen worden.12König Salomo erfüllte der Königin von Saba jeden Wunsch, den sie äußerte, zusätzlich zu der Gegengabe für das, was sie dem König mitgebracht hatte. Danach kehrte sie mit ihrem Gefolge wieder in ihr Land zurück.
Salomos Reichtum
13In einem einzigen Jahr erhielt Salomo 666 Talente Gold als Steuerabgabe.14Dazu kam noch das, was die Händler einbrachten. Auch alle Könige Arabiens und die Statthalter des Landes brachten Salomo Gold und Silber.15König Salomo ließ 200 Langschilde anfertigen und mit Gold überziehen. Vier Kilogramm[2] gehämmertes Gold verwendete er für jeden Schild.16Dazu ließ er noch 300 Kleinschilde machen und jeden mit zwei Kilogramm[3] gehämmertem Gold überziehen. Er brachte sie alle in das Libanonwaldhaus.[4]17Weiter ließ der König einen großen Thron aus Elfenbein anfertigen und mit purem Gold überziehen.18Der Thron hatte sechs Stufen und oben eine feststehende goldene Fußbank. Zu beiden Seiten des Sitzes befanden sich Armlehnen, neben denen zwei Löwenfiguren standen.19Auch auf jeder der sechs Stufen stand rechts und links je eine Löwenfigur. Noch nie ist so etwas für ein Königreich geschaffen worden.20Alle Trinkgefäße Salomos waren aus reinem Gold und auch sämtliche Gegenstände, die zum Libanonwaldhaus gehörten. Silber hielt man in Salomos Zeit für wertlos;21denn der König hatte eine Flotte von Hochseeschiffen,[5] die mit Seeleuten Hirams bemannt waren. Alle drei Jahre kam diese Tarschisch-Flotte und brachte Gold und Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.22Somit übertraf König Salomo alle anderen Könige der Erde an Reichtum und Weisheit;23und alle Könige suchten ihn auf, um sich persönlich von der Weisheit zu überzeugen, die Gott ihm verliehen hatte.24Alle brachten ihm Geschenke mit: silberne und goldene Gegenstände, Festgewänder und Waffen, kostbare Öle, Pferde und Maultiere. So ging es Jahr um Jahr.25Salomo hatte 4000 Stallplätze für die Pferde seiner Streitwagen und 12.000 Pferde[6]. Er stationierte sie in den Wagenstädten und bei sich in Jerusalem.26Er herrschte über alle Könige vom Euphrat bis zum Land der Philister und bis zur Grenze Ägyptens.27Unter seiner Regierung war Silber in Jerusalem so häufig wie Steine und die Zedern so zahlreich wie die Maulbeerfeigenbäume, die in der Niederung wachsen.28Die Pferde bekam Salomo aus Ägypten und aus allen möglichen anderen Ländern.
Salomos Tod
29Was sonst noch über Salomo zu sagen ist, seine frühere und spätere Geschichte, findet man in der Chronik des Propheten Natan, den Weissagungen Ahias von Schilo und in den Visionen des Sehers Jedo, die dieser über Jerobeam Ben-Nebat erhalten hat.30Vierzig Jahre lang regierte Salomo über ganz Israel in Jerusalem.31Als er gestorben war, bestattete man ihn in der Davidsstadt, und sein Sohn Rehabeam trat die Herrschaft an.
1Als Salomos Ruhm bis zur Königin von Saba drang, machte sie sich nach Jerusalem auf, denn sie wollte ihn mit Rätseln auf die Probe stellen. Sie zog mit großem Gefolge in die Stadt ein, begleitet von einer mit Balsamöl, Gold und kostbaren Edelsteinen reich beladenen Kamelkarawane. Als sie zu Salomo kam, sprach sie mit ihm über alles, was sie sich vorgenommen hatte. (1Kön 10,1; Mt 12,42; Lk 11,31)2Salomo beantwortete alle ihre Fragen; nichts war so schwierig, dass er es ihr nicht erklären konnte.3Als die Königin von Saba die Weisheit Salomos erkannte und den Palast sah, den er gebaut hatte,4war sie außer sich vor Staunen. Sie bewunderte auch die erlesenen Speisen, die vor ihm aufgetragen wurden, seinen geschickten Umgang mit seinem Gefolge, die prächtige Kleidung seiner Sekretäre und ihr Auftreten, seine Mundschenke und die Brandopfer, die Salomo im Haus des HERRN darbrachte.5Sie sagte zum König: »Alles, was ich in meinem Land über deine Fähigkeiten und deine Weisheit gehört habe, ist wahr!6Ich habe es nicht geglaubt, bis ich hierher kam und es mit eigenen Augen sah. Dabei wurde mir nicht einmal die Hälfte davon berichtet. Deine Weisheit ist noch größer, als man mir sagte.7Wie glücklich dieses Volk sein muss! Welch ein Vorrecht für deine Minister, dir Tag um Tag zu dienen und deine Weisheit zu hören!8Der HERR, dein Gott, sei gepriesen, der Freude an dir hat und dich auf den Thron gesetzt hat, damit du in seinem Namen herrschst. Weil dein Gott Israel so sehr liebt und weil er will, dass dieses Reich für immer besteht, hat er dich zum König gemacht, damit durch dich Recht und Gerechtigkeit herrschen.« (5Mo 7,8; 1Chr 28,5; 1Chr 29,23; 2Chr 2,10)9Dann schenkte sie dem König 120 Talente[1] Gold, große Mengen Balsamöl und kostbare Edelsteine. So wohlriechende Öle wie sie die Königin von Saba Salomo schenkte, hatte es noch nie im Land gegeben.10Auch die Schiffsmannschaften von Hiram und Salomo brachten mit dem Gold aus Ofir große Ladungen Sandelholz und wertvolle Edelsteine mit. (2Chr 8,18)11Aus dem Sandelholz ließ der König Stufen[2] für das Haus des HERRN und den Königspalast sowie Harfen und Zithern für die Sänger anfertigen. Nie zuvor hatte es so erlesenes Sandelholz in Juda gegeben.12König Salomo gab der Königin von Saba alles, was ihr gefiel und worum sie ihn bat – zusätzlich zu seinen Geschenken, mit denen er sie großzügig bedachte. Dann brach sie mit ihrem Gefolge auf und kehrte in ihr eigenes Land zurück.
Salomos Reichtum und Größe
13Salomo nahm alljährlich 666 Talente[3] Gold ein, (1Kön 10,1; 2Chr 1,1)14nicht mitgerechnet die Abgaben der Kaufleute und Händler. Auch die Könige Arabiens und die Statthalter des Landes brachten Salomo Gold und Silber.15Der König ließ 200 große Schilde aus getriebenem Gold anfertigen; für jeden wurden 600 Schekel[4] Gold verarbeitet.16Außerdem ließ er noch 300 kleinere Schilde aus getriebenem Gold herstellen, von denen für jeden 300 Schekel[5] Gold gebraucht wurden. Und er ließ sie in das Libanon-Waldhaus bringen.17Dann ließ der König einen mächtigen Thron aus Elfenbein bauen und mit reinem Gold überziehen.18Der Thron hatte sechs Stufen und einen Fußschemel aus reinem Gold. Auf beiden Seiten des Sitzes befanden sich Armlehnen, und rechts und links davon stand die Gestalt eines Löwen.19Und zwölf weitere Löwen wurden zu beiden Seiten der sechs Stufen aufgestellt. Kein Thron auf der ganzen Welt war vergleichbar mit diesem.20Sämtliche Trinkgefäße König Salomos waren aus Gold, ebenso wie alle übrigen Gerätschaften im Libanon-Waldhaus. Sie waren nicht aus Silber, denn dieses war zur Zeit Salomos nichts wert.21Der König besaß eine Flotte von Tarsis-Schiffen, bemannt mit Hirams Seeleuten. Alle drei Jahre kehrten die Schiffe zurück, beladen mit Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen[6].22So übertraf König Salomo alle anderen Könige der Erde an Reichtum und Weisheit. (1Kön 3,13; 2Chr 1,12)23Die Könige aller Völker kamen zu ihm, um ihn zu sehen und Zeugen der Weisheit zu werden, die Gott ihm verliehen hatte.24Jahr um Jahr brachten ihm alle, die ihn besuchten, Geschenke: silberne und goldene Geräte, Gewänder, Waffen, Balsamöle, Pferde und Maultiere.25Salomo hatte 4000 Stallplätze für Pferde und Streitwagen und 12.000 Pferde[7]. Er stationierte sie in den Garnisonsstädten und auch in seiner unmittelbaren Nähe in Jerusalem. (5Mo 17,16; 1Kön 5,6; 1Kön 10,26; 2Chr 1,14)26Er herrschte über alle Könige vom Euphrat[8] bis zum Land der Philister und im Süden bis nach Ägypten. (1Kön 5,1)27Der König sorgte dafür, dass es in Jerusalem so viel Silber gab wie Steine. Und Zedernholz war so verbreitet wie das Holz der Maulbeerfeigenbäume, die im Hügelland wachsen. (2Chr 1,15)28Salomos Pferde wurden aus Ägypten und vielen anderen Ländern eingeführt. (2Chr 1,16)
Zusammenfassung von Salomos Herrschaft
29Die übrigen Ereignisse während Salomos ganzer Herrschaft sind im Bericht des Propheten Nathan, in der Weissagung Ahijas aus Silo und in den Visionen des Sehers Jedo gegen Jerobeam, den Sohn Nebats, beschrieben. (1Kön 11,1)30Salomo regierte 40 Jahre von Jerusalem aus über ganz Israel. (1Kön 11,42)31Als er starb, wurde er in der Stadt seines Vaters David begraben. Nach ihm wurde sein Sohn Rehabeam König. (1Kön 2,10)
1Salomo wurde so bekannt, dass auch die Königin von Saba von ihm hörte. Sie machte sich auf den Weg nach Jerusalem, um sein Wissen durch Rätselfragen auf die Probe zu stellen. Sie kam mit zahlreichem Gefolge, ihre Kamele waren schwer beladen mit duftenden Ölen, Gold und Edelsteinen. Als sie zu Salomo kam, legte sie ihm die Rätsel vor, die sie sich ausgedacht hatte. (1Kön 10,1; Mt 12,42)2Salomo blieb ihr keine Antwort schuldig; auch die schwierigsten Fragen konnten ihn nicht in Verlegenheit bringen.3Die Königin war tief beeindruckt von der Klugheit Salomos. Sie besichtigte auch seinen Palast.4Sie sah die Speisen und Getränke, die auf seine Tafel kamen, die Minister, die nach ihrem Rang an seiner Tafel saßen, und die Diener, die in kostbaren Gewändern aufwarteten, und sie sah auch den prächtigen Zug, wenn Salomo zum Tempel des HERRN hinaufging. Sie konnte sich vor Staunen nicht fassen5und sagte zu Salomo: »Es war nichts übertrieben, was ich bei mir zu Hause über dich und dein Wissen gehört habe.6Ich konnte es nicht glauben, aber jetzt habe ich mich mit eigenen Augen davon überzeugt. Dein Wissen übertrifft sogar noch alles, was ich darüber gehört hatte. Nicht einmal die Hälfte der Wahrheit hat man mir gesagt.7Wie glücklich sind deine Leute und deine Minister, die täglich um dich sind und deine klugen Worte hören!8Der HERR, dein Gott, sei gepriesen, der Gefallen an dir hat und dich auf seinen Thron gebracht hat, damit du als König für den HERRN, deinen Gott, regierst! Dein Gott liebt sein Volk Israel und will es für immer erhalten. Darum hat er dich zum König eingesetzt und du sollst darüber wachen, damit du für Recht und Gerechtigkeit sorgst.«9Dann schenkte sie Salomo 120 Zentner Gold, eine Menge duftende Öle und viele Edelsteine. Nie wieder hat es so kostbares Öl gegeben wie dieses, das die Königin von Saba dem König Salomo schenkte.10Übrigens brachten die Leute Hirams und Salomos, die Gold aus dem Land Ofir einführten, auch Edelhölzer und Edelsteine von dort mit.11Salomo ließ aus dem Holz Treppen[1] für den Tempel des HERRN und den Königspalast sowie Saiteninstrumente für die Tempelsänger herstellen. Vorher ist so etwas im Land Juda nie gesehen worden.12Salomo erfüllte der Königin von Saba jeden Wunsch, den sie aussprach, ausgenommen die Art von Gastgeschenken, die sie selbst ihm mitgebracht hatte.[2] Danach kehrte die Königin mit ihrem Gefolge wieder in ihr Land zurück.
Salomos Handel, Reichtum und Pracht
13In einem einzigen Jahr wurden König Salomo 666 Zentner Gold geliefert. (1Kön 10,14)14Dazu kam noch das Gold, das er als Steuern von den Großkaufleuten und Händlern einnahm, und die Abgaben in Silber und Gold, die er von seinen Provinzverwaltern und den arabischen Königen erhielt.15Salomo ließ 200 Langschilde anfertigen und mit Gold überziehen. Für jeden Schild wurden sieben Kilo Gold gebraucht.16Dann ließ er noch 300 Rundschilde machen, jeder mit dreieinhalb Kilo Gold überzogen,[3] und ließ sie alle in den »Libanonwald«, die große Halle neben seinem Palast, bringen.17Auch ließ er einen großen Thronsessel herstellen, der mit Elfenbein und reinem Gold belegt war.18-19Sechs Stufen führten zum Thron hinauf und auf jeder Stufe stand rechts und links je eine Löwenfigur, ebenso auf beiden Seiten neben den Armlehnen. Der Thron hatte auch einen goldenen Fußschemel. Kein anderer König hat sich je einen so prächtigen Thron anfertigen lassen.20Alle Trinkgefäße Salomos und sämtliche Geräte in der großen Halle, dem »Libanonwald«, waren aus reinem Gold. Silber galt zur Zeit Salomos als wertlos.21Der König besaß eine sehr tüchtige Handelsflotte, die mit Leuten Hirams bis nach Tarschisch fuhr. Alle drei Jahre kamen die Schiffe zurück und brachten Gold, Elfenbein und verschiedene Arten von Affen.22So übertraf König Salomo alle anderen Könige der Erde an Reichtum und Klugheit,23und alle Könige kamen zu ihm, um seine Worte zu hören und die Weisheit kennenzulernen, die Gott ihm verliehen hatte.24Alle brachten sie ihm Geschenke mit: silberne und goldene Gefäße, Festkleider und Waffen, kostbare Öle, Pferde und Maultiere. So ging es Jahr um Jahr.25Salomo hatte 4000 Stallplätze für seine Pferde und Streitwagen. Er hatte 12000 Wagenkämpfer. Ein Teil von ihnen war in Jerusalem stationiert, die übrigen waren in den Städten untergebracht, die er dafür ausgebaut hatte. (1Kön 5,6; 2Chr 1,14)26Salomo herrschte über alle Könige im ganzen Gebiet zwischen dem Eufrat, dem Land der Philister und Ägypten. (1Mo 15,18; 1Kön 5,1)27Unter seiner Regierung war in Jerusalem Silber so gewöhnlich wie Steine, und Zedernholz wie das Holz der Maulbeerfeigenbäume im Hügelland von Juda.28Die Pferde bekam Salomo aus Ägypten und allen möglichen anderen Ländern.
Das Ende der Regierung Salomos
29Alles, was es sonst noch über Salomo zu sagen gibt, vom Anfang bis zum Ende, das ist nachzulesen in den Berichten des Propheten Natan sowie in den Niederschriften der Worte des Propheten Ahija aus Schilo und der Offenbarungen, die der Prophet Jedo über Jerobeam, den Sohn Nebats, erhalten hat. (1Kön 11,41)30Vierzig Jahre lang regierte Salomo in Jerusalem über ganz Israel.31Als er starb, wurde er in der Davidsstadt bestattet. Sein Sohn Rehabeam wurde sein Nachfolger.
1Die Königin von Saba hatte schon viel von Salomo gehört. Deshalb beschloss sie, diesen König zu besuchen und sich mit schwierigen Rätseln selbst von seiner Weisheit zu überzeugen. Mit großem Gefolge reiste sie nach Jerusalem. Die Kamele ihrer Karawane waren schwer beladen mit wohlriechenden Ölen, mit Gold und mit kostbaren Edelsteinen. Als die Königin vor Salomo stand, stellte sie ihm die Rätsel, die sie sich ausgedacht hatte. (1Kön 10,1)2Salomo konnte ihr alle Fragen beantworten und blieb ihr selbst bei den schwierigsten Rätseln die Antwort nicht schuldig.3Die Königin von Saba war tief beeindruckt von Salomos Wissen und von seinem Palast.4Sie sah, welche ausgefallenen Speisen und Getränke auf der königlichen Tafel standen und wie weise die Plätze der königlichen Beamten angeordnet waren. Sie staunte über die gute Bedienung bei Tisch und die kostbaren Gewänder der Diener und Mundschenken. Und als sie miterlebte, wie Salomo im Tempel ein Brandopfer darbringen ließ, da verschlug es ihr vollends den Atem.5»Es ist tatsächlich alles wahr, was man in meinem Reich von deinen Taten und deiner Weisheit berichtet!«, sagte sie zu Salomo.6»Ich konnte es einfach nicht glauben. Darum bin ich hierhergekommen, ich wollte mich mit eigenen Augen davon überzeugen. Und nun sehe ich: Man hat mir nicht einmal die Hälfte gesagt! Dein Wissen übertrifft alles, was ich je über dich gehört habe.7Wie gut haben es deine Beamten, und wie glücklich sind deine Bediensteten zu schätzen, die ständig in deiner Nähe sind und deinen weisen Worten zuhören können!8Ich preise den HERRN, deinen Gott, der dich erwählt und dir die Herrschaft über Israel gegeben hat, damit du in seinem Auftrag regierst! Gott liebt sein Volk und will, dass es nie untergeht, darum hat er dich zum König gemacht. Du sollst dem Recht zum Sieg verhelfen und als ein gerechter König regieren.«9Dann schenkte sie Salomo über vier Tonnen Gold sowie eine Menge wohlriechender Öle und kostbarer Edelsteine. Nie wieder wurde jemals so viel duftendes Öl nach Israel gebracht wie durch die Königin von Saba.10Hirams und Salomos Männer holten nicht nur Gold von Ofir nach Israel, sondern auch Edelholz und wertvolle Edelsteine.11So kostbares Holz hatte man vorher in Juda noch nie gesehen. Der König ließ aus diesem Holz Treppen für den Tempel des HERRN und für seinen eigenen Palast anfertigen. Man baute daraus auch Harfen und Lauten für die Sänger.12Salomo erfüllte der Königin von Saba jede Bitte und schenkte ihr mehr, als sie ihm gebracht hatte. Danach reiste sie mit ihrem Gefolge in ihre Heimat zurück.
Salomos Reichtum und Ansehen
13In einem einzigen Jahr gingen bei Salomo fast 24 Tonnen Gold ein. (1Kön 10,14)14Dazu kamen die Steuern der Händler und Kaufleute und die Abgaben der arabischen Könige und der Bezirksverwalter. Sie bezahlten Salomo mit Silber und Gold.15-16Salomo ließ 200 Langschilde und 300 kleine Rundschilde herstellen und sie mit gehämmertem Gold überziehen. Für einen Langschild brauchte man rund 7 Kilogramm Gold, für einen Rundschild etwa 3,5 Kilogramm. Salomo bewahrte sie im Libanonwaldhaus auf.17Außerdem ließ er sich einen großen Königsthron anfertigen, der mit Elfenbeinornamenten verziert und mit reinem Gold überzogen war.18-19Am Thronsessel war ein goldener Fußschemel befestigt; neben jeder Armlehne stand eine Löwenfigur. Auch auf allen sechs Stufen, die zum Sessel hinaufführten, stand rechts und links jeweils ein Löwe. In keinem anderen Land hat sich jemals ein König einen so prunkvollen Thron anfertigen lassen.20Alle Trinkgefäße Salomos waren aus Gold, und die Gegenstände im Libanonwaldhaus waren sogar alle aus reinem Gold. Silber war zu Salomos Zeiten geradezu wertlos.21Die Handelsflotte[1] des Königs lief zusammen mit Hirams Schiffen aus. Alle drei Jahre kehrten sie zurück, schwer beladen mit Gold, Silber und Elfenbein, mit Affen und Pfauen.22Salomo übertraf alle Könige der Erde an Reichtum und Weisheit.23Könige aus aller Welt kamen zu ihm, um etwas von der Weisheit zu hören, die Gott ihm gegeben hatte.24Alle brachten ihm Geschenke mit: silberne und goldene Gefäße, kostbare Gewänder, Waffen, duftende Öle, Pferde und Maultiere. So ging es Jahr für Jahr.25Salomo besaß 4000 Stallplätze für die Pferde seiner Streitwagen und 12.000 Pferde. Teils brachte er sie in den Städten unter, die er eigens dafür gebaut hatte, teils am königlichen Hof in Jerusalem.26Salomo herrschte über alle Königreiche vom Euphrat über das Gebiet der Philister bis an die Grenze nach Ägypten.27Silber war zu seiner Zeit in Jerusalem so gewöhnlich wie Steine, und das kostbare Zedernholz gab es in so großen Mengen wie das Holz der Maulbeerfeigenbäume im jüdischen Hügelland.28Seine Pferde kaufte Salomo in Ägypten und in vielen anderen Ländern.
Salomos Tod
29Alles Weitere über Salomos Leben steht in der Chronik des Propheten Nathan, in den Weissagungen von Ahija aus Silo und in den Schriften über die Visionen des Sehers Jedo, die Jerobeam, dem Sohn von Nebat, galten. (1Kön 11,41)30Salomo regierte 40 Jahre in Jerusalem als König über ganz Israel.31Als er starb, wurde er dort in der »Stadt Davids« begraben. Sein Sohn Rehabeam wurde sein Nachfolger.
1Salomo wurde so bekannt, dass auch die Königin von Saba von ihm hörte. Sie machte sich auf den Weg, um seine Weisheit durch schwierige Rätsel auf die Probe zu stellen. Mit großem Gefolge kam sie nach Jerusalem. Ihre Kamele waren schwer beladen mit duftenden Ölen, Gold und Edelsteinen. Als sie vor Salomo stand, legte sie ihm die Rätsel vor, die sie sich ausgedacht hatte,2und er löste sie alle. Es gab keine Frage, auf die er nicht die passende Antwort gefunden hätte.3Die Königin von Saba war tief beeindruckt von Salomos Weisheit[1]. ´Sie staunte` über den Palast, den er gebaut hatte,4über die Speisen auf seiner Tafel, über die Hofleute, die nach ihrem Rang an der königlichen Tafel saßen[2], über die Diener und Mundschenke in ihren kostbaren Gewändern und über den prächtigen Zug, der Salomo zum Tempel des HERRN hinaufbegleitete[3]. Das alles verschlug ihr den Atem, (1Kön 10,5)5und sie sagte: »Alles, was ich in meinem Land über dich und deine Weisheit gehört habe, ist wahr.6Ich habe es nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Jetzt erkenne ich, dass man mir nicht einmal die Hälfte der Wahrheit berichtet hat. Deine Weisheit übertrifft alles, was man mir erzählt hat.7Wie glücklich sind deine führenden Männer[4] und deine Hofleute, die ständig in deiner Nähe sind und deine weisen Worte hören.8Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der Gefallen an dir gefunden und dich auf den Thron gebracht hat, damit du in seinem Auftrag regierst. Dein Gott liebt sein Volk Israel und will es für immer erhalten. Darum hat er dich als König über sie eingesetzt, damit du für Recht und Gerechtigkeit sorgst.«9Dann schenkte sie Salomo achtzig Zentner[5] Gold, eine große Menge duftender Öle und viele Edelsteine. Nie wieder gab es ´in Israel` so kostbares Duftöl wie damals, als die Königin von Saba es Salomo mitbrachte.10– ´Auch andere wertvolle Güter kamen ins Land:` Hirams und Salomos Seeleute, die Gold aus Ofir holten, brachten auch Edelsteine und große Mengen an Edelholz[6] nach Israel. (1Kön 10,11)11Aus dem Holz ließ der König Treppen[7] für den Tempel und den Palast herstellen, dazu Zithern und Harfen für die Tempelsänger. So ´kostbares Holz` hatte es[8] bis dahin im Land Juda nicht gegeben. –12König Salomo gab der Königin von Saba nicht nur ´Gegengeschenke für` das, was sie ihm mitgebracht hatte, sondern erfüllte ihr darüber hinaus jeden Wunsch, den sie äußerte. Schließlich kehrte sie mit ihrem gesamten Gefolge wieder in ihr Land zurück.
Salomos Reichtum
13Jedes Jahr gingen bei Salomo über zweiundzwanzig Tonnen[9] Gold ein.14Dazu kamen noch die Steuern, die er von den reisenden Händlern und den Kaufleuten erhielt, sowie die Abgaben in Silber und Gold von den arabischen Königen.15Salomo ließ zweihundert Langschilde herstellen[10] und mit gehämmertem Gold überziehen. Für einen Langschild brauchte man sieben Kilogramm[11] Gold.16Außerdem ließ der König dreihundert Rundschilde machen und jeden mit dreieinhalb Kilogramm[12] gehämmertem Gold überziehen. All diese Schilde brachte er ins Libanonwaldhaus.17Salomo ließ auch einen großen Thron anfertigen und mit Elfenbein und reinem Gold belegen.18Sechs Stufen führten zum Thronsessel hinauf. Der Thron hatte einen goldenen Fußschemel und neben jeder Armlehne stand eine Löwenfigur.19Auch auf jeder Stufe stand links und rechts je ein Löwe. In keinem anderen Land hat sich jemals ein König einen so ´prunkvollen` Thron anfertigen lassen.20Alle Trinkgefäße Salomos und alle Gegenstände im Libanonwaldhaus bestanden aus reinem Gold. Silber galt zur Zeit Salomos als wertlos.21Der König besaß eine Handelsflotte, die zusammen mit den Leuten Hirams bis nach Tarschisch fuhr. Alle drei Jahre kam sie zurück und brachte Gold, Silber und Elfenbein sowie Affen und Pfauen[13] mit.22Salomo übertraf alle ´anderen` Könige der Erde an Reichtum und Weisheit,23und aus allen Ländern kamen Könige zu ihm, um die Weisheit kennenzulernen, die Gott ihm gegeben hatte.24Sie alle brachten ihm Geschenke mit: goldene und silberne Gegenstände, kostbare Kleider, Waffen, duftende Öle, Pferde und Maultiere. So ging es Jahr für Jahr.25Salomo hatte Stallplätze für 4.000 Streitwagengespanne[14] und verfügte über 12.000 Reitpferde[15]. ´Einige` stationierte er am königlichen Hof in Jerusalem, ´alle übrigen` in den eigens dafür ausgebauten Städten.26Salomo herrschte über sämtliche Königreiche vom Eufrat bis zum Gebiet der Philister und zur Grenze Ägyptens.27Silber war damals in Jerusalem ´so gewöhnlich` wie Steine, und ´kostbares` Zedernholz war so verbreitet wie das Holz der Maulbeerfeigenbäume im Hügelland von Juda.28Seine Pferde ließ Salomo aus Ägypten und vielen anderen Ländern einführen.
Salomos Tod
29Was es sonst noch über Salomos Leben zu berichten gibt, ist festgehalten in der Chronik des Propheten Natan, in den Weissagungen des ´Propheten` Ahija aus Schilo und in den Visionen, die der Seher Jedo[16] über Jerobeam, den Sohn Nebats, empfing. (2Chr 12,15; 2Chr 13,22)30Vierzig Jahre lang regierte Salomo in Jerusalem über ganz Israel.31Als er starb, wurde er dort in Jerusalem, der Stadt seines Vaters David, beigesetzt[17]. Sein Sohn Rehabeam folgte ihm auf den Königsthron.