König Joschija von Juda räumt mit dem Götzendienst auf
1Joschija war bei Herrschaftsantritt acht Jahre alt und regierte 31 Jahre[1] lang in Jerusalem.2Er tat, was Jahwe gefiel, und folgte damit dem Vorbild seines Vorfahren David. Er ließ sich durch nichts davon abbringen.3In seinem achten Regierungsjahr,[2] als er noch sehr jung war, fing er an, den Gott Davids zu suchen. Und im zwölften Jahr[3] fing er an, Juda und Jerusalem von den Opferhöhen, den Aschera-Pfählen, den geschnitzten und gegossenen Götzenbildern zu reinigen.4Vor seinen Augen riss man die Altäre des Baal nieder. Er ließ die darauf angebrachten Räuchersäulen zerschlagen, die Aschera-Pfähle zerstören, die Schnitz- und Gussbilder zermalmen und den Staub auf die Gräber derer streuen, die ihnen geopfert hatten.5Die Gebeine der Götzenpriester ließ er auf ihren eigenen Altären verbrennen. So reinigte er Juda und Jerusalem vom Götzenkult.6Auch in den Städten von Manasse, Efraïm und Simeon, ja bis nach Naftali und selbst in ihren Trümmerstätten7ließ er die Altäre niederreißen. Er ließ in ganz Israel die Aschera-Pfähle umhauen, die Götzenbilder in Stücke schlagen und die Räucheraltäre zertrümmern. Dann kehrte er nach Jerusalem zurück.8In seinem 18. Regierungsjahr,[4] noch während er das Land und den Tempel reinigte, beauftragte er den Staatsschreiber Schafan Ben-Azalja, den Stadtobersten Maaseja und Joach Ben-Joahas, den Sprecher des Königs, das Haus Jahwes, seines Gottes, auszubessern.9Sie kamen zum Hohen Priester Hilkija und übergaben ihm das Geld, das ins Gotteshaus gebracht worden war. Die Leviten hatten es von den Leuten aus Manasse, Efraïm und dem ganzen Rest Israels sowie von Juda, Benjamin und den Einwohnern Jerusalems eingesammelt.10Sie händigten es den Meistern aus, denen die Ausbesserungsarbeiten am Haus Jahwes anvertraut waren.11Diese zahlten davon den Lohn für die Handwerker und Bauarbeiter und kauften behauene Steine und Holz für die Dachbinder. Sie wollten die Gebäudeteile, welche die Könige von Juda hatten verfallen lassen, mit neuen Balken versehen.12Die Männer arbeiteten sehr gewissenhaft. Die Leviten Jahat und Obadja von den Nachkommen Meraris sowie Secharja und Meschullam von den Nachkommen Kehats führten die Aufsicht. Die Leviten, die sich mit Musikinstrumenten auskannten,13leiteten die Lastträger an und hatten die Aufsicht über alle Arbeiter der verschiedenen Dienstleistungen. Einzelne Leviten waren Schreiber, Listenführer und Torwächter.14Als sie das Geld holten, das im Haus Jahwes eingegangen war, fand der Priester Hilkija die Schriftrolle mit dem Gesetz,[5] das Jahwe durch Mose gegeben hatte.15Da sagte Hilkija zu Schafan, dem Staatsschreiber: „Ich habe die Schriftrolle mit dem Gesetz im Haus Jahwes gefunden!“ und gab sie ihm.16Schafan brachte sie dem König und meldete: „Deine Leute tun alles, was ihnen aufgetragen ist.17Sie haben das Geld, das sich im Haus Jahwes vorfand, gezählt und es den Verantwortlichen und den Bauleuten ausgehändigt.“18Dann sagte er dem König noch, dass der Priester Hilkija ihm eine Buchrolle übergeben hatte, und las ihm daraus vor.19Als der König hörte, was in dem Gesetz stand, riss er sein Obergewand ein20und befahl Hilkija, Ahikam Ben-Schafan und Abdon Ben-Micha, dem Staatsschreiber Schafan und dem königlichen Vertrauten Asaja:21„Geht und fragt Jahwe um Rat wegen der Worte in dieser gefundenen Schriftrolle. Fragt ihn für mich und für alle, die in Israel und Juda übrig geblieben sind. Denn Jahwe hat seinen ganzen Zorn über uns kommen lassen, weil unsere Vorfahren nicht auf das Wort Jahwes gehört und sich nicht nach dem gerichtet haben, was in dieser Schriftrolle steht.“22Da ging Hilkija mit den anderen, die der König bestimmt hatte, zur Prophetin Hulda und sagte ihr das alles. Die Prophetin war die Frau von Schallum Ben-Tokhat, dem Enkel Hasras, der die Aufsicht über die Kleiderkammer hatte. Sie wohnte in der Neustadt von Jerusalem.23Sie sagte ihnen: „So spricht Jahwe, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir geschickt hat:24So spricht Jahwe: Ja, ich werde Unheil über diesen Ort und seine Bewohner bringen. Alle Flüche, die in dem Buch stehen, das man dem König von Juda vorgelesen hat, werden in Erfüllung gehen!25Weil sie mich verlassen haben und anderen Göttern Räucheropfer brachten, weil sie mich mit ihren Machwerken reizten, wird sich mein glühender Zorn über diesen Ort ergießen, und er wird nicht erlöschen!'26Aber für den König von Juda, der euch zu mir geschickt hat, um Jahwe zu befragen, habe ich folgende Botschaft: 'So spricht Jahwe, der Gott Israels: Durch die Worte, die du gehört hast,27wurde dein Herz weich. Du hast dich vor Gott gedemütigt, als du seine Drohungen gegen diesen Ort und seine Bewohner gehört hast. Ja, du hast dich vor mir gedemütigt, deine Gewänder eingerissen und vor mir geweint. Darum habe ich auch auf dich gehört, spricht Jahwe.28Wenn ich dich dann sterben lasse, wirst du friedlich im Grab deiner Väter bestattet werden. Du wirst all das Unglück, das ich über diesen Ort und seine Bewohner kommen lasse, nicht mit ansehen müssen.'“ Die Abgesandten brachten dem König die Antwort.
Die Erneuerung des Bundes
29Darauf ließ der König alle Ältesten von Juda und Jerusalem zu sich rufen.30Mit allen Männern von Juda, den Einwohnern von Jerusalem, den Priestern und Leviten und allem Volk, vom Vornehmsten bis zum Einfachsten, ging er zum Haus Jahwes hinauf. Er ließ ihnen das ganze Bundesbuch vorlesen, das im Haus Jahwes gefunden worden war.31Dann trat der König auf sein Podest und schloss den Bund vor Jahwe, dass man ihm nachfolgen wolle, seine Gebote, Mahnungen und Ordnungen mit ganzem Herzen und ganzer Kraft befolgen und alles genau tun wolle, was in dem Buch geschrieben steht.32Er ließ alle Anwesenden aus Jerusalem und dem Gebiet von Benjamin dem Bund beitreten. Die Einwohner Jerusalems handelten so, wie es dem Bund mit Gott entsprach, dem Gott ihrer Vorfahren.33Joschija ließ nun auch in allen übrigen Gebieten Israels all die abscheulichen Götzen entfernen und hielt alle, die dort wohnten, dazu an, Jahwe, ihrem Gott, zu dienen. Und solange Joschija lebte, folgten sie Jahwe, dem Gott ihrer Väter.
1Josia war acht Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 31 Jahre in Jerusalem. (2Kön 22,1)2Er tat, was dem HERRN gefiel, folgte dem Beispiel seines Stammvaters David und ließ sich in keiner Weise vom rechten Weg abbringen. (2Chr 29,2)3Im achten Jahr seiner Herrschaft, als er noch sehr jung war, begann Josia, den Gott seines Stammvaters David zu suchen. Im zwölften Jahr dann fing er an, Juda und Jerusalem zu reinigen, indem er die Höhenheiligtümer, die Ascherabilder und die geschnitzten und gegossenen Götzenbilder zerstörte. (1Kön 13,2; 2Chr 15,2; 2Chr 33,17)4Er sorgte dafür, dass die Altäre für die Baalsbilder und ihre Räucherstätten niedergerissen wurden. Und er zerschlug die Ascherabilder und die geschnitzten und gegossenen Götzenbilder, zermalmte sie und verstreute den Staub über den Gräbern derer, die ihnen geopfert hatten. (2Mo 32,20; 2Kön 23,4)5Dann verbrannte er die Gebeine der Priester auf ihren eigenen Altären. So reinigte er Juda und Jerusalem. (1Kön 13,2; 2Kön 23,20)6Genauso verfuhr er in den Städten von Manasse, Ephraim und Simeon und auch in Naftali: (2Kön 23,15)7Er zerstörte die Altäre und die Ascherabilder, zerschmetterte die Götzen zu Staub und riss im ganzen Land Israel die Räucherstätten ein. Dann kehrte er nach Jerusalem zurück. (2Chr 31,1)8Im 18. Jahr seiner Herrschaft, nachdem er das ganze Land und den Tempel gereinigt hatte, beauftragte Josia Schafan, den Sohn Azaljas, den Stadthauptmann Maaseja und den Kanzler Joach, den Sohn von Joahas, mit der Instandsetzung des Hauses des HERRN, seines Gottes. (2Kön 22,1)9Sie übergaben dem Hohen Priester Hilkija das Geld, das die Leviten, die als Torhüter im Haus Gottes Dienst taten, eingesammelt hatten. Die Gaben kamen von den Einwohnern Manasses, Ephraims und vom ganzen Rest Israels, aber auch aus ganz Juda und Benjamin und von der Bevölkerung Jerusalems. (2Chr 30,10; 2Chr 35,8)10Sie vertrauten das Geld den Männern an, welche die Arbeiten am Haus des HERRN überwachten. Diese bezahlten damit die Arbeiter, die die Instandsetzung durchführten.11Zimmerleute und Steinmetze kauften davon behauene Steine für die Mauern, Holz für das Dach und für die Balken. Die Häuser, welche die früheren Könige Judas dem Verfall überlassen hatten, brachten sie nun wieder in Ordnung. (2Chr 33,4)12Die Männer verrichteten ihre Arbeit gewissenhaft und treu. Sie unterstanden der Leitung von Jahat und Obadja, Leviten aus der Familie von Merari, sowie Secharja und Meschullem aus der Familie von Kehat. Andere Leviten – alles begabte Musiker – (1Chr 25,1)13führten die Aufsicht über die übrigen Arbeiter. Weitere Leviten waren als Schreiber, Sekretäre und Torhüter tätig. (Neh 4,4)
Hilkija findet das Gesetzbuch Gottes
14Als sie das Geld, das im Haus des HERRN gesammelt worden war, herausnehmen wollten, entdeckte der Priester Hilkija das Gesetzbuch des HERRN, das durch Mose gegeben worden war. (2Kön 22,1; 2Chr 34,9)15Er sagte zu dem Hofschreiber Schafan: »Ich habe dieses Gesetzbuch im Haus des HERRN gefunden!«, und er reichte es Schafan.16Schafan brachte das Buch zum König und berichtete ihm: »Deine Diener führen alles aus, was ihnen aufgetragen wurde.17Das Geld, das im Haus des HERRN gesammelt wurde, haben sie genommen und es den Aufsehern und Arbeitern gegeben.«18Und dann fuhr der Schreiber Schafan fort: »Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben.« Und Schafan las dem König daraus vor.19Als der König hörte, was in dem Gesetzbuch geschrieben stand, zerriss er seine Kleider. (Jos 7,6)20Dann erteilte er Hilkija, Ahikam, dem Sohn Schafans, Achbor, dem Sohn Michajas, dem Schreiber Schafan und Asaja, dem Diener des Königs, folgenden Befehl:21»Geht und befragt den HERRN für mich und für den ganzen Rest Israels und Judas. Fragt ihn nach den Worten, die in diesem Buch stehen, das gefunden wurde. Der Zorn des HERRN richtet sich gegen uns, weil unsere Vorfahren dem Wort des HERRN nicht gehorcht haben und nicht nach dem handelten, was in diesem Buch geschrieben steht.« (2Chr 29,8)22Da gingen Hilkija und die anderen Männer in den neueren zweiten Bezirk von Jerusalem, um die Prophetin Hulda so zu befragen. Sie war die Frau von Schallum, dem Sohn Tokhats und Enkel Harhas, des Aufsehers über die Kleiderkammer.23Hulda sagte ihnen: »So spricht der HERR, der Gott Israels: ›Sagt dem Mann, der euch geschickt hat:24So spricht der HERR: Ich werde über diese Stadt und ihre Einwohner all das Unheil jener Flüche bringen, die in dem Buch geschrieben stehen, das dem König von Juda vorgelesen wurde. (5Mo 28,15; 2Chr 36,14)25Denn sie haben sich von mir abgewandt und für andere Götter Weihrauch verbrannt. Sie haben mit ihren Taten meinen Zorn erregt. Mein Zorn wird sich über diesen Ort ergießen und nicht zur Ruhe kommen.‹ (2Chr 33,3)26Aber geht zum König von Juda, der euch gesandt hat, um den HERRN zu suchen, und sagt ihm: ›So spricht der HERR, der Gott Israels: Du hast meine Botschaft soeben gehört.27Dein Herz war berührt und du hast vor Gott Buße getan, als du seine Worte über diese Stadt und ihre Einwohner hörtest. Du hast Buße getan, deine Kleider zerrissen und vor mir geweint. Deshalb habe ich dich erhört, spricht der HERR. (2Chr 12,7; 2Chr 32,26)28Ich lasse dich erst sterben und du wirst in Frieden begraben werden. Das Unglück, das ich über diesen Ort bringen werde, wirst du nicht mehr sehen.‹« Diese Botschaft überbrachten sie dem König.
Josias religiöse Reformen
29Da rief der König die Ältesten in Juda und Jerusalem zusammen. (2Kön 23,1)30Dann zog er mit ganz Juda und Jerusalem, mit den Priestern und Leviten und dem ganzen Volk, vom wichtigsten Mann bis zum unbedeutendsten, hinauf zum Haus des HERRN. Dort las der König ihnen das ganze Buch des Bundes vor, das im Haus des HERRN entdeckt worden war. (Neh 8,1)31Er nahm seinen Platz ein und erneuerte den Bund in der Gegenwart des HERRN. Er gelobte, dem HERRN zu gehorchen und alle seine Gebote, Vorschriften und Gesetze von ganzem Herzen und ganzer Seele zu halten. Er versprach, alle Bestimmungen des Bundes, die in dem Buch niedergelegt waren, zu erfüllen. (2Chr 23,16; 2Chr 29,10)32Und er ließ alle Einwohner Jerusalems und das ganze Volk von Benjamin ebenso geloben. Auf diese Weise erneuerten die Einwohner Jerusalems ihren Bund mit Gott, dem Gott ihrer Vorfahren.33So verbannte Josia alle Götzen aus dem Land der Israeliten und befahl jedem in der Bevölkerung, den HERRN, ihren Gott, anzubeten. Und solange Josia lebte, blieben sie dem HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren, treu. (2Kön 23,3; 2Chr 34,3)
1Joschija war erst acht Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 31 Jahre lang in Jerusalem. (2Kön 22,1; 2Kön 23,4)2Er folgte dem Vorbild seines Ahnherrn David und tat, was dem HERRN gefällt; er richtete sich streng nach dessen Geboten und Weisungen.3In seinem achten Regierungsjahr, als er noch sehr jung war, fing er an, nach dem HERRN, dem Gott seines Ahnherrn David, zu fragen. Im zwölften Regierungsjahr begann er, in Juda und Jerusalem die Opferstätten, die geweihten Pfähle und die geschnitzten und gegossenen Götzenbilder zu beseitigen.4Unter seiner Aufsicht wurden die Altäre des Gottes Baal niedergerissen. Die Räuchersäulen, die darauf standen, ließ er in Stücke schlagen. Die geweihten Pfähle und die geschnitzten und gegossenen Standbilder ließ er zu Staub zermahlen und den Staub auf die Gräber der Leute streuen, die diesen Machwerken Opfer dargebracht hatten. (2Chr 33,3)5Die Gebeine der Götzenpriester ließ er auf den Altären verbrennen, auf denen sie geopfert hatten. So reinigte er Juda und Jerusalem von allen diesen Dingen. (1Kön 13,2)6Aber auch in den Städten der Stämme Manasse, Efraïm, Simeon und bis hin nach Naftali griff er durch und durchsuchte sogar die Häuser.7Überall bei den Nordstämmen ließ er die Altäre niederreißen, die geweihten Pfähle umhauen, die Götzenbilder zertrümmern und die Räucheraltäre in Stücke schlagen. Dann kehrte er nach Jerusalem zurück.
Der Tempel wird ausgebessert
8In seinem 18. Regierungsjahr, noch während der Reinigung des Landes und des Tempels vom Götzendienst, ging Joschija auch daran, das Haus des HERRN, seines Gottes, auszubessern. Er schickte dazu drei Männer in den Tempel: Schafan, den Sohn von Azalja, Maaseja, den Stadtgouverneur, und Joach, den Sohn von Joahas, den Sprecher des Königs. (2Kön 22,3)9Sie gingen zum Obersten Priester[1] Hilkija; dort wurde ihnen das Geld ausgehändigt, das für den Tempel gespendet worden war. Die Leviten, die an den Eingängen als Torwächter Dienst taten, hatten es von Manasse, Efraïm und den anderen nordisraelitischen Stämmen wie auch von Juda, Benjamin und den Einwohnern Jerusalems eingesammelt.10Sie übergaben das Geld den Meistern, die mit den Ausbesserungsarbeiten am Tempel beauftragt worden waren.11Diese zahlten davon den Lohn für die Handwerker und Bauarbeiter. Sie kauften davon auch behauene Steine und Bauholz, womit das Balkenwerk aller Gebäudeteile erneuert wurde. So ließ Joschija den Tempel des HERRN, seines Gottes, wiederherstellen, nachdem die früheren Könige von Juda ihn vernachlässigt hatten.12Die Bauleute arbeiteten sehr gewissenhaft. Die Aufsicht über sie führten die Leviten Jahat und Obadja von den Nachkommen Meraris sowie Secharja und Meschullam von den Nachkommen Kehats. Andere Leviten, die mit Musikinstrumenten umgehen konnten,13gaben damit den Takt für die Arbeit der Lastenträger und aller übrigen Arbeiter. Einzelne Leviten waren auch als Schreiber, Aufseher oder Torwächter eingesetzt.
Ein Gesetzbuch wird gefunden
14Als man das Geld holte, das die Leute zum Tempel gebracht hatten, fand der Priester Hilkija das Buch mit dem Gesetz, das der HERR durch Mose hatte verkünden lassen. (2Kön 22,8)15Hilkija sagte zu dem Kanzler Schafan: »Ich habe im Haus des HERRN das Gesetzbuch gefunden«, und gab Schafan die Buchrolle.16Dieser brachte sie dem König und meldete ihm: »Wir haben alles ausgeführt, was du befohlen hast.17Wir haben das Opfergeld, das sich im Tempelbereich fand, herausgeholt und den dafür verantwortlichen Männern und den Bauleuten übergeben.«18Dann berichtete er dem König auch, dass der Priester Hilkija ihm eine Buchrolle übergeben hatte, und las dem König daraus vor.
König Joschija ist entsetzt
19Als der König hörte, was in diesem Gesetzbuch stand, zerriss er sein Gewand. (2Kön 22,11)20Er stellte eine Abordnung zusammen: den Priester Hilkija, Ahikam, den Sohn von Schafan, Achbor, den Sohn von Micha, den Kanzler Schafan und den königlichen Vertrauten Asaja. Er befahl ihnen:21»Geht und fragt den HERRN um Rat wegen der Worte, die in diesem Buch stehen! Fragt ihn für mich und alle, die von Israel und Juda übrig geblieben sind. Denn wir haben den schweren Zorn des HERRN auf uns gezogen, weil unsere Vorfahren sein Wort nicht beachtet und nicht alles getan haben, was in diesem Buch steht.«22Hilkija und die anderen Männer, die der König bestimmt hatte, gingen zu der Prophetin Hulda und sagten ihr, weshalb sie gekommen waren. Die Prophetin wohnte in der Jerusalemer Neustadt; ihr Mann Schallum, der Sohn von Tokhat und Enkel von Hasra, hatte die Aufsicht über die Kleiderkammer.[2]23-24Die Prophetin sagte zu den Abgesandten des Königs: »Antwortet dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: ›So spricht der HERR, der Gott Israels: Alle Verfluchungen, die du aus diesem Buch gehört hast, lasse ich in Erfüllung gehen. Ich bringe Unglück über diese Stadt und ihre Bewohner.25Sie haben mir die Treue gebrochen und anderen Göttern geopfert. Mit ihren selbst gemachten Götzenbildern haben sie mich herausgefordert. Mein Zorn gegen diese Stadt ist aufgelodert wie ein Feuer, das nicht erlöscht.‹26Für den König von Juda aber, der euch hergeschickt hat, um den HERRN zu fragen, habe ich folgende Botschaft: ›So spricht der HERR, der Gott Israels: Du hast die Worte gehört,27die ich gegen diese Stadt und ihre Bewohner gesprochen habe. Du hast sie zu Herzen genommen und dich darunter gebeugt, du hast dein Gewand zerrissen und geweint. Darum habe ich auch dein Gebet gehört.
Joschija verpflichtet das Volk auf das neue Gesetz
28Du wirst das Unglück, das ich über diese Stadt und ihre Bewohner bringen werde, nicht mehr mit eigenen Augen sehen. Du wirst in Frieden sterben und in der Grabstätte deiner Vorfahren bestattet werden!‹« Die Abgesandten gingen zum König zurück und richteten ihm alles aus. (2Kön 22,20)29Darauf ließ der König alle Ältesten von Juda und Jerusalem zu sich rufen.30Mit allen Männern von Juda und der ganzen Bevölkerung Jerusalems, den Priestern und Leviten und dem ganzen Volk, den vornehmen wie den einfachen Leuten, ging er hinauf zum Tempel des HERRN. Dort ließ er vor ihnen das ganze Bundesgesetz verlesen, das sich im Tempel gefunden hatte.31Dann trat der König an seinen Platz vor dem Tempelhaus und schloss einen Bund mit dem HERRN. Das ganze Volk musste versprechen, dem HERRN zu gehorchen und alle seine Gebote und Anweisungen mit ganzem Willen und aller Kraft zu befolgen. Alles, was in dem aufgefundenen Buch gefordert war, sollte genau befolgt werden.32Der König forderte alle Anwesenden aus Jerusalem und dem Stammesgebiet Benjamin auf, diesem Bund beizutreten. Die ganze Bevölkerung von Jerusalem verpflichtete sich zum Gehorsam gegenüber dem HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren.33Joschija ließ auch in allen übrigen Gebieten Israels die Standbilder der fremden Götter entfernen und hielt alle, die dort wohnten, dazu an, allein dem HERRN, ihrem Gott, zu dienen. Solange Joschija lebte, hielten sie dem HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren, die Treue.
1Josia wurde mit 8 Jahren König und regierte 31 Jahre in Jerusalem. (2Kön 22,1; 2Kön 23,4)2Er tat, was dem HERRN gefiel. Er folgte dem guten Beispiel seines Vorfahren David und ließ sich durch nichts davon abbringen.3In seinem 8. Regierungsjahr, als er noch sehr jung war, begann er, nach dem Gott seines Vorfahren David zu fragen. In seinem 12. Regierungsjahr fing er an, die Opferstätten, die heiligen Pfähle und alle geschnitzten und gegossenen Götzenfiguren aus Jerusalem und ganz Juda zu beseitigen.4Unter Josias Aufsicht wurden die Altäre des Götzen Baal niedergerissen. Die Säulen, auf denen Räucheropfer dargebracht wurden, ließ er umwerfen. Man zerschlug die heiligen Pfähle und die geschnitzten oder gegossenen Götzenfiguren, zermalmte sie zu Staub und streute ihn auf die Gräber der Menschen, die zu Lebzeiten diesen Götzen Opfer dargebracht hatten.5Die Gebeine der Götzenpriester verbrannte Josia auf den Altären, wo sie früher ihre Götzenopfer verbrannt hatten. So reinigte Josia ganz Juda und Jerusalem vom Götzendienst.6-7Aber auch in den Städten der Gebiete von Manasse, Ephraim, Simeon und Naftali zerstörte er die Altäre und die Plätze, auf denen sie errichtet waren. Er ließ die heiligen Pfähle und Götzenstatuen in Stücke hauen und zermalmen. In ganz Israel riss er die Räucheropferaltäre nieder. Dann kehrte er nach Jerusalem zurück.
Josia lässt den Tempel ausbessern
8In seinem 18. Regierungsjahr, als Josia immer noch das Land und den Tempel vom Götzendienst reinigte, wollte er den Tempel des HERRN, seines Gottes, ausbessern lassen. Er schickte drei Männer in den Tempel: Schafan, den Sohn von Azalja, den Stadtobersten Maaseja und den königlichen Berater Joach, den Sohn von Joahas. (2Kön 22,3)9Die drei gingen zum Hohenpriester Hilkija und überreichten ihm das Geld, das im Tempel abgegeben worden war. Die Bewohner von Jerusalem, Juda, Benjamin, Ephraim, Manasse und den übrigen Stammesgebieten Nordisraels hatten das Geld den Leviten gegeben, die den Tempeleingang bewachten.10Dieses Geld wurde nun den Bauführern ausgehändigt, die für die Arbeiten im Tempel des HERRN verantwortlich waren. Sie bezahlten damit die Handwerker, die im Tempel die Schäden ausbesserten.11Die Handwerker kauften damit auch Bausteine und Holz für die Balken. Alle Gebäudeteile mussten nämlich mit neuen Balken ausgestattet werden, weil die Könige von Juda sie hatten verfallen lassen.12Die Handwerker arbeiteten sehr gewissenhaft. Als Aufseher wurden die Leviten Jahat und Obadja von der Sippe Merari sowie Secharja und Meschullam von der Sippe Kehat eingesetzt. Alle Leviten, die Musikinstrumente spielten,13hatten die Aufsicht über die Lastträger und über alle anderen Handwerker. Andere Leviten arbeiteten als Schreiber, Verwalter oder Torwächter.
Der Hohepriester Hilkija findet im Tempel ein Gesetzbuch
14Als man das Geld holte, das zum Tempel des HERRN gebracht worden war, fand der Priester Hilkija eine Schriftrolle mit dem Gesetz, das der HERR durch Mose hatte verkünden lassen. (2Kön 22,8)15Hilkija gab es dem Hofsekretär Schafan und sagte: »Dieses Gesetzbuch habe ich im Tempel des HERRN gefunden.«16Schafan nahm es mit zum König und berichtete ihm: »Die Männer sind bei der Arbeit; sie führen aus, was du ihnen aufgetragen hast.17Die Leviten haben den Opferkasten beim Altar geleert und das Geld den Bauführern und Handwerkern ausgehändigt.«18Dann berichtete er von dem Buch, das der Hohepriester Hilkija ihm gegeben hatte, und las dem König daraus vor.19Als der König hörte, was in dem Gesetz stand, zerriss er betroffen sein Gewand.20Er beauftragte Hilkija, den Hofsekretär Schafan und dessen Sohn Ahikam sowie Achbor, den Sohn von Michaja[1], und Asaja, einen seiner Hofbeamten: (2Kön 22,12)21»Geht und fragt den HERRN um Rat für mich und für die Menschen, die in Israel und Juda übrig geblieben sind. Was sollen wir jetzt tun, nachdem das Buch im Tempel gefunden wurde? Der HERR muss sehr zornig auf uns sein, weil schon unsere Väter seine Weisungen nicht befolgt und nicht alles getan haben, was in diesem Buch steht.«22Da gingen Hilkija und die anderen Männer zu der Prophetin Hulda, um mit ihr zu sprechen. Ihr Mann Schallum, ein Sohn von Tokhat und Enkel von Harha[2], verwaltete die Kleiderkammer. Sie wohnte im neuen Stadtteil von Jerusalem. (2Kön 22,14)23-24Hulda gab der Gesandtschaft eine Botschaft des HERRN für König Josia weiter. Sie sagte: »So spricht der HERR, der Gott Israels: Alle Flüche in dem Buch, das dem König von Juda vorgelesen wurde, werden eintreffen! Das dort angedrohte Unheil will ich über die Stadt und ihre Einwohner hereinbrechen lassen.25Denn sie haben mich verlassen und anderen Göttern ihre Opfer dargebracht. Mit ihren selbst gemachten Götzen haben sie mich herausgefordert. Mein Zorn über diese Stadt ist wie ein Feuer, das nicht mehr erlöscht.26Über den König von Juda sage ich, der HERR und Gott Israels: Du hast nun meine Antwort gehört.27Doch du hast dir meine Worte zu Herzen genommen und dich meiner Macht gebeugt. Als du gehört hast, welches Urteil ich über diese Stadt und ihre Einwohner verhängt habe, da hast du betroffen dein Gewand zerrissen und bist in Tränen ausgebrochen. Darum will ich dein Gebet erhören. Das verspreche ich, der HERR.28Wenn du stirbst, sollst du in Frieden im Grab der Königsfamilie beigesetzt werden. Das Unheil, das ich über die Stadt und ihre Einwohner kommen lasse, wirst du nicht mehr erleben müssen.« Die Gesandten überbrachten diese Antwort dem König.
Josia schließt einen Bund mit dem Herrn
29Danach ließ der König alle führenden Männer von Jerusalem und aus dem ganzen Land Juda zusammenrufen. (2Kön 23,1)30Er ging zum Tempel des HERRN, wo sich eine große Menschenmenge versammelt hatte. Alle Männer von Juda waren gekommen, die Bevölkerung Jerusalems, die Priester und Leviten sowie das übrige Volk, vom Einfachsten bis zum Vornehmsten. Vor dieser Versammlung wurde nun das ganze Buch mit den Bundesgesetzen vorgelesen, das im Tempel des HERRN gefunden worden war.31Der König stand an seinem Platz bei der Säule. Nachdem die Lesung beendet war, schloss er mit dem HERRN einen Bund und schwor: »Wir wollen wieder dem HERRN gehorchen! Von ganzem Herzen und mit aller Hingabe wollen wir nach seinem Gesetz leben und seine Gebote und Weisungen befolgen. Wir wollen alle Bundesbestimmungen einhalten, die in diesem Buch aufgeschrieben sind.«32Josia forderte das ganze Volk aus Jerusalem und Benjamin dazu auf, sich diesem Versprechen anzuschließen. Von da an hielten die Einwohner von Jerusalem sich an den Bund, den sie mit dem Gott ihrer Vorfahren geschlossen hatten.33Josia ließ auch die restlichen Götzenfiguren aus allen Teilen des Landes beseitigen. Alle Bewohner Israels ermahnte er, dem HERRN, ihrem Gott, zu gehorchen. Solange Josia lebte, wandten sie sich nicht mehr vom HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren, ab.
1Joschija war acht Jahre alt, als er König wurde, und regierte einunddreißig Jahre in Jerusalem.2Joschija tat, was dem HERRN gefiel. Er folgte dem Vorbild seines Vorfahren David und ließ sich durch nichts von diesem Weg abbringen.3Im achten Jahr seiner Regierung, als er noch sehr jung war, fing er an, nach ´dem HERRN`, dem Gott seines Vorfahren David zu fragen. Im zwölften Jahr seiner Regierung begann er, die Opferstätten, die geweihten Pfähle und die geschnitzten und gegossenen Götzenbilder in Jerusalem und in ganz Juda zu beseitigen.4Unter seiner Aufsicht wurden die Altäre des Götzen Baal zerstört und die Räuchersäulen, die auf den Altären gestanden hatten, niedergerissen. Die geweihten Pfähle sowie die geschnitzten und gegossenen Götterfiguren ließ Joschija in Stücke schlagen, zu Staub zermalmen und auf die Gräber derjenigen streuen, die ihnen Opfer dargebracht hatten.5Die Gebeine der Götzenpriester ließ er auf ihren eigenen Altären verbrennen. So reinigte Joschija ganz Juda und Jerusalem ´vom Götzendienst`.6´Er reiste sogar` in die Städte im Stammesgebiet von Manasse, Efraim, Simeon und Naftali – selbst wenn sie in Trümmern lagen –[1]7und ließ dort die Götzenaltäre und die geweihten Pfähle in Stücke schlagen und zermalmen. Auch alle Räucheraltäre im ganzen Gebiet ´des ehemaligen Nordreichs` Israel ließ er niederreißen. Dann kehrte er nach Jerusalem zurück.
Der Tempel wird wiederhergestellt
8In seinem achtzehnten Regierungsjahr, als König Joschija noch immer dabei war, das Land und den Tempel ´vom Götzendienst` zu reinigen, beschloss er, das Tempelgebäude wieder instand zu setzen. Damit beauftragte er Schafan, den Sohn Azaljas, den Stadtkommandanten Maaseja und den königlichen Sprecher Joach, den Sohn des Joahas.9Die drei Männer gingen zum Hohenpriester Hilkija und übergaben ihm das Geld[2], das für den Tempel gespendet worden war. Die Leviten, die den Tempeleingang bewachten, hatten es eingesammelt. Es stammte ´von Tempelbesuchern` aus Efraim und Manasse und von anderen, die ´die Zerstörung des Nordreichs` überlebt hatten, sowie ´von Besuchern` aus Juda und Benjamin und von Einwohnern der Stadt Jerusalem.10Das Geld wurde den Bauführern ausgehändigt, die für die Ausbesserungen am Tempel verantwortlich waren. Sie bezahlten damit die Handwerker, die mit der Ausführung der Arbeiten betraut wurden.11Die Handwerker und Bauleute ´erhielten dieses Geld nicht nur als Lohn, sondern` kauften davon auch behauene Steine und Holz für die Balken. Alle Gebäude ´auf dem Tempelgelände` benötigten nämlich neues Balkenwerk, weil die Könige von Juda sie hatten verfallen lassen.12Bei der Abrechnung vertraute man auf die Ehrlichkeit der Handwerker.[3] Als Aufseher über sie wurden die Leviten Jahat und Obadja aus der Sippe Merari sowie Secharja und Meschullam aus der Sippe Kehat eingesetzt. Andere Leviten, die sonst für die Begleitung des Gesangs mit Musikinstrumenten zuständig waren,13führten die Aufsicht über die Lastenträger und alle anderen Bauarbeiter. Weitere Leviten arbeiteten als Schreiber, Verwalter oder Torwächter.
Ein Gesetzbuch wird gefunden
14Als man das Geld holte, das die Israeliten zum Tempel des HERRN gebracht hatten, fand der Hohepriester Hilkija eine Schriftrolle mit dem Gesetz, das der HERR ´seinem Volk` durch Mose gegeben hatte.15Er wandte sich damit an den Hofschreiber Schafan. »Ich habe im Tempel das Gesetzbuch des HERRN gefunden«, sagte er und übergab Schafan die Schriftrolle.16Schafan ging damit zum König und erstattete ihm Bericht: »Wir haben alles ausgeführt, was du uns befohlen hast.17Wir haben das Geld gezählt[4], das im Tempel abgegeben wurde, und haben es den verantwortlichen Bauführern und den Handwerkern ausgehändigt.«18Dann erzählte er dem König von der Schriftrolle, die er von Hilkija bekommen hatte, und las sie ihm vor.19Als König Joschija hörte, was in dem Gesetzbuch stand, zerriss er ´betroffen` sein Gewand.20Er befahl Hilkija, ´dem Hohenpriester`, Ahikam, dem Sohn Schafans, Abdon, dem Sohn Michas[5], Schafan, dem Hofschreiber, und Asaja, dem königlichen Vertrauten[6]: (2Kön 22,12)21»Geht und befragt den HERRN wegen der Worte, die in dieser Schriftrolle stehen. ´Findet heraus`, was sie für mich und für alle, die von Israel und Juda übrig geblieben sind, bedeuten. Der HERR muss sehr zornig auf uns sein, weil unsere Vorfahren seine Gebote nicht gehalten haben und nicht getan haben, was in diesem Gesetzbuch für uns geschrieben steht.«
Joschija befragt die Prophetin Hulda
22Da gingen Hilkija und die anderen Männer, die der König bestimmt hatte, zu der Prophetin Hulda, die in der Neustadt[7] von Jerusalem wohnte. Ihr Mann Schallum, der Sohn Tokhats und Enkel Hasras[8], verwaltete die Kleiderkammer. Die Männer trugen ihre Frage vor, (2Kön 22,14)23und sie antwortete ihnen: »Richtet dem Mann, der euch zu mir geschickt hat, im Namen des HERRN, des Gottes Israels, Folgendes aus:[9]24So spricht der HERR: ›Ich lasse über diese Stadt und ihre Bewohner Unheil hereinbrechen. Alle Flüche in dieser Schriftrolle, die man ´dir`, König von Juda, vorgelesen hat, werden eintreffen.25Denn die Leute von Juda haben mich verlassen und anderen Göttern ihre Opfer dargebracht. Mit ihren selbst gemachten ´Götzen` haben sie mich erzürnt. Darum ergießt sich mein Zorn über diese Stadt wie ein Feuer, das nicht erlöscht.‹26Für den König, der euch hergeschickt hat, um den HERRN zu befragen, habe ich noch eine ´persönliche` Botschaft: ›So spricht der HERR, der Gott Israels: Du hast die Worte gehört,27die ich gegen diese Stadt und ihre Bewohner gerichtet habe. Aber du hast dir meine Worte zu Herzen genommen und dich vor mir gedemütigt. Du hast dich vor mir gebeugt, hast dein Gewand zerrissen und vor mir geweint. Deshalb habe auch ich mir dein Gebet zu Herzen genommen[10], und ´ich`, der HERR, verspreche dir:28Du wirst das Unheil, das ich über diese Stadt und ihre Einwohner kommen lasse, nicht mehr mit ansehen müssen. Ich lasse dich in Frieden sterben, und du wirst in der Grabstätte deiner Vorfahren beigesetzt werden.[11]‹« Diese Botschaft überbrachten die Abgesandten dem König.
Joschija erneuert den Bund mit dem Herrn
29Darauf ließ Joschija die führenden Männer aus Jerusalem und Juda zu sich rufen.30Mit allen Männern von Juda, den Einwohnern von Jerusalem, den Priestern und Leviten und dem übrigen Volk, Groß und Klein[12], ging er hinauf zum Tempel des HERRN. Dort ließ er den Versammelten das ganze Bundesgesetz vorlesen, das man im Tempel gefunden hatte.31Dann trat der König an seinen Platz ´neben der Säule` und erneuerte den Bund mit dem HERRN. ´Er versprach:` »Wir wollen dem HERRN gehorchen. Von ganzem Herzen und mit aller Hingabe wollen wir nach seinen Geboten, Weisungen und Ordnungen leben. Alle Bestimmungen des Bundes, die in dieser Schriftrolle aufgeführt sind, wollen wir erfüllen.«32Joschija verpflichtete alle Anwesenden aus Jerusalem und dem Stammesgebiet von Benjamin dazu, sich diesem Versprechen anzuschließen.[13] Von da an hielt sich die Bevölkerung Jerusalems an den Bund, der zwischen ihnen und dem HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren, bestand.33Joschija ließ alle Götzenbilder im gesamten Gebiet Israels beseitigen und ermahnte die Israeliten, dem HERRN, ihrem Gott, zu dienen. Solange Joschija lebte, hielten sie dem HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren, die Treue.