Hebräer 1

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Früher hat Gott viele Male und auf vielfältige Weise durch Propheten zu unseren Vorfahren gesprochen.2 Jetzt, am Ende dieser Zeiten, sprach er durch den Sohn zu uns. Ihn hat er zum Erben über alles eingesetzt, ihn, durch den er das ganze Universum erschuf.3 Seine Herrlichkeit leuchtet aus ihm, und sein Wesen ist ihm völlig aufgeprägt. Durch die Macht seines Wortes trägt er das All. Und nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hatte, hat er den Ehrenplatz im Himmel eingenommen, den Platz an der rechten Seite der höchsten Majestät.4 Er steht so hoch über den Engeln, wie der Sohnesname, den er erbte, jeden Engelsnamen übertrifft.5 Oder hat Gott je zu einem der Engel gesagt: „Du bist mein Sohn. Ich habe dich heute gezeugt“? Oder: „Ich werde ihm Vater und er wird mir Sohn sein“? (2Sam 7,14; Ps 2,7)6 Wenn er den Erstgeborenen aber wieder in unsere Welt einführt, sagt er: „Alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!“ (Ps 97,7)7 Von den Engeln heißt es zwar: „Seine Engel macht er zu Sturmwinden, seine Diener zu Feuerflammen“, (Ps 104,4)8 vom Sohn aber: „Gott, dein Thron hat für immer Bestand. Dein Zepter bürgt für eine Herrschaft in Gerechtigkeit.9 Du hast das Recht geliebt und das Unrecht gehasst. Darum, o Gott, hat dein Gott dich gesalbt mit dem Öl der Freude wie keinen der anderen bei dir.“ (Ps 45,6)10 Und: „Du, Herr, hast am Anfang die Erde geschaffen und die Himmel mit deinen Händen geformt.11 Sie werden vergehen, du aber bleibst. Sie werden veralten wie ein Gewand.12 Wie einen Umhang wirst du sie zusammenrollen und auswechseln wie ein Kleidungsstück. Du aber bleibst immer derselbe und dein Leben hört nie auf.“ (Ps 102,25)13 Oder hätte Gott jemals zu einem Engel gesagt: „Setz dich an meine rechte Seite, bis ich deine Feinde zur Fußbank für dich mache“? (Ps 110,1)14 Nein, die Engel sind alle nur Diener. Es sind Geistwesen ‹der himmlischen Welt›, die Gott als Helfer zu denen schickt, die an der kommenden Rettung teilhaben sollen.

Hebräer 1

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Viele Male[1] und auf verschiedenste Weise sprach Gott in der Vergangenheit durch die Propheten zu unseren Vorfahren.2 Jetzt aber, am Ende der Zeit, hat er durch ´seinen eigenen` Sohn zu uns gesprochen. Der Sohn ist der von Gott bestimmte Erbe aller Dinge. Durch ihn hat Gott die ganze Welt erschaffen.3 Er ist das vollkommene Abbild von Gottes Herrlichkeit[2], der unverfälschte Ausdruck seines Wesens. Durch die Kraft seines Wortes trägt er das ganze Universum. Und nachdem er das Opfer gebracht hat, das von den Sünden reinigt, hat er den Ehrenplatz im Himmel eingenommen, den Platz an der rechten Seite Gottes, der höchsten Majestät.[3]4 Selbst im Vergleich mit den Engeln ist seine Stellung einzigartig. Ihm wurde ja auch ein unvergleichlich höherer Titel verliehen[4] als ihnen.5 Oder hat Gott je zu einem von den Engeln gesagt: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt[5].«? An einer anderen Stelle sagt Gott: »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein.« (2Sam 7,14; 1Chr 17,13; Ps 2,7)6 Und dort, wo die Rede davon ist, dass Gott ihn, den Erstgeborenen, in unsere Welt einführt[6], heißt es: »Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen und ihn anbeten.«[7] (5Mo 32,43; Ps 97,7)7 Die Engel werden als Diener bezeichnet; es heißt in der Schrift[8]: »Gott macht seine Engel zu Sturmwinden, seine Diener zu Feuerflammen.«[9] (Ps 104,4)8 Zum Sohn jedoch wird gesagt: »Dein Thron, o Gott, hat für immer Bestand; Gerechtigkeit ist das Kennzeichen[10] deiner Herrschaft.9 Du liebst das Recht; alles Unrecht ist dir verhasst. Deshalb, o Gott, hat dein Gott das Salböl der Freude in solcher Fülle über dich ausgegossen, wie er es bei keinem deiner Freunde getan hat[11] (Ps 45,7; Ps 45,8)10 An einer anderen Stelle heißt es: »Du, Herr, hast am Anfang das Fundament der Erde gelegt, und auch der Himmel ist das Werk deiner Hände.11 Himmel und Erde werden vergehen, du aber bleibst. Sie werden alt werden – alt wie ein ´abgenutztes` Kleid;12 du wirst sie zusammenrollen wie einen Umhang, sie werden ausgewechselt werden wie ein ´abgetragenes` Kleidungsstück[12]. Du aber bleibst der, der du bist, und deine Zeit wird kein Ende haben[13] (Ps 102,26)13 Und hat Gott je zu einem Engel gesagt: »Setze dich an meine rechte Seite, bis ich deine Feinde zum Schemel für deine Füße gemacht habe!«? (Ps 110,1)14 Nein, die Engel sind alle nur Diener, Wesen der unsichtbaren Welt[14], die denen zu Hilfe geschickt werden, die am kommenden Heil teilhaben sollen, dem Erbe, ´das Gott uns schenkt`.