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Psalm 119

Neue evangelistische Übersetzung

1 [1] Wie glücklich sind die, die tadellos leben, / die sich richten nach Jahwes Gesetz[2]! 2 Wie glücklich die, die halten, was er verordnet[3] hat, / die, deren Herz nach ihm fragt! 3 Sie wollen kein Unrecht mehr tun, / sie gehen gern auf Gottes Weg.[4] 4 Du befahlst uns deine Vorschriften[5] an, / damit wir sie eifrig befolgen. 5 Ach, möge ich nur beständig sein / im Achten auf dein Gesetz.[6] 6 Dann muss ich mich nicht schämen, / wenn mein Blick auf deine Gebote[7] fällt. – 7 Mit ehrlichem Herzen danke ich dir, / wenn ich die Bestimmungen[8] lerne, in denen sich deine Gerechtigkeit zeigt. 8 Deine Gesetze halte ich gern. – Verlass mich aber bitte nicht! 9 Wie hält ein junger Mann sein Leben rein? / Indem er tut, was du ihm sagst! – 10 Von ganzem Herzen suche ich dich, / halte mich bei deinem Gebot! 11 Dein Wort[9] habe ich im Herzen verwahrt, / weil ich nicht gegen dich sündigen will. – 12 Ich will dich loben, Jahwe! / Bring mir deine Ordnungen bei! 13 Gern erzähle ich weiter, / was du entschieden hast. 14 Es macht mir Freude zu tun, was du sagst, / mehr als aller Reichtum Freude macht. 15 Über deine Gebote denke ich nach, / und ich achte auf deinen Weg.[10] 16 An deinen Ordnungen habe ich Lust, / und deine Worte[11] vergesse ich nicht. 17 Sei gut zu deinem Diener, / dann lebe ich auf und halte dein Wort. 18 Öffne du mir die Augen, / damit ich erkenne die Wunder in deinem Gesetz. – 19 Ich bin nur ein Gast, ein Fremder im Land: / Verweigere mir deine Gebote nicht! 20 Ich verzehre mich vor Verlangen danach, / ich sehne mich immer nach deinem Gesetz. – 21 Die Überheblichen hast du bedroht. / Ja, verflucht ist, wer abweicht von deinem Gebot. 22 Wälze Verachtung und Hohn von mir ab, / denn ich habe gehalten, was du verordnet hast. 23 Mögen auch die Oberen sitzen / und Rat gegen mich halten – dein Diener sitzt über deinem Gebot. 24 An deinen Weisungen freue ich mich. / Sie geben immer guten Rat. 25 Ich liege ohne Kraft und klebe am Staub; / belebe mich nach deinem Wort! 26 Ich klagte mein Leid und du hörtest mich an. / Belehre mich durch dein Gesetz! 27 Lass mir deine Vorschriften einsichtig sein; / über deine Wunder sinne ich nach. 28 Vor lauter Kummer muss ich weinen: / Richte mich auf nach deinem Wort! – 29 Vom Weg der Lüge halte mich fern! / Beschenke mich mit deinem Gesetz! 30 Ich habe mich für die Wahrheit entschieden, / habe vor mich gestellt dein göttliches Recht. 31 An deinen Anordnungen halte ich fest. / Jahwe, beschäme mich nicht! 32 Auf dem Weg deiner Gebote werde ich gehen, / denn du machst mein Herz dafür weit. 33 Den Weg deiner Vorschriften zeig mir, Jahwe, / und ich will ihm folgen zum Ziel. 34 Gib mir Verstand für dein Gesetz, / ich will es entschieden befolgen! 35 Leite mich auf dem Pfad der Gebote! / Denn diesen Weg gehe ich gern. 36 Lenk meinen Sinn auf dein Gebot / und nicht auf Güter und Geld! 37 Wende meine Augen von Eitelkeit ab; / erfrische mich auf deinem Weg! – 38 Halte deinem Diener deine Zusage ein, / die jedem gilt, der Ehrfurcht vor dir hat. 39 Wende ab die Schande, vor der mir so graut! / Doch was du entscheidest, ist gut. – 40 Nach deinen Vorschriften sehne ich mich. / Durch deine Treue belebe mich, Gott. 41 Jahwe, lass deine Gnade über mich kommen, / die Rettung, wie du sie versprachst, 42 damit ich dem Lästerer antworten kann. / Ich nehme dich bei deinem Wort. 43 Nimm mir bitte nie das Wort der Wahrheit weg, / denn auf dein Urteil vertraue ich ganz. – 44 Beständig befolge ich dein Gesetz; / und das will ich allezeit tun! 45 So lebe ich in einem weiten Raum, / denn ich habe deine Befehle erforscht. 46 Ich halte sie selbst den Königen vor / und schäme mich deiner Anordnungen nicht. 47 An deinen Geboten erfreue ich mich, / ich liebe sie sehr, 48 und ich hebe die Hände zu ihnen auf. / Ich denke über deine Ordnungen nach. 49 Denk an das, was du mir versprachst / und was meine Hoffnung war! 50 In all meinem Elend ist das mir der Trost, / dass dein Wort mich wieder belebt. 51 Gehässig griffen die Stolzen mich an, / doch ich wich nicht ab von deinem Gesetz. 52 Denke ich an dein ewiges Recht, / Jahwe, dann bin ich getrost. 53 Bei all den Gottlosen packt mich der Zorn, / frech verlassen sie dein Gesetz. 54 Deine Ordnungen sind mir wie ein Lied, / solange ich Gast in dieser Welt bin. 55 Auch in der Nacht denke ich an dich, Jahwe, / und auf deine Weisung habe ich Acht. 56 Dass ich deinen Regeln gefolgt bin, / ist mein Geschenk und mein Glück. 57 Du selbst, Jahwe, bist mein Gewinn, / ich werde mich richten nach deinem Wort. 58 Von ganzem Herzen bitte ich dich, / sei mir gnädig, wie du es zugesagt hast! 59 Ich habe meine Wege überdacht / und lenke meine Schritte zu deiner Weisung zurück. 60 Ich eile und zögere nicht, / deinen Geboten gehorsam zu sein. 61 Fesselt mich auch der Gottlosen Strick, / dein Gesetz vergesse ich nicht. 62 Selbst mitternachts stehe ich auf / und danke für dein gerechtes Gesetz. – 63 Den Gottesfürchtigen bin ich ein Freund, / denen, die deine Befehle befolgen. – 64 Jahwe, deine Güte erfüllt alle Welt. / Lehre mich, deinen Willen zu tun! 65 Du hast deinem Diener viel Gutes getan, / wie du es mir versprochen hast, Jahwe. 66 Nun lehre mich das Gute zu verstehen, / denn ich glaube deinem Gebot. 67 Ich irrte, bevor ich gedemütigt war, / jetzt aber halte ich mich an dein Wort. 68 Gut bist du und Gutes tust du, / bring mir deine Ordnungen bei! 69 Man hat mich besudelt, mit Lügen behängt, / doch ich halte dein Gebot von ganzem Herzen fest. 70 Das Herz der Stolzen ist stumpf und fett, / doch ich erfreue mich an deinem Gesetz. 71 Es war gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, / so lernte ich deine Ordnungen neu. 72 Die Weisung aus deinem Mund gilt mir mehr / als Berge von Silber und Gold. 73 Du hast mich mit deinen Händen gemacht; / hilf mir zu verstehen, was du willst! 74 Die Deinen sehen mich und freuen sich, / denn ich verlasse mich auf dein Wort. 75 Ich erkannte, Jahwe: Deine Urteile sind gerecht, / zu Recht hast du mich niedergebeugt. 76 Nun gebe deine Gnade mir Trost, / denn du hast deinem Diener zugesagt, 77 dass dein Erbarmen mein Leben erhält, / denn dein Gesetz ist meine Lust. – 78 Bring doch die schamlosen Lügner zu Fall, denn sie haben mir böse Unrecht getan! / Ich aber denke über deine Vorschriften nach. 79 Lass die zu mir halten, die dich aufrichtig ehren, / denn denen ist deine Weisung bekannt. 80 Mein Herz weiche nie von deinem Gebot, / nie komme diese Schande über mich! 81 Meine Seele verzehrt sich nach deinem Heil, / und meine Hoffnung setze ich auf dein Wort. 82 Sehnsüchtig halte ich Ausschau nach dir: / Wann wirst du mich trösten, ja wann? 83 Denn wie ein alter Schlauch hänge ich im Rauch. / Doch deine Ordnungen vergaß ich nicht. 84 Wie viele Tage hat dein Diener noch? / Wann hältst du über meine Verfolger Gericht? 85 Die Stolzen haben mir Gruben gegraben; / dein Gesetz bedeutet ihnen nichts. 86 Doch was du befiehlst, darauf ist Verlass. / Hilf mir, denn sie jagen mich ohne Grund! 87 Sie hätten mich fast vernichtet im Land, / doch ich verlasse dein Gesetz nicht. 88 Sei mir gnädig und belebe mich, / dann kann ich deinen Weisungen folgen. 89 Dein Wort steht fest für alle Zeit, / so fest wie der Himmel, Jahwe. 90 Deine Treue gilt in jeder Generation. / Du hast die Erde gegründet. Sie steht. 91 Nach deinem Willen besteht sie bis jetzt, / denn das All steht bereit, dir zu dienen. – 92 Wäre nicht dein Gesetz meine Lust, / ich wäre im Elend zerstört. 93 Deine Regeln vergesse ich nie, / denn du gabst mir Leben durch sie. 94 Ich bin dein, Herr, rette mich doch! / Ich habe deine Befehle erforscht. 95 Es lauern mir Verbrecher auf, / doch ich gebe auf deine Weisungen Acht. 96 Ich weiß: Auch das Vollkommene hat eine Grenze. / Doch dein Gebot ist völlig unbeschränkt. 97 Wie sehr liebe ich dein Gesetz! / Es füllt mein Denken den ganzen Tag. 98 Mehr als meine Feinde macht es mich klug, / denn es ist für immer bei mir. 99 Mehr als alle meine Lehrer begreife ich, / weil ich bedenke, was dein Gebot mir sagt. 100 Mehr als die Alten kann ich verstehen, / denn ich achte stets auf dein Gebot. 101 Von jedem Unrecht hielt ich mich fern, / um das zu tun, was du befohlen hast. 102 Von deiner Verordnung wich ich nicht ab, / denn du, du hattest mich belehrt. 103 Wie köstlich sind deine Worte im Mund, / wie Honig bekommen sie mir. 104 Durch dein Gesetz werde ich klug, / und ich hasse jeden krummen Weg. 105 Dein Wort ist eine Leuchte vor meinem Fuß / und ein Licht auf meinem Weg. 106 Ich habe geschworen und halte es ein, / ich tue, was du festgelegt hast. – 107 Wie bin ich so niedergeschlagen, Jahwe! / Belebe mich nach deinem Wort! 108 Nimm meinen Dank als Opfergabe an, / und lehre mich deine Bestimmungen, Jahwe! 109 Mein Leben ist ständig in Todesgefahr, / doch dein Gesetz vergesse ich nie. 110 Schlingen legen die Bösen mir aus, / doch ich irre nicht ab von deinem Gebot. – 111 Deine Weisung ist mein Schatz für alle Zeit / und große Freude für mein Herz. 112 Entschieden folge ich deinem Wort. / Das soll mein Lohn für alle Zeit sein. 113 Geteilte Herzen verabscheue ich, / aber dein Gesetz habe ich lieb. 114 Du bist mein Schutz und mein Schild, / auf dein Versprechen verlasse ich mich. 115 Ihr Unheilstifter, macht euch fort! / Ich halte mich an meines Gottes Gebot. 116 Halte mich nach deinem Wort, damit ich leben kann! / In meiner Hoffnung beschäme mich nicht! 117 Bestätige mich, und ich bin befreit! / Ich schaue immer auf dein Gesetz. 118 Wer abweicht von deinem Gebot, den schickst du fort, / denn sein Denken ist Lug und Betrug. 119 Deine Verächter entfernst du wie Müll, / darum habe ich deine Gebote so lieb. 120 Meine Haut erschaudert vor Furcht; / ich fürchte mich vor deinem Gericht. 121 Ich handelte nach Recht und lebte gerecht. / Überlass mich nicht meinen Feinden! 122 Bürge du jetzt für mich, dann wird alles gut, / und die Frechen quälen mich nicht mehr. 123 Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil, / nach dem Wort deiner Gerechtigkeit. 124 Lass deine Güte deinem Diener sichtbar sein, / und lehre mich erkennen, was dein Wille ist. 125 Ich bin dein Diener, gib mir Verstand, / dass ich begreife, was dein Wort bezeugt! – 126 Es ist Zeit zum Handeln, Jahwe, / denn viele brechen dein Gesetz. 127 Doch ich liebe dein Gebot / mehr als das allerfeinste Gold. 128 Alle deine Regeln sind für mich recht, / und ich hasse jeden krummen Weg. 129 Wunderwerke bezeugt mir dein Wort, / darum halte ich daran fest. 130 Wenn deine Worte sich auftun, erleuchten sie uns, / dann finden selbst Unerfahrene Einsicht darin. 131 Ich öffne meinen Mund erwartungsvoll, / denn ich verlange nach deinem Gebot. 132 Sei mir gnädig und wende dich zu mir, / wie du es bei denen tust, die dich lieben. 133 Durch dein gutes Wort mach meine Schritte fest, / und gib keinem Unrecht Macht über mich! 134 Von Bedrückung durch Menschen mache mich frei, / dann halte ich deine Vorschriften fest. 135 Blick freundlich auf mich, deinen Diener, / und bring mir deine Ordnungen bei! 136 Tränen überströmen mein Gesicht, / weil man dein Gesetz hier nicht hält. 137 Wahrhaftig bist du, Jahwe, / und deine Urteilssprüche sind gerecht. 138 Auch deine Weisungen sind recht, / zuverlässig und bewährt. 139 Weil ich dich liebe, packt mich der Zorn, / denn meine Feinde vergaßen dein Wort. 140 Dein Spruch ist lauter und wahr, / und dein Diener liebt ihn sehr. 141 Ich bin verachtet und gering, / doch deine Regeln vergesse ich nicht. 142 Dein Recht ist ewiges Recht, / und dein Gesetz ist vollkommen wahr. 143 Ich bin getroffen von Sorge und Angst, / doch deine Gebote sind meine Lust. 144 Deine Weisung steht für ewiges Recht. / Gib mir Verständnis, damit ich leben kann! 145 Ich flehe dich an, Jahwe, erhöre mich doch! / An deine Ordnungen halte ich mich. 146 Ich habe gerufen, befreie mich! / Deiner Weisung gehorche ich. 147 Schon frühmorgens schreie ich zu dir! / Auf dein Wort habe ich gehofft. 148 Selbst in Stunden der Nacht liege ich wach / und grüble nach über dein Wort. 149 In deiner Gnade hör mein Gebet, / belebe mich, Jahwe, gemäß deinem Recht! – 150 Üble Verfolger sind hinter mir her, / von deinem Gesetz sind sie fern. 151 Du aber bist nahe bei mir, Jahwe, / alle deine Gesetze sind wahr. 152 An deinen Geboten erkenne ich, / dass du sie für immer angeordnet hast. 153 Sieh mein Elend an und befreie mich! / Denn dein Gesetz vergaß ich nie. 154 Sorge du für mein Recht und mache mich frei, / schenk mir das Leben, wie du es versprachst! 155 Deine Hilfe ist den Gottlosen fern, / denn nach deiner Weisung fragen sie nicht. 156 Jahwe, dein Erbarmen ist groß, / mach mir Mut nach deinem Recht. 157 Viele verfolgen und bedrängen mich, / doch ich wich nie von deinen Anordnungen ab. 158 Sah ich Verräter – es ekelte mich an, / denn sie richten sich nicht nach deinem Gesetz. 159 Du siehst, dass ich deine Vorschriften mag. / Belebe mich nach deiner Gnade, Jahwe! 160 Dein ganzes Wort ist verlässlich und wahr, / dein gerechtes Urteil gilt für alle Zeit. 161 Die Großen verfolgten mich ohne Grund, / doch nur vor deinen Worten bebt mein Herz. 162 Mit jubelnder Freude erfüllt mich dein Wort, / als hätte ich große Beute gemacht. 163 Ich hasse die Lüge und verabscheue sie, / doch dein Gesetz habe ich lieb. 164 Ich preise dich täglich wohl sieben Mal, / denn deine Gerichte sind gut und gerecht. 165 Wer dein Gesetz liebt, hat Frieden und Glück, / kein Hindernis bringt ihn zu Fall. 166 Ich hoffe auf deine Befreiung, Jahwe! / Nach deinen Geboten richte ich mich. 167 Deinen Worten habe ich gerne gehorcht, / ich schloss sie fest in mein Herz. 168 Du gabst mir Gebot und Weisung dazu, / und ob ich gehorche, weißt du genau. 169 Lass mein Schreien zu dir dringen, Jahwe! / Gib mir Einsicht nach deinem Wort! 170 Mein Flehen komme vor dein Angesicht! / Rette mich gemäß deinem Spruch! 171 Von meinen Lippen erklinge dein Lob, / weil du mich deinen Willen lehrst. 172 Und meine Zunge besinge dein Wort, / denn deine Gebote sind recht. 173 Um mir zu helfen, reich mir deine Hand, / denn deine Weisung hab ich erwählt! 174 Ich sehne mich nach deiner Hilfe, Jahwe. / Und dein Gesetz ist meine Lust. 175 Ich möchte leben und dich loben! / Deine Ordnung helfe mir dabei! 176 Wie ein verlorenes Schaf verirrte ich mich. / Such deinen Diener, denn deine Gebote vergaß ich nicht!

Psalm 119

Lutherbibel 2017

1 Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln! 2 Wohl denen, die sich an seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen, 3 die auf seinen Wegen wandeln und kein Unrecht tun. 4 Du hast geboten, fleißig zu halten deine Befehle. 5 O dass mein Leben deine Gebote mit ganzem Ernst hielte. 6 Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden. 7 Ich danke dir mit aufrichtigem Herzen, dass du mich lehrst die Ordnungen deiner Gerechtigkeit. 8 Deine Gebote will ich halten; verlass mich nimmermehr! 9 Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält an dein Wort. 10 Ich suche dich von ganzem Herzen; lass mich nicht abirren von deinen Geboten. 11 Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht wider dich sündige. 12 Gelobet seist du, HERR! Lehre mich deine Gebote! 13 Ich will mit meinen Lippen erzählen alle Urteile deines Mundes. 14 Ich freue mich über den Weg deiner Zeugnisse wie über allen Reichtum. 15 Ich will nachsinnen über deine Befehle und schauen auf deine Wege. 16 Ich habe Freude an deinen Satzungen und vergesse deine Worte nicht. 17 Tu wohl deinem Knecht, dass ich lebe und dein Wort halte. 18 Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz. 19 Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir. 20 Meine Seele verzehrt sich vor Verlangen nach deinen Ordnungen allezeit. 21 Du schiltst die Stolzen; verflucht sind, die von deinen Geboten abirren. 22 Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte mich an deine Zeugnisse. 23 Fürsten sitzen da und reden wider mich; aber dein Knecht sinnt nach über deine Gebote. 24 Ich habe Freude an deinen Zeugnissen; sie sind meine Ratgeber. 25 Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach deinem Wort. 26 Ich erzähle dir meine Wege, und du erhörst mich; lehre mich deine Gebote. 27 Lass mich verstehen den Weg deiner Befehle, so will ich nachsinnen über deine Wunder. 28 Meine Seele verschmachtet vor Gram; richte mich auf durch dein Wort. 29 Halte fern von mir den Weg der Lüge und gib mir in Gnaden dein Gesetz. 30 Ich habe erwählt den Weg der Wahrheit, deine Urteile habe ich vor mich gestellt. 31 Ich halte an deinen Zeugnissen fest; HERR, lass mich nicht zuschanden werden! 32 Ich laufe den Weg deiner Gebote; denn du tröstest mein Herz. 33 Zeige mir, HERR, den Weg deiner Gebote, dass ich sie bewahre bis ans Ende. 34 Unterweise mich, dass ich bewahre dein Gesetz und es halte von ganzem Herzen. 35 Führe mich auf dem Steig deiner Gebote; denn ich habe Gefallen daran. 36 Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zur Habsucht. 37 Wende meine Augen ab, dass sie nicht sehen nach unnützer Lehre, und erquicke mich auf deinem Wege. 38 Erfülle deinem Knecht dein Wort, dass man dich fürchte. 39 Wende meine Schmach, vor der mir graut; denn deine Urteile sind gut. 40 Siehe, ich begehre deine Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit. 41 HERR, lass mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort, 42 dass ich antworten kann dem, der mich schmäht; denn ich verlasse mich auf dein Wort. 43 Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Urteile. 44 Ich will dein Gesetz halten allezeit, immer und ewiglich. 45 Und ich wandle in weitem Raum; denn ich suche deine Befehle. 46 Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht. 47 Ich habe meine Freude an deinen Geboten, sie sind mir sehr lieb, 48 und hebe meine Hände auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und sinne nach über deine Weisungen. 49 Denk an das Wort für deinen Knecht, und lass mich darauf hoffen. 50 Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort mich erquickt. 51 Die Stolzen treiben ihren Spott mit mir; dennoch weiche ich nicht von deinem Gesetz. 52 HERR, wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, so werde ich getröstet. 53 Zorn erfasst mich über die Frevler, die dein Gesetz verlassen. 54 Deine Gebote sind mein Lied geworden im Haus, in dem ich Fremdling bin. 55 HERR, ich gedenke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz. 56 Das ist mein Schatz, dass ich mich an deine Befehle halte. 57 Ich habe gesagt: HERR, das soll mein Erbe sein, dass ich deine Worte halte. 58 Ich suche deine Gunst von ganzem Herzen; sei mir gnädig nach deinem Wort. 59 Ich bedenke meine Wege und lenke meine Füße zu deinen Zeugnissen. 60 Ich eile und säume nicht, zu halten deine Gebote. 61 Der Frevler Stricke umschlingen mich; aber dein Gesetz vergesse ich nicht. 62 Zur Mitternacht stehe ich auf, dir zu danken für die Ordnungen deiner Gerechtigkeit. 63 Ich halte mich zu allen, die dich fürchten und deine Befehle halten. 64 HERR, die Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Gebote. 65 Du tust Gutes deinem Knecht, HERR, nach deinem Wort. 66 Lehre mich heilsame Einsicht und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten. 67 Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort. 68 Du bist gütig und freundlich, lehre mich deine Gebote. 69 Die Stolzen erdichten Lügen über mich, ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle. 70 Träge wie Fett ist ihr Herz; ich aber habe Freude an deinem Gesetz. 71 Es ist gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, damit ich deine Gebote lerne. 72 Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber als viel tausend Stück Gold und Silber. 73 Deine Hände haben mich gemacht und bereitet; unterweise mich, dass ich deine Gebote lerne. 74 Die dich fürchten, sehen mich und freuen sich; denn ich hoffe auf dein Wort. 75 HERR, ich weiß, dass deine Urteile gerecht sind; in deiner Treue hast du mich gedemütigt. 76 Deine Gnade soll mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast. 77 Lass mir deine Barmherzigkeit widerfahren, dass ich lebe; denn ich habe Freude an deinem Gesetz. 78 Ach dass die Stolzen zuschanden würden, / die mich mit Lügen niederdrücken! Ich aber sinne nach über deine Befehle. 79 Ach dass sich zu mir hielten, die dich fürchten und deine Zeugnisse kennen! 80 Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Geboten, damit ich nicht zuschanden werde. 81 Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort. 82 Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann tröstest du mich? 83 Ich bin wie ein Weinschlauch im Rauch; doch deine Gebote vergesse ich nicht. 84 Wie lange soll dein Knecht warten? Wann willst du Gericht halten über meine Verfolger? 85 Die Stolzen graben mir Gruben, sie, die nicht tun nach deinem Gesetz. 86 All deine Gebote sind Wahrheit; sie aber verfolgen mich mit Lügen; hilf mir! 87 Sie haben mich fast umgebracht auf Erden; ich aber verlasse deine Befehle nicht. 88 Erquicke mich nach deiner Gnade, dass ich halte das Zeugnis deines Mundes. 89 HERR, dein Wort bleibt ewiglich, so weit der Himmel reicht; 90 deine Wahrheit währet für und für. Du hast die Erde fest gegründet, und sie bleibt stehen. 91 Nach deinen Ordnungen bestehen sie bis heute; denn es muss dir alles dienen. 92 Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, so wäre ich vergangen in meinem Elend. 93 Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen; denn du erquickst mich damit. 94 Ich bin dein, hilf mir; denn ich suche deine Befehle. 95 Frevler lauern mir auf, dass sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse. 96 Ich habe gesehen, dass alles Vollkommene ein Ende hat, aber dein Gebot bleibt bestehen. 97 Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Täglich sinne ich ihm nach. 98 Du machst mich mit deinem Gebot weiser, als meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz. 99 Ich habe mehr Einsicht als alle meine Lehrer; denn über deine Zeugnisse sinne ich nach. 100 Ich bin klüger als die Alten; denn ich halte deine Befehle. 101 Ich verwehre meinem Fuß alle bösen Wege, dass ich dein Wort halte. 102 Ich weiche nicht von deinen Ordnungen; denn du lehrest mich. 103 Dein Wort ist meinem Munde süßer als Honig. 104 Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege. 105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. 106 Ich schwöre und will's halten: Die Ordnungen deiner Gerechtigkeit will ich bewahren. 107 Ich bin sehr gedemütigt; HERR, erquicke mich nach deinem Wort! 108 Lass dir gefallen, HERR, das Opfer meines Mundes, und lehre mich deine Ordnungen. 109 Mein Leben ist immer in Gefahr; aber dein Gesetz vergesse ich nicht. 110 Frevler legen mir Schlingen; ich aber irre nicht ab von deinen Befehlen. 111 Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne. 112 Ich neige mein Herz, zu tun deine Gebote immer und ewiglich. 113 Ich hasse die Wankelmütigen und liebe dein Gesetz. 114 Du bist mein Schutz und mein Schild; ich hoffe auf dein Wort. 115 Weichet von mir, ihr Übeltäter! Ich will halten die Gebote meines Gottes. 116 Erhalte mich nach deinem Wort, dass ich lebe, und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung. 117 Stärke mich, dass ich gerettet werde, so will ich stets Freude haben an deinen Geboten. 118 Du verwirfst alle, die von deinen Geboten abirren; denn ihr Tun ist Lug und Trug. 119 Du schaffst alle Frevler auf Erden weg wie Schlacken, darum liebe ich deine Zeugnisse. 120 Ich fürchte mich vor dir, dass mir die Haut schaudert, und ich entsetze mich vor deinen Urteilen. 121 Ich übe Recht und Gerechtigkeit; übergib mich nicht denen, die mir Gewalt antun wollen. 122 Tritt ein für deinen Knecht und tröste ihn, dass mir die Stolzen nicht Gewalt antun! 123 Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach dem Wort deiner Gerechtigkeit. 124 Handle mit deinem Knechte nach deiner Gnade und lehre mich deine Gebote. 125 Ich bin dein Knecht: Unterweise mich, dass ich verstehe deine Zeugnisse. 126 Es ist Zeit, dass der HERR handelt; sie haben dein Gesetz zerbrochen. 127 Darum liebe ich deine Gebote mehr als Gold und feines Gold. 128 Darum halte ich alle deine Befehle für recht, ich hasse alle falschen Wege. 129 Deine Zeugnisse sind Wunderwerke; darum hält sie meine Seele. 130 Wenn dein Wort offenbar wird, so erleuchtet es und macht klug die Unverständigen. 131 Ich tue meinen Mund weit auf und lechze, denn mich verlangt nach deinen Geboten. 132 Wende dich zu mir und sei mir gnädig, wie du pflegst zu tun denen, die deinen Namen lieben. 133 Lass meinen Gang in deinem Wort fest sein und lass kein Unrecht über mich herrschen. 134 Erlöse mich von der Bedrückung durch Menschen, so will ich halten deine Befehle. 135 Lass dein Antlitz leuchten über deinen Knecht, und lehre mich deine Gebote. 136 Wasserbäche fließen aus meinen Augen, weil man dein Gesetz nicht hält. 137 HERR, du bist gerecht, und deine Urteile sind richtig. 138 Du hast deine Zeugnisse geboten in Gerechtigkeit und großer Treue. 139 Ich habe mich fast zu Tode geeifert, weil meine Widersacher deine Worte vergessen. 140 Dein Wort ist ganz durchläutert, und dein Knecht hat es lieb. 141 Ich bin gering und verachtet; ich vergesse aber nicht deine Befehle. 142 Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit. 143 Angst und Not haben mich getroffen; ich habe aber Freude an deinen Geboten. 144 Deine Zeugnisse sind gerecht in Ewigkeit; unterweise mich, so lebe ich. 145 Ich rufe von ganzem Herzen; erhöre mich, HERR; ich will deine Gebote halten. 146 Ich rufe zu dir, hilf mir, so will ich deine Zeugnisse halten. 147 Ich komme in der Frühe und rufe um Hilfe; auf dein Wort hoffe ich. 148 Ich wache auf, wenn's noch Nacht ist, nachzusinnen über dein Wort. 149 Höre meine Stimme nach deiner Gnade; HERR, erquicke mich nach deinen Ordnungen. 150 Meine arglistigen Verfolger nahen; sie sind fern von deinem Gesetz. 151 HERR, du bist nahe, und alle deine Gebote sind Wahrheit. 152 Längst weiß ich aus deinen Zeugnissen, dass du sie für ewig gegründet hast. 153 Sieh doch mein Elend und errette mich; denn ich vergesse dein Gesetz nicht. 154 Führe meine Sache und erlöse mich; erquicke mich durch dein Wort. 155 Das Heil ist fern von den Gottlosen; denn sie achten deine Gebote nicht. 156 HERR, deine Barmherzigkeit ist groß; erquicke mich nach deinen Ordnungen. 157 Meiner Verfolger und Widersacher sind viele; ich weiche aber nicht von deinen Zeugnissen. 158 Ich sehe die Verächter und es tut mir wehe, dass sie dein Wort nicht halten. 159 Siehe, ich liebe deine Befehle; HERR, erquicke mich nach deiner Gnade. 160 Dein Wort ist nichts als Wahrheit, alle Ordnungen deiner Gerechtigkeit währen ewiglich. 161 Fürsten verfolgen mich ohne Grund; aber mein Herz fürchtet sich nur vor deinen Worten. 162 Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht. 163 Lügen bin ich feind, und sie sind mir ein Gräuel; aber dein Gesetz habe ich lieb. 164 Ich lobe dich des Tages siebenmal um deiner gerechten Ordnungen willen. 165 Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben; sie werden nicht straucheln. 166 HERR, ich warte auf dein Heil und tue nach deinen Geboten. 167 Meine Seele hält deine Zeugnisse und liebt sie sehr. 168 Ich halte deine Befehle und deine Zeugnisse; denn alle meine Wege liegen offen vor dir. 169 HERR, lass mein Klagen vor dich kommen; unterweise mich nach deinem Wort. 170 Lass mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort. 171 Meine Lippen sollen dich loben; denn du lehrst mich deine Gebote. 172 Meine Zunge soll singen von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind gerecht. 173 Lass deine Hand mir beistehen; denn ich habe erwählt deine Befehle. 174 HERR, mich verlangt nach deinem Heil, und an deinem Gesetz habe ich Freude. 175 Lass meine Seele leben, dass sie dich lobe, und deine Ordnungen mir helfen. 176 Ich bin wie ein verirrtes und verlorenes Schaf; suche deinen Knecht, denn ich vergesse deine Gebote nicht.