Zefanja 2

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Versammelt euch und rafft euch auf, / gleichgültiges Volk,2 noch ehe der Rat die Tat gebiert / – die Tage fliegen dahin –, / noch ehe die Zornglut Jahwes über euch kommt, / noch vor dem Zornestag Jahwes!3 Sucht Jahwe, / ihr Gebeugten im Land, / die ihr nach seinen Geboten lebt. / Sucht Demut und Gerechtigkeit! / Vielleicht bleibt ihr dann verschont, / wenn Jahwe sein Gericht vollstreckt.4 Ja, Gaza wird verlassen sein, / Aschkelon wird eine Wüste. / Am Mittag jagt man Aschdod fort, / und Ekron wird entwurzelt sein.5 Wehe euch, Bewohner vom Küstenland, / Eindringlinge aus Kreta! / Das Wort Jahwes kommt über euch: / „Kanaan, Philisterland, / ich richte dich zugrunde, / dass dir kein Bewohner mehr bleibt!6 Das Küstenland wird zum Weidegebiet, / dort werden Zisternen für Hirten sein / und Hürden für das Kleinvieh.7 Dieser Landstrich fällt dem Rest des Hauses Juda zu. / Sie treiben ihre Herden dorthin / und legen sich am Abend nieder / in den Häusern Aschkelons.“ / Denn Jahwe, ihr Gott, kümmert sich um sie / und wendet alles zum Guten.8 „Ich habe Moabs[1] Beschimpfungen gehört / und die Lästerungen der Ammoniter,[2] / mit denen sie mein Volk verhöhnten / und prahlten gegen sein Land.9 Darum, so wahr ich lebe“, / spricht Jahwe, der Allmächtige,[3] / Israels Gott: / „Ja, Moab soll wie Sodom werden, / die Ammoniter wie Gomorra,[4] / ein Land voller Unkraut und Gruben aus Salz, / eine Wüste für immer. / Der Rest meines Volkes plündert sie aus, / und die Übriggebliebenen beerben sie.“ (1Mo 19,24)10 Das ist die Strafe für ihren Hochmut, / weil sie das Volk Jahwes, des Allmächtigen, verhöhnt / und sich prahlerisch darüber erhoben haben.11 Furchtbar tritt Jahwe gegen sie auf, / denn er vernichtet alle Götter der Welt. / Alle Küstenvölker werfen sich nieder vor ihm, / jeder Mensch an seinem Ort.12 „Auch ihr Nubier / werdet von meinem Schwert durchbohrt.“13 Er streckt seine Hand nach Norden aus / und vernichtet Assyrien. / Ninive[5] macht er zur Öde, / dürr wie eine Wüste.14 Dort lagern Herden, Tiere aller Art, / selbst Pelikan und Eulen / übernachten auf den Säulen. / In Fensterlöchern kreischen Vögel, / die Schwellen sind mit Trümmern bedeckt, / abgerissen die Rahmen aus Zedernholz.15 Das also ist die fröhliche Stadt, / die sich in Sicherheit wiegte, / die dachte: „Ich – und gar nichts sonst!“ / Was für eine Wüste ist sie geworden, / ein Lagerplatz für wilde Tiere! / Jeder, der vorübergeht, / hebt erschrocken die Hand.

Zefanja 2

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Sammelt euch, tut euch zusammen, du Volk, das nichts erstrebt, (Jer 4,5; Jer 8,14)2 ehe ihr zerstreut werdet / wie zerstiebende Spreu, / ehe der glühende Zorn des HERRN über euch kommt, / ehe über euch der Tag des Zorns des HERRN kommt![1] (2Mo 15,7; Ps 1,4; Hos 13,3)3 Sucht den HERRN, all ihr Gedemütigten im Land, die ihr nach dem Recht des HERRN lebt! Sucht Gerechtigkeit, / sucht Demut! / Vielleicht bleibt ihr geborgen / am Tag des Zorns des HERRN. (Am 5,4; Jon 3,9)4 Ja, Gaza wird verlassen sein / und Aschkelon wird eine Wüste, am hellen Mittag treibt man Aschdods Einwohner fort / und Ekron ackert man um. (Jer 25,20; Am 1,6; Sach 9,5)5 Wehe, die ihr das Gebiet am Meer bewohnt, / ihr Volk der Kereter! Das Wort des HERRN richtet sich gegen euch: Kanaan, Land der Philister, / ich richte dich zugrunde, / keiner deiner Bewohner bleibt übrig. (Jer 47,1; Hes 25,15)6 Du wirst zum Weideland der Hirten / und zu Pferchen für Schafe und Ziegen.[2]7 Das Gebiet am Meer fällt dem Rest des Hauses Juda zu. Darauf weiden sie; am Abend lagern sie in Aschkelons Häusern. Denn der HERR, ihr Gott, kümmert sich um sie und wendet ihr Geschick. (Jes 11,14; Jer 29,10)8 Ich habe den Hohn Moabs gehört / und die Schimpfworte der Ammoniter, die mein Volk verhöhnten / und große Reden führten gegen sein Land. (Jes 15,1; Jer 48,1; Hes 25,1; Hes 35,12; Am 1,13)9 Darum - Spruch des HERRN der Heerscharen, / des Gottes Israels: So wahr ich lebe: Moab wird wie Sodom werden / und die Ammoniter wie Gomorra, ein Wucherplatz für Nesseln, eine Salzgrube / und eine Wüste für immer. Der Rest meines Volkes wird sie ausplündern, / der Überrest meiner Nation wird sie beerben. (1Mo 19,23; Jes 11,14)10 Das ist die Strafe für ihren Hochmut; denn sie höhnten und führten große Reden gegen das Volk des HERRN der Heerscharen.11 Furcht erregend tritt der HERR gegen sie auf. Ja, er vernichtet alle Götter der Erde und alle Inseln der Völker werfen sich nieder vor ihm, jedermann an seinem Ort. (Ps 95,3; Ps 96,4; Jes 19,18; Zef 3,9; Mal 1,11)12 Auch ihr Kuschiter werdet von meinem Schwert durchbohrt. (Jes 18,1; Nah 3,8)13 Er streckt seine Hand auch nach Norden aus / und vernichtet Assur und Ninive macht er zur Öde, / es verdorrt wie die Wüste. (Jer 46,6)14 Dort lagern Herden, / allerart Tiere der Weide, auf den Kapitellen der Säulen / nächtigen Eule und Dohle. Laut schreit es im Fenster, / ein Rabe krächzt auf der Schwelle. Denn das Zederngetäfel ist weg.[3] (3Mo 11,13; Jes 34,11)15 Das also ist die fröhliche Stadt, / die in Sicherheit thronte, die in ihrem Herzen sagte: Ich / und sonst niemand! Welch eine Wüste ist sie geworden, / ein Lager für die wilden Tiere. Jeder, der dort vorbeikommt, pfeift / und hebt entsetzt seine Hand. (Jes 47,8; Jer 18,16; Jer 19,8; Kla 2,15)