Psalm 143

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Ein Psalmlied. Von David. Hör mein Gebet, Jahwe, achte auf mein Flehen! / Erhöre mich, denn du bist treu und gerecht! 2 Geh mit deinem Diener nicht ins Gericht, / denn vor dir kann kein Lebendiger bestehen! 3 Der Feind verfolgt meine Seele, / tritt mein Leben zu Boden / und stößt mich in eine Dunkelheit wie bei den Toten im Grab. 4 Mein Geist ist erstarrt, / ich bin vor Angst wie gelähmt. 5 Ich denke an die vergangene Zeit, / grüble nach über dein Tun / und überlege, was du geschaffen hast. 6 Betend breite ich meine Hände zu dir aus, / meine Seele verlangt nach dir wie ein ausgetrocknetes Land. ♪ 7 Jahwe, erhöre mich bald! / Denn mein Geist zehrt sich auf. / Verbirg dein Gesicht nicht vor mir! / Sonst gleiche ich bald denen im Grab. 8 Lass mich schon früh am Morgen deine Gnade erfahren, / denn ich setze mein Vertrauen auf dich. / Zeig mir den Weg, den ich gehen soll, / denn auf dich richte ich meinen Sinn! 9 Rette mich vor meinen Feinden, Jahwe, / denn bei dir suche ich Schutz! 10 Lehre mich zu tun, was dir gefällt, / denn du bist mein Gott! / Dein guter Geist führe mich auf ebenes Land! 11 Zur Ehre deines Namens erhalte mein Leben, Jahwe! / Gerechter Gott, befreie mich aus dieser Not! 12 Sei so gnädig und vernichte den Feind, / lass umkommen den, der mein Leben bedrängt, / ich bin doch der, der dir dient! 

Psalm 143

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Ein Psalm Davids. HERR, höre mein Bittgebet, vernimm doch mein Flehen, in deiner Treue antworte mir, in deiner Gerechtigkeit! 2 Geh mit deinem Knecht nicht ins Gericht; denn keiner, der lebt, ist gerecht vor dir! (Hi 4,17; Hi 9,2; Hi 25,4; Ps 130,3; Pred 7,20) 3 Ja, der Feind verfolgte mich, / trat mein Leben zu Boden, ließ mich in tiefer Finsternis wohnen wie längst Verstorbene. (Kla 3,6) 4 Daher schwand mir mein Lebensgeist, mein Herz erstarrt in meinem Innern. (Hi 17,1; Ps 142,4) 5 Ich gedachte der Tage der Vorzeit, / erwog all deine Taten, ich sinne nach über das Werk deiner Hände. (Ps 77,6) 6 Ausgebreitet habe ich meine Hände zu dir, wie erschöpftes Land ist vor dir meine Seele. [Sela] (Ps 42,2) 7 Eile, HERR, gib mir Antwort, denn es erlischt mein Lebensgeist! Verbirg vor mir nicht dein Angesicht, sonst gleiche ich denen, die hinabfahren in die Grube. (Ps 28,1; Ps 69,18; Ps 88,5; Ps 102,3) 8 Lass mich am Morgen deine Huld erfahren, denn auf dich vertraute ich! Lass mich den Weg erkennen, den ich gehen soll, denn zu dir erhob ich meine Seele! (Ps 25,1; Ps 90,14) 9 Entreiß mich meinen Feinden, HERR zu dir nehme ich meine Zuflucht![1] 10 Lehre mich tun, was dir gefällt, / denn du bist mein Gott! Dein guter Geist leite mich auf ebenem Land. (Ps 119,1) 11 Um deines Namens willen, HERR, wirst du mich am Leben erhalten, / wirst du mich herausführen in deiner Gerechtigkeit aus der Drangsal meiner Seele. 12 In deiner Huld wirst du meine Feinde vernichten, / du wirst zugrunde gehen lassen alle Bedränger meiner Seele, weil ich dein Knecht bin. (Ps 54,7)