Hosea 12

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Mit Lügen hat mich Efraïm umringt, / mit Betrug die Leute Israels. / Nur Juda schweift noch um Gott herum, / den Heiligen und Treuen.2 Efraïm weidet Luft und jagt dem Ostwind nach, / täglich mehrt es Lüge und Gewalt. / Mit Assyrien schließt es einen Bund / und liefert Ägypten gleichzeitig Öl.3 Auch mit Juda geht Jahwe ins Gericht. / Jakob straft er für sein Verhalten / und zahlt ihm heim, wie es seinen Taten entspricht.4 Im Mutterleib hat er seinen Bruder betrogen / und in seiner Manneskraft mit Gott gekämpft.5 Er kämpfte mit dem Engel und war überlegen. / Er weinte und flehte ihn um Gnade an. / In Bet-El sollte er ihn finden. / Und dort redete er zu uns.6 Jahwe, der allmächtige Gott, / Jahwe ist sein Name! Er sagt:7 „Du darfst zurückkehren mit Gott! / Bewahre Liebe und Recht / und hoffe stets auf deinen Gott!“8 Doch dieser Händler ‹Efraïm› / hat eine falsche Waage in der Hand, / er liebt es, zu betrügen!9 Und Efraïm redet sich ein: „Ich bin doch reich geworden, / hab ein Vermögen gewonnen. / Und in allem, was ich mir erwarb, / wird man keine Schuld an mir finden, / nichts von dem, was Sünde ist!“10 Doch ich bin Jahwe! / Ich bin dein Gott seit Ägypten. / Ich lasse dich wieder in Zelten wohnen, / wie du es jetzt während der Festtage tust.11 Ich habe zu den Propheten geredet, / ich gab ihnen viele Visionen / und sprach in Gleichnissen durch sie.12 Wenn schon Gilead ein Unheil darstellt, / sind nun auch sie zu Nichtsen geworden. / Sogar Stiere opferten sie in Gilgal. / Darum werden ihre Altäre wie die Steinhaufen sein, / die man neben den Äckern aufhäuft.13 Jakob floh ins Land der Syrer. / Wegen einer Frau hat Israel wie ein Sklave gedient. / Einer Frau zuliebe hütete er Schafe.14 Aber durch einen Propheten führte Jahwe Israel aus Ägypten heraus, / und durch einen Propheten hat er es behütet.15 Efraïm hat Gott bitter gekränkt. / Sein Herr lässt ihn die Blutschuld büßen, / er zahlt ihm die Beschimpfung heim.

Hosea 12

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Mit Lügen hat mich Efraim umzingelt, / mit Betrug das Haus Israel und Juda ist Gott gegenüber immer noch unentschlossen / und hält an dem fest, was es für heilig hält.2 Efraim weidet den Wind, / läuft dem Ostwind nach. Den ganzen Tag häuft es Lüge auf Lüge, Gewalt auf Gewalt. / Man schließt mit Assur ein Bündnis / und liefert Öl nach Ägypten. (Jes 31,1; Hos 7,11)3 Darum verklagt der HERR Juda, / er wird Jakob für sein Verhalten heimsuchen / und ihm nach seinen Taten vergelten. (Hos 4,1)4 Schon im Mutterleib hinterging er seinen Bruder, / und als er ein Mann war, rang er mit Gott. (1Mo 25,26; 1Mo 32,25)5 Er rang mit einem Gottesboten und hielt stand. / Weinend flehte er ihn um Gnade an. Er fand ihn in Bet-El / und dort sprach er mit ihm. (1Mo 28,10)6 Der HERR, der Gott der Heerscharen, / dessen Name HERR ist, sagte:7 Du wirst mit Hilfe deines Gottes zurückkehren; / bewahre die Liebe und das Recht / und hoffe immer auf deinen Gott!8 Der Händler hat eine Waage in der Hand, mit der er Betrug übt; / er liebt Ausbeutung. (Am 8,5; Mi 6,11)9 Efraim sagt: Ich bin reich geworden / und habe mir Besitz erworben. Was mein Vermögen angeht, / wird man an mir keine Schuld finden, die eine Sünde wäre. (Lk 12,19; Offb 3,17)10 Aber ich, der HERR, / bin dein Gott vom Land Ägypten her, ich lasse dich wieder in Zelten wohnen / wie in den Tagen der ersten Begegnung. (2Mo 20,2; Hos 13,4)11 Ich werde zu den Propheten reden / und sie viele Visionen sehen lassen / und durch die Propheten werde ich in Gleichnissen reden. (Hos 6,5)12 Schon in Gilead beging man Verbrechen / und auch jetzt handeln sie völlig verkehrt. Sie bringen in Gilgal Stiere als Schlachtopfer dar; / darum werden auch ihre Altäre wie Steinhaufen an den Ackerfurchen sein. (Hos 4,15; Hos 6,8; Hos 9,15)13 Jakob floh in die Gegend von Aram; / um eine Frau diente Israel, / um einer Frau willen hütete er Schafe. (1Mo 29,1)14 Aber durch einen Propheten führte der HERR Israel aus Ägypten heraus / und durch einen Propheten wurde es behütet. (2Mo 3,7)15 Efraim hat Gott bitter gekränkt, / darum wird sein Herr ihn die Blutschuld büßen lassen / und ihm die Beschimpfung vergelten.