2.Könige 11

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Als Atalja, die Mutter von Ahasja, erfuhr, dass ihr Sohn tot war, ließ sie die ganze königliche Nachkommenschaft umbringen.2 Doch Joscheba,[1] die Tochter von König Joram und Schwester Ahasjas, hatte dessen kleinen Sohn Joasch aus der Mitte der Prinzen, die getötet werden sollten, heimlich weggenommen. Sie hatte ihn und seine Amme in der Bettenkammer versteckt und so vor Atalja in Sicherheit gebracht. (2Kön 22,11)3 Danach blieb er sechs Jahre lang bei ihr im Bereich des Tempels verborgen, während Atalja als Königin das Land beherrschte.4 Im siebten Jahr ließ der Priester Jojada die Offiziere der königlichen Leibgarde[2] und der Palastwache zu sich in den Tempel Jahwes kommen. Dort schloss er ein Bündnis mit ihnen. Er ließ sie Treue schwören und zeigte ihnen den Sohn des Königs.5 Dann gab er ihnen folgende Weisung: „Ein Drittel von euren Leuten, die am Sabbat den Dienst antreten, soll den Palast des Königs bewachen,6 ein weiteres Drittel soll am Tor Sur Wache halten und das letzte Drittel am Tor hinter dem Haus der Palastwache. So sollt ihr abwechselnd die Bewachung des Tempels übernehmen.7 Die zwei Abteilungen von euch, die ihren Dienst am Sabbat gerade beenden, sollen im Tempel bleiben und den König beschützen.8 Ihr sollt mit der Waffe in der Hand den König umgeben und jeden töten, der in den Kreis einzudringen versucht. Auf Schritt und Tritt müsst ihr den König begleiten.“9 Die Offiziere befolgten genau die Anweisungen des Priesters. Jeder nahm seine Männer zusammen, und zwar die, die am Sabbat ihren Dienst antraten, und die, die ihn beendeten. So kamen sie zu Jojada.10 Der Priester übergab den Offizieren die Speere und Schilde, die noch von König David stammten und im Tempel Jahwes aufbewahrt wurden.11 Daraufhin stellten sich die Leibwächter auf, jeder mit den Waffen in der Hand, von der rechten Seite des Tempelhofes am Altar und dem Tempelhaus vorbei bis zur linken Seite, um den König nach allen Seiten abzusichern.12 Dann führte Jojada den Prinzen heraus. Er setzte ihm die Krone auf und überreichte ihm die Urkunde. Dann wurde er gesalbt und so zum König gemacht. Alle klatschten in die Hände und riefen: „Es lebe der König!“13 Als Atalja die Jubelrufe der Palastwache und des Volkes hörte, kam auch sie zum Haus Jahwes.14 Da sah sie den König nach dem Brauch auf der obersten Stufe des Tempeleingangs stehen, umgeben von den Offizieren und Trompetern. Das Volk jubelte vor Freude, und die Trompeten schmetterten. Da riss Atalja ihr Obergewand ein und schrie: „Verrat! Verschwörung!“15 Doch Jojada befahl den Offizieren, die das Kommando über die Truppen hatten: „Führt sie durch die Reihen eurer Leute hinaus. Wer ihr folgt, den tötet mit dem Schwert!“ Er wollte nämlich nicht, dass man sie im Tempelhof umbrachte.16 Da packten sie Atalja und brachten sie auf dem Reiterweg in den Palastbezirk. Dort wurde sie getötet.17 Inzwischen ließ Jojada den König und das Volk in den Bund mit Jahwe eintreten. Sie verpflichteten sich, das Volk Jahwes zu sein. Auch zwischen König und Volk wurde ein Bund geschlossen.18 Dann zog das ganze Volk zum Baalstempel und riss ihn nieder. Sie zertrümmerten seine Altäre und Götzenbilder und erschlugen den Baalspriester Mattan dort vor den Altären. Nachdem der Priester Wachen zum Schutz des Tempels Jahwes aufgestellt hatte,19 rief er die Offiziere, die Leibgarde, die Palastwache und das ganze Volk zusammen. Dann geleiteten sie den König durch das Tor der Palastwache in den Königspalast. Dort nahm er auf dem Königsthron Platz.20 Das ganze Volk freute sich und die Stadt blieb ruhig, obwohl Atalja im Palastbezirk mit dem Schwert getötet worden war.

2.Könige 11

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Als aber Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte die ganze königliche Nachkommenschaft um. (2Kön 8,26; 2Kön 9,27; 2Chr 22,10; 2Chr 24,7)2 Doch Joscheba, die Tochter des Königs Joram und Schwester des Ahasja, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der Königssöhne, die getötet werden sollten, ⟨und brachte⟩ ihn und seine Amme in die Bettenkammer. So verbargen sie ihn vor Atalja, und er wurde nicht getötet. (2Kön 8,16; 2Kön 8,19; 1Chr 3,11; Jer 33,17; Jer 36,26)3 Und er hielt sich sechs Jahre ⟨lang⟩ bei ihr im Haus des HERRN versteckt. Atalja aber herrschte als Königin über das Land. (2Mo 2,2; Ri 9,5; 2Chr 23,1)4 Und im siebten Jahr sandte Jojada hin und ließ die Obersten über Hundert von den Karern[1] und den Leibwächtern[2] holen und zu sich ins Haus des HERRN kommen. Und er schloss einen Bund mit ihnen und ließ sie im Haus des HERRN schwören und zeigte ihnen den Sohn des Königs. (2Sam 8,18; 1Kön 14,27)5 Und er befahl ihnen: Das ist es, was ihr tun sollt: Ein Drittel von euch, die ihr am Sabbat antretet, soll Wache halten im Haus des Königs,6 und ein Drittel soll am Tor Sur ⟨Wache halten⟩ und ein Drittel am Tor hinter den Leibwächtern[3] sein. Und ihr sollt abwechselnd Wache beim Haus halten.7 Die zwei Abteilungen von euch aber, alle, die am Sabbat abtreten, die sollen im Haus des HERRN Wache halten beim König.8 Und ihr sollt den König von allen Seiten umgeben, jeder mit seinen Waffen in seiner Hand; und wer in die Reihen eindringen will, soll getötet werden; und ihr sollt bei dem König sein, wenn er herauskommt und wenn er hineingeht.9 Und die Obersten über Hundert taten nach allem, was der Priester Jojada befohlen hatte. Sie nahmen jeder seine Männer, die am Sabbat antraten, ⟨zusammen⟩ mit denen, die am Sabbat abtraten, und kamen zum Priester Jojada.10 Und der Priester gab den Obersten über Hundert die Speere und die Schilde, die dem König David gehört hatten ⟨und⟩ die im Haus des HERRN waren. (2Sam 8,7)11 Und die Leibwächter[4] stellten sich auf, jeder mit seinen Waffen in seiner Hand, von der rechten Seite[5] des Hauses bis zur linken Seite[6] des Hauses, zum Altar und zum Haus hin, rings um den König herum.12 Und er führte den Sohn des Königs heraus und setzte ihm die Krone auf und gab ihm die Ordnung[7], und sie machten ihn zum König und salbten ihn. Und sie klatschten in die Hände und riefen: Es lebe der König! (5Mo 17,18; 2Sam 2,4; 1Kön 1,25; 1Kön 1,34; 2Kön 9,13; Ps 21,4)13 Als aber Atalja das Geschrei der Leibwächter[8] und des Volkes hörte, kam sie zum Volk ins Haus des HERRN.14 Und sie sah: Siehe, da stand der König auf dem ⟨erhöhten⟩ Standort[9], wie ⟨es⟩ Brauch ⟨war⟩, und die Obersten und die Trompeter ⟨standen⟩ beim König; und alles Volk des Landes war fröhlich und stieß in die Trompeten. Da zerriss Atalja ihre Kleider und rief: Verschwörung, Verschwörung! (1Kön 1,25; 2Kön 9,13; 2Kön 23,3)15 Der Priester Jojada aber befahl den Obersten über Hundert, den Vorgesetzten des Heeres, und sagte zu ihnen: Führt sie durch die Reihen[10] hinaus, und wer ihr folgt, den tötet mit dem Schwert! Denn der Priester hatte gesagt: Sie soll nicht im Haus des HERRN getötet werden. (2Mo 21,14)16 Und sie legten Hand an sie[11], und sie ging ins Haus des Königs auf dem Weg, den die Pferde zum Haus des Königs nehmen. Dort wurde sie getötet. (1Mo 9,6; Neh 3,28; Jak 2,13)17 Und Jojada schloss den Bund zwischen dem HERRN und dem König und dem Volk, dass sie das Volk des HERRN sein sollten, und ⟨auch⟩ zwischen dem König und dem Volk. (Jos 24,25; 2Sam 5,3; 2Kön 23,3)18 Da ging das ganze Volk des Landes in das Haus des Baal und riss es nieder; seine Altäre und seine Götzenbilder zerschlugen sie gründlich; und Mattan, den Priester des Baal, erschlugen sie vor den Altären. Und der Priester stellte Wachen am Haus des HERRN auf. (5Mo 13,6; 2Kön 10,25; 2Kön 10,26; 2Kön 18,4; 2Kön 23,20)19 Und er nahm die Obersten über Hundert und die Karer und die Leibwächter[12] und das ganze Volk des Landes, und sie führten den König aus dem Haus des HERRN hinab und kamen auf dem Weg durch das Tor der Leibwächter ins Haus des Königs. Und er setzte sich auf den Thron der Könige. (1Kön 14,27; 1Chr 29,23)20 Und das ganze Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe[13]. Atalja aber hatten sie im Haus des Königs mit dem Schwert getötet. (1Mo 9,6; Spr 11,10; Jak 2,13)

2.Könige 11

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Als Ahasjas Mutter Atalja erfuhr, dass ihr Sohn tot war, ließ sie alle königlichen Nachkommen umbringen. (2Chr 22,10)2 Nur Ahasjas Sohn Joasch überlebte, weil seine Tante Joscheba, eine Tochter von König Joram und Schwester von Ahasja, ihn rechtzeitig vor Atalja gerettet hatte. Heimlich hatte sie ihn aus seinem Zimmer geholt und ihn zusammen mit seiner Amme in einer Kammer versteckt, in der Bettzeug aufbewahrt wurde. Auf diese Weise konnte Atalja ihm nichts anhaben.3 Später nahm Joscheba ihn zu sich und hielt ihn sechs Jahre im Tempelbereich verborgen.[1] In dieser Zeit herrschte Atalja als Königin über Juda. (2Chr 22,11)4 Im 7. Regierungsjahr von Atalja ließ der Priester Jojada alle Offiziere der Palastwache und der königlichen Leibwache zu sich in den Tempel des HERRN kommen und schloss mit ihnen einen Pakt. Mit einem Eid ließ er sie bekräftigen, dass sie seinen Plänen zustimmten. Dann führte er ihnen Joasch, den rechtmäßigen König, vor (2Chr 23,1)5 und gab ihnen einige Anweisungen: »Die Abteilung, die am nächsten Sabbat ihren Dienst antritt, soll sich in drei Gruppen aufteilen: Die erste soll wie gewohnt beim Palast Wache halten,6 die zweite beim Tor Sur und die dritte beim Tor, hinter dem die königliche Leibgarde steht. Auf diese Weise könnt ihr den Tempel immer im Auge behalten.7 Die zwei Abteilungen aber, die am Sabbat abtreten, sollen in den Tempel des HERRN kommen, um König Joasch zu bewachen.8 Sie sollen einen Kreis um ihn bilden und ihn mit der Hand an der Waffe auf Schritt und Tritt begleiten. Wer in diesen Kreis eindringen will, wird auf der Stelle getötet.«9 Die Offiziere befolgten die Anweisungen des Priesters Jojada. Am nächsten Sabbat kamen alle mit ihren Männern zu ihm – sowohl die Abteilungen, die vom Dienst abtraten, als auch die Abteilung, die antrat.10 Der Priester gab den Offizieren die Speere und Schilde, die seit König Davids Regierungszeit im Tempel aufbewahrt wurden, und die Offiziere verteilten sie an ihre Soldaten.11 Dann stellten sich die Soldaten der Leibgarde in einem Halbkreis auf, der von der Südseite des Tempels um den Brandopferaltar herum bis zur Nordseite reichte. Jeder hielt seine Waffe griffbereit. So war Joasch ringsum geschützt.12 Nun führte Jojada ihn heraus, um ihn zum König zu krönen. Er setzte ihm die Krone auf, gab ihm das Königsgesetz[2] in die Hand und salbte ihn zum König. Da klatschten alle und riefen: »Hoch lebe der König!« (1Sam 10,25)13 Als Atalja das Freudengeschrei der Leibwächter und der Volksmenge hörte, kam auch sie zum Tempel.14 Bei der Säule, wo nach altem Brauch der Platz des Königs war, sah sie einen neuen König stehen, umgeben von Offizieren und Trompetern! Aus ganz Juda war das Volk zusammengeströmt. Alle jubelten vor Freude, und die Trompeten erklangen. Entsetzt zerriss Atalja ihr Obergewand und schrie: »Verrat, Verrat!«15 Der Priester Jojada sagte zu den Offizieren, die den Befehl über die Abteilungen hatten: »Führt sie aus dem Tempelbereich hinaus! Sie soll nicht hier im Heiligtum getötet werden. Wer ihr aber folgt, den stecht an Ort und Stelle mit dem Schwert nieder!«16 Da ergriffen sie Atalja und brachten sie auf dem Weg, den die Reiter immer nahmen, zum Palast. Dort wurde sie getötet.17 Inzwischen ließ Jojada den König und das Volk einen Bund mit dem HERRN schließen. Sie bekräftigten darin, dass sie als Volk dem HERRN gehören wollten. Jojada veranlasste auch einen Bund zwischen dem Volk und dem neuen König.18 Dann stürmten alle in den Baalstempel und rissen ihn nieder. Sie zerschmetterten die Altäre und Götzenfiguren in tausend Stücke und töteten Mattan, den Priester von Baal, dort bei den Altären. Am Tempel des HERRN stellte Jojada Wachen auf.19 Zugleich befahl er den Offizieren, den Soldaten der Palastwache und der Leibgarde sowie dem ganzen Volk, einen Zug zu bilden. Sie geleiteten den König aus dem Tempel durch das Tor der Leibwächter zum Palast hinab. Dort setzte er sich auf den Königsthron.20 Die ganze Bevölkerung von Juda freute sich mit. In Jerusalem herrschte nun wieder Ruhe,[3] nachdem man Atalja beim Königspalast hingerichtet hatte.