Psalm 137

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 An den Flüssen Babels saßen wir und weinten, wenn wir an Jerusalem[1] dachten. (Neh 1,4; Hes 1,1) 2 An die Äste der Weiden hängten wir unsere Harfen. (Hes 26,13) 3 Denn die uns gefangen hielten, wollten, dass wir singen, und die uns peinigten, wollten Freudenlieder hören: »Singt doch eins der Lieder von Jerusalem!« (2Chr 29,27; Neh 12,46) 4 Doch wie können wir in einem fremden Land die Lieder des HERRN anstimmen? 5 Wenn ich dich jemals vergesse, Jerusalem, soll meine rechte Hand gelähmt werden. 6 Meine Zunge soll mir am Gaumen kleben, wenn ich nicht mehr an dich denke, wenn Jerusalem nicht mehr meine höchste Freude ist. (Hes 3,26) 7 HERR, denk doch daran, was die Edomiter an dem Tag taten, als die babylonischen Heere Jerusalem eroberten. Sie schrien: »Zerstört es! Macht es dem Erdboden gleich!« (Jer 49,7; Hes 25,12; Ob 1,10) 8 Babel, du selbst wirst zerstört werden. Der ist gut dran, der Vergeltung an dir übt für das, was du uns angetan hast. (Jes 13,1; Jes 47,1; Jer 50,1; Jer 51,1) 9 Der ist gut dran, der deine kleinen Kinder an den Felsen zerschmettert!