1Was verursacht die Kriege und Streitigkeiten unter euch? Sind es nicht die vielen Begierden, die in euch kämpfen?2Ihr begehrt und habt nichts; ihr schmiedet Pläne und tötet und bekommt nichts. Ihr seid neidisch auf das, was andere haben, und könnt es nicht bekommen; also kämpft und streitet ihr, um es ihnen wegzunehmen. Doch euch fehlt das, was ihr so gerne wollt, weil ihr Gott nicht darum bittet. (1Joh 3,15)3Und selbst wenn ihr darum bittet, bekommt ihr es nicht, weil ihr aus falschen Gründen bittet und nur euer Vergnügen sucht. (1Joh 3,22; 1Joh 5,14)4Ihr Ehebrecher! Ist euch denn nicht bewusst, dass die Freundschaft mit dieser Welt euch zu Feinden Gottes macht? Ich sage es noch einmal: Wer ein Freund der Welt sein will, wird zum Feind Gottes. (Joh 15,19; 1Joh 2,15)5Meint ihr, die Schrift sage umsonst, dass der Heilige Geist, den Gott uns gegeben hat, eifersüchtig auf unsere Treue bedacht ist?[1] (1Kor 6,19; 2Kor 6,16)6Weil Gott gnädig ist, gibt er uns immer mehr Kraft, solchen Begierden zu widerstehen. So heißt es auch in der Schrift: »Gott stellt sich den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er Gnade.«[2] (Spr 3,34; Mt 23,12; 1Petr 5,6)7Deshalb ordnet euren Willen Gott unter! Widersteht dem Teufel, und er wird euch verlassen.8Kommt zu Gott, und Gott wird euch entgegenkommen. Wascht euch die Hände, ihr Sünder; reinigt eure Herzen, ihr Zweifler! (Ps 73,28; Jes 1,16; Sach 1,3; Mal 3,7)9Erkennt eure Schuld und weint darüber; klagt und trauert! Seid traurig, statt zu lachen, und niedergeschlagen, statt euch zu freuen. (Lk 6,25)10Wenn ihr eure Schuld vor dem Herrn eingesteht, wird er euch wieder aufrichten. (Hi 5,11; 1Petr 5,6)
Eine Warnung, nicht über andere zu richten
11Redet nicht schlecht übereinander, liebe Freunde[3]! Wer einen anderen verleumdet und verurteilt, verleumdet und verurteilt das Gesetz Gottes. Aber eure Aufgabe ist es nicht, das Gesetz zu richten, sondern dem Gesetz zu gehorchen. (Mt 7,1; 2Kor 12,20; 1Petr 2,1)12Nur Gott, der das Gesetz gegeben hat, kann gerecht richten. Nur er hat die Macht, zu retten oder zu vernichten. Welches Recht hast du also, deinen Nächsten zu verurteilen? (Mt 10,28; Röm 2,1; Röm 14,4; Jak 5,9)
Warnung vor übergroßer Selbstsicherheit
13Passt auf, wenn ihr behauptet: »Heute oder morgen werden wir in eine bestimmte Stadt gehen und ein Jahr dort bleiben. Wir werden dort Geschäfte machen und Gewinne erzielen.« (Spr 27,1; Lk 12,18)14Woher wollt ihr wissen, was morgen sein wird? Euer Leben gleicht doch dem Nebel am Morgen – schon nach kurzer Zeit ist er wieder verschwunden.15Stattdessen solltet ihr sagen: »Wenn der Herr es will, werden wir leben und dieses oder jenes tun.« (Apg 18,21)16Nun aber seid ihr stolz auf eure eigenen Pläne. Doch solche Angeberei ist durch und durch schlecht. (1Kor 5,6)17Denkt daran: Wer das Gute kennt und es nicht tut, der macht sich schuldig. (Lk 12,47)
Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft gegen Gott
1Woher kommen die Auseinandersetzungen unter euch, woher die Streitigkeiten? Kommen sie nicht daher, dass in euch selbst[1] ein Kampf tobt? Eure eigensüchtigen Wünsche führen einen regelrechten Krieg ´gegen das, was Gott von euch möchte`!2Ihr tut alles, um eure Gier zu stillen, und steht doch mit leeren Händen da. Ihr seid bereit, über Leichen zu gehen[2], ihr seid erfüllt von Neid und Eifersucht, aber nichts davon bringt euch euren Zielen näher. Ihr streitet und kämpft, und trotzdem bekommt ihr nicht, ´was ihr wollt,` weil ihr euch mit euren Anliegen nicht an Gott wendet. (Mt 5,21; Mt 5,22; 1Joh 3,15)3Und selbst wenn ihr euch an ihn wendet, werden eure Bitten nicht erhört[3], weil ihr in verwerflicher Absicht bittet: Das Erbetene soll dazu beitragen, eure selbstsüchtigen Wünsche zu erfüllen!4Ihr Treulosen! Wie eine Ehebrecherin den Bund mit ihrem Mann bricht, so brecht ihr den Bund mit Gott.[4] Ist euch denn nicht bewusst, dass Freundschaft mit der Welt[5] Feindschaft gegenüber Gott bedeutet? Wer also ein Freund der Welt sein will, erweist sich damit als Feind Gottes. (1Joh 2,15)5Oder meint ihr, die Schrift sagt ohne Grund: »Mit leidenschaftlichem Eifer sehnt sich Gott danach, dass der Geist, den er uns Menschen eingepflanzt hat, ihm allein ergeben ist[6].«[7]? (2Mo 20,5; 2Mo 20,6; 2Mo 34,14)6Aber eben deshalb schenkt Gott uns auch seine Gnade in ganz besonderem Maß. Es heißt ja in der Schrift[8]: »Den Hochmütigen stellt sich Gott entgegen, aber wer gering von sich denkt, den lässt er seine Gnade erfahren.« (Spr 3,34)7Ordnet euch daher Gott unter! Und dem Teufel widersteht, dann wird er von euch ablassen und fliehen.8Sucht die Nähe Gottes, dann wird er euch nahe sein! Wascht ´die Schuld` von euren Händen, ihr Sünder! Reinigt eure Herzen, ihr Unentschlossenen[9]!9Klagt ´über euren Zustand`, trauert und weint! Aus eurem Lachen muss Traurigkeit werden, aus eurer Freude Bestürzung und Scham.10Beugt euch vor dem Herrn, dann wird er euch erhöhen.
Sitzt nicht über andere zu Gericht!
11Redet nicht schlecht übereinander, Geschwister! Wer schlecht über seinen Bruder redet oder seinen Bruder verurteilt, der redet damit schlecht über das Gesetz und verurteilt das Gesetz, ´das ein solches Verhalten untersagt`.[10] Und wenn du das Gesetz verurteilst, spielst du dich als sein Richter auf, statt es zu befolgen. (3Mo 19,16)12Dabei gibt es doch nur einen Gesetzgeber und nur einen Richter – den, der die Macht hat zu retten und der die Macht hat, dem Verderben preiszugeben. Du aber, wer bist du, dass du über deine Mitmenschen zu Gericht sitzt?
Warnung vor Selbstsicherheit
13Nun zu euch, die ihr sagt: »Heute oder spätestens morgen werden wir in die und die Stadt reisen! Wir werden ein Jahr lang dort bleiben, werden Geschäfte machen und werden viel Geld verdienen!«14Dabei wisst ihr nicht einmal, was morgen sein wird! Was ist schon euer Leben?[11] Ein Dampfwölkchen seid ihr[12], das für eine kleine Weile zu sehen ist und dann wieder verschwindet.15Statt solche selbstsicheren Behauptungen aufzustellen, solltet ihr lieber sagen[13]: »Wenn der Herr es will, werden wir dann noch am Leben sein und dieses oder jenes tun.«16Doch was macht ihr? Ihr rühmt euch selbst und prahlt mit euren überheblichen Plänen.[14] Alles Rühmen dieser Art ist verwerflich.17Denkt also daran: Wenn jemand weiß[15], was gut und richtig ist, und es doch nicht tut, macht er sich schuldig.
1Woher kommen denn die Kriege und die Streitigkeiten unter euch? Kommt das alles nicht letztlich aus euren selbstsüchtigen Wünschen, die in eurem Inneren miteinander um den Vorrang kämpfen?2Ihr wollt etwas unbedingt haben und bekommt es dann doch nicht! Ihr tötet und seid dabei von Neid getrieben, und dennoch könnt ihr dadurch nichts gewinnen. Ihr kämpft und führt Krieg, und doch erhaltet ihr nichts, weil ihr Gott nicht darum bittet.3Und wenn ihr bittet, so bekommt ihr es doch nicht, weil ihr aus schlechten Motiven heraus betet. Denn ihr wollt das, was ihr erhaltet, in eurer Vergnügungssucht ganz allein aufbrauchen.4Ihr zerstört den Treuebund, in den Gott euch aufgenommen hat. Erkennt ihr denn nicht, dass die Liebe zu dieser Welt Feindschaft gegen Gott bedeutet? Wenn jemand unbedingt Freundschaft mit dieser Welt pflegen will, dann zeigt er sich damit als Feind Gottes.5Oder denkt ihr, dass die Aussage in Gottes Buch bedeutungslos ist: »Voller Sehnsucht verlangt es Gott nach einer ungebrochenen Beziehung mit dem Geist, den er in uns Menschen wohnen ließ!«?6Und doch steht über allem die großartige Gnade, die Gott uns geschenkt hat. Deshalb heißt es ebenfalls in Gottes Buch: »Gott stellt sich gegen die, die voller Hochmut sind, aber den Lernbereiten schenkt er seine freundliche Zuwendung.«
Leben nach Gottes Willen
7Ordnet euch also Gott unter und stellt euch mit aller Kraft gegen den Zerstörer! Dann wird er vor euch fliehen.8Nähert euch Gott an, und er wird euch nahekommen. Reinigt eure Hände, ihr Übertreter des Gottesgesetzes, und läutert eure Herzen, ihr Unentschlossenen!9Gebt eurem Bedauern Ausdruck! Klagt und weint! Euer Gelächter soll sich in Trauer verwandeln und eure Freude in Niedergeschlagenheit!10Seid demütig vor dem Herrn und er wird euch wieder erhöhen.11Redet nicht schlecht übereinander, liebe Schwestern und Brüder! Denn wer seine Mitchristen mit Worten niedermacht oder sie verurteilt, der redet damit Schlechtes gegen das Gottesgesetz und spricht damit ein Schuldurteil über das Gottesgesetz. Wenn du dich aber so über das Gottesgesetz stellst, trittst du als Richter auf, anstatt es in die Tat umzusetzen!12Ein Einziger ist der wahre Gesetzgeber und Richter, nämlich Gott. Er ist auch in der Lage, die Menschen zu retten oder der endgültigen Verurteilung preiszugeben. Aber wer bist du eigentlich, dass du deinen Nächsten richtest?
Falsche Selbstsicherheit
13Jetzt aber zu euch, die ihr sagt: »Heute oder morgen werden wir in diese oder jene Stadt reisen, und dort werden wir ein Jahr bleiben, um dort Handel zu treiben und Geld zu verdienen …«14Ihr wisst doch überhaupt nicht, wie euer Leben morgen aussehen wird. Ihr seid doch wie Rauch, den man eine kurze Weile sehen kann und der sich dann auflöst!15Stattdessen solltet ihr sagen: »Wenn Gott der Herr es will, und wir am Leben sind, dann werden wir dies oder das tun!«16Stattdessen brüstet ihr euch noch mit euren vermeintlichen Errungenschaften. Doch diese ganze Angeberei ist verwerflich!17Also: Wenn einer weiß, was er Gutes tun kann, und es dann nicht anpackt, der handelt damit gegen Gottes Willen.