1Wieder erhielt ich eine Botschaft vom HERRN:2»Menschenkind, richte deinen Blick auf Gog im Land Magog, auf den Fürsten von Rosch, Meschech und Tubal. Weissage gegen ihn (Hes 39,1; Offb 20,8)3und sag: ›So spricht Gott, der HERR: Gog, Fürst von Rosch, Meschech und Tubal, ich werde gegen dich vorgehen!4Ich lenke dich und treibe dir Haken durch den Kiefer. Ich führe dich und dein ganzes Heer heraus: deine Fußtruppen und deine Reiterei, alle prachtvoll bekleidet. Es ist ein großes Heer mit Lang- und Rundschild, und alle haben ihr Schwert in der Hand. (Jes 43,17; Hes 39,2; Dan 11,40)5Paras, Kusch und Put[1] werden sich dir anschließen, alle mit Schild und Helm. (1Mo 10,6; Hes 27,10; Hes 30,4)6Auch Gomer und sein Heer wird dir folgen, ebenso die Heere von Bet-Togarma aus dem fernen Norden. Ja, viele Völker sind bei dir. (1Mo 10,2; Hes 27,14)7Rüste dich und sei bereit, du und dein Heer, das bei dir versammelt ist! Setz dich an seine Spitze.8Nach langer Zeit wirst du dann deinen Auftrag erhalten. Am Ende der Zeit wirst du in ein Land kommen, dessen Volk sich vom Krieg erholt hat und das aus vielen Völkern gesammelt wurde, dort auf den Bergen von Israel, die lange verwüstet waren. Aus vielen Völkern wurden die Menschen zurückgebracht. Und sie wohnen alle in Sicherheit. (Jes 11,11; Hes 34,13)9Nun ziehst du herauf wie ein Unwetter. Wie eine Wolke wirst du kommen, um das Land zu bedecken, du und dein riesiges Heer und die vielen Völker an deiner Seite. (Jes 5,28; Jer 4,13; Joe 2,2)10So spricht Gott, der HERR: In jener Zeit wird dir etwas in den Sinn kommen. Du wirst einen bösen Plan aushecken (Ps 36,5; Mi 2,1)11und sagen: Ich werde gegen ein ungeschütztes Land ziehen. Ich werde die angreifen, die ruhig leben und ohne jeden Argwohn sind, die keine Mauern und auch keine verriegelten Tore haben. (Jes 37,24; Sach 2,8)12Du planst zu plündern und zu rauben, die wieder bewohnten Ruinen anzugreifen und ein Volk zu überfallen, das aus vielen Völkern zusammengeführt wurde. Es hat sich Herden und Besitz erworben und wohnt am Nabel der Erde. (Jes 10,6; Hes 29,19)13Doch Saba und Dedan und die Kaufleute von Tarsis und alle seine Herrscher werden dich fragen: Bist du etwa gekommen, um Beute zu machen? Hast du dein Heer zusammengebracht, um zu plündern, um Gold und Silber zu rauben, Vieh und Besitz mitzunehmen und reiche Beute zu machen?‹ (Jes 10,5)14Deshalb, Menschenkind, weissage, und sag zu Gog: ›So spricht Gott, der HERR: Wenn mein Volk der Israeliten friedlich in seinem Land lebt, wirst du aufbrechen[2]. (Jer 23,5; Sach 2,9)15Du kommst zusammen mit vielen Völkern aus deiner Heimat im fernen Norden, sie alle reiten auf Pferden, es ist eine riesige Menge und ein großes Heer.16Und du ziehst wie eine Wolke gegen mein Volk der Israeliten und bedeckst das Land. Am Ende der Zeit wird es geschehen, dass ich dich gegen mein Land heranführe, doch dann sollen die Völker mich erkennen, wenn ich mich vor ihren Augen an dir als der Heilige offenbare, Gog. (Hes 36,23)17Das sagt Gott, der HERR: Du bist der, von dem ich vor langer Zeit durch meine Diener, die Propheten von Israel, gesprochen habe. Damals haben sie immer wieder geweissagt, dass ich dich gegen sie heranführen würde. (Jes 5,26; Jes 34,1)18Doch an jenem Tag, wenn Gog ins Land Israel einfällt, spricht Gott, der HERR, wird mein Zorn entbrennen! (Ps 18,8)19Und in meinem leidenschaftlichen Eifer und in meinem feurigen Zorn spreche ich: An jenem Tag wird ein großes Beben das Land Israel erschüttern. (Hes 36,5; Joe 4,16; Hag 2,6; Hebr 12,26)20Die Fische im Meer, die Vögel am Himmel, die wilden Tiere, die Kriechtiere auf der Erde und die Menschen, die auf der Erde leben, werden vor mir erzittern! Berge stürzen ein, Felswände bersten, Mauern brechen zusammen! (Jer 4,24; Nah 1,5; Sach 14,4)21Und ich rufe von allen meinen Bergen das Schwert gegen dich herbei, spricht Gott, der HERR. Jeder wird sein Schwert gegen den anderen richten. (Ri 7,22; 2Chr 20,23; Hag 2,22)22Ich werde Gog richten durch Krankheit und Blutvergießen; ich werde Platzregen, Hagelstürme und brennenden Schwefel auf ihn, sein Heer und die vielen Völker bei ihm regnen lassen! (Ps 11,6; Sach 14,12; Offb 16,21)23So will ich meine Größe und Heiligkeit zeigen und mich vielen Völkern offenbaren. Dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin!‹
Hesekiel 38
Menge Bibel
1Das Wort des HERRN erging weiter an mich folgendermaßen:2»Menschensohn, richte deine Blicke auf[1] Gog im Lande Magog, den Fürsten von Ros, Mesech und Thubal, und sprich folgende Weissagungen über ihn aus:3›So hat Gott der HERR gesprochen: Nunmehr will ich an dich[2], Gog, Fürst von Ros, Mesech und Thubal!4Ich will dich herbeilocken[3] und dir Haken in die Kinnbacken legen und dich ins Feld ziehen lassen mit deiner ganzen Kriegsmacht, Rosse und Reiter, allesamt in voller Ausrüstung, ein gewaltiges Heer mit Schilden und Tartschen[4], durchweg mit Schwertern bewaffnet:5Perser, Äthiopier und Libyer befinden sich unter ihnen, allesamt mit Schild und Helm;6Kimmerier mit all ihren Scharen, das Haus Thogarma (27,14) aus dem äußersten Norden mit all seinen Scharen: ja viele Völker sind mit dir.7Rüste dich und halte dich bereit, du mit all deinen Scharen, die sich bei dir gesammelt haben, und sei du ihr Anführer!8Nach geraumer Zeit sollst du Befehl erhalten: am Ende der Jahre sollst du über ein Land kommen, das sich vom Kriege[5] erholt hat, (zu einem Volk) das aus vielen Völkern auf den Bergen Israels, die dauernd verödet lagen, gesammelt worden ist; jetzt aber ist es aus den Völkern zurückgeführt, und sie wohnen nun in Sicherheit allesamt.9Da wirst du dann heranziehen, wie ein Ungewitter daherkommen, wirst wie eine Wetterwolke sein, um das Land zu bedecken, du und alle deine Scharen und die Völkermenge mit dir.‹«10So hat Gott der HERR gesprochen: »Zu jener Zeit werden (böse) Gedanken in deinem Herzen aufsteigen, und du wirst einen schlimmen Anschlag ersinnen;11du wirst nämlich denken: ›Ich will zu Felde ziehen gegen ein Land von Bauernhöfen[6], will über friedliche Leute herfallen, die ruhig und sorglos leben; sie wohnen ja allesamt (in Ortschaften) ohne Mauern und haben keine Riegel und Tore.‹12(Gegen diese gedenkst du zu ziehen,) um schonungslos zu rauben und Beute zu machen, um deine Hand an wiederbewohnte Trümmerstätten zu legen und an ein Volk, das aus den Heidenländern gesammelt worden ist, das sich Hab und Gut erworben hat und auf dem Nabel[7] der Erde wohnt.13Seba und Dedan und ihre Kaufleute, Tharsis und all seine raubgierigen Löwen[8] werden zu dir sagen: ›Bist du gekommen, um Beute zu machen? Hast du deine Scharen aufgeboten, um zu plündern, um Silber und Gold zu rauben, um Hab und Gut wegzunehmen, um reiche Beute zu machen?‹14Darum verkünde, Menschensohn, dem Gog folgende Weissagungen: ›So hat Gott der HERR gesprochen: Jawohl, zu jener Zeit, wo mein Volk Israel wieder in Sicherheit wohnt, wirst du aufbrechen15und von deinem Wohnsitz, vom äußersten Norden her, kommen, du und viele Völker mit dir, allesamt hoch zu Roß, eine große Schar und ein gewaltiges Heer;16und du wirst gegen mein Volk Israel heranziehen wie eine Wetterwolke, um das Land zu bedecken. Am Ende der Tage wird es geschehen, daß ich dich gegen mein Land zu Felde ziehen lasse, damit die Heidenvölker mich kennenlernen, wenn ich mich vor ihren Augen an dir, Gog, als den Heiligen erweise.‹«17So hat Gott der HERR (zu Gog) gesprochen: »Bist du es nicht, auf den ich in früheren Tagen durch den Mund meiner Knechte, der Propheten Israels, hingewiesen habe, die zu jener Zeit jahrelang[9] geweissagt haben, daß ich dich gegen sie heranführen würde?18So wird denn an demselben Tage, an dem Gog in das Land Israel einrückt« – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN –, »da wird die Zornesglut in mir auflodern;19und in meinem Zorneseifer, im Feuer meines Ingrimms spreche ich es aus: ›Wahrlich, an jenem Tage wird ein großes Erdbeden im Lande Israel stattfinden!20Da sollen vor mir erbeben die Fische im Meer und die Vögel unter dem Himmel, die Tiere auf dem Felde und alles Gewürm, das auf dem Erdboden kriecht, und alle Menschen, die auf der ganzen Erde wohnen; die Berge sollen einstürzen und die Felswände umfallen und alle Mauern zu Boden stürzen.21Dann werde ich in meinem ganzen Berglande das Schwert gegen ihn aufbieten‹ – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN –, ›so daß das Schwert eines jeden sich gegen den andern kehrt.22Und ich will das Strafgericht an ihm vollziehen durch Pest und Blutvergießen, durch Wolkenbrüche[10] und Hagelsteine; Feuer und Schwefel will ich regnen lassen auf ihn und auf seine Kriegsscharen und auf die vielen Völker, die bei ihm sind.23So will ich meine Größe und meine Heiligkeit erweisen und mich vor den Augen vieler Völker kundtun, damit sie erkennen, daß ich der HERR bin!‹«