1»Tröstet, ja, tröstet mein Volk«, spricht euer Gott. (2Kor 1,4)2»Redet zum Herzen Jerusalems. Sagt ihm, dass seine Leidenszeit vorüber ist und dass seine Sünden bezahlt wurden. Denn der HERR hat es für alle seine Sünden doppelt gestraft.« (Sach 9,12)3Eine Stimme ruft: »Baut dem HERRN eine Straße durch die Wüste. Ebnet unserem Gott einen Weg durch die Steppe. (Mal 3,1; Mt 3,3; Mk 1,3; Lk 3,4; Joh 1,23)4Jedes Tal soll aufgeschüttet und jeder Berg und Hügel eingeebnet werden. Das Unebene soll gerade und das Hügelige eben werden. (Hes 17,24; Lk 3,5)5Dann wird die Herrlichkeit des HERRN offenbar und alle Menschen werden sie sehen. Dies hat der HERR beschlossen!« (Hab 2,14; Lk 3,6)6Eine Stimme sagte: »Rufe!« Ich fragte: »Was soll ich verkünden?« »Menschen sind wie Gras. Ihre Schönheit ist wie eine Feldblume.7Das Gras verdorrt und die Blumen welken, wenn der Atem des HERRN über sie weht. Ja, wirklich: Das Volk ist Gras. (Jak 1,10; 1Petr 1,24)8Das Gras verdorrt und die Blumen welken; aber das Wort des HERRN hat für immer Bestand.« (Mt 5,18; 1Petr 1,1)9Zion, du Überbringerin der guten Botschaft, steig auf einen hohen Berg! Sprich mit lauter Stimme, Jerusalem, du Freudenbotin, sprich laut und fürchte dich nicht. Sag den Städten Judas: »Seht, da ist euer Gott!«10Seht, der HERR, euer Herrscher, kommt mit Macht. Er regiert zu seinem Nutzen. Seht hin: Er bringt eine Belohnung mit und führt sein wiedererworbenes Volk vor sich her. (Jes 59,16; Offb 22,12)11Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte: Die Lämmer wird er im Arm tragen und sie auf seinem Schoß halten, die Mutterschafe wird er freundlich leiten. (Hes 34,12; Joh 10,11)12Wer hat das Meer mit seiner Hand gemessen und das Maß des Himmels mit seiner Handspanne festgesetzt? Wer hat den Staub der Erde mit einem Scheffel gemessen, wer hat die Berge gewogen und die Hügel auf die Waagschale gelegt? (Jes 48,13)13Wer kann wissen, was der HERR denkt? Wer kann sein Ratgeber sein? (Röm 11,34; 1Kor 2,1)14Mit wem hat er sich beraten, um Einsicht zu gewinnen, und sich in Rechtsfragen belehren zu lassen; und wer hat ihm beigebracht, wie man zu Erkenntnis kommt? (Kol 2,3)15Die Völker sind in seinen Augen wie ein Tropfen am Eimer, wie ein Staubkorn auf einer Waage. Ferne Länder fallen bei ihm nicht mehr als ein Staubkörnchen ins Gewicht. (Jes 17,13)16Die Wälder des Libanon enthalten nicht genügend Brennholz und alle seine Tiere wären nicht genug für ein Brandopfer.17Die gesamte Weltbevölkerung ist in seinen Augen nichts.18Wer also könnte Gott gleichen oder was könnte man ihm als Vergleich an die Seite stellen? (2Mo 8,6; Jes 46,5; Mi 7,18)19Götzenbilder werden von Handwerkern gegossen, von Goldschmieden vergoldet und mit silbernen Ketten verziert. (Ps 115,4; Hab 2,18)20Wer zu arm für eine solche Gabe ist, muss Holz nehmen, das nicht fault und einen geschickten Handwerker aufsuchen, damit er ihm ein Götzenbild anfertigt, das nicht wackelt. (Jes 46,7)21Wisst ihr es nicht? Habt ihr es nicht gehört? Wurde euch das nicht von Anfang an verkündigt? Habt ihr keine Einsicht darüber gewonnen, worauf die Erde gegründet ist? (Jes 51,13; Röm 1,19)22Gott thront hoch über der Erde. Die Menschen erscheinen ihm wie Heuschrecken. Er spannt den Himmel wie einen Schleier und breitet ihn wie ein Wohnzelt aus. (Ps 104,2)23Er macht die Großen dieser Welt wirkungslos und die obersten Richter zunichte. (Ps 107,40; Jer 25,18)24Kaum sind sie gepflanzt und gesät, kaum haben sie Wurzeln geschlagen, da bläst er über sie hinweg und sie müssen verdorren. Der Sturm trägt sie davon wie Spreu. (Jes 17,13)25»Mit wem also wollt ihr mich vergleichen? Wer ist mir gleich?«, fragt der Heilige.26Blickt zum Himmel hinauf und schaut. Wer hat erschaffen, was ihr da seht? Er bestimmt die Zahl der Sterne, die aufgehen und nennt jeden bei seinem Namen. Durch seine große Kraft und die Fülle seiner Macht fehlt keiner von ihnen. (Ps 147,4; Jes 42,5)27Warum also sagst du, Jakob, und du, Israel: »Der HERR weiß nicht, wie es mir geht, und mein Recht ist ihm egal.«? (Hi 34,5; Jes 54,8)28Weißt du es denn nicht? Hast du denn nicht gehört? Der HERR ist ein ewiger Gott, der Schöpfer der ganzen Erde. Er wird nicht matt oder müde. Sein Verstand ist unergründlich. (Ps 90,2; Ps 147,5; Röm 11,33)29Er gibt den Erschöpften neue Kraft; er gibt den Kraftlosen reichlich Stärke. (Jer 31,25)30Es mag sein, dass selbst junge Leute matt und müde werden und junge Männer völlig zusammenbrechen, (Jer 9,20)31doch die, die auf den HERRN warten, gewinnen neue Kraft. Sie schwingen sich nach oben wie die Adler. Sie laufen schnell, ohne zu ermüden. Sie gehen und werden nicht matt. (2Kor 4,8; Hebr 12,3)
1Tröstet, tröstet mein Volk, / spricht euer Gott.[1]2Redet Jerusalem zu Herzen und ruft ihr zu,
dass sie vollendet hat ihren Frondienst, /
dass gesühnt ist ihre Schuld, dass sie empfangen hat aus der Hand des HERRN Doppeltes / für all ihre Sünden! (Jer 16,18)3Eine Stimme ruft: / In der Wüste bahnt den Weg des HERRN,
ebnet in der Steppe eine Straße / für unseren Gott! (Jes 62,10; Mt 3,3; Mk 1,3; Lk 3,4; Joh 1,23)4Jedes Tal soll sich heben, / jeder Berg und Hügel sich senken.
Was krumm ist, soll gerade werden, / und was hüglig ist, werde eben.5Dann offenbart sich die Herrlichkeit des HERRN, / alles Fleisch wird sie sehen. / Ja, der Mund des HERRN hat gesprochen.6Eine Stimme sagt: Rufe! / Und jemand sagt: Was soll ich rufen?
Alles Fleisch ist wie das Gras / und all seine Treue ist wie die Blume auf dem Feld. (Ps 103,15; Jak 1,10; 1Petr 1,24)7Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, / wenn der Atem des HERRN darüber weht. / Wahrhaftig, Gras ist das Volk.8Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, / doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit. (Ps 119,89)9Steig auf einen hohen Berg, / Zion, du Botin der Freude!
Erheb deine Stimme mit Macht, / Jerusalem, du Botin der Freude!
Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht! / Sag den Städten in Juda: / Siehe, da ist euer Gott.10Siehe, GOTT, der Herr, kommt mit Macht, / er herrscht mit starkem Arm.
Siehe, sein Lohn ist mit ihm / und sein Ertrag geht vor ihm her. (Jes 62,11; Offb 22,12)11Wie ein Hirt weidet er seine Herde, / auf seinem Arm sammelt er die Lämmer,
an seiner Brust trägt er sie, / die Mutterschafe führt er behutsam.
Unvergleichlichkeit des Gottes Israels
12Wer misst das Meer mit der hohlen Hand? / Wer kann mit der ausgespannten Hand den Himmel vermessen? / Wer misst den Staub der Erde mit einem Scheffel?
Wer wiegt die Berge mit einer Waage / und mit Gewichten die Hügel?[2]13Wer bestimmt den Geist des HERRN? / Wer kann sein Berater sein und ihn unterrichten? (Jer 23,18; Röm 11,34)14Wen fragt er um Rat / und wer vermittelt ihm Einsicht?
Wer kann ihn über die Pfade des Rechts belehren? / Wer lehrt ihn das Wissen / und zeigt ihm den Weg der Erkenntnis?15Siehe, die Nationen sind wie ein Tropfen am Eimer, / sie gelten so viel wie ein Stäubchen auf der Waage. / Ganze Inseln wiegen nicht mehr als ein Sandkorn.16Der Libanon reicht nicht aus für das Feuer, / sein Wild genügt nicht für das Brandopfer.17Alle Nationen sind vor Gott wie ein Nichts, / für ihn sind sie wertlos und nichtig.18Mit wem wollt ihr Gott vergleichen / und welches Bild ihm gegenüberstellen? (Jes 40,25; Jes 46,5)19Der Handwerker gießt ein Götterbild, / der Goldschmied überzieht es mit Gold / und fertigt silberne Kettchen dazu.20Wertvolles Holz als Weihegabe, / Holz, das nicht fault, / wählt man aus;
einen fähigen Handwerker sucht man sich, / um ein Götterbild aufzustellen, / das nicht wackelt.21Wisst ihr nicht, hört ihr nicht? / Wurde euch nicht kundgetan von Anbeginn?
Habt ihr nicht begriffen / die Fundamente der Erde? (Jes 40,28)22Er thront über dem Erdenrund, / dessen Bewohner sind wie Heuschrecken.
Er breitet wie einen Schleier den Himmel aus / und spannt ihn wie ein Zelt zum Wohnen.23Er übergibt die Fürsten dem Nichts, / die Richter der Erde hat er dem Nichtigen gleichgemacht.24Kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät, / kaum wurzelt ihr Setzling in der Erde,
da bläst er sie an und sie verdorren; / der Sturm trägt sie fort wie Spreu.25Mit wem wollt ihr mich vergleichen, / dass ich ihm gleich wäre, spricht der Heilige. (Jes 40,18)26Hebt eure Augen in die Höhe und seht: / Wer hat diese Gestirne erschaffen?
Der vollzählig herausführt ihr Heer, / er ruft sie alle beim Namen.
Wegen seiner Fülle an Kraft und mächtiger Stärke / fehlt kein einziges. (Ps 147,4)27Warum sagst du, Jakob, / warum sprichst du, Israel:
Verborgen ist mein Weg vor dem HERRN, / meinem Gott entgeht mein Recht?28Weißt du es nicht, hörst du es nicht? / Der HERR ist ein ewiger Gott, / der die Enden der Erde erschuf.
Er wird nicht müde und matt, / unergründlich ist seine Einsicht. (Jes 40,21)29Er gibt dem Müden Kraft, / dem Kraftlosen verleiht er große Stärke.30Die Jungen werden müde und matt, / junge Männer stolpern und stürzen.31Die aber auf den HERRN hoffen, / empfangen neue Kraft, / wie Adlern wachsen ihnen Flügel.
Sie laufen und werden nicht müde, / sie gehen und werden nicht matt. (Ps 103,5)