1In jener Zeit wird Michael, der große Engelfürst, auftreten, der für dein Volk einsteht. Es wird eine Zeit der Bedrängnis sein, wie es seit Menschengedenken keine vergleichbare gab. Aber jeder einzelne Angehörige deines Volkes, dessen Name im Buch geschrieben steht, wird zu jener Zeit gerettet werden. (Jer 30,7; Hes 5,9; Mt 24,21; Mk 13,19; Offb 16,18)2Und viele von denen, die in der Erde ruhen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach und Schande. (Jes 26,19; Hes 37,12; Mt 25,46; Joh 5,28)3Die Klugen werden so hell strahlen wie die Sonne und diejenigen, die andere auf den Weg der Gerechtigkeit geführt haben, werden für alle Ewigkeit funkeln wie die Sterne[1]. (Jes 53,11; Joh 5,35)4Du aber, Daniel, bewahre diese Worte; versiegle das Buch für die Zeit des Endes. Viele werden darin forschen, und so wird die Erkenntnis zunehmen.« (Jes 8,16; Jes 11,9; Offb 22,10)5Dann blickte ich, Daniel, auf und sah zwei andere Gestalten am Flussufer stehen: Der eine stand auf der einen Seite des Flusses, der andere auf der gegenüberliegenden Seite.6Der eine fragte den Mann, der in Leinen gekleidet war und jetzt über dem Wasser des Flusses stand: »Wie lange werden diese außergewöhnlichen Dinge andauern?« (Hes 9,2; Sach 1,12; Mt 24,3; Mk 13,4)7Darauf hörte ich den Mann, der in Leinen gekleidet war und sich über den Fluten des Stroms befand, einen feierlichen Eid aussprechen. Er streckte seine rechte und seine linke Hand zum Himmel hinauf und schwor bei dem, der ewig lebt: »Es dauert noch eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Wenn dann die Macht des heiligen Volkes vollständig zerbrochen ist, werden sich diese Dinge alle erfüllen.« (Hes 20,5; Lk 21,24; Offb 10,5; Offb 12,14)8Ich hörte zwar, was er sagte, aber ich verstand es nicht. Deshalb fragte ich: »Mein Herr, welches dieser Dinge kommt als letztes?«9Doch er antwortete mir: »Lass diese Dinge auf sich beruhen, Daniel, denn diese Worte sollen für die Zeit des Endes versiegelt und verwahrt werden.10Viele werden sich vom Bösen fernhalten, sich reinigen und durch Prüfungen geläutert werden. Aber diejenigen, die sich von Gott abgewandt haben, werden weiterhin Böses tun. Sie werden auch bis zum Schluss nichts begreifen, die Klugen aber werden dieses alles verstehen. (Jes 32,6; Offb 22,11)11Von der Zeit an, da man das tägliche Opfer verbietet und stattdessen ein abscheuliches Götzenbild aufstellt, werden 1.290 Tage vergehen. (Dan 9,27; Dan 11,31; Mt 24,15; Mk 13,14)12Freuen darf sich jeder, der wartet und durchhält bis zum Ende der 1.335 Tage! (Jes 30,18; Dan 8,14; Offb 11,2; Offb 12,6; Offb 13,5)13Du aber, geh deinen Lebensweg bis zum Ende. Dann wirst du ruhen, um aber am Ende der Tage aufzuerstehen und das Erbe, das dir bestimmt ist, zu empfangen.« (Ps 16,5; Offb 14,13)
Daniel 12
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches Bibelwerk1In jener Zeit tritt Michael auf, der große Fürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt. Dann kommt eine Zeit der Not, wie noch keine da war, seit es Völker gibt, bis zu jener Zeit. Doch zu jener Zeit wird dein Volk gerettet, jeder, der im Buch verzeichnet ist. (Dan 10,13; Mt 24,21; Offb 12,7)2Von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden viele erwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur Schmach, zu ewigem Abscheu. (Jes 66,24; Joh 5,29; 2Mak 7,9)3Die Verständigen werden glänzen wie der Glanz der Himmelsfeste und die Männer, die viele zum rechten Tun geführt haben, wie die Sterne für immer und ewig. (Spr 4,18; Dan 11,33; Mt 13,43)4Du, Daniel, halte die Worte geheim und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden nachforschen und die Erkenntnis wird groß sein. (Dan 8,26; Offb 10,4)5Als ich, Daniel, aufblickte, standen noch zwei andere Männer da, der eine diesseits des Flussufers, der andere jenseits.6Einer fragte den Mann, der in Leinen gekleidet war und über dem Wasser des Flusses stand: Wie lange dauert es noch bis zum Ende der unbegreiflichen Geschehnisse? (Offb 10,5)7Darauf hörte ich den Mann, der in Leinen gekleidet war und über dem Wasser des Flusses stand; er erhob seine rechte und seine linke Hand zum Himmel und schwor bei dem, der ewig lebt: Es dauert noch eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Wenn der am Ende ist, der die Macht des heiligen Volkes zerschlägt, dann wird sich das alles vollenden. (Dan 7,25)8Ich hörte es, verstand es aber nicht. Darum fragte ich: Mein Herr, was wird das letzte von alldem sein?9Er erwiderte: Geh, Daniel! Die Worte bleiben verschlossen und versiegelt bis zur Zeit des Endes.10Viele werden geläutert, gereinigt und geprüft. Doch die ruchlosen Sünder sündigen weiter. Von den Sündern wird es keiner verstehen; aber die Verständigen verstehen es. (Dan 11,35)11Von der Zeit an, in der man das tägliche Opfer abschafft und den unheilvollen Gräuel aufstellt, sind es zwölfhundertneunzig Tage. (Dan 8,14)12Wohl dem, der aushält und dreizehnhundertfünfunddreißig Tage erreicht!13Du aber geh dem Ende zu! Du wirst ruhen und auferstehen gemäß deinem Losanteil am Ende der Tage.