2.Könige 24

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Während Jojakims Herrschaft griff König Nebukadnezar von Babel an. Jojakim ergab sich ihm und zahlte ihm drei Jahre lang Tribut, doch dann lehnte er sich gegen ihn auf. (2Chr 36,6; Jer 25,1)2 Da schickte der HERR Truppen aus Chaldäa, Aram, Moab und Ammon nach Juda, die das Land verwüsten sollten, wie der HERR durch seine Propheten vorausgesagt hatte. (2Kön 13,20; 2Kön 23,27)3 Dies kam über Juda auf Befehl des HERRN, um sie aus seiner Gegenwart zu verbannen wegen der vielen Sünden Manasses. (2Kön 18,25; 2Kön 23,26)4 Manasse hatte Jerusalem mit unschuldigem Blut überschwemmt, und das wollte der HERR nicht vergeben. (2Kön 21,16)5 Die übrigen Ereignisse während Jojakims Herrschaft und seine Taten sind im Buch der Geschichte der Könige von Juda beschrieben.6 Als Jojakim starb, wurde sein Sohn Jojachin König. (Jer 22,19)7 Der König von Ägypten verließ danach sein Land nicht mehr, denn der König von Babel hatte das ganze Gebiet besetzt, das früher dem König von Ägypten gehörte, vom Bach von Ägypten bis zum Euphrat. (Jer 37,5; Jer 46,2)8 Jojachin war 18 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte drei Monate in Jerusalem. Seine Mutter war Nehuschta, die Tochter Elnatans aus Jerusalem. (2Chr 36,1)9 Wie sein Vater tat auch Jojachin, was dem HERRN missfiel.10 Während Jojachins Herrschaft zogen die Heerführer des babylonischen Königs Nebukadnezar gegen Jerusalem und belagerten die Stadt.11 Schließlich schlug Nebukadnezar, der König von Babel, selbst vor der Stadt sein Lager auf.12 Da ergab sich König Jojachin von Juda zusammen mit seinen Dienern, Heerführern, den Hofleuten und der Königinmutter dem König von Babel. Im achten Jahr der Herrschaft Nebukadnezars wurde Jojachin gefangen genommen. (2Chr 36,10; Jer 24,1; Jer 29,1)13 Wie der HERR vorausgesagt hatte, ließ Nebukadnezar alle Schätze aus dem Haus des HERRN und dem Königspalast fortschaffen. Die goldenen Gefäße, die König Salomo von Israel im Tempel aufgestellt hatte, wurden zerschlagen. (1Kön 7,48; 2Kön 20,17; 2Kön 25,13; Jes 39,6)14 König Nebukadnezar führte 10.000 Gefangene aus Jerusalem fort, darunter die Heerführer und besten Krieger, Kunsthandwerker und Schmiede. So blieb nur das einfache Volk im Land. (2Kön 25,12; Jer 24,1; Jer 52,28)15 Nebukadnezar brachte König Jojachin, seine Frauen und den Hofstaat, die Königinmutter und alle führenden Männer Jerusalems als Gefangene nach Babel.16 Dazu nahm er 7000 Krieger und 1000 Kunsthandwerker und Schmiede mit, alles gesunde und kampferprobte Männer, sie alle kamen nach Babel.17 Dann setzte er Mattanja, Jojachins Onkel, als nächsten König ein und änderte seinen Namen in Zedekia. (2Chr 36,10; Jer 37,1)18 Zedekia war 21 Jahre alt, als er König wurde, und er herrschte elf Jahre in Jerusalem. Seine Mutter war Hamutal, die Tochter Jirmejas aus Libna. (2Chr 36,1; Jer 52,1)19 Doch Zedekia tat, was dem HERRN missfiel, gerade so, wie Jojakim es getan hatte.20 So kam der Zorn des HERRN über die Einwohner Jerusalems und das ganze Volk von Juda. Er verbannte sie schließlich aus seiner Gegenwart. Zedekia lehnte sich gegen den König von Babel auf. (2Chr 36,13; Jer 27,12; Jer 38,17; Jer 39,1)

2.Könige 24

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 In seinen Tagen zog Nebukadnezzar, der König von Babel, herauf. Jojakim war ihm drei Jahre untertan; dann aber fiel er von ihm ab. (Jer 46,2)2 Der HERR sandte nun die Räuberscharen der Chaldäer, Aramäer, Moabiter und Ammoniter gegen ihn. Er ließ sie über Juda herfallen und es verwüsten, wie er durch seine Diener, die Propheten, angedroht hatte.3 Nur weil der HERR zürnte, kam dieses Unglück über Juda, sodass er es von seinem Angesicht verstieß. Es geschah wegen der Sünde Manasses, für alles, was dieser getan hatte,[1]4 auch wegen des unschuldigen Blutes, das Manasse vergossen und mit dem er Jerusalem angefüllt hatte. Das wollte der HERR nicht mehr verzeihen. (5Mo 29,19)5 Die übrige Geschichte Jojakims und alle seine Taten sind aufgezeichnet in der Chronik der Könige von Juda.6 Jojakim entschlief zu seinen Vätern und sein Sohn Jojachin wurde König an seiner Stelle.7 Der König von Ägypten unternahm keinen Kriegszug mehr aus seinem Land; denn der König von Babel hatte ihm alles genommen, was vom Grenzbach Ägyptens bis zum Eufrat den Königen von Ägypten gehört hatte. (Jer 37,5)8 Jojachin war achtzehn Jahre alt, als er König wurde, und regierte drei Monate in Jerusalem. Seine Mutter hieß Nehuschta und war eine Tochter Elnatans aus Jerusalem. (2Kön 8,1; 2Chr 36,9)9 Wie sein Vater tat er, was böse war in den Augen des HERRN.10 In jener Zeit zogen die Truppen Nebukadnezzars, des Königs von Babel, gegen Jerusalem und belagerten die Stadt.11 Als dann König Nebukadnezzar von Babel selbst vor der Stadt erschien, während seine Krieger sie belagerten,12 ging Jojachin, der König von Juda, mit seiner Mutter, seinen Dienern, Fürsten und Kämmerern zum König von Babel hinaus und dieser nahm ihn im achten Jahr seiner Regierung fest.13 Nebukadnezzar nahm auch alle Schätze des Hauses des HERRN und die Schätze des königlichen Palastes weg und zerbrach alle goldenen Geräte, die Salomo, der König von Israel, im Haus des HERRN hatte anfertigen lassen, so wie es der HERR gesagt hatte. (Jer 20,5)14 Von ganz Jerusalem verschleppte er alle Vornehmen und alle wehrfähigen Männer, insgesamt zehntausend Mann, auch alle Schmiede und Schlosser. Von den Bürgern des Landes blieben nur die geringen Leute zurück. (Jer 52,28)15 Jojachin verschleppte er nach Babel. Auch die Mutter des Königs, die königlichen Frauen und Kämmerer sowie die einflussreichen Männer des Landes verschleppte er von Jerusalem nach Babel,16 dazu alle Wehrfähigen, siebentausend Mann, die Schmiede und Schlosser, tausend an der Zahl, lauter kriegstüchtige Männer. Sie alle verschleppte der babylonische König nach Babel.17 Dann machte der König von Babel den Mattanja, den Onkel Jojachins, an dessen Stelle zum König und änderte seinen Namen in Zidkija. (Jer 37,1)18 Zidkija war einundzwanzig Jahre alt, als er König wurde, und regierte elf Jahre in Jerusalem. Seine Mutter hieß Hamutal und war eine Tochter Jirmejas aus Libna. (2Kön 24,12; Jer 52,1)19 Er tat, was böse war in den Augen des HERRN, wie es Jojakim getan hatte.20 Weil der HERR über Juda und Jerusalem erzürnt war, kam es so weit, dass er sie von seinem Angesicht verstieß. Zidkija hatte sich gegen den König von Babel empört.