2.Chronik 35

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Danach feierte Josia in Jerusalem das Passah des HERRN. Am 14. Tag des ersten Monats[1] wurden die Passahlämmer geschlachtet. (2Mo 12,6; 4Mo 9,3; 2Kön 23,21)2 Josia bestellte die Priester zu ihrem Dienst und ermutigte sie, ihre Aufgaben im Haus des HERRN zu erfüllen. (2Chr 29,11)3 Den Leviten, die für den Dienst des HERRN abgesondert waren und die Israeliten unterweisen sollten, sagte er: »Bringt die Lade nun in das Haus, das Salomo, der Sohn Davids und König von Israel, errichtet hat. Ihr sollt sie nicht mehr auf euren Schultern tragen. Dient nun dem HERRN, eurem Gott, und seinem israelitischen Volk. (1Chr 23,26; 2Chr 17,8; Neh 8,7)4 Haltet euch bereit, geordnet nach Familien und Abteilungen, wie es den Anweisungen entspricht, die König David von Israel gegeben und Salomo, sein Sohn, aufgeschrieben hat. (1Chr 9,10; 2Chr 8,14)5 Nehmt eure Plätze im Heiligtum ein entsprechend den Gruppen der Familien eurer Brüder aus dem Volk, und zwar je eine Abteilung einer Familie der Leviten für eine Gruppe.6 Schlachtet die Passahlämmer, reinigt euch und kümmert euch um die Zubereitung für eure Brüder, damit sie nach den Anweisungen, die der HERR durch Mose gegeben hat, handeln.« (2Chr 29,5; 2Chr 35,1)7 Dann stiftete Josia dem Volk 30.000 Lämmer und junge Ziegen und 3000 Rinder aus seinem persönlichen Besitz für die Passahopfer derjenigen, die sich versammelt hatten.8 Auch die Männer des Königs gaben großzügig für das Volk, die Priester und die Leviten. Hilkija, Secharja und Jehiël, die Vorsteher im Haus Gottes, übergaben den Priestern 2600 Lämmer und Ziegen und 300 Rinder als Passahopfer. (2Chr 31,13)9 Die Anführer der Leviten – Konanja und seine Brüder Schemaja und Netanel sowie Haschabja, Jeiël und Josabad – übergaben den Leviten 5000 Lämmer und Ziegen und 500 Rinder für das Passahopfer. (2Chr 31,12)10 Als alles für die Passahfeier geordnet war, nahmen die Priester und Leviten, geordnet nach Abteilungen, ihre Plätze ein, wie der König es festgelegt hatte. (2Chr 35,5)11 Dann schlachteten sie die Passahlämmer, und die Priester nahmen das Blut von den Leviten und versprengten es auf dem Altar, während die Leviten die Tiere zubereiteten. (2Chr 29,22; 2Chr 35,1)12 Sie legten die Brandopfer beiseite, um sie dem Volk zu geben nach ihren Familien, damit sie dem HERRN opfern konnten, wie es im Buch Mose vorgeschrieben war. Mit den Rindern verfuhren sie genauso.13 Dann brieten sie die Passahlämmer am Feuer nach der Vorschrift, kochten die heiligen Opfer in Töpfen, Kesseln und Pfannen und teilten sie rasch an die Leute aus. (2Mo 12,8; 3Mo 6,18)14 Danach bereiteten sie das Passahmahl für sich selbst und die Priester, denn die Priester, die Söhne Aarons, waren bis in die Nacht mit den Brandopfern und dem Fett beschäftigt gewesen. Deshalb bereiteten die Leviten für sich und für die Priester das Mahl zu.15 Die Sänger, Nachkommen Asafs, waren ebenfalls auf ihren Plätzen, ganz nach den Anordnungen Davids, Asafs, Hemans und Jedutuns, des Sehers des Königs. Die Torhüter bewachten die Tore und brauchten ihre Plätze nicht zu verlassen, denn ihre Brüder, die Leviten, bereiteten auch für sie das Passah. (1Chr 25,1; 1Chr 26,12)16 Auf diese Weise wurde an jenem Tag der Dienst des HERRN geordnet, um das Passah zu feiern und die Brandopfer auf dem Altar des HERRN darzubringen, wie König Josia es befohlen hatte.17 Alle versammelten Israeliten feierten das Passah und danach sieben Tage lang das Fest der ungesäuerten Brote. (2Mo 12,15; 2Chr 30,21)18 Seit der Zeit des Propheten Samuel war kein solches Passahfest mehr in Israel gefeiert worden. Keiner der Könige Israels hatte je ein Passah wie Josia gefeiert, an dem alle Priester und Leviten, alle Einwohner Jerusalems und Besucher aus ganz Juda und Israel teilnahmen. (2Kön 23,1)19 Dieses Passah wurde im 18. Jahr von Josias Regierungszeit begangen.20 Nachdem Josia die Arbeiten am Tempel beendet hatte, führte König Necho von Ägypten seine Streitmacht nach Karkemisch am Euphrat, und Josia zog ihm entgegen. (2Kön 23,1)21 Doch König Necho schickte Boten zu Josia, die ihm folgende Botschaft überbrachten: »Was willst du von mir, König von Juda? Ich habe heute keinen Streit mit dir! Ich will nur gegen das Volk kämpfen, mit dem ich im Krieg liege. Gott hat mir befohlen, mich zu beeilen. Wende dich nicht gegen Gott, der auf meiner Seite ist, sonst wird er dich vernichten!«22 Aber Josia ließ nicht ab von ihm, sondern wollte ihn unbedingt in einen Kampf verwickeln. Er hörte nicht darauf, was Necho in Gottes Auftrag gesagt hatte. Stattdessen zog er auf der Ebene von Megiddo in die Schlacht. (Ri 5,19; 2Chr 18,29; 2Chr 35,21)23 Doch die feindlichen Bogenschützen schossen auf König Josia. Da rief er seinen Männern zu: »Bringt mich hier heraus, ich bin schwer verwundet!«24 Sie hoben Josia von seinem Streitwagen und legten ihn in einen anderen seiner Wagen. Darin brachten sie ihn nach Jerusalem zurück, wo er starb. Er wurde in den Königsgräbern begraben und ganz Juda und Jerusalem trauerte um ihn.25 Jeremia schrieb Klagelieder für Josia, und bis heute werden von den Sängerinnen und Sängern Trauerlieder über Josia gesungen. Sie wurden Teil der Tradition in Israel und sind im Buch der Klagelieder aufgezeichnet. (Jer 22,10; Kla 4,20; Sach 12,11)26 Die übrigen Ereignisse während Josias Herrschaft und seine guten Taten, die er nach dem Gesetz des HERRN vollbrachte,27 sind alle im Buch der Könige Israels und Judas beschrieben.

2.Chronik 35

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Joschija feierte in Jerusalem ein Pessach zur Ehre des HERRN. Man schlachtete das Pessach am vierzehnten Tag des ersten Monats. (2Kön 23,21; Esr 6,19)2 Er ließ die Priester zu ihrem Dienst antreten und ermunterte sie zu ihrer Tätigkeit im Haus des HERRN.3 Zu den Leviten, die ganz Israel zu unterweisen hatten und dem HERRN heilig waren, sagte er: Bringt die heilige Lade in das Haus, das Salomo, der Sohn Davids, der König von Israel, gebaut hat! Ihr braucht sie nicht mehr auf euren Schultern zu tragen. Dient nun dem HERRN, eurem Gott, und seinem Volk Israel![1]4 Haltet euch bereit nach euren Großfamilien und euren Abteilungen gemäß der Vorschrift Davids, des Königs von Israel, und der Weisung seines Sohnes Salomo!5 Steht im Heiligtum bereit für die Familiengruppen eurer Brüder aus dem Volk, jeweils eine Abteilung einer levitischen Großfamilie!6 Schlachtet das Pessach und heiligt euch! Bereitet es auch für eure Brüder, damit alles geschieht, was der HERR durch Mose gesagt hat! (2Chr 30,17; Esr 6,20)7 Joschija spendete den Leuten aus dem Volk, die sich eingefunden hatten, 30 000 Stück Kleinvieh, Lämmer und junge Ziegen zu Pessachopfern und 3 000 Rinder. Sie stammten aus dem Besitz des Königs. (2Chr 30,24; Hes 45,22)8 Auch seine hohen Beamten gaben freiwillige Spenden für das Volk, die Priester und die Leviten. Hilkija, Secharja und Jehiël, die Vorsteher des Gotteshauses, gaben den Priestern 2 600 Stück Kleinvieh zu Pessachopfern und 300 Rinder. (2Chr 31,3)9 Konanja und seine Brüder Schemaja und Netanel, ferner Haschabja, Jëiël und Josabad, die Vorsteher der Leviten, spendeten für die Leviten 5 000 Tiere zu Pessachopfern und 500 Rinder.10 Als man so zum Dienst gerüstet war, traten die Priester an ihren Platz und die Leviten zu ihren Abteilungen gemäß dem Gebot des Königs. (2Chr 30,16)11 Man schlachtete das Pessach, die Priester sprengten mit ihrer Hand und die Leviten enthäuteten die Tiere.12 Die zum Brandopfer bestimmten Stücke legten sie beiseite und gaben sie den Familiengruppen des Volkes, damit sie dem HERRN dargebracht würden, wie es im Buch des Mose vorgeschrieben war. Ebenso machten sie es mit den Rindern.13 Dann brieten sie das Pessach der Vorschrift gemäß am Feuer. Die heiligen Gaben kochten sie in Kesseln, Töpfen und Schüsseln und brachten sie eilends zu allen Angehörigen des Volkes. (2Mo 12,8; 5Mo 16,7)14 Hierauf besorgten sie das Pessach für sich selbst und für die Priester; denn die Priester, die Nachkommen Aarons, waren mit der Darbringung der Brandopfer und der Fettstücke bis in die Nacht hinein beschäftigt. Darum bereiteten es die Leviten für sich und die Priester, die Nachkommen Aarons.15 Die Sänger, die Nachkommen Asafs, waren an ihrem Platz gemäß dem Gebot Davids, Asafs, Hemans und Jedutuns, des königlichen Sehers. Ebenso standen die Torwächter an den einzelnen Toren. Sie brauchten ihren Dienst nicht zu verlassen; denn ihre Amtsbrüder, die Leviten, bereiteten für sie das Pessach. (2Chr 5,12; 2Chr 29,30)16 So war der gesamte Dienst für den HERRN an jenem Tag gut geordnet. Man feierte das Pessach und brachte auf dem Altar des HERRN Brandopfer dar, wie es König Joschija geboten hatte.17 Sieben Tage lang begingen damals die Israeliten, die sich eingefunden hatten, das Pessach und das Fest der Ungesäuerten Brote. (2Chr 30,21)18 Ein Pessach wie dieses war seit den Tagen des Propheten Samuel in Israel nicht mehr gefeiert worden. Keiner von den Königen Israels hat ein Pessach veranstaltet, wie es Joschija mit den Priestern und Leviten, mit ganz Juda und den anwesenden Israeliten und den Einwohnern Jerusalems feierte. (Jos 5,10; 2Chr 30,26)19 Im achtzehnten Jahr der Regierung Joschijas wurde dieses Pessach begangen.20 Nachdem Joschija all dies zur Instandsetzung des Hauses getan hatte, zog Necho, der König von Ägypten, herauf, um bei Karkemisch am Eufrat zu kämpfen. Joschija stellte sich ihm entgegen. (2Kön 23,28)21 Necho aber sandte Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Was habe ich mit dir zu tun, König von Juda? Nicht gegen dich ziehe ich heute, sondern gegen das Herrscherhaus, das mit mir im Krieg steht. Gott hat mir Eile geboten; lass daher ab von Gott, der auf meiner Seite steht; sonst wird er dich verderben. (Joh 2,4)22 Doch Joschija zog sich nicht vor Necho zurück, sondern verkleidete sich, um mit ihm zu kämpfen. Er hörte nicht auf die Worte Nechos, die aus dem Mund Gottes kamen, sondern trat in der Ebene von Megiddo zum Kampf gegen ihn an.23 Aber die Bogenschützen trafen den König Joschija, der nun seinen Dienern zurief: Bringt mich weg, denn ich bin schwer verwundet! (1Kön 22,34)24 Sie hoben ihn vom Kriegswagen, setzten ihn auf seinen zweiten Wagen und brachten ihn nach Jerusalem. Dort starb er und wurde in den Gräbern seiner Väter beigesetzt. Ganz Juda und Jerusalem trauerten um Joschija25 Jeremia aber hielt Klage über Joschija und alle Sänger und Sängerinnen singen auf ihn Klagelieder bis zum heutigen Tag. Es wurde dies zu einem festen Brauch in Israel. Sie sind aufgezeichnet in den Klageliedern. (2Sam 1,17)26 Die übrige Geschichte Joschijas und seine frommen Taten, die ganz dem entsprachen, was in der Weisung des HERRN vorgeschrieben ist,27 seine frühere und spätere Geschichte, all das ist aufgezeichnet im Buch der Könige von Israel und Juda.