2.Chronik 23

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Im siebten Jahr entschloss sich Jojada zu handeln. Er verbündete sich mit einigen Offizieren: mit Asarja, dem Sohn Jerohams, mit Jischmael, dem Sohn Johanans, mit Asarja, dem Sohn Obeds, mit Maaseja, dem Sohn Adajas, und mit Elischafat, dem Sohn Sichris.2 Die Offiziere zogen durch alle Städte Judas und brachten die Leviten und die Sippenoberhäupter des Volkes[1] nach Jerusalem. (2Chr 21,2)3 Gemeinsam versammelten sie sich im Tempel und schlossen einen Bund mit dem ´jungen` König. »Vor euch steht der Sohn des Königs«, sagte Jojada. »Er soll die Nachfolge seines Vaters antreten! Denn der HERR hat dem Königshaus David versprochen, dass immer einer seiner Nachkommen in Jerusalem regieren wird.[2]4 Wir werden folgendermaßen vorgehen: Diejenigen Priester und Leviten unter euch, die am Sabbat ihren Dienst antreten, ´teilen sich wie gewohnt in drei Abteilungen`: Ein Drittel bewacht die Eingänge des Tempels,5 das zweite Drittel den Königspalast und das dritte das Grundtor. Die Männer aus dem Volk besetzen die Vorhöfe des Tempels.6 Das Tempelgebäude selbst darf niemand betreten außer den Priestern und den diensthabenden Leviten, denn nur sie sind ´für den Dienst im Tempel` geweiht. Die Männer aus dem Volk müssen draußen im Vorhof bleiben, wie es das Gesetz des HERRN befiehlt.[3]7 Ihr ´restlichen` Leviten bildet mit der Waffe in der Hand einen Kreis um den König und tötet jeden, der in den Tempel eindringen will. Ihr müsst den König auf Schritt und Tritt begleiten![4]«8 ´Als der Sabbat kam`, führten die Leviten und die Männer von Juda die Befehle Jojadas aus. Die Leviten riefen ihre Leute zusammen – nicht nur diejenigen, die ihren Dienst antraten, sondern auch diejenigen, deren Dienst an diesem Tag endete. Denn Jojada hatte ihnen nicht erlaubt, nach Hause zu gehen.9 Jojada gab den Offizieren die Speere, Rundschilde und Langschilde[5], die seit der Zeit Davids im Tempel aufbewahrt wurden.10 Jeder der versammelten Leviten[6] bekam eine Waffe in die Hand, und Jojada stellte sie in einem Halbkreis auf, der von der südlichen Ecke des Tempelgebäudes über den Brandopferaltar bis zur nördlichen Ecke des Tempelgebäudes reichte. So war der König von allen Seiten abgeschirmt.11 Nun führten Jojada und seine Söhne den Kronprinzen heraus. Sie setzten ihm die Krone auf und gaben ihm das Königsgesetz in die Hand[7], um ihn in sein Amt einzusetzen. Dann salbten sie ihn und ´alle` riefen: »Hoch lebe der König!«12 Als Atalja das Freudengeschrei der Volksmenge hörte, die inzwischen herbeigeströmt war und dem König zujubelte, kam auch sie zum Tempel des HERRN.13 Joasch stand am Platz des Königs neben der Säule am Eingang. Er war umgeben von Offizieren und Trompetern. Die Männer von Juda[8] jubelten vor Freude, die Trompeten schmetterten und die Tempelmusiker sangen und spielten auf ihren Instrumenten. Atalja zerriss ihr Gewand und schrie: »Verrat! Verrat!«14 Der Priester Jojada aber befahl den Offizieren, die den Befehl über die bewaffneten Männer hatten: »Nehmt sie zwischen euch und bringt sie hinaus! Wer ihr folgt, muss ´mit ihr` sterben!« Er wollte nämlich nicht, dass Atalja im Tempelbereich getötet wurde.15 Da packten sie Atalja und brachten sie zum Rosstor am königlichen Palast. Dort richtete man sie hin.16 Jojada schloss einen Bund mit den Leuten von Juda und dem ´neu gekrönten` König. Er verpflichtete sie dazu, von nun an wieder als Volk des HERRN zu leben.17 Danach zog die ganze Versammlung zum Tempel Baals. Sie rissen die Baals-Altäre nieder, zerschlugen die Götzenbilder und töteten Matan, den Priester Baals, direkt vor den Altären.18 Die Aufsicht über den Tempel des HERRN übertrug Jojada den Priestern aus dem Stamm Levi. David hatte sie in Dienstgruppen eingeteilt, um dem HERRN die Brandopfer darzubringen, die das Gesetz des Mose vorschrieb. ´Sie sollten ihren Dienst` mit Freude ´verrichten`, begleitet vom Gesang ´der Tempelmusiker`, wie David es angeordnet hatte.19 An die Eingänge zum Tempelbereich stellte Jojada Torwächter, damit niemand mehr hineingehen konnte, der nach den Vorschriften ´des Gesetzes` als unrein galt.20 Danach rief er die Offiziere, die vornehmen und mächtigen Leute ´Jerusalems` und die Männer von Juda[9] zusammen. Gemeinsam geleiteten sie den König vom Tempel in den Palast. Sie zogen durch das obere Tor in die Palastanlage ein und ließen Joasch auf dem Königsthron Platz nehmen.21 Die ganze Bevölkerung von Juda[10] freute sich, und auch in der Stadt Jerusalem gab es keine Unruhen[11], nachdem man Atalja hingerichtet hatte.