I. Die Ereignisse von der (ersten) Rückkehr der verbannten Juden bis zur Vollendung des Tempelbaues (Kap. 1-6)
1Im ersten Regierungsjahre des Kores[1], des Königs von Persien – damit das durch den Mund Jeremias ergangene Wort des HERRN in Erfüllung ginge – regte der HERR den Geist des Perserkönigs Kores dazu an, folgende Verfügung in seinem ganzen Reiche ausrufen und auch durch schriftlichen Erlaß bekanntmachen zu lassen:2»So spricht[2] Kores, der König von Persien: Alle Reiche der Erde hat der HERR, der Gott des Himmels, mir übergeben, und er ist’s auch, der mir aufgetragen hat, ihm zu Jerusalem in Juda ein Haus[3] zu erbauen.3Wer also unter euch allen zu seinem Volke gehört, mit dem sei sein Gott, und er ziehe hinauf nach Jerusalem in Juda und baue dort das Haus[4] des HERRN, des Gottes Israels; das ist der Gott, der in Jerusalem wohnt.4Und jeder, der noch übriggeblieben ist, den sollen an allen Orten, wo er sich als Fremdling aufhält, die betreffenden Ortsbewohner mit Silber und Gold, mit beweglicher Habe und Vieh sowie mit freiwilligen Gaben für das Gotteshaus in Jerusalem unterstützen.«5Da machten sich die Familienhäupter von Juda und Benjamin sowie die Priester und die Leviten auf den Weg, alle, denen Gott es in den Sinn gegeben hatte, hinaufzuziehen, um den Tempel des HERRN in Jerusalem wieder aufzubauen;6und alle, die um sie her wohnten, unterstützten sie auf jede Weise mit Gaben, mit Silber und Gold, mit beweglicher Habe und Vieh und mit Kostbarkeiten, außerdem mit freiwilligen Gaben aller Art.7Auch gab der König Kores die Tempelgeräte wieder heraus, die Nebukadnezar einst aus Jerusalem weggeführt und im Tempel seines Gottes untergebracht hatte:8der König Kores von Persien ließ sie unter der Aufsicht des Schatzmeisters Mithredath hervorholen[5], und dieser zählte sie Sesbazzar, dem Fürsten von Juda, zu.9Ihre Zahl war folgende: 30 goldene und 1000[6] silberne Becken,1030 goldene Becher, 2410 silberne Becher, 1000 andere Geräte,11im ganzen 5400 goldene und silberne Geräte. Das alles nahm Sesbazzar mit hinauf, als die in die Verbannung[7] Weggeführten von Babylon nach Jerusalem hinaufgeführt wurden[8].
HEIMKEHR DER JUDEN UND WIEDERAUFBAU DES TEMPELS DURCH SERUBBABEL
Erlaubnis zur Heimkehr und zum Tempelbau
1Im ersten Jahr des Königs Kyrus von Persien sollte sich erfüllen, was der HERR durch Jeremia gesprochen hatte. Darum erweckte der HERR den Geist des Königs Kyrus von Persien und Kyrus ließ in seinem ganzen Reich mündlich und schriftlich den Befehl verkünden: (2Chr 36,22; Jer 25,11; Jer 29,10)2So spricht Kyrus, der König von Persien: Der HERR, der Gott des Himmels, hat mir alle Reiche der Erde verliehen. Er selbst hat mir aufgetragen, ihm in Jerusalem in Juda ein Haus zu bauen. (Jes 44,28; Jes 45,1)3Jeder unter euch, der zu seinem Volk gehört - sein Gott sei mit ihm -, der soll hinaufziehen nach Jerusalem in Juda und das Haus des HERRN, des Gottes Israels, aufbauen; denn er ist der Gott, der in Jerusalem wohnt.4Und jeden, der irgendwo übrig geblieben ist, sollen die Leute des Ortes, in dem er ansässig war, unterstützen mit Silber und Gold, mit beweglicher Habe und Vieh, neben den freiwilligen Gaben für das Haus Gottes in Jerusalem.5Die Familienoberhäupter von Juda und Benjamin sowie die Priester und Leviten, kurz alle, deren Geist Gott erweckte, machten sich auf den Weg, um hinaufzuziehen und das Haus des HERRN in Jerusalem zu bauen.6Alle ihre Nachbarn unterstützten sie mit Silbergeräten, mit Gold, mit beweglicher Habe und mit Vieh sowie mit wertvollen Dingen, abgesehen von dem, was jeder für den Tempel spendete. (2Mo 12,36)7König Kyrus gab auch die Geräte des Hauses des HERRN zurück, die Nebukadnezzar aus Jerusalem weggeschleppt und in das Haus seines Gottes gebracht hatte.8König Kyrus von Persien übergab sie dem Schatzmeister Mitredat und dieser zählte sie Scheschbazzar, dem Oberen von Juda, vor.9Das war ihre Zahl: 30 goldene Opferschalen, 1 000 silberne Opferschalen, 29 Räucherpfannen;1030 goldene Becher, daneben 410 silberne Becher, 1 000 sonstige Geräte.11Insgesamt waren es 5 400 Geräte aus Gold und Silber. All das brachte Scheschbazzar mit, als er mit den Verschleppten von Babel nach Jerusalem zurückkehrte.