von Deutsche Bibelgesellschaft1Wir aber, die wir stark sind, sollen die Schwächen derer tragen, die nicht stark sind, und nicht Gefallen an uns selber haben. (Röm 14,1)2Ein jeder von uns lebe so, dass er seinem Nächsten gefalle zum Guten und zur Erbauung. (Röm 14,19; 1Kor 10,24; 1Kor 10,33)3Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen, sondern wie geschrieben steht: »Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.«4Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben. (1Kor 10,11; 2Tim 3,16)5Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, wie es Christus Jesus entspricht, (2Kor 13,11; Phil 2,2)6damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.7Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Ehre.8Denn ich sage: Christus ist ein Diener der Beschneidung geworden um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen zu bestätigen, die den Vätern gegeben sind; (Mt 15,24; Apg 3,25)9die Heiden aber sollen Gott die Ehre geben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht: »Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen.«10Und wiederum heißt es: »Freut euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!« (5Mo 32,43)11Und wiederum: »Lobet den Herrn, alle Heiden, und preisen sollen ihn alle Völker!«12Und wiederum spricht Jesaja: »Es wird kommen der Spross aus der Wurzel Isais, und der wird aufstehen, zu herrschen über die Völker; auf den werden die Völker hoffen.« (Offb 5,5; Offb 22,16)13Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.
Der Auftrag des Apostels
14Ich weiß aber selbst sehr wohl von euch, meine Brüder und Schwestern, dass auch ihr selber voll Güte seid, erfüllt mit aller Erkenntnis, sodass ihr euch untereinander ermahnen könnt.15Ich habe euch aber zum Teil sehr kühn geschrieben, um euch zu erinnern kraft der Gnade, die mir von Gott gegeben ist, (Röm 1,5; Röm 12,3; Gal 2,9; Eph 3,7)16sodass ich ein Diener Christi Jesu unter den Heiden bin, der mit dem Evangelium Gottes wie ein Priester dient, auf dass die Heiden ein Opfer werden, das Gott wohlgefällig ist, geheiligt durch den Heiligen Geist. (Röm 11,13; Gal 2,7)17Darum kann ich mich rühmen in Christus Jesus, dass ich Gott diene.18Denn ich werde nicht wagen, etwas zu reden, das nicht Christus durch mich gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk, (Röm 1,5; Röm 16,26; 2Kor 3,5)19in der Kraft von Zeichen und Wundern und in der Kraft des Geistes Gottes. So habe ich von Jerusalem aus ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium Christi voll ausgerichtet. (Mk 16,17; 2Kor 12,12)20Dabei setze ich meine Ehre darein, das Evangelium zu predigen, wo Christi Name noch nicht genannt wurde, damit ich nicht auf einen fremden Grund baue, (2Kor 10,15)21sondern wie geschrieben steht: »Denen nichts von ihm verkündigt worden ist, die sollen sehen, und die nichts gehört haben, sollen verstehen.«
Reisepläne des Apostels
22Das ist auch der Grund, warum ich so viele Male daran gehindert worden bin, zu euch zu kommen. (Röm 1,13)23Nun aber habe ich keine Aufgabe mehr in diesen Ländern. Seit vielen Jahren habe ich aber das Verlangen, zu euch zu kommen, (Röm 1,10)24wenn ich nach Spanien reise. Denn ich hoffe, dass ich bei euch durchreisen und euch sehen kann und von euch dorthin weitergeleitet werde, doch so, dass ich mich zuvor ein wenig an euch erquicke.25Jetzt aber reise ich nach Jerusalem, um den Heiligen zu dienen. (Apg 18,21; Apg 19,21; Apg 20,22; Apg 24,17)26Denn Makedonien und Achaia haben eine Gabe der Gemeinschaft beschlossen für die Armen unter den Heiligen in Jerusalem. (1Kor 16,1; 2Kor 8,1)27Sie haben’s beschlossen, denn sie sind auch ihre Schuldner. Denn wenn die Heiden an ihren geistlichen Gütern Anteil bekommen haben, ist es recht und billig, dass sie ihnen auch mit irdischen Gütern dienen. (1Kor 9,11; 2Kor 9,12)28Wenn ich das nun ausgerichtet und ihnen diesen Ertrag versiegelt übergeben habe, will ich von euch aus nach Spanien ziehen.29Ich weiß aber: Wenn ich zu euch komme, werde ich mit dem vollen Segen Christi kommen. (Röm 1,10)30Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, durch unsern Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, dass ihr mir kämpfen helft und für mich zu Gott betet, (2Kor 1,11; 2Thess 3,1)31dass ich errettet werde vor den Ungehorsamen in Judäa und mein Dienst, den ich für Jerusalem tue, den Heiligen willkommen sei, (1Thess 2,15)32damit ich mit Freuden zu euch komme nach Gottes Willen und mich mit euch erquicke.33Der Gott des Friedens aber sei mit euch allen! Amen. (1Kor 14,33; 2Kor 13,11; Phil 4,9; 1Thess 5,23)
1Wir, die Starken, sind verpflichtet, die Schwächen der Schwachen zu tragen und nicht uns selbst zu Gefallen zu leben. (Röm 14,1)2Jeder von uns lebe dem Nächsten zu Gefallen, ihm zum Wohl, um ihn aufzubauen. (1Kor 10,24; 1Kor 14,19)3Christus hat ja auch nicht sich selbst zu Gefallen gelebt, sondern, wie geschrieben steht: Die Schmähungen derer, die dich schmähten, haben mich getroffen. (Ps 69,10)4Ja, alles, was zuvor geschrieben wurde, ist uns zur Belehrung geschrieben, damit wir mit Beharrlichkeit und mit dem Trost der Schriften an der Hoffnung festhalten. (1Kor 9,10)5Der Gott der Geduld und des Trostes lasse euch untereinander eines Sinnes sein, nach dem Vorbild des Christus Jesus, (2Kor 1,3; 2Kor 12,16; Phil 4,2)6damit ihr den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus einmütig und einstimmig lobt.7Darum nehmt einander an, wie auch Christus euch angenommen hat, zur Ehre Gottes. (Röm 14,1)8Ich sage nämlich: Um der Wahrhaftigkeit Gottes willen ist Christus zum Diener der Beschnittenen geworden, um die Verheissungen, die an die Väter ergangen sind, zu bekräftigen.9Die Heiden aber sollen um der Barmherzigkeit willen Gott preisen, wie geschrieben steht: Darum werde ich dich bekennen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen. (Ps 18,50)10Und an anderer Stelle heisst es: Freut euch, ihr Völker, zusammen mit seinem Volk. (5Mo 32,43)11Und an anderer Stelle: Preiset, all ihr Völker, den Herrn, loben sollen ihn all seine Völker. (Ps 117,1)12Jesaja wiederum sagt: Ausschlagen wird die Wurzel Isais, und hervortreten wird, der sich erhebt, um über die Völker zu herrschen; auf ihn werden die Völker hoffen. (Jes 11,10)13Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, den er euch schenkt, und ihr werdet im Überfluss teilhaben an der Hoffnung durch die Kraft des heiligen Geistes.
Reisepläne
14Meine lieben Brüder und Schwestern! Im Blick auf euch bin ich persönlich der festen Überzeugung, dass auch ihr von guter Gesinnung durchdrungen seid, von aller Erkenntnis erfüllt und fähig, einander auch zurechtzuweisen.15Ich habe euch zum Teil recht kühn geschrieben, doch wollte ich euch nur an Bekanntes erinnern. Ich tue dies aufgrund der Gnade, die mir von Gott zuteil wurde, (Röm 12,3; 1Kor 3,10; Gal 2,9)16der Gnade nämlich, ein Kultdiener zu sein des Christus Jesus für die Völker und als solcher das Evangelium Gottes als heilige Handlung zu vollziehen;[1] so soll die Darbringung der Völker, geheiligt durch den heiligen Geist, Gottes Wohlgefallen finden. (Röm 1,1; 1Thess 2,2)17Darauf bin ich stolz in Christus Jesus - wenn es um das geht, was vor Gott gilt. (1Kor 15,31)18Denn ich würde es nicht wagen, von Dingen zu reden, die Christus nicht durch mich gewirkt hat, um die Völker zum Gehorsam zu bringen, durch Wort und Tat,19durch die Macht von Zeichen und Wundern, in der Kraft des Geistes.[2] So habe ich denn das Evangelium Christi verkündigt von Jerusalem und seiner Umgebung aus bis nach Illyrien (2Kor 12,12; 1Thess 1,5)20und dabei stets alles darangesetzt, das Evangelium nur dort zu verkündigen, wo Christus noch nicht bekannt war. Ich will ja nicht auf eines andern Fundament bauen, (1Kor 3,10)21sondern wie geschrieben steht: Die keine Kunde von ihm hatten, die werden sehen, und die nichts gehört haben, werden verstehen. (Jes 52,15)22Das ist es, was mich immer wieder daran gehindert hat, zu euch zu kommen. (Röm 1,13)23Jetzt aber ist mein Platz nicht mehr hier in diesem Gebiet, auch sehne ich mich seit Jahren danach, zu euch zu kommen,24wenn ich einmal nach Spanien reise. Ich hoffe nämlich, euch auf der Durchreise zu sehen und von euch für die Weiterreise ausgerüstet zu werden, nachdem ich eure Gegenwart eine Weile genossen habe.25Jetzt aber breche ich nach Jerusalem auf, um den Heiligen einen Dienst zu erweisen.26Makedonien und die Achaia haben nämlich beschlossen, eine Kollekte für die Armen unter den Heiligen in Jerusalem zu erheben. (2Kor 8,1)27So haben sie es beschlossen, sie stehen ja in ihrer Schuld. Denn wenn die Völker Anteil bekommen haben an ihren geistlichen Gaben, dann sind sie es ihnen auch schuldig, ihnen einmal mit materiellen Gaben einen Dienst zu erweisen.28Wenn ich dies zu Ende gebracht und ihnen den Betrag versiegelt übergeben habe,[3] will ich bei euch vorbeikommen und dann nach Spanien weiterreisen.29Und ich weiss: Wenn ich zu euch komme, werde ich mit der Fülle des Segens Christi kommen.30Ich bitte euch aber, liebe Brüder und Schwestern, bei unserem Herrn Jesus Christus und bei der Liebe des Geistes: Steht mir bei in meinem Kampf, wenn ihr für mich zu Gott betet,31dass ich bewahrt werde vor den Ungehorsamen in Judäa und mein Dienst, den ich an Jerusalem tue, den Heiligen willkommen sei.32Dann mag ich, so Gott will, voll Freude zu euch kommen und bei euch eine Zeit lang Ruhe finden.33Der Gott des Friedens sei mit euch allen, Amen. (Röm 16,20; 1Kor 14,33; 2Kor 13,11; Phil 4,9; 1Thess 5,23; Hebr 13,20)
1Wir, die einen starken Glauben haben, sind dazu verpflichtet, auf die Schwachheit der anderen Rücksicht zu nehmen und nicht an uns selbst zu denken.2Jeder von uns soll das Wohl des anderen im Blick haben und so leben, dass er ihn zum Guten ermutigt und im Glauben stärkt.3Auch Christus lebte nicht für sich selbst. Von ihm heißt es in der Schrift: »Die Anfeindungen, die dir, Gott, galten, haben mich getroffen.« (Ps 69,10)4Was in der Heiligen Schrift vor langer Zeit aufgeschrieben wurde, gilt uns, wir sollen daraus lernen. Es ermutigt und tröstet uns, damit wir unsere Hoffnung auf Gottes Zusagen setzen und daran festhalten.5Gott aber ist es, der uns immer wieder neuen Mut und Trost schenkt, um standhaft zu bleiben. Er helfe euch, einmütig zu sein, so wie es euch Jesus Christus gezeigt hat.6Dann könnt ihr alle wie aus einem Mund Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, loben und preisen.
Alle Völker werden Gott loben
7Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat. Auf diese Weise wird Gott geehrt.8Christus kam doch in diese Welt, um seinem Volk Israel zu dienen. Er erfüllte die Zusagen, die Gott ihren Vorfahren gegeben hatte. So zeigte er ihnen, dass Gott treu zu seinem Wort steht.9Auch die anderen Völker können Gott für seine Barmherzigkeit danken. Denn es steht schon in der Heiligen Schrift: »Ich will dich loben, alle Völker sollen es hören. Deinen Namen will ich preisen mit meinem Lied.« (Ps 18,50)10Ebenso heißt es: »Jubelt, ihr Völker, zusammen mit seinem Volk Israel!« (5Mo 32,43)11An einer anderen Stelle können wir lesen: »Lobt den Herrn, alle Völker; preist ihn, alle Nationen!« (Ps 117,1)12Und Jesaja prophezeite: »Der Trieb, der aus der Wurzel Davids[1] hervorsprießt, wird groß werden und über die Völker herrschen. Auf ihn werden sie ihre Hoffnung setzen.« (Jes 11,10)13Deshalb wünsche ich für euch alle, dass Gott, der diese Hoffnung schenkt, euch in eurem Glauben mit großer Freude und vollkommenem Frieden erfüllt, damit eure Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes wachse.
Paulus beschreibt seinen Auftrag
14Liebe Brüder und Schwestern! Ich bin fest davon überzeugt, dass ihr aufrichtig und gütig seid, weil ihr selbst wisst, wie viel Gott euch geschenkt hat. Deshalb könnt ihr euch auch gegenseitig ermahnen.15Trotzdem habe ich mir die Freiheit genommen, euch an einige Dinge zu erinnern, wobei ich stellenweise sehr deutlich geworden bin. Das habe ich getan, weil Gott mich in seiner Gnade beauftragt hat,16als Diener von Jesus Christus allen Menschen die rettende Botschaft zu verkünden. Wie ein Priester im Tempel Gott dient und ihm opfert, so sehe ich meinen Auftrag. Durch den Heiligen Geist sollen Menschen aus allen Völkern zu Gott gehören und so eine Opfergabe werden, die ihm gefällt.17Ich bin vor Gott stolz auf alles, was Jesus Christus durch mich getan hat.18Hätte nicht er es bewirkt, dass Menschen aus vielen Völkern zum Glauben gekommen und Gott gehorsam geworden sind, würde ich es nicht wagen, davon zu reden. So aber wirkte Christus durch meine Predigt und meinen Einsatz;19er bestätigte dies durch gewaltige Zeichen und Wunder und durch seinen Geist, der machtvoll am Werk war. Auf diese Weise konnte ich von Jerusalem bis hin nach Illyrien die rettende Botschaft von Christus verbreiten und ihr Geltung verschaffen.20Dabei war es mein großes Anliegen, nur dort zu predigen, wo man noch nichts von Jesus Christus gehört hatte. Denn ich wollte nicht auf einem Fundament aufbauen, das jemand anders gelegt hatte.21Ich folgte damit den Worten der Heiligen Schrift: »Gerade die sollen ihn sehen, denen er nicht angekündigt war, und die noch nichts von ihm gehört haben, werden ihn begreifen.« (Jes 52,15)
Reisepläne
22Weil ich damit so beschäftigt war, konnte ich bisher noch nicht zu euch kommen.23Aber jetzt habe ich meine Arbeit in diesen Gegenden beendet, und wie ich es mir schon seit Jahren sehnlichst wünsche, möchte ich euch nun besuchen.24Ich habe vor, nach Spanien zu reisen, und bei dieser Gelegenheit hoffe ich, euch in Rom persönlich kennen zu lernen. Wenn ich dann in der Gemeinschaft mit euch neue Kraft geschöpft habe, könntet ihr mich vielleicht bei meiner Weiterreise unterstützen.25Doch zuerst möchte ich noch nach Jerusalem, um der Gemeinde dort zu helfen.26Denn die Christen in den Provinzen Mazedonien und Achaja haben für die Armen der Gemeinde von Jerusalem Geld gesammelt. Auf diese Weise haben sie ihre Verbundenheit mit ihnen zum Ausdruck gebracht.27Sie haben das gern getan, weil sie gerade dieser Gemeinde viel verdanken. Denn von Jerusalem aus hat sie die rettende Botschaft erreicht, und insofern ist es nur recht und billig, dass sie jetzt der Jerusalemer Gemeinde in ihrer Not helfen.28Sobald man mir dort bestätigt hat, dass ich das Geld ordnungsgemäß abgeliefert habe, kann ich auf dem Weg nach Spanien zu euch kommen.29Ich weiß, dass ich euch dann den reichen Segen, den Jesus Christus schenkt, weitergeben werde.30Liebe Brüder und Schwestern, wir sind durch die Liebe des Heiligen Geistes miteinander verbunden. Deshalb bitte ich euch im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, inständig: Helft mir bei meinem Kampf, indem ihr für mich betet!31Bittet Gott, dass er mich vor denen in Judäa bewahrt, die nicht auf die rettende Botschaft hören wollen. Und betet darum, dass meine Hilfe von den Christen in Jerusalem dankbar angenommen wird.32Dann erst kann ich frohen Herzens zu euch kommen und – so Gott will – neue Kraft schöpfen.33Gott aber, von dem aller Friede kommt, sei mit euch allen. Amen.
1So ist es also notwendig, dass wir, die Starken, die Schwächen derer mittragen, die an bestimmten Stellen nicht mitkommen, und nicht unseren eigenen Willen in den Vordergrund stellen.2Nein, jeder Einzelne von uns soll so leben, dass es zum Nutzen für seinen Mitmenschen ist, und zwar so, dass das Gute herauskommt und alle dadurch aufgebaut werden.3Denn auch der Messias hat ja nicht sich selbst zum Gefallen gelebt, sondern so, wie es in Gottes Buch vorausgesagt ist: »Die Schmähungen derer, die das Wort gegen dich erhoben, haben mich getroffen.«4All das, was in der Vergangenheit in Gottes Buch niedergeschrieben wurde, ist als Unterrichtung für uns aufgeschrieben worden. Das Ziel davon ist, dass wir durch unsere Ausdauer und durch die Ermutigung des Buches Gottes von Hoffnung beflügelt werden.5Er, Gott, von dem die Kraft zu einem ausdauernden Leben kommt und dessen Wesen Ermutigung ist, der möge euch die Fähigkeit verleihen, dass ihr in wahrer Einmütigkeit miteinander lebt, so, wie es dem Messias Jesus entspricht.6Ja, ihr werdet dann einmütig und mit einer Stimme Gott loben, ihn, den Vater unseres Herrn, des Messias Jesus.7Deshalb: Nehmt einander an, genauso wie der Messias auch euch angenommen hat und so Gottes wunderbaren Lichtglanz hat aufleuchten lassen.8Hiermit will ich das noch einmal deutlich sagen: Der Messias ist als ein Diener der Juden in diese Welt gekommen, um dadurch die Wahrhaftigkeit Gottes zu bestätigen und die Zusagen, die er unseren Vorfahren gegeben hatte, festzumachen.9Dabei ist das Ziel Gottes, dass auch die übrigen Nationen Gott die Ehre geben, so, wie es in Gottes Buch geschrieben steht: »Deshalb werde ich dich unter den Völkern der Welt bekannt machen und werde deinem Namen Loblieder singen.«10Und an einer anderen Stelle in Gottes Buch heißt es: »Freut euch, ihr Völker, zusammen mit seinem Volk!«11Und an einer anderen Stelle: »Lobt Gott den Herrn alle Nationen, und alle Völker sollen ihn preisen!«12Auch der Prophet Jesaja sagt: »Der, der in Wirklichkeit der Ursprung von Isai ist, der wird aufstehen, um über die Nationen zu herrschen. Ja, die Völker werden auf ihn hoffen!«13Der Gott, der selbst der Inbegriff der Hoffnung ist, erfülle euch mit vollkommener Freude und mit Frieden, während ihr auf ihn vertraut. Dadurch werdet ihr immer stärker von der Hoffnung erfasst werden durch die Kraft des heiligen Gottesgeistes!
Paulus und sein Auftrag
14Meine Geschwister, ich persönlich bin im Blick auf euch vollkommen davon überzeugt, dass ihr ganz von Herzensgüte geprägt seid, erfüllt mit aller notwendigen Erkenntnis und deshalb auch in der Lage, einander zu beraten.15Ich habe in meinem Brief an euch kein Blatt vor den Mund genommen, um euch an bestimmte wichtige Grundlagen zu erinnern, durch die unverdiente Zuwendung, die Gott mir geschenkt hat.16Durch diese Gottesgnade bin ich dazu eingesetzt, ein Amtsträger für den Messias Jesus zu sein und die Gottesbotschaft wie ein Priester zu den Nationen zu bringen und dann diese Völker als ein Weihopfer vor ihn zu tragen, das ihm angenehm und durch den heiligen Gottesgeist geweiht ist.17Also habe ich aufgrund meiner Beziehung zum Messias Jesus einen echten Grund, stolz zu sein, wenn es um die Aufgaben geht, die Gott mir gegeben hat.18Denn ich werde nur über eine einzige Sache sprechen, nämlich über das, was der Messias durch mich gewirkt hat, um die Nationen zum Gehorsam gegenüber Gott zu führen. Das habe ich getan im Wort und im Werk,19ja, auch in der Kraft von Zeichen und Wundern und der Kraft des Gottesgeistes. So habe ich ausgehend von Jerusalem und überall, in immer weiter gefassten Rundreisen, bis hin nach Illyrien, die gute Nachricht des Messias in ihrer ganzen Bedeutung verbreitet.20Auf diese Weise habe ich meine Ehre darein gesetzt, die gute Nachricht öffentlich auszurufen, und zwar nicht dort, wo der Name des Messias schon bekannt ist. Es war mein Ziel, nicht auf das Fundament eines anderen aufzubauen.21Für mich war dabei die Aussage in Gottes Buch wichtig: »Diejenigen, denen die Gottesbotschaft noch nicht verkündigt worden ist, werden es sehen, und die, die nie davon gehört haben, werden es verstehen.«
Reisepläne
22Das ist auch der Grund, warum ich immer wieder daran gehindert worden bin, zu euch zu kommen.23Doch jetzt finde ich in diesen Gegenden keinen unerreichten Raum mehr und habe ja schon seit vielen Jahren den Wunsch, zu euch zu kommen.24Das will ich tun, und zwar für den Fall, dass ich nach Spanien reise. Denn ich hoffe, dass ich euch auf der Durchreise besuchen und dann von euch dorthin weitergeschickt werden kann, wobei ich vorher eine Zeit lang eure Freundschaft genießen möchte.25Doch jetzt bin ich auf dem Weg nach Jerusalem, um dort denen, die zu Gott gehören, eine Unterstützung zu bringen.26Denn die Christen in Mazedonien und in Achaja haben beschlossen, einen Beitrag für die Armen unter den Jesusnachfolgern zu leisten, die in Jerusalem wohnen.27Das schien ihnen so gut und richtig zu sein, und außerdem stehen sie ja auch in ihrer Schuld. Denn wenn sie, die Menschen aus den nichtjüdischen Völkern, Anteil bekommen haben an der geistlichen Wirklichkeit, die ihnen geschenkt worden ist, dann ist es auch ihre Aufgabe, sie mit materiellen Dingen zu unterstützen.28Wenn ich das zu Ende geführt habe und ihnen diese Frucht überbracht habe, bringe ich damit diesen Abschnitt meiner Arbeit zu einem krönenden Abschluss. Danach werde ich von dort wieder abreisen in Richtung Spanien und auf diesem Weg bei euch vorbeikommen.29Und das weiß ich genau, dass ich mit dem vollen Segen des Messias zu euch kommen werde.30Ich ermutige euch, Schwestern und Brüder, durch unseren Herrn, den Messias Jesus, und durch die vom Geist Gottes gegebene Liebe: Unterstützt mich mit euren Gebeten zu Gott, kämpft so zusammen mit mir!31Betet, dass ich aus der Hand der Menschen gerettet werde, die dort in der Provinz Judäa leben und dem Willen Gottes ungehorsam sind, und auch darum, dass die Christen dort in Jerusalem meinen Einsatz für sie positiv aufnehmen.32Betet auch darum, dass ich durch den Willen Gottes voller Freude zu euch kommen und auch zusammen mit euch Gottes belebende Gegenwart erfahren kann.33Gott, der der Inbegriff des Friedens ist, sei mit euch allen. Amen, ja, so sei es!