1.Mose 17
Zürcher Bibel
von Theologischer Verlag ZürichDas Bundeszeichen der Beschneidung. Neue Namen
1 Als Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien der HERR dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin El-Schaddai.[1] Wandle vor mir und sei vollkommen. (1Mo 6,9; 1Mo 12,7; 1Mo 16,16; 1Mo 24,40) 2 Ich will meinen Bund stiften zwischen mir und dir und dich über alle Massen mehren. (1Mo 15,18; 1Mo 28,3; 1Mo 28,20) 3 Da fiel Abram nieder auf sein Angesicht. Und Gott redete mit ihm und sprach: 4 Sieh, das ist mein Bund mit dir: Du wirst zum Vater einer Vielzahl von Völkern werden. 5 Man wird dich nicht mehr Abram nennen, sondern Abraham wird dein Name sein, denn zum Vater einer Vielzahl von Völkern habe ich dich bestimmt. (1Mo 32,29; Neh 9,7; Röm 4,17) 6 Ich mache dich über alle Massen fruchtbar und lasse dich zu Völkern werden, und Könige werden von dir abstammen. (1Mo 17,16; 1Mo 35,11) 7 Ich richte meinen Bund auf zwischen mir und dir und deinen Nachkommen, von Generation zu Generation, als einen ewigen Bund, dass ich dir und deinen Nachkommen Gott sei. (1Mo 9,16; 1Mo 17,13; 2Sam 23,5) 8 Und ich gebe dir und deinen Nachkommen das Land, in dem du als Fremder weilst, das ganze Land Kanaan, zu ewigem Besitz, und ich will ihnen Gott sein. (1Mo 28,4; 1Mo 37,1; 2Mo 6,4; 2Mo 32,13) 9 Und Gott sprach zu Abraham: Du aber, halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, von Generation zu Generation. 10 Dies ist mein Bund zwischen mir und euch und deinen Nachkommen, den ihr halten sollt: Es soll sich bei euch beschneiden lassen alles, was männlich ist. (1Mo 17,23) 11 Am Fleisch eurer Vorhaut sollt ihr euch beschneiden lassen. Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. (Hes 20,12) 12 Im Alter von acht Tagen soll alles bei euch, was männlich ist, beschnitten werden, von Generation zu Generation, der im Haus geborene und der von irgendeinem Fremden um Silber gekaufte Sklave, der nicht zu deinen Nachkommen gehört. (1Mo 21,4; 2Mo 12,44; 3Mo 12,3; Lk 1,59) 13 Es soll auch der in deinem Haus geborene und der von dir um Silber gekaufte Sklave sich beschneiden lassen. So soll mein Bund an eurem Fleisch ein ewiger Bund sein. (1Mo 17,7) 14 Ein männlicher Unbeschnittener aber, der sich nicht am Fleisch seiner Vorhaut beschneiden lässt, der soll aus seiner Sippe getilgt werden; meinen Bund hat er gebrochen. 15 Und Gott sprach zu Abraham: Sarai, deine Frau, sollst du nicht mehr Sarai nennen, sondern Sara soll ihr Name sein. 16 Ich will sie segnen, und auch von ihr will ich dir einen Sohn geben. Ich will sie segnen, und sie soll zu Völkern werden. Könige von Völkern werden von ihr abstammen. (1Mo 17,6) 17 Da fiel Abraham nieder auf sein Angesicht und lachte. Er sagte sich: Können einem Hundertjährigen noch Kinder geboren werden, und kann Sara, eine Neunzigjährige, noch gebären? (1Mo 18,12; 1Mo 21,6; Lk 1,18; Röm 4,19) 18 Und Abraham sprach zu Gott: Wenn nur Ismael vor dir am Leben bleibt. (1Mo 21,11) 19 Gott aber sprach: Nein, Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihn Isaak nennen. Und ich werde meinen Bund mit ihm aufrichten als einen ewigen Bund für seine Nachkommen. (1Mo 16,7; 1Mo 16,11; 1Mo 18,10) 20 Aber auch wegen Ismael erhöre ich dich: Sieh, ich segne ihn und mache ihn fruchtbar und mehre ihn über alle Massen. Zwölf Fürsten wird er zeugen, und ich werde ihn zu einem grossen Volk machen. (1Mo 17,2; 1Mo 25,13; 1Mo 46,3; 4Mo 1,44; 4Mo 16,10; 4Mo 21,18) 21 Meinen Bund aber richte ich auf mit Isaak, den Sara dir gebären wird um diese Zeit im nächsten Jahr. (1Mo 18,10; 1Mo 21,2) 22 Und als er aufgehört hatte, zu ihm zu reden, fuhr Gott auf, weg von Abraham. (1Mo 35,13) 23 Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle Sklaven, die in seinem Haus geboren und die von ihm um Silber gekauft waren, alles, was männlich war unter den Leuten vom Haus Abrahams, und beschnitt das Fleisch ihrer Vorhaut noch am selben Tag, wie Gott ihm gesagt hatte. (1Mo 17,10) 24 Abraham war neunundneunzig Jahre alt, als er sich am Fleisch seiner Vorhaut beschneiden liess. (1Mo 16,16) 25 Sein Sohn Ismael aber war dreizehn Jahre alt, als er sich am Fleisch seiner Vorhaut beschneiden liess. 26 Am selben Tag liessen sich Abraham und sein Sohn Ismael beschneiden. 27 Und alle Männer seines Hauses, die im Haus geborenen und die von Fremden um Silber gekauften Sklaven, liessen sich mit ihm beschneiden. (1Mo 17,10)1.Mose 17
Hoffnung für alle
von BiblicaDas Zeichen des Bundes: Die Beschneidung
1 Als Abram 99 Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sagte zu ihm: »Ich bin der allmächtige Gott. Geh deinen Weg mit mir und lebe so, wie es in meinen Augen recht ist. 2 Ich will zu meinem Bund mit dir stehen und dir unzählbar viele Nachkommen schenken.« 3 Da warf sich Abram zu Boden, und Gott sprach weiter zu ihm: 4-5 »Ich verspreche dir: Du wirst zum Stammvater vieler Völker werden. Darum sollst du von nun an nicht mehr Abram (›erhabener Vater‹) heißen, sondern Abraham (›Vater der Völkermenge‹). 6 Ich werde dir so viele Nachkommen geben, dass zahlreiche Völker daraus entstehen – sogar Könige sollen von dir abstammen! 7 Dieser Bund gilt für alle Zeiten, für dich und für deine Nachkommen. Es ist ein Versprechen, das niemals gebrochen wird: Ich bin dein Gott und der Gott deiner Nachkommen, 8 und ich gebe euch das ganze Land Kanaan, wo ihr bisher nur Fremde seid. Ihr werdet es für immer besitzen, und ich werde euer Gott sein. 9 Doch auch du, Abraham, musst dich bei unserem Bund zu etwas verpflichten, und deine Nachkommen sollen sich ebenfalls daran halten: 10-11 Alle Männer unter euch sollen an der Vorhaut ihres Gliedes beschnitten werden – als Zeichen dafür, dass ich mit euch einen Bund geschlossen habe und dass ihr treu dazu steht. 12-13 Bei allen männlichen Neugeborenen soll die Beschneidung am achten Tag durchgeführt werden. Das gilt auch für eure Sklaven, egal ob sie bei euch geboren wurden oder ob ihr sie aus dem Ausland gekauft habt. So tragt ihr an eurem Körper das Zeichen des Bundes, der niemals aufhören wird. 14 Wer sich nicht beschneiden lassen will, der hat sein Leben verwirkt. Er darf nicht länger zum Volk gehören, denn er hat den Bund mit mir gebrochen.« 15 Dann sagte Gott: »Auch deine Frau soll einen anderen Namen erhalten: Nenne sie nicht mehr Sarai, denn von nun an heißt sie Sara (›Fürstin‹). 16 Ich werde sie reich beschenken; auch sie wird einen Sohn von dir empfangen. Mein Segen bedeutet noch mehr: Sie soll die Stammmutter zahlreicher Völker werden, und Könige werden von ihr abstammen!« 17 Da warf Abraham sich erneut zu Boden – aber im Stillen lachte er in sich hinein. Er dachte: »Wie kann ich mit 100 Jahren noch einen Sohn zeugen? Und Sara ist schon 90, wie kann sie da noch Mutter werden?« 18 Laut sagte er dann zu Gott: »Wenn nur Ismael am Leben bleibt! Lass doch ihn deinen Segen erfahren!« 19 »Nein, so habe ich es nicht gemeint«, entgegnete Gott, »sondern deine Frau Sara wird einen Sohn bekommen! Gib ihm den Namen Isaak (›Gelächter‹)! Mit ihm werde ich meinen Bund aufrechterhalten, und für seine Nachkommen wird der Bund ebenfalls gelten. In alle Ewigkeit bleibt er bestehen. 20 Aber auch deine Bitte für Ismael will ich erfüllen. Ja, ich werde ihn segnen und ihm unzählige Nachkommen schenken. Zwölf Fürsten sollen von ihm abstammen, und er wird der Stammvater eines großen Volkes werden. 21 Trotzdem werde ich meinen Bund mit Isaak schließen; nächstes Jahr um diese Zeit wird Sara Mutter werden.« 22 Nachdem Gott dies gesagt hatte, erhob er sich zum Himmel. 23 Kurz darauf, noch am selben Tag, beschnitt Abraham seinen Sohn Ismael und alle männlichen Sklaven, die bei ihm geboren oder von Ausländern gekauft worden waren – so wie Gott es ihm aufgetragen hatte. 24 Auch Abraham selbst ließ sich beschneiden. Er war zu dem Zeitpunkt 99 Jahre alt 25 und Ismael 13 Jahre. 26 Beide wurden am selben Tag beschnitten, 27 zusammen mit allen, die bei ihnen wohnten.1.Mose 17
Das Buch
von SCM VerlagDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.