Jesaja 32

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Siehe, in Gerechtigkeit wird ein König regieren, und Fürsten werden herrschen, wie es recht ist, (Jes 11,1; Jer 23,5) 2 dass ein jeder von ihnen sein wird wie eine Zuflucht vor dem Wind und wie ein Schutz vor dem Platzregen, wie Wasserbäche am dürren Ort, wie der Schatten eines großen Felsens im trockenen Lande. 3 Und die Augen der Sehenden werden nicht mehr verklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufmerken. (Jes 6,9; Jes 6,10; Jes 29,9) 4 Und das Herz der Unvorsichtigen wird Klugheit lernen, und die Zunge der Stammelnden wird fließend und klar reden. (Jes 35,6) 5 Es wird nicht mehr ein Narr Fürst heißen noch ein Betrüger edel genannt werden. (Spr 28,16) 6 Denn ein Narr redet Narrheit, und sein Herz sinnt auf Unheil, dass er Ruchloses anrichte und rede über den HERRN lauter Trug; dadurch lässt er hungrig die hungrigen Seelen und wehrt den Durstigen das Trinken. 7 Und des Betrügers Waffen sind böse, er sinnt auf Tücke, um die Elenden zu verderben mit falschen Worten, auch wenn der Arme sein Recht vertritt. 8 Aber der Edle hat edle Gedanken und beharrt bei Edlem. 9 Wohlan, ihr stolzen Frauen, hört meine Stimme! Ihr Töchter, die ihr so sicher seid, nehmt zu Ohren meine Rede! (Jes 3,16; Am 4,1; Am 6,1) 10 Über Jahr und Tag, da werdet ihr Sicheren zittern; denn es wird keine Weinlese sein, auch keine Obsternte kommen. 11 Erschreckt, ihr stolzen Frauen, zittert, ihr Sicheren! Zieht euch aus, entblößt euch und umgürtet eure Lenden! 12 Man klagt um die Äcker, ja, um die lieblichen Äcker, um die fruchtbaren Weinstöcke, 13 um den Acker meines Volks, auf dem Dornen und Disteln wachsen, um alle Häuser voll Freude in der fröhlichen Stadt. (Jes 5,6; Jes 22,2) 14 Denn die Paläste sind verlassen, und die Stadt, die voll Getümmel war, ist einsam. Burg und Turm sind Höhlen für immer, dem Wild zur Freude, den Herden zur Weide, (Jes 25,2; Jes 27,10) 15 so lange, bis über uns ausgegossen wird der Geist aus der Höhe. Dann wird die Wüste zum fruchtbaren Lande und das fruchtbare Land wie Wald geachtet werden. (Jes 29,17; Jes 44,3; Joe 3,1) 16 Und das Recht wird in der Wüste wohnen und Gerechtigkeit im fruchtbaren Lande. 17 Und der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit wird Ruhe und Sicherheit sein auf ewig, 18 dass mein Volk in friedlichen Auen wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in sorgloser Ruhe. (Jes 33,20; Jer 33,16) 19 Aber der Wald wird niederbrechen, und die Stadt wird versinken in Niedrigkeit. 20 Wohl euch, die ihr säen könnt an allen Wassern und könnt die Rinder und Esel frei gehen lassen. 

Jesaja 32

Schlachter 2000

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren, und Fürsten werden gemäß dem Recht herrschen; (2Kön 18,1; Ps 45,7; Jes 28,6; Jer 23,5; Sach 9,9) 2 und ein Mann wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und wie ein Schutz vor dem Unwetter, wie Wasserbäche in einer dürren Gegend, wie der Schatten eines mächtigen Felsens in einem erschöpften Land. (Jes 4,6; Jes 25,4; Jes 43,20; Joh 7,38) 3 Und die Augen der Sehenden werden nicht mehr zugeklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufhorchen; (Jes 29,18; Jes 29,24; Mt 13,16; Mk 7,37) 4 und das Herz der Unbesonnenen wird Einsicht gewinnen, und die Zunge der Stammelnden wird geläufig und verständlich reden. (Jes 6,10; Jes 29,24; Apg 2,4; Apg 4,13) 5 Der gemeine Mensch wird dann nicht mehr ein Edler heißen, und der Betrüger wird nicht mehr vornehm genannt werden. (Ps 15,4; Jes 5,20) 6 Denn der gemeine Mensch redet Gemeinheit, und sein Herz bereitet Böses vor, indem er ruchlos handelt und Irreführendes ausspricht über den HERRN, indem er die hungrige Seele leer lässt und dem Durstigen das Trinken verwehrt. (Ps 36,4; Ps 94,4; Spr 12,2; Spr 15,2; Pred 10,12; Jes 59,13; Mi 2,1; Mi 3,1; Mt 12,34; Mt 25,42) 7 Und der Betrüger wendet schlimme Mittel an; er hat böse Anschläge im Sinn, um die Elenden durch erlogene Reden zugrunde zu richten, auch wenn der Arme sein Recht beweist. (Ps 58,3; Ps 82,2; Jes 5,23; Mi 2,1) 8 Aber der Edle hat Edles im Sinn, und er steht auch zu dem, was edel ist. (2Chr 31,20; Ps 132,2; Spr 11,24; Apg 9,36) 9 Kommt, ihr unbekümmerten Frauen, hört auf meine Stimme! Ihr sorglosen Töchter, vernehmt meine Rede! (Ps 49,2; Jes 28,23; Am 6,1) 10 Über Jahr und Tag werdet ihr zittern, ihr Sorglosen! Denn aus ist’s mit der Weinlese, und die Obsternte wird nicht kommen. (Jes 24,7; Jes 24,11; Jes 29,1; Zef 1,13) 11 Erschreckt, ihr Unbekümmerten, und erzittert, ihr Sorglosen! Entblößt euch, zieht euch aus, und legt [Sacktuch ] um die Lenden! (Jer 4,8; Jer 6,26; Jak 5,1) 12 Sie werden sich an die Brust schlagen wegen der lieblichen Felder, wegen des fruchtbaren Weinstocks, (Jes 16,9; Lk 23,48) 13 wegen der Äcker meines Volkes, die in Dornen und Disteln aufgehen, ja, wegen all der Häuser voll Freuden in der fröhlichen Stadt! (Jes 7,23; Jes 22,2; Hos 9,6; Hos 10,8) 14 Denn der Palast ist aufgegeben und die lärmende Stadt verlassen, Ophel und Wachturm sollen zu Höhlen werden für immer, eine Wonne für den Wildesel, eine Weide für die Herden — (Neh 3,27; Jes 24,10; Jes 24,12; Mi 3,12; Mi 4,8) 15 so lange, bis der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird. Dann wird die Wüste zum Fruchtgarten, und der Fruchtgarten wird wie Wald geachtet werden. (Jes 29,17; Jes 35,1; Jes 44,3; Hes 37,9; Joe 3,1) 16 Und das Recht wird sich in der Wüste niederlassen und die Gerechtigkeit im Fruchtgarten wohnen; (Jes 32,1; Jes 42,1; Jes 51,4) 17 und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit auf ewig. (Ps 72,7; Jes 14,3; Jes 63,14; Jer 31,2; Mi 4,4; Jak 3,18) 18 Und mein Volk wird in Wohnorten des Friedens wohnen, in sicheren Wohnungen und an sorglosen Ruheorten. (Jer 23,5; Hes 34,25; Hebr 4,9) 19 Aber hageln muss es [zuvor], dass der Wald zusammenbricht und die Stadt tief erniedrigt wird. (1Sam 2,7; Jes 10,33; Jes 26,5; Jes 30,30) 20 Wohl euch, die ihr an allen Wassern sät und eure Rinder und Esel frei umherschweifen lasst! (Pred 11,1; Jes 30,23; Jes 30,24) 

Jesaja 32

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Seht, ein König kommt, der gerecht regiert. / Auch seine Oberen halten sich an das Recht. 2 Jeder von ihnen ist wie ein sicherer Platz im Sturm, / ein Schutzdach vor dem Wolkenbruch, / wie ein Wasserlauf im dürren Gebiet, / wie der Schatten eines Felsens im glühenden Land. 3 Da sehen alle Augen klar und alle Ohren hören gut. 4 Hitzköpfe werden einsichtig handeln / und Stotternde reden deutlich und klar. 5 Ein gemeiner Mensch wird nicht mehr vornehm genannt / und ein Schurke nicht mehr als ehrlich hingestellt. 6 Denn ein gemeiner Mensch redet Gemeinheit und sein Herz bereitet Böses vor. / Sein Tun ist schändlich und sein Reden beleidigt Jahwe. / Er lässt den Hungrigen darben und den Durstigen nicht trinken. 7 Ein Schurke wendet schlimme Mittel an und schmiedet böse Pläne. / Mit Lügen bringt er Gebeugte zu Fall, / auch wenn der Arme sein Recht beweist. 8 Doch ein redlicher Mensch schlägt Redliches vor / und setzt sich für Redliches ein. 9 Steht auf, ihr sorglosen Frauen, / hört zu, ihr unbekümmerten Töchter, / passt auf und hört auf mein Wort! 10 Noch gut ein Jahr, dann zittert ihr Stolzen vor Angst. / Denn die Weinlese ist vernichtet, / es gibt keine Obsternte mehr. 11 Bangt, ihr Sorglosen, / bekümmert euch, ihr Unbekümmerten! / Zieht euch aus, entkleidet euch / und legt den Trauersack an. 12 Schlagt euch an die Brust / und jammert über die prächtigen Felder, / die fruchtreiche Rebe, 13 das Ackerland von meinem Volk, / das in Gestrüpp und Dornen aufgeht, / jammert über die Häuser voller Freude in der ausgelassenen Stadt. 14 Denn der Palast ist verlassen und leer, / die lärmende Stadt totenstill; / Burg[1] und Wachtturm sind für immer ein Ruinenfeld, / den Herden zum Weideplatz, / den Wildeseln zur Lust. 15 So wird es bleiben, bis Gott seinen Geist über uns gießt. / Dann wird die Wüste zum fruchtbaren Land, und das Fruchtland gleicht einem Wald. 16 In der Wüste siedelt das Recht / und im Garten Gottes Gerechtigkeit. 17 Die Wirkung der Gerechtigkeit wird Friede sein, / ewige Sicherheit und Ruhe ihr Ertrag. 18 Dann wird mein Volk an einem Ort des Friedens wohnen, / in sorgenfreier Ruhe und sicherem Heim. 19 Den Wald der Feinde wird Hagel zerschlagen, und ihre Stadt wird untergehen. 20 Und ihr werdet glücklich sein, / wenn ihr an allen Gewässern säen könnt / und freien Lauf habt für Esel und Rind! 

Jesaja 32

English Standard Version

von Crossway
1 Behold, a king will reign in righteousness, and princes will rule in justice. (Ps 72,1; Ps 72,2; Ps 72,4; Jer 11,1; Jer 23,5) 2 Each will be like a hiding place from the wind, a shelter from the storm, like streams of water in a dry place, like the shade of a great rock in a weary land. (Jes 4,6; Jes 25,4; Jes 33,21) 3 Then the eyes of those who see will not be closed, and the ears of those who hear will give attention. (Jes 29,18) 4 The heart of the hasty will understand and know, and the tongue of the stammerers will hasten to speak distinctly. (Jes 35,6) 5 The fool will no more be called noble, nor the scoundrel said to be honorable. (Jes 5,20) 6 For the fool speaks folly, and his heart is busy with iniquity, to practice ungodliness, to utter error concerning the LORD, to leave the craving of the hungry unsatisfied, and to deprive the thirsty of drink. (1Sam 24,13; Jes 3,14; Jes 3,15) 7 As for the scoundrel— his devices are evil; he plans wicked schemes to ruin the poor with lying words, even when the plea of the needy is right. (Mi 2,1; Mi 2,2) 8 But he who is noble plans noble things, and on noble things he stands. 9 Rise up, you women who are at ease, hear my voice; you complacent daughters, give ear to my speech. (Jes 3,16; Am 6,1) 10 In little more than a year you will shudder, you complacent women; for the grape harvest fails, the fruit harvest will not come. 11 Tremble, you women who are at ease, shudder, you complacent ones; strip, and make yourselves bare, and tie sackcloth around your waist. (1Mo 37,34; Jes 9,1; Jes 47,2; Jes 47,3) 12 Beat your breasts for the pleasant fields, for the fruitful vine, (Jes 24,7) 13 for the soil of my people growing up in thorns and briers, yes, for all the joyous houses in the exultant city. (Jes 7,23; Jes 24,11; Jes 24,12; Jes 34,13; Hos 9,6) 14 For the palace is forsaken, the populous city deserted; the hill and the watchtower will become dens forever, a joy of wild donkeys, a pasture of flocks; (Jer 2,24) 15 until the Spirit is poured upon us from on high, and the wilderness becomes a fruitful field, and the fruitful field is deemed a forest. (Jes 11,2; Jes 29,17; Jes 35,1; Jes 35,2; Joe 2,28) 16 Then justice will dwell in the wilderness, and righteousness abide in the fruitful field. 17 And the effect of righteousness will be peace, and the result of righteousness, quietness and trust[1] forever. (Ps 72,3; Ps 119,165; Jak 1,27; Jak 3,18) 18 My people will abide in a peaceful habitation, in secure dwellings, and in quiet resting places. 19 And it will hail when the forest falls down, and the city will be utterly laid low. (Jes 26,5; Jes 28,2; Jes 28,17) 20 Happy are you who sow beside all waters, who let the feet of the ox and the donkey range free. (Pred 11,1)