von Deutsche Bibelgesellschaft1Dies sind die Worte Jeremias, des Sohnes Hilkijas, aus dem Priestergeschlecht zu Anatot im Lande Benjamin. (Jer 11,21; Jer 32,7)2Zu ihm geschah das Wort des HERRN zur Zeit Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda, im dreizehnten Jahr seiner Herrschaft (2Kön 22,1)3und hernach zur Zeit Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis ans Ende des elften Jahres Zedekias, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis Jerusalem weggeführt wurde im fünften Monat. (2Kön 23,36; 2Kön 25,2; 2Kön 25,11; Jer 39,9; Jer 52,15)
Jeremias Berufung
4Und des HERRN Wort geschah zu mir:5Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker. (Jes 49,1; Gal 1,15)6Ich aber sprach: Ach, Herr HERR, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. (2Mo 4,10; Jes 6,5)7Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete.8Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR. (2Mo 3,12)9Und der HERR streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. (2Mo 4,12; 5Mo 18,18; Jes 6,7)10Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, dass du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen. (Jer 18,7)11Und es geschah des HERRN Wort zu mir: Jeremia, was siehst du? Ich sprach: Ich sehe einen erwachenden Zweig.12Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will wachen über meinem Wort, dass ich’s tue. (Jer 31,28)13Und es geschah des HERRN Wort zum zweiten Mal zu mir: Was siehst du? Ich sprach: Ich sehe einen siedenden Kessel überkochen von Norden her.14Und der HERR sprach zu mir: Von Norden her wird das Unheil losbrechen über alle, die im Lande wohnen. (Jer 4,6; Jer 6,1; Jer 6,22; Jer 10,22; Jer 25,9; Jer 50,41)15Denn siehe, ich will rufen alle Geschlechter der Königreiche des Nordens, spricht der HERR, dass sie kommen sollen und ihre Throne setzen vor die Tore Jerusalems und rings um die Mauern her und vor alle Städte Judas.16Und ich will mein Gericht über sie ergehen lassen um all ihrer Bosheit willen, dass sie mich verlassen und andern Göttern opfern und ihrer Hände Werk anbeten.17So gürte nun deine Lenden und mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dir gebiete. Erschrick nicht vor ihnen, auf dass ich dich nicht erschrecke vor ihnen!18Denn ich will dich heute zur festen Stadt, zur eisernen Säule, zur ehernen Mauer machen wider das ganze Land: wider die Könige Judas, wider seine Großen, wider seine Priester, wider das Volk des Landes, (Jer 15,20; Hes 3,8)19dass, wenn sie auch wider dich streiten, sie dir dennoch nichts anhaben können; denn ich bin bei dir, spricht der HERR, dass ich dich errette.
Der Herr beruft Jeremia und gibt ihm seinen Auftrag
1Die Worte Jeremias[1], des Sohnes Hilkias, von den Priestern, die in Anatot im Land Benjamin wohnten, (Jos 21,18; 1Kön 2,26; Jer 29,27)2an welchen das Wort des HERRN erging in den Tagen Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda, im dreizehnten Jahr seiner Regierung, (2Chr 34,1; 2Chr 35,1; Jer 1,4; Jer 1,11; Hos 1,1)3und auch in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis zum Ende des elften Jahres Zedekias, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis zur Wegführung Jerusalems im fünften Monat. (2Kön 23,34; 2Kön 25,2; 2Chr 36,4; Jer 39,1; Jer 52,27)4Und das Wort des HERRN erging an mich folgendermaßen: (4Mo 12,6; Hes 1,3; Hos 1,1; Joe 1,1; Mi 1,1)5Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen, und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt; zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt! (Ps 139,16; Jes 49,1; Jes 49,5; Gal 1,15)6Da sprach ich: Ach, Herr, HERR, siehe, ich kann nicht reden, denn ich bin noch zu jung! (2Mo 4,10; 1Kön 3,7)7Aber der HERR sprach zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«; sondern du sollst zu allen hingehen, zu denen ich dich sende, und du sollst alles reden, was ich dir gebiete! (2Mo 7,2; 4Mo 22,20; Hes 3,17)8Fürchte dich nicht vor ihnen! Denn ich bin mit dir, um dich zu erretten, spricht der HERR. (5Mo 31,6; Hes 2,6; Hes 3,9; Mt 10,28; Apg 18,9; Hebr 13,6)9Und der HERR streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an; und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund! (2Sam 23,2; Jes 6,6; Jes 51,16; Mt 10,20)10Siehe, ich setze dich am heutigen Tag über die Völker und über die Königreiche ein, um auszurotten und niederzureißen, und um zu zerstören und abzubrechen, um zu bauen und zu pflanzen. (Pred 3,1; Sach 1,6)11Und das Wort des HERRN erging an mich folgendermaßen: Was siehst du, Jeremia? Da sprach ich: Ich sehe den Zweig eines Wächterbaumes[2]. (4Mo 24,3; Hes 8,6; Hes 40,4; Am 8,2)12Da sprach der HERR zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich werde über meinem Wort wachen, um es auszuführen! (Jes 55,11; Hes 12,21)13Und das Wort des HERRN erging zum zweiten Mal an mich: Was siehst du? Da antwortete ich: Ich sehe einen siedenden Topf, der kommt von Norden her! (1Mo 41,32; Jer 1,14; Jer 6,22; Jer 47,2; Jer 50,3; Hes 1,4; Hes 11,3; Hes 11,7; Hes 24,3)14Und der HERR sprach zu mir: Von Norden her wird das Unheil über alle Bewohner des Landes entfesselt werden. (Jes 41,25; Jer 4,6; Jer 6,1; Jer 6,22; Hes 1,4)15Denn siehe, ich rufe alle Geschlechter der Königreiche des Nordens, spricht der HERR, damit sie kommen und jeder seinen Thron aufstellt vor den Toren Jerusalems und gegen alle seine Mauern ringsum und gegen alle Städte Judas; (5Mo 28,49; Jer 4,16; Jer 5,15; Jer 25,9; Jer 25,31; Jer 33,10)16und ich will mein Urteil über sie fällen wegen all ihrer Bosheit, dass sie mich verlassen haben und anderen Göttern Räucherwerk dargebracht und die Werke ihrer Hände angebetet haben. (5Mo 28,20; Jes 2,8; Jer 2,13; Jer 2,19; Jer 4,12; Jer 7,17)17Du aber, gürte deine Lenden,[3] mache dich auf und rede zu ihnen alles, was ich dir gebieten werde! Sei nicht verzagt vor ihnen, damit ich dich nicht vor ihnen verzagt mache! (Jer 1,7; Hes 3,17; Jon 3,1; Lk 12,35; 1Kor 9,16; Eph 6,14)18Siehe, ich mache dich heute zu einer festen Stadt und zu einer eisernen Säule und zu einer ehernen Mauer gegen das ganze Land, gegen die Könige von Juda, gegen ihre Fürsten, gegen ihre Priester und gegen das Volk des Landes; (Jer 5,2; Hes 3,8; Mi 3,8)19sie werden zwar gegen dich kämpfen, aber sie werden dich nicht überwältigen; denn ich bin mit dir, spricht der HERR, um dich zu erretten! (Ps 91,15; Ps 129,1; Jes 54,17; Jer 11,19; Jer 15,10; Jer 15,20; Jer 18,18)
1In diesem Buch sind die Worte von Jeremia aufgeschrieben. Er war ein Sohn von Hilkija und stammte aus einer Priesterfamilie aus Anatot, das im Stammesgebiet von Benjamin liegt.2Jeremia empfing Botschaften vom HERRN ab dem 13. Regierungsjahr des judäischen Königs Josia, des Sohnes von Amon.3Auch später noch sprach Gott zu Jeremia, während der Regierungszeit des judäischen Königs Jojakim, des Sohnes von Josia, bis zum 5. Monat des 11. Regierungsjahres von König Zedekia, der auch ein Sohn von Josia war. In diesem Monat wurden die Einwohner Jerusalems in die Verbannung geführt.
Jeremia wird von Gott berufen
4Eines Tages sprach der HERR zu mir:5»Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete, und ehe du geboren wurdest, habe ich dich erwählt, um mir allein zu dienen. Du sollst ein Prophet sein, der den Völkern meine Botschaften verkündet.«6Ich aber erwiderte: »O nein, mein HERR und Gott! Ich habe keine Erfahrung im Reden, denn ich bin noch viel zu jung!«7Doch der HERR entgegnete: »Sag nicht: Ich bin zu jung! Zu allen Menschen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen und ihnen alles verkünden, was ich dir auftrage.8Fürchte dich nicht vor ihnen, ich bin bei dir und werde dich beschützen. Darauf gebe ich, der HERR, mein Wort.«9Er streckte mir seine Hand entgegen, berührte meinen Mund und sagte: »Ich lege dir meine Worte in den Mund10und gebe dir Vollmacht über Völker und Königreiche. Du wirst sie niederreißen und entwurzeln, zerstören und stürzen, aber auch aufbauen und einpflanzen!«11Dann fragte er mich: »Jeremia, was siehst du dort?« »Einen Mandelbaumzweig, dessen Blüten bald aufgehen.«12»Richtig!«, sagte er. »Genauso wird alles in Erfüllung gehen, was ich ankündige. Dafür sorge ich.«13Wieder fragte mich der HERR: »Jeremia, was siehst du dort?« »Ich sehe einen Topf mit kochendem Wasser, der sich von Norden her gegen uns neigt.«14Da sprach der HERR zu mir: »Aus dem Norden wird das Unheil über alle Bewohner dieses Landes hereinbrechen.15Denn ich rufe alle Völker aus dem Norden herbei – sie werden heranziehen, und jeder König wird seinen Thron vor den Toren von Jerusalem aufstellen. Dann rücken ihre Soldaten gegen Jerusalem und gegen alle Städte in Juda vor.16Ich werde mein Volk verurteilen für alles, was sie getan haben: Mich haben sie verlassen, anderen Göttern geopfert und sich vor selbst gemachten Götzenstatuen niedergeworfen.17Du aber mach dich bereit, geh zu ihnen und verkünde ihnen alles, was ich dir auftrage! Fürchte dich nicht vor ihnen, sonst sorge ich dafür, dass sie dich das Fürchten lehren.18Ich mache dich stark, Jeremia, stark wie eine Festung, wie eine Säule aus Eisen, wie eine Mauer aus Bronze. Denn du wirst gegen das ganze Land stehen, gegen die Könige von Juda und die führenden Männer, gegen die Priester und gegen das Volk.19Sie alle werden dich bekämpfen – doch ohne Erfolg, denn ich bin bei dir und beschütze dich. Das verspreche ich, der HERR.«
Jeremia 1
English Standard Version
von Crossway1The words of Jeremiah, the son of Hilkiah, one of the priests who were in Anathoth in the land of Benjamin, (Jos 21,18; Jer 29,27; Jer 32,7; Hes 1,3)2to whom the word of the LORD came in the days of Josiah the son of Amon, king of Judah, in the thirteenth year of his reign. (2Kön 22,1; 2Kön 23,1; Jer 25,3; Jer 36,2)3It came also in the days of Jehoiakim the son of Josiah, king of Judah, and until the end of the eleventh year of Zedekiah, the son of Josiah, king of Judah, until the captivity of Jerusalem in the fifth month. (2Kön 23,34; 2Kön 24,17; 2Kön 25,8; Jer 25,1; Jer 36,1; Jer 39,2)
The Call of Jeremiah
4Now the word of the LORD came to me, saying,5“Before I formed you in the womb I knew you, and before you were born I consecrated you; I appointed you a prophet to the nations.” (Jes 44,2; Jes 46,1; Jes 49,6; Joh 10,36)6Then I said, “Ah, Lord GOD! Behold, I do not know how to speak, for I am only a youth.” (2Mo 4,10; 1Kön 3,7)7But the LORD said to me, “Do not say, ‘I am only a youth’; for to all to whom I send you, you shall go, and whatever I command you, you shall speak. (Jer 1,17; Hes 2,7)8Do not be afraid of them, for I am with you to deliver you, declares the LORD.” (2Mo 3,12; Jer 15,20; Hes 2,6; Hes 3,9)9Then the LORD put out his hand and touched my mouth. And the LORD said to me, “Behold, I have put my words in your mouth. (Jes 6,7; Jer 5,14; Hes 2,9)10See, I have set you this day over nations and over kingdoms, to pluck up and to break down, to destroy and to overthrow, to build and to plant.” (Jer 5,1; Jer 18,7; Jer 31,28; Jer 45,4; 2Kor 10,4; 2Kor 10,5)11And the word of the LORD came to me, saying, “Jeremiah, what do you see?” And I said, “I see an almond[1] branch.” (Am 7,8)12Then the LORD said to me, “You have seen well, for I am watching over my word to perform it.”13The word of the LORD came to me a second time, saying, “What do you see?” And I said, “I see a boiling pot, facing away from the north.” (Jer 4,6; Jer 6,1; Jer 10,22; Hes 22,21; Hes 24,3)14Then the LORD said to me, “Out of the north disaster[2] shall be let loose upon all the inhabitants of the land. (Jer 13,1)15For behold, I am calling all the tribes of the kingdoms of the north, declares the LORD, and they shall come, and every one shall set his throne at the entrance of the gates of Jerusalem, against all its walls all around and against all the cities of Judah. (Jer 25,9; Jer 39,3; Jer 43,10)16And I will declare my judgments against them, for all their evil in forsaking me. They have made offerings to other gods and worshiped the works of their own hands. (Jes 2,8; Jer 4,12; Jer 7,9; Jer 19,4; Jer 22,9; Jer 25,6; Jer 25,7; Jer 44,3; Apg 7,41)17But you, dress yourself for work;[3] arise, and say to them everything that I command you. Do not be dismayed by them, lest I dismay you before them. (1Kön 18,46; Jer 1,7; Jer 1,8; Hes 3,9; 1Petr 1,13)18And I, behold, I make you this day a fortified city, an iron pillar, and bronze walls, against the whole land, against the kings of Judah, its officials, its priests, and the people of the land. (Jes 50,7; Jer 6,27; Jer 15,20; Offb 3,12)19They will fight against you, but they shall not prevail against you, for I am with you, declares the LORD, to deliver you.” (Jer 1,8; Jer 18,1; Apg 18,9; Apg 18,10)