1.Samuel 29

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Die Philister aber versammelten alle ihre Heere bei Afek, und Israel lagerte sich an der Quelle in Jesreel. (Jos 15,53; Jos 15,56; 1Sam 4,1)2 Und die Fürsten der Philister zogen daher mit ihren Hundertschaften und Tausendschaften. David aber und seine Männer zogen hinterher mit Achisch. (Jos 13,3)3 Da sprachen die Obersten der Philister: Was sollen diese Hebräer? Achisch sprach zu ihnen: Das ist David, der Knecht Sauls, des Königs von Israel, der nun bei mir gewesen ist Jahr und Tag; ich habe nichts an ihm gefunden seit der Zeit, da er abgefallen ist, bis heute. (1Sam 27,7)4 Aber die Obersten der Philister wurden zornig auf ihn und sprachen zu ihm: Schick den Mann zurück! Er soll zurückkehren an den Ort, den du ihm zugewiesen hast, damit er nicht mit uns in den Kampf ziehe und unser Widersacher werde im Kampf. Denn womit könnte er seinem Herrn einen größeren Gefallen tun als mit den Köpfen unserer Männer?5 Ist das nicht David, von dem sie singen im Reigen: Saul hat tausend geschlagen, David aber zehntausend? (1Sam 18,7; 1Sam 21,12)6 Da rief Achisch David und sprach zu ihm: So wahr der HERR lebt: Ich halte dich für redlich, und dass du mit mir aus- und einzögest im Heer, gefiele mir gut, denn ich habe nichts Arges an dir gespürt seit der Zeit, da du zu mir gekommen bist, bis heute; aber du gefällst den Fürsten nicht.7 So kehre nun um und zieh hin mit Frieden, damit du nicht tust, was den Fürsten der Philister missfällt.8 David aber sprach zu Achisch: Was habe ich getan, und was hast du gespürt an deinem Knecht seit der Zeit, da ich dir gedient habe, bis heute, dass ich nicht mitkommen darf und kämpfen gegen die Feinde meines Herrn, des Königs?9 Achisch antwortete und sprach zu David: Ich weiß es wohl, denn du bist mir lieb wie ein Engel Gottes. Aber die Obersten der Philister haben gesagt: Lass ihn nicht mit uns hinauf in den Kampf ziehen! (2Sam 14,17; 2Sam 14,20; 2Sam 19,28; Gal 4,14)10 So mach dich nun früh am Morgen auf mit den Knechten deines Herrn, die mit dir gekommen sind; macht euch früh am Morgen auf und zieht weg, sobald es tagt.11 Da machten sich David und seine Männer früh auf, um am Morgen wegzuziehen und ins Philisterland zurückzukehren. Die Philister aber zogen hinauf nach Jesreel.

1.Samuel 29

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Die Philister hatten ihre Heere bei Afek gemustert,[1] und die Israeliten an der Quelle bei Jesreel.2 Die Fürsten der Philister ließen ihre Truppen nach Hunderten und Tausenden an sich vorbeimarschieren. Mit Achisch zogen zuletzt auch David und seine Männer vorüber.3 Da fragten die Oberen der Philister: „Was sollen diese Hebräer hier?“ Achisch erwiderte ihnen: „Das ist doch David, der früher dem Israelitenkönig Saul gedient hat und nun schon seit Jahr und Tag bei mir ist. Seit er zu mir übergelaufen ist, hatte ich bis heute nicht das Geringste an ihm auszusetzen.“4 Doch die Oberen der Philister wurden zornig über ihn und sagten: „Schick den Mann zurück! Er soll an dem Ort bleiben, den du ihm zugewiesen hast, und nicht mit uns in den Krieg ziehen, sonst wird er uns noch zum Satan[2] in der Schlacht. Denn womit könnte er die Gunst seines Herrn besser zurückgewinnen als mit den Köpfen dieser Männer!5 Das ist doch derselbe David, von dem sie bei den Reigentänzen sangen: , Saul hat tausend Mann erschlagen, / David aber zehnmal tausend!'“6 Da rief Achisch David zu sich und sagte: „So wahr Jahwe lebt, ja, du bist ein aufrichtiger Mann. Es wäre mir lieb gewesen, wenn du mit mir im Heer bleiben könntest. Denn seitdem du bei mir bist, habe ich nichts an dir auszusetzen. Aber die Fürsten trauen dir nicht.7 Kehr deshalb wieder um und geh in Frieden, damit du die Philisterfürsten nicht verärgerst.“8 David erwiderte ihm: „Was habe ich denn getan? Hast du irgendetwas an mir auszusetzen, seit ich in deinen Dienst getreten bin? Weshalb soll ich nicht gegen die Feinde meines Herrn und Königs kämpfen?“9 Achisch erwiderte: „Ich weiß es ja. Du bist mir so lieb wie ein Engel Gottes. Aber die Oberen der Philister haben nun einmal gesagt: 'Er darf nicht mit uns in den Kampf ziehen!'10 Mach dich morgen früh auf und nimm alle mit, die früher einmal Saul gedient haben und mit dir gekommen sind! Zieht fort, sobald es hell wird!“11 So machte sich David bei Tagesanbruch auf den Weg und kehrte mit seinen Männern ins Land der Philister zurück.[3] Die Philister aber zogen nach Jesreel hinauf.

1.Samuel 29

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Und die Philister sammelten alle ihre Heere in Afek, Israel aber lagerte an der Quelle, die in Jesreel ist. (1Sam 4,1; 1Sam 4,11; 2Sam 2,9)2 Und als die Stadtfürsten der Philister in Hundertschaften und Tausendschaften hinüberzogen und zuletzt David und seine Männer mit Achisch hinüberzogen, (Jos 13,3; 1Sam 28,1)3 da sagten die Obersten der Philister: Was ist mit diesen Hebräern? Und Achisch sagte zu den Obersten der Philister: Das ist David, der Diener Sauls, des Königs von Israel, der doch schon seit Tag und Jahr bei mir ist. Und ich habe nichts gegen ihn gefunden seit dem Tag, an dem er abgefallen ist, bis auf den heutigen Tag. (1Sam 4,6; 1Sam 13,19; 1Sam 14,11; 1Sam 25,28; 1Sam 27,7)4 Die Obersten der Philister aber wurden zornig auf ihn, und die Obersten der Philister sagten zu ihm: Schick den Mann zurück! Er soll zurückkehren an seinen Ort, den du ihm zugewiesen hast. Und er soll nicht mit uns in die Schlacht hinabziehen, er darf uns nicht zum Widersacher werden in der Schlacht! Und womit könnte der sich bei seinem Herrn beliebt machen? Wäre es nicht mit den Köpfen dieser Männer? (2Mo 1,10; 1Chr 12,20; 1Chr 21,1)5 Ist das nicht David, von dem sie im Reigen singen: Saul hat seine Tausende erschlagen und David seine Zehntausende? (1Sam 18,7)6 Da rief Achisch David und sagte zu ihm: So wahr der HERR lebt, du bist aufrecht, und in meinen Augen ist es gut, wenn du mit mir im Lager aus- und einziehst, denn ich habe an dir nichts Schlechtes gefunden seit dem Tag, an dem du zu mir gekommen bist, bis auf den heutigen Tag. In den Augen der Stadtfürsten aber bist du nicht genehm.7 So kehre denn zurück, geh in Frieden, und tu nichts, was schlecht ist in den Augen der Stadtfürsten der Philister.8 Und David sagte zu Achisch: Was habe ich denn getan? Und was hast du gegen deinen Diener gefunden seit dem Tag, an dem ich in deinen Dienst getreten bin, bis auf den heutigen Tag, dass ich nicht mitkommen und gegen die Feinde meines Herrn, des Königs, kämpfen darf?9 Und Achisch antwortete und sagte zu David: Ich weiss es ja; in meinen Augen bist du willkommen wie der Bote Gottes, aber die Obersten der Philister haben gesagt: Er soll nicht mit uns hinaufziehen in die Schlacht. (2Sam 14,17; 2Sam 19,28; Gal 4,14)10 Und nun mach dich früh am Morgen auf mit den Dienern deines Herrn, die mit dir gekommen sind. Und macht euch früh am Morgen auf und geht, sobald es für euch hell genug ist.11 Da machte David sich in der Frühe auf, er und seine Männer, um noch am Morgen wegzugehen und zurückzukehren ins Land der Philister. Die Philister aber zogen hinauf nach Jesreel. (1Sam 25,43; 1Sam 29,1)

1.Samuel 29

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Die Philister sammelten ihr Heer bei Afek, die Israeliten lagerten sich an der Quelle vor der Stadt Jesreel. (1Sam 4,1)2 Die Philisterfürsten ließen alle ihre Truppen geordnet an sich vorübermarschieren. Die Kriegsleute von Achisch, dem König von Gat, bildeten den Schluss. Als die Fürsten der Philister dabei auch David mit seinen Männern sahen,3 fragten sie Achisch: »Was haben denn die Hebräer hier zu suchen?« Achisch erklärte ihnen: »Das ist doch David, der früher dem Israelitenkönig Saul gedient hat und jetzt seit Jahr und Tag in meinen Diensten steht. Die ganze Zeit, seit er zu mir übergelaufen ist, habe ich noch nie etwas an ihm auszusetzen gehabt.« (1Sam 27,2; 1Sam 27,7)4 Doch die Philisterfürsten waren empört und forderten von Achisch: »Schick den Mann zurück! Er soll an dem Ort bleiben, den du ihm als Wohnsitz angewiesen hast. Er darf auf keinen Fall mit uns in den Kampf ziehen, sonst wird er sich noch mitten in der Schlacht auf die Seite des Feindes schlagen. Eine bessere Gelegenheit findet er nicht mehr, die Gunst seines Herrn wiederzugewinnen, als wenn er ihm die Köpfe unserer Männer vor die Füße legt! (1Sam 27,6)5 Das ist doch derselbe David, von dem sie bei ihren Reigentänzen singen: ›Tausend Feinde hat Saul erschlagen, doch zehntausend waren’s, die David erschlug.‹« (1Sam 18,6)6 Achisch rief David zu sich und sagte: »So gewiss der HERR lebt: Du bist ein zuverlässiger Gefolgsmann, und ich finde es gut, dass du mit mir in den Kampf ziehst. Denn in der ganzen Zeit, seit du bei mir bist, habe ich nichts an dir auszusetzen gefunden. Aber die Philisterfürsten trauen dir nicht.7 Kehr deshalb wieder um und verhalte dich ruhig! Tu nichts, was ihren Unwillen auf dich ziehen könnte.«8 David fragte: »Womit habe ich diese Behandlung verdient? Hast du jemals etwas an mir auszusetzen gehabt, seit ich in deine Dienste getreten bin? Warum darf ich dann nicht mitkommen und gegen die Feinde meines Herrn und Königs kämpfen?«9 »Ich weiß, ich weiß«, erwiderte Achisch. »In meinen Augen bist du über jeden Verdacht erhaben wie ein Engel Gottes; aber die Fürsten der Philister haben nun einmal gesagt: ›Er darf auf keinen Fall mit uns in den Kampf ziehen.‹ (2Sam 14,17; 2Sam 14,20; 2Sam 19,28)10 Macht euch also morgen in aller Frühe fertig, du und alle, die einst Saul gedient haben, und zieht ab, sobald es hell wird!«11 So machte sich David bei Tagesanbruch auf den Weg und kehrte mit seinen Männern in das Land der Philister zurück. Das Philisterheer aber rückte in Richtung Jesreel vor.