2.Chronik 25

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Fünfundzwanzig Jahre alt war Amazja, als er König wurde; und er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Joaddan, aus Jerusalem. (2Kön 14,1)2 Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, doch nicht von ganzem Herzen.3 Als er nun das Königtum fest in der Hand hatte, tötete er seine Großen, die den König, seinen Vater, erschlagen hatten. (2Chr 24,25)4 Aber ihre Söhne tötete er nicht; denn so steht es geschrieben im Gesetz, im Buch des Mose, wo der HERR gebietet: Die Väter sollen nicht sterben für die Kinder und die Kinder nicht für die Väter, sondern ein jeder soll nur um seiner Sünde willen sterben. (5Mo 24,16)5 Und Amazja bot Juda auf und ordnete sie, ganz Juda und Benjamin, nach ihren Sippen unter die Obersten über Tausend und unter die Hauptleute über Hundert und musterte sie von zwanzig Jahren an und darüber, und es fanden sich dreihunderttausend auserlesene Leute, die in den Krieg ziehen und Spieß und Schild führen konnten.6 Dazu warb er aus Israel hunderttausend Kriegsleute für hundert Zentner Silber.7 Es kam aber ein Mann Gottes zu ihm und sprach: König, lass nicht das Heer Israels mit dir ziehen, denn der HERR ist nicht mit Israel, mit allen Ephraimitern;8 sondern zieh du allein in den Kampf; tu’s und sei stark! Sollte Gott dich fallen lassen vor dem Feind? Denn bei Gott steht die Kraft zu helfen und fallen zu lassen.9 Amazja sprach zu dem Mann Gottes: Was soll man dann tun mit den hundert Zentnern, die ich den Kriegsleuten aus Israel gegeben habe? Der Mann Gottes sprach: Es steht beim HERRN, dir mehr zu geben als dies.10 Da sonderte Amazja die Kriegsleute ab, die zu ihm aus Ephraim gekommen waren, dass sie wieder heimkehrten. Da entbrannte ihr Zorn sehr gegen Juda, und sie zogen zurück an ihren Ort mit grimmigem Zorn.11 Und Amazja ward getrost und führte sein Volk aus und zog ins Salztal und schlug die Männer von Seïr, zehntausend.12 Und die Judäer fingen zehntausend von ihnen lebendig; die führten sie auf die Spitze eines Felsens und stürzten sie von der Spitze des Felsens, dass sie alle zerschellten.13 Aber die Kriegsleute, die Amazja hatte ziehen lassen, dass sie nicht mit seinem Volk in den Kampf zögen, fielen in die Städte Judas ein von Samaria bis nach Bet-Horon und erschlugen dreitausend Mann von ihnen und gewannen viel Beute.14 Und als Amazja vom Sieg über die Edomiter wiederkam, brachte er die Götter der Leute von Seïr mit und stellte sie sich als Götter auf und betete sie an und räucherte ihnen.15 Da entbrannte der Zorn des HERRN über Amazja, und er sandte einen Propheten zu ihm. Der sprach zu ihm: Warum suchst du die Götter des Volks, die ihr Volk nicht aus deiner Hand erretten konnten?16 Und als er so mit ihm redete, sprach der König zu ihm: Hat man dich zu des Königs Ratgeber gemacht? Höre auf! Warum willst du getötet werden? Da hörte der Prophet auf und sprach: Ich merke wohl, dass Gott beschlossen hat, dich zu verderben, weil du solches getan und auf meinen Rat nicht gehört hast.17 Und Amazja, der König von Juda, entschloss sich hinzusenden zu Joasch, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem König von Israel, und ließ ihm sagen: Komm, wir wollen uns miteinander messen!18 Aber Joasch, der König von Israel, sandte zu Amazja, dem König von Juda, und antwortete ihm: Der Dornstrauch im Libanon sandte zur Zeder im Libanon und ließ ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zur Frau! Aber das Wild im Libanon lief über den Dornstrauch und zertrat ihn. (Ri 9,14)19 Du denkst: Siehe, ich habe die Edomiter geschlagen. Darüber erhebt sich dein Herz und du suchst noch mehr Ruhm. Bleib doch daheim. Warum suchst du dein Unglück, dass du zu Fall kommst und Juda mit dir?20 Aber Amazja hörte nicht darauf; denn es geschah von Gott, dass sie dahingegeben würden, weil sie die Götter der Edomiter gesucht hatten.21 Da zog Joasch, der König von Israel, herauf, und sie maßen sich miteinander, er und Amazja, der König von Juda, bei Bet-Schemesch, das in Juda liegt.22 Aber Juda wurde vor Israel her geschlagen, und sie flohen, ein jeder zu seinen Zelten.23 Aber Amazja, den Sohn des Joasch, den König von Juda, nahm Joasch, der Sohn des Joahas, der König von Israel, bei Bet-Schemesch gefangen und brachte ihn nach Jerusalem und riss die Mauer von Jerusalem ein vom Tor Ephraim bis an das Ecktor, vierhundert Ellen lang.24 Und alles Gold und Silber und alle Geräte, die im Hause Gottes unter der Obhut von Obed-Edom vorhanden waren, und die Schätze im Hause des Königs und die Geiseln nahm er mit sich nach Samaria. (1Chr 26,13; 1Chr 26,15)25 Und Amazja, der Sohn des Joasch, der König von Juda, lebte nach dem Tode des Joasch, des Sohnes des Joahas, des Königs von Israel, noch fünfzehn Jahre.26 Was aber mehr von Amazja zu sagen ist, das Frühere und das Spätere, siehe, das steht geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel.27 Und von der Zeit an, da Amazja von dem HERRN wich, machten sie eine Verschwörung gegen ihn in Jerusalem. Er aber floh nach Lachisch. Da sandten sie hinter ihm her nach Lachisch und töteten ihn dort. (2Chr 24,25)28 Und sie brachten ihn auf Rossen und begruben ihn bei seinen Vätern in der Stadt Judas.

2.Chronik 25

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Amazja war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König wurde. Er regierte neunundzwanzig Jahre in Jerusalem. Seine Mutter hieß Joaddan und stammte aus Jerusalem.2 Amazja tat, was dem HERRN gefiel, allerdings nicht von ganzem Herzen.3 Als Amazja die Herrschaft fest in der Hand hatte, ließ er die Hofleute hinrichten, die seinen Vater Joasch ermordet hatten.4 Ihre Söhne aber verschonte er, wie es im Gesetzbuch des Mose steht. Dort sagt der HERR: »Eltern dürfen nicht für die Schuld ihrer Kinder sterben und Kinder nicht für die Schuld ihrer Eltern. Jeder soll nur für seine eigene Schuld bestraft werden.«5 Amazja rief alle Männer der Stämme Juda und Benjamin zusammen. Er ließ sie nach Sippen geordnet bei den Anführern ihrer Tausendschaften und Hundertschaften Aufstellung nehmen. Dann ließ er alle zählen, die zwanzig Jahre oder älter waren, und stellte fest, dass er über ein Heer von 300.000 kriegstüchtigen Männern verfügte. Alle waren mit Langschild und Speer bewaffnet.6 Außerdem warb Amazja noch 100.000 tüchtige Soldaten aus ´Nord` -Israel an, denen er insgesamt siebzig Zentner[1] Silber als Sold bezahlte.7 Da kam ein Prophet zu Amazja und sagte zu ihm: »Mein König, zieh nicht mit diesen angeworbenen Truppen in den Krieg! Der HERR ist nicht auf der Seite der Leute aus dem Nordreich![2]8 Wenn du jedoch meinst, nur mit ihnen zusammen stark genug zu sein, dann wird Gott dafür sorgen, dass[3] die Feinde dich zu Fall bringen. Denn Gott hat die Macht, zu helfen oder zu Fall zu bringen.«9 »Und was wird aus den siebzig Zentnern Silber, die ich den Söldnern aus dem Nordreich bezahlt habe?«, fragte Amazja. Der Prophet antwortete: »Der HERR kann dir viel mehr geben als das.«10 Da entließ Amazja alle Söldner aus dem Nordreich Israel und schickte sie wieder in ihr Gebiet zurück. Sie waren sehr verärgert über ´das Südreich` Juda und zogen voller Zorn wieder nach Hause.11 Amazja aber fasste Mut und führte sein Heer in den Kampf. Sie zogen ins Salztal und töteten dort zehntausend Männer aus Seïr.12 Weitere zehntausend Mann nahmen sie gefangen. Die Männer von Juda führten die Gefangenen auf einen hohen Felsen und stürzten sie von dort hinunter, sodass alle zerschmettert wurden.13 In der Zwischenzeit waren die Söldner ´aus dem Nordreich`, die Amazja noch vor der Schlacht weggeschickt hatte, in die judäischen Städte zwischen Samaria und Bet-Horon eingefallen. Dabei hatten sie dreitausend Männer getötet und reiche Beute gemacht.14 Als Amazja nach seinem Sieg über die Edomiter zurückkehrte, brachte er deren Götzenstatuen mit. Er stellte sie als seine eigenen Götter auf, warf sich vor ihnen nieder und brachte ihnen Räucheropfer dar.15 Da wurde der HERR zornig auf Amazja. Er schickte einen Propheten zu ihm und ließ ihm sagen: »Warum suchst du Hilfe bei diesen Göttern, die nicht einmal ihr eigenes Volk vor dir beschützen konnten?«16 Aber Amazja ließ den Propheten nicht ausreden und fuhr ihn an: »Habe ich dich etwa zu meinem Ratgeber ernannt? Halt den Mund, sonst bekommst du Schläge[4]!« Da unterbrach der Prophet seine Botschaft. Er sagte nur noch: »Ich weiß, dass Gott deinen Untergang beschlossen hat, weil du dich diesen fremden Göttern zugewandt hast[5] und nicht auf meine Warnung hörst!«17 Nachdem König Amazja seine Ratgeber befragt hatte, sandte er Boten zum israelitischen König Joasch, dem Sohn des Joahas und Enkel Jehus, und forderte ihn auf: »Komm, wir wollen uns im Kampf messen!«[6]18 Joasch ließ ihm antworten: »Eine Distel auf dem Libanongebirge sandte einer Libanon-Zeder die Botschaft: ›Gib meinem Sohn deine Tochter zur Frau!‹ Doch im nächsten Moment kamen wilde Tiere vorbei und zertrampelten die Distel.19 Du hast die Edomiter geschlagen, und das ist dir zu Kopf gestiegen. Bleib zu Hause und lass dich für deinen Sieg feiern. Warum willst du dich ins Unglück stürzen und ganz Juda mit hineinreißen?«20 Doch Amazja ließ sich nicht warnen. Gott hatte es so gefügt, denn er wollte die Judäer in die Gewalt der Israeliten geben, weil sie bei den Göttern der Edomiter Hilfe gesucht hatten.21 So rückte König Joasch von Israel ´mit seinem Heer` gegen König Amazja von Juda ´und seine Truppen` heran. Bei Bet-Schemesch im Gebiet von Juda trafen sie aufeinander.22 Die Judäer wurden von den Israeliten geschlagen und flohen zurück nach Hause.23 Amazja selbst wurde von Joasch in Bet-Schemesch gefangen genommen. Dann zog Joasch ´mit seinen Männern` nach Jerusalem und riss die Stadtmauer auf einer Länge von zweihundert Metern[7] ein, vom Efraimtor bis zum Ecktor.24 Er plünderte alles Gold und Silber und alle kostbaren Gegenstände aus dem Tempel, die unter der Aufsicht von Obed-Edom gestanden hatten, sowie ´die Schätze` aus den Schatzkammern des Palasts. Zuletzt nahm er eine Anzahl von Geiseln und kehrte nach Samaria zurück.25 Nach dem Tod Joaschs, des Königs von Israel, lebte Amazja, der König von Juda, noch fünfzehn Jahre.26 Was es sonst noch über Amazjas Leben zu berichten gibt, ist in der amtlichen Chronik der Könige von Juda verzeichnet.27 Seit Amazja sich vom HERRN abgewandt hatte, plante man in Jerusalem eine Verschwörung gegen ihn. Er floh nach Lachisch, doch die Verschwörer schickten ihm Männer hinterher und ließen ihn in Lachisch töten.28 Man brachte ihn mit einem Pferdewagen[8] zurück nach Jerusalem[9] und setzte ihn in der Grabstätte seiner Vorfahren bei.

2.Chronik 25

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Amazja war bei Herrschaftsantritt 25 Jahre alt und regierte 29 Jahre lang in Jerusalem. Seine Mutter hieß Joaddan und stammte aus Jerusalem.2 Er tat, was Jahwe gefiel, wenn auch nicht mit ungeteiltem Herzen.3 Sobald er die Herrschaft fest in der Hand hatte, ließ er die Hofbeamten töten, die seinen Vater Joasch umgebracht hatten.4 Doch ihre Söhne verschonte er, wie es im Gesetzbuch von Mose geschrieben steht, wo Jahwe geboten hat: „Die Väter sollen nicht für ihre Söhne und die Söhne nicht für ihre Väter mit dem Tod bestraft werden, sondern jeder soll nur für sein eigenes Verbrechen sterben.“ (5Mo 24,16)5 Amazja ließ die Männer aus Juda und Benjamin zusammenrufen, ordnete sie nach Sippenverbänden und unterstellte sie Befehlshabern und Hauptleuten. Dann ließ er alle Männer ab 20 Jahre mustern und fand heraus, dass er über ein Heer von 300.000 Wehrtüchtigen verfügte, die mit Spieß und Langschild bewaffnet waren.6 Zusätzlich ließ er aus Israel 100.000 Männer[1] für 100 Talente Silber anwerben.7 Da kam ein Mann Gottes zu ihm und sagte: „Mein König, lass die Soldaten aus Israel nicht mit dir ziehen! Denn Jahwe ist nicht mit Israel, mit all diesen Leuten aus Efraïm.8 Sondern zieh du nur entschlossen in den Kampf! Gott wird dich sonst vor dem Feind zu Fall bringen. Denn Gott hat die Macht, dir zu helfen oder dich zu Fall zu bringen.“9 „Und was wird aus dem ganzen Silber, das ich den Söldnern aus Israel bezahlt habe?“, fragte Amazja den Mann Gottes. „Jahwe hat genug, um dir mehr als das zu geben“, erwiderte dieser.10 Da entließ Amazja die Söldner, die aus Efraïm zu ihm gekommen waren, und schickte sie nach Hause. Diese wurden sehr zornig über Juda und kehrten wütend zurück.11 Amazja fasste Mut und führte sein Volk in den Kampf. Sie zogen ins Salztal und erschlugen 10.000 Männer von Seïr.12 Weitere 10.000 nahmen sie gefangen. Die Männer von Juda führten die Gefangenen auf die Höhe der Stadt Sela und stürzten sie von dort hinab, sodass alle zerschmettert wurden.13 Inzwischen überfielen die Söldner, die Amazja nicht mitkämpfen ließ, sondern zurückgeschickt hatte, die Städte zwischen Samaria und Bet-Horon, die Juda gehörten. Sie töteten dabei 3000 Männer[2] und machten große Beute.14 Nach seiner Rückkehr vom Sieg über die Edomiter stellte Amazja die Götter aus Seïr, die er mitgebracht hatte, für sich als Götter auf. Er warf sich vor ihnen nieder und verbrannte ihnen Weihrauch.15 Da entflammte Jahwes Zorn gegen ihn. Er schickte einen Propheten und ließ Amazja sagen: „Warum suchst du Hilfe bei den Göttern dieses Volkes, die nicht einmal ihr eigenes Volk vor dir beschützen konnten?“16 Aber Amazja ließ ihn nicht ausreden und rief: „Haben wir dich etwa zum Ratgeber des Königs gemacht? Lass das, wenn du keine Schläge bekommen willst!“ Da unterbrach der Prophet seine Botschaft, sagte aber noch: „Ich weiß, dass Gott deinen Untergang beschlossen hat, weil du die Götzen angebetet und nicht auf meinen Rat gehört hast.“17 Dann entschloss sich König Amazja von Juda, König Joasch Ben-Joahas von Israel, den Enkel Jehus, herauszufordern. „Komm, wir wollen unsere Kräfte messen!“, ließ er ihm ausrichten.18 Doch König Joasch von Israel ließ ihm sagen: „Der Dornstrauch auf dem Libanon sagte zur Zeder: 'Gib meinem Sohn deine Tochter zur Frau!' Aber die wilden Tiere auf dem Libanon liefen über den Dornstrauch und zertrampelten ihn.19 Ist dir der Sieg über die Edomiter zu Kopf gestiegen? Genieße deinen Ruhm und bleib zu Hause! Warum willst du dich ins Unglück stürzen und reißt ganz Juda mit hinein?“20 Doch Amazja wollte nicht hören. Gott hatte es so gefügt, denn er wollte sie ausliefern, weil sie sich den Göttern der Edomiter zugewandt hatten.21 Da zog König Joasch von Israel mit einem Heer nach Juda. Bei Bet-Schemesch,[3] das zu Juda gehört, kam es zur Schlacht zwischen ihm und König Amazja von Juda. (Jos 15,10)22 Die Männer Judas wurden von den Israeliten besiegt und flüchteten nach Hause.23 König Joasch von Israel nahm König Amazja Ben-Joasch von Juda, den Enkel des Joahas, bei Bet-Schemesch gefangen und nahm ihn mit nach Jerusalem. Dort ließ er die Stadtmauer auf einer Länge von 200 Metern zwischen dem Ephraïmtor und dem Ecktor niederreißen.24 Er räumte alles Gold und Silber und alle kostbaren Gegenstände aus dem Haus Gottes aus, die sich unter der Obhut von Obed-Edom befanden, dazu alles, was sich in den Schatzkammern des Palastes befand. Außerdem nahm er eine Anzahl von Geiseln nach Samaria mit.25 König Amazja Ben-Joasch von Juda überlebte König Joasch von Israel 15 Jahre.26 Was sonst noch über Amazja zu sagen ist, seine frühere und spätere Geschichte, findet man im Buch der Könige von Juda und Israel.27 Von der Zeit an, als Amazja von der Nachfolge Jahwes abgewichen war, kam es in Jerusalem zu einer Verschwörung gegen ihn. Da floh er nach Lachisch. Aber die Verschwörer ließen ihn bis dorthin verfolgen und umbringen.28 Man brachte ihn auf Pferden in die Hauptstadt Judas zurück und bestattete ihn in der Grabstätte seiner Vorfahren.

2.Chronik 25

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Mit fünfundzwanzig Jahren wurde Amazjahu König, und neunundzwanzig Jahre lang war er König in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Jehoaddan aus Jerusalem. (2Kön 14,1)2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, wenn auch nicht mit ungeteiltem Herzen.3 Und als das Königtum bei ihm gefestigt war, brachte er diejenigen von seinen Dienern um, die den König, seinen Vater, erschlagen hatten. (2Chr 24,25)4 Ihre Kinder aber tötete er nicht, denn wie es geschrieben steht in der Weisung, im Buch des Mose, wie der HERR es geboten hatte: Die Väter sollen nicht mit den Kindern sterben, und die Kinder sollen nicht mit den Vätern sterben, sondern ein jeder soll für seine eigene Sünde sterben. (5Mo 24,16)5 Und Amazjahu versammelte Juda und liess sie antreten nach Familien unter den Obersten der Tausendschaften und den Obersten der Hundertschaften von ganz Juda und Benjamin. Und er musterte jene, die zwanzig Jahre alt und älter waren, und stellte fest, dass es dreihunderttausend auserlesene, kriegstüchtige Leute waren, die Schild und Speer führten. (2Chr 26,11)6 Dazu warb er aus Israel hunderttausend tüchtige Krieger an für hundert Kikkar Silber.7 Es war aber ein Gottesmann zu ihm gekommen, und der sagte: König! Lass das Heer Israels nicht mit dir ausziehen, denn der HERR ist nicht mit Israel, nicht mit allen Efraimiten. (2Chr 13,12; 2Chr 15,9)8 Wenn du gehst und dich für den Kampf rüstest, wird Gott dich vor dem Feind zu Fall bringen, denn bei Gott ist die Kraft, um zu helfen und um zu Fall zu bringen. (2Chr 26,7)9 Da sagte Amazjahu zum Gottesmann: Und was wird aus den hundert Kikkar, die ich der Schar aus Israels gegeben habe? Und der Gottesmann sagte: Der HERR vermag dir mehr als das zu geben!10 Und Amazjahu sonderte die Schar ab, die aus Efraim zu ihm gekommen war, damit sie an ihren Ort ging. Da entbrannte ihr Zorn heftig gegen Juda, und in glühendem Zorn kehrten jene an ihren Ort zurück. (2Chr 32,25)11 Amazjahu aber hatte Mut gefasst und führte sein Volk an und zog ins Salztal, und er erschlug die vom Seir, zehntausend.12 Und zehntausend nahmen die Judäer lebendig gefangen, führten sie auf eine Felsspitze und stiessen sie von der Felsspitze, und sie alle wurden zerschmettert.13 Die Leute der Schar aber, die Amazjahu zurückgeschickt hatte, ohne dass sie mit ihm in den Krieg gezogen wären, überfielen die Städte Judas, von Samaria bis Bet-Choron, und sie erschlugen von ihnen dreitausend und machten grosse Beute.14 Und nachdem Amazjahu vom Schlag gegen die Edomiter zurückgekommen war, brachte er die Götter derer vom Seir, und stellte sie für sich als Götter auf, und er pflegte, sich vor ihnen niederzuwerfen und ihnen Rauchopfer darzubringen. (2Chr 24,18; 2Chr 28,23)15 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Amazjahu, und er sandte einen Propheten zu ihm, und der sagte ihm: Warum hast du die Götter jenes Volks gesucht, die nicht einmal ihr eigenes Volk aus deiner Hand retten konnten? (2Chr 24,18; Jes 45,20)16 Und als er zu ihm redete, sagte er zu ihm: Hat man dich zum Ratgeber des Königs bestellt? Halt ein! Warum soll man dich erschlagen? Da hielt der Prophet inne und sagte: Ich habe erkannt, dass Gott beschlossen hat, dich zu vernichten, weil du dies getan und nicht auf meinen Rat gehört hast!17 Und Amazjahu, der König von Juda, hielt Rat und sandte zu Joasch, dem Sohn des Jehoachas, des Sohns von Jehu, dem König Israels, und sagte: Komm, wir wollen uns Auge in Auge gegenüberstehen. (2Kön 13,10; 2Kön 14,8)18 Joasch aber, der König von Israel, sandte zu Amazjahu, dem König von Juda, und sagte: Der Dornstrauch, der auf dem Libanon wuchs, sandte zur Zeder, die auf dem Libanon stand, und sagte: Gib meinem Sohn deine Tochter zur Frau! Und die Wildtiere, die auf dem Libanon waren, liefen über ihn hinweg und zertraten den Dornstrauch.19 Du sagst: Sieh, ich habe[1] Edom geschlagen. Und nun treibt dein Herz dich an, Ehre zu suchen. Bleib jetzt in deinem Haus! Warum willst du dich ins Unglück stürzen und zu Fall kommen, du und Juda mit dir?20 Amazjahu aber hörte nicht - denn es kam von Gott, damit sie[2] der Gewalt ausgeliefert würden, denn sie hatten die Götter Edoms gesucht. (2Chr 10,15; 2Chr 25,14)21 Und so zog Joasch, der König von Israel, hinauf, und in Bet-Schemesch, das zu Juda gehört, standen sie sich Auge in Auge gegenüber, er und Amazjahu, der König von Juda.22 Juda aber wurde vor Israel geschlagen, und sie flohen, ein jeder zu seinen Zelten.23 Und Joasch, der König von Israel, nahm Amazjahu, den König von Juda, den Sohn des Joasch, des Sohns des Jehoachas, in Bet-Schemesch gefangen. Dann brachte er ihn nach Jerusalem, und in die Mauer von Jerusalem riss er eine Bresche von vierhundert Ellen, vom Efraim-Tor bis zum Eck-Tor.24 Und er nahm alles Gold und Silber und alle Geräte, die sich im Haus Gottes bei Obed-Edom und in den Schatzkammern des Hauses des Königs fanden, und dazu auch Geiseln; dann kehrte er zurück nach Samaria. (1Chr 13,14)25 Und nach dem Tod des Joasch, des Sohns von Jehoachas, des Königs von Israel, lebte Amazjahu, der Sohn des Joasch, der König von Juda, noch fünfzehn Jahre. (2Kön 14,17)26 Und was sonst noch von Amazjahu zu berichten ist, das Frühere und das Spätere, sieh, steht das nicht geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel? (2Chr 9,29)27 Und schon seit der Zeit, da Amazjahu vom HERRN abgefallen war, zettelte man in Jerusalem eine Verschwörung gegen ihn an, und er floh nach Lachisch. Aber man sandte hinter ihm her nach Lachisch, und dort tötete man ihn. (2Chr 24,25)28 Dann hob man ihn auf die Pferde, und man begrub ihn bei seinen Vorfahren, in der Stadt von Juda. (2Chr 9,31)