2.Samuel 7

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Als nun der König in seinem Hause saß und der HERR ihm Ruhe gegeben hatte vor allen seinen Feinden umher, (5Mo 12,10; Jos 22,4; 1Kön 5,18; 1Chr 17,1)2 sprach er zu dem Propheten Nathan: Sieh doch, ich wohne in einem Zedernhause, die Lade Gottes aber wohnt unter Zeltdecken. (2Sam 6,17; Ps 132,3)3 Nathan sprach zu dem König: Wohlan, alles, was in deinem Herzen ist, das tu, denn der HERR ist mit dir.4 In der Nacht aber kam das Wort des HERRN zu Nathan:5 Geh hin und sage zu meinem Knecht David: So spricht der HERR: Solltest du mir ein Haus bauen, dass ich darin wohne? (1Kön 5,17; 1Chr 22,8)6 Habe ich doch in keinem Hause gewohnt seit dem Tag, da ich die Israeliten aus Ägypten führte, bis auf diesen Tag, sondern ich bin umhergezogen in einem Zelt als Wohnung. (1Kön 8,16; 1Kön 8,27; Jes 66,1)7 Habe ich die ganze Zeit, als ich mit allen Israeliten umherzog, je geredet zu einem der Richter Israels, denen ich befohlen hatte, mein Volk Israel zu weiden, und gesagt: Warum baut ihr mir nicht ein Zedernhaus?8 Darum sollst du nun so zu meinem Knecht David sagen: So spricht der HERR Zebaoth: Ich habe dich genommen von den Schafhürden, dass du Fürst sein sollst über mein Volk Israel, (1Sam 16,11; 2Sam 5,2; 2Sam 6,21; Ps 78,70; Am 7,15)9 und bin mit dir gewesen, wo immer du hingegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet; und ich will dir einen großen Namen machen gleich dem Namen der Großen auf Erden.10 Und ich will meinem Volk Israel eine Stätte geben und will es pflanzen, dass es daselbst wohne und sich nicht mehr ängstigen müsse und die Kinder der Bosheit es nicht mehr bedrängen, wie vormals, (2Mo 15,17)11 seit der Zeit, da ich Richter über mein Volk Israel bestellt habe. Ich will dir Ruhe geben vor allen deinen Feinden. Und der HERR verkündigt dir, dass der HERR dir ein Haus bauen will. (1Sam 25,28; 1Kön 11,38)12 Wenn nun deine Zeit um ist und du dich zu deinen Vätern legst, will ich dir einen Nachkommen erwecken, der von deinem Leibe kommen wird; dem will ich sein Königtum bestätigen. (1Kön 2,12; 1Kön 2,46; 1Kön 8,20)13 Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will seinen Königsthron bestätigen ewiglich. (1Kön 5,19; 1Kön 8,17; Ps 89,4; Jes 9,6)14 Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Wenn er sündigt, will ich ihn mit Menschenruten und mit menschlichen Schlägen strafen; (Ps 2,7; Ps 89,27; Ps 89,31)15 aber meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie habe weichen lassen von Saul, den ich vor dir weggenommen habe. (1Sam 15,23; 1Sam 15,26)16 Aber dein Haus und dein Königtum sollen beständig sein in Ewigkeit vor dir, und dein Thron soll ewiglich bestehen. (Jes 55,3)17 Als Nathan alle diese Worte und dieses Gesicht David gesagt hatte,18 kam der König David und setzte sich vor dem HERRN nieder und sprach: Wer bin ich, Herr HERR, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? (1Mo 32,11; 2Mo 3,11; 1Sam 18,18)19 Aber nun hast du das noch für zu wenig gehalten, Herr HERR, und hast dem Hause deines Knechtes sogar für die ferne Zukunft Zusagen gegeben, und das nach Menschenweise, Herr HERR!20 Und was soll David noch mehr reden mit dir? Du kennst ja deinen Knecht, Herr HERR!21 Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du alle diese großen Dinge getan, dass du sie deinem Knecht kundtust.22 Darum bist du groß, Herr HERR! Denn es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir nach allem, was wir mit unsern Ohren gehört haben. (5Mo 4,35; 1Kön 8,23; Jes 44,6)23 Und wo ist ein Volk auf Erden wie dein Volk Israel, um dessentwillen Gott hingegangen ist, es zu erlösen, dass es sein Volk sei, und ihm einen Namen zu machen und für euch so große und furchtbare Dinge zu tun, Völker und ihre Götter zu vertreiben vor deinem Volk, das du dir aus Ägypten erlöst hast? (5Mo 4,7)24 Und du hast dir dein Volk Israel zubereitet, dir zum Volk in Ewigkeit, und du, HERR, bist ihr Gott geworden. (2Mo 6,7)25 So bekräftige nun, HERR, Gott, das Wort in Ewigkeit, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, und tu, wie du geredet hast!26 So wird dein Name groß werden in Ewigkeit, dass man sagen wird: Der HERR Zebaoth ist Gott über Israel, und das Haus deines Knechtes David wird bestehen vor dir.27 Denn du, HERR Zebaoth, du Gott Israels, hast das Ohr deines Knechts geöffnet und gesagt: Ich will dir ein Haus bauen. Darum hat dein Knecht sich ein Herz gefasst, dass er dies Gebet zu dir gebetet hat. (Jes 50,5)28 Nun, Herr HERR, du bist Gott, und deine Worte sind Wahrheit. Du hast all dies Gute deinem Knecht zugesagt. (1Kön 8,26)29 So fange nun an und segne das Haus deines Knechts, dass es ewiglich vor dir sei; denn du, Herr HERR, hast’s geredet, und mit deinem Segen wird deines Knechtes Haus gesegnet sein ewiglich.

2.Samuel 7

Hoffnung für alle

von Biblica
1 König David konnte in Frieden in seinem Palast wohnen, denn der HERR sorgte dafür, dass ihn die feindlichen Völker ringsum nicht angriffen. (1Chr 17,1)2 Eines Tages sagte David zu dem Propheten Nathan: »Während ich hier in meinem Palast aus kostbarem Zedernholz wohne, steht die Bundeslade Gottes immer noch in einem dürftigen Zelt. So kann es nicht weitergehen!«3 Nathan ermutigte den König: »Was immer du vorhast – tu es! Der HERR wird dir beistehen.«4 Doch in der folgenden Nacht sprach der HERR zu Nathan:5 »Geh zu David, meinem Diener, und sag ihm: ›So spricht der HERR: Du willst ein Haus für mich bauen?6 Bis heute habe ich noch nie in einem Tempel gewohnt. Seit ich mein Volk Israel aus Ägypten befreit habe, wohnte ich immer nur in einem Zelt und zog von einem Ort zum anderen.7 Während dieser ganzen Zeit habe ich von den führenden Männern Israels nur eines verlangt: Sie sollten mein Volk weiden wie ein Hirte seine Herde. Nie habe ich einem von ihnen vorgeworfen: Warum habt ihr mir noch keinen Tempel aus Zedernholz gebaut?‹8 Darum sollst du meinem Diener David diese Botschaft weitergeben: ›Der HERR, der allmächtige Gott, lässt dir sagen: Ich war es, der dich von deiner Schafherde weggeholt hat, um dich zum König über mein Volk Israel zu machen.9 Was du auch unternommen hast – ich habe dir immer beigestanden. Ich habe alle deine Feinde ausgerottet und dich berühmt gemacht. Du bist in aller Welt bekannt.10 Auch habe ich meinem Volk Israel eine Heimat gegeben, ein Land, in dem es bleiben und sich niederlassen kann. Keine fremden und gottlosen Völker dürfen euch mehr so unterdrücken wie zu der Zeit,11 als ich Richter über euch eingesetzt hatte. Alle deine Feinde habe ich zum Schweigen gebracht und dafür gesorgt, dass sie dich in Ruhe lassen. Ich, der HERR, sage dir: Nicht du sollst mir ein Haus bauen, sondern ich werde dir ein Haus bauen!12 Wenn du alt geworden und gestorben bist, will ich einen deiner Söhne als deinen Nachfolger einsetzen und seine Herrschaft festigen.13 Er wird mir einen Tempel bauen, und ich werde seinem Königtum Bestand geben für alle Zeiten.14 Ich will sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein. Wenn er sich schuldig macht, werde ich ihn von Menschenhand bestrafen lassen.15 Doch nie werde ich meine Güte von ihm abwenden, wie ich es bei Saul getan habe. Ihn habe ich damals abgesetzt und dir an seiner Stelle die Herrschaft anvertraut.16 Deine Nachkommen aber werden für alle Zeiten Könige sein. Niemand wird sie je vom Thron stoßen.‹«17 Nathan berichtete David alles, was Gott ihm in der Nacht gesagt hatte. (1Chr 17,15)18 Da ging David in das heilige Zelt, kniete vor dem HERRN nieder und begann zu beten: »Gott, mein HERR, wer bin ich schon, dass du gerade mich und meine Familie so weit gebracht hast? Ich bin es nicht wert.19 Und nun willst du mir sogar noch mehr schenken, mein HERR und mein Gott! Du hast mir ein Versprechen gegeben, das bis in die ferne Zukunft reicht. So gütig bist du zu den Menschen![1]20 Doch was soll ich weiter davon reden? HERR, du kennst mich und weißt, was in mir vorgeht.21 Weil du es versprochen hast und weil du es so wolltest, hast du all dies Große getan und hast es mich erkennen lassen.22 HERR, mein Gott, wie mächtig bist du! Keiner ist dir gleich. Nach allem, was wir gehört haben, sind wir überzeugt: Es gibt keinen Gott außer dir.23 Welches Volk auf der Erde hat solche Wunder erlebt wie wir? Ist je ein anderes Volk von seinem Gott aus der Sklaverei befreit worden, weil er es zu seinem Volk machen wollte? Große und furchterregende Dinge hast du für Israel getan, und so wurde dein Name überall berühmt. Du hast uns von der Unterdrückung der Ägypter erlöst. Andere Völker und ihre Götter hast du unseretwegen vertrieben.24 Für alle Zeiten hast du Israel zu deinem Volk gemacht; und du selbst, HERR, bist sein Gott geworden.25 So bitte ich dich nun, HERR, mein Gott: Lass deine Zusage für mich und meine Familie ewig gelten und löse dein Versprechen ein!26 So wird dein Name für alle Zeiten berühmt sein, und man wird bekennen: ›Der HERR, der allmächtige Gott, ist Israels Gott.‹ Dann wird auch mein Königshaus ewig vor dir bestehen.27 Du, der allmächtige HERR und Gott Israels, hast zu mir gesprochen. Du hast mir zugesagt: ›Ich werde dir ein Haus bauen und deinem Königtum Bestand geben.‹ Nur darum habe ich es gewagt, so zu dir zu beten.28 HERR, du bist der wahre Gott, auf dein Wort kann man sich verlassen. Du hast mir, deinem Diener, so viel Gutes verheißen.29 Bitte segne mich und mein Haus. Lass für alle Zeiten einen meiner Nachkommen König sein. HERR, mein Gott, weil du meine Familie gesegnet hast, wird sie in Ewigkeit gesegnet sein, denn du selbst hast es mir versprochen.«

2.Samuel 7

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Und als der König in seinem Haus sass und der HERR ihm Ruhe verschafft hatte vor allen seinen Feinden ringsum, (5Mo 12,10; 1Chr 17,1; 1Chr 17,11)2 da sagte der König zu Natan, dem Propheten: Sieh doch, ich wohne in einem Haus aus Zedernholz, die Lade Gottes aber wohnt unter einer Zeltbahn. (2Sam 5,11; 2Sam 6,17; 2Sam 11,11; 2Sam 12,1)3 Und Natan sagte zum König: Geh, tu, was immer du in deinem Herzen hast, denn der HERR ist bei dir. (1Sam 3,19; 1Kön 8,17)4 In jener Nacht aber erging das Wort des HERRN an Natan: (4Mo 12,4)5 Geh, und sage zu meinem Diener, zu David: So spricht der HERR: Du willst mir ein Haus bauen, damit ich darin wohne? (1Kön 5,17; 1Chr 22,8)6 Ich habe nicht in einem Haus gewohnt seit dem Tag, an dem ich die Israeliten aus Ägypten heraufgeführt habe, bis auf den heutigen Tag, ich bin umhergezogen in einem Zelt als Wohnung. (1Kön 8,27; Jes 66,1)7 In all der Zeit, die ich mit allen Israeliten umhergezogen bin, habe ich da zu einem einzigen der Stämme Israels, dem ich geboten hatte, mein Volk, Israel, zu weiden, gesagt: Warum habt ihr mir nicht ein Haus aus Zedernholz gebaut? (Jes 66,1)8 Und nun sollst du so zu meinem Diener, zu David, sprechen: So spricht der HERR der Heerscharen: Ich habe dich fortgeholt von der Weide, weg von den Schafen, damit du Fürst bist über mein Volk, über Israel. (1Sam 16,11; Ps 78,70; Am 5,2; Am 7,15)9 Und wohin du auch gegangen bist, ich bin bei dir gewesen, und alle deine Feinde habe ich vor dir ausgerottet. Und ich werde dir einen grossen Namen machen, dem Namen derer gleich, die gross sind auf der Erde. (1Mo 12,2; 5Mo 4,38; 2Sam 5,10; 2Sam 12,29; 2Sam 22,38)10 Und ich werde meinem Volk, Israel, einen Ort bestimmen und es einpflanzen, und dort wird es wohnen, und es muss nicht mehr zittern, und Übeltäter werden es nicht mehr unterdrücken, wie es früher war, (Jes 60,21)11 seit dem Tag, an dem ich Richter bestimmt habe über mein Volk Israel. Und ich werde dir Ruhe verschaffen von allen deinen Feinden. Und der HERR wird dir verkünden, dass der HERR dir ein Haus bauen wird. (Ri 2,1; Ri 2,16; 1Sam 25,28)12 Wenn sich deine Tage vollenden und du dich zu deinen Vorfahren legst, werde ich nach dir deinen Nachkommen, der von dir abstammt, auftreten lassen, und ich werde sein Königtum befestigen. (1Mo 47,30; 1Kön 1,21; 1Kön 2,12)13 Er wird meinem Namen ein Haus bauen, und für alle Zeiten werde ich den Thron seines Königtums fest stehen lassen. (1Kön 3,2; 1Kön 5,19; Ps 89,4)14 Ich werde ihm Vater sein, und er wird mir Sohn sein. Wenn er sich vergeht, werde ich ihn mit einem menschlichen Stock züchtigen und mit menschlichen Schlägen. (Ps 2,7; Ps 89,31; Lk 1,32)15 Meine Gnade aber wird nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul habe weichen lassen, den ich vor dir entfernt habe. (1Sam 15,28; 1Kön 11,13)16 Und dein Haus und dein Königtum sollen für alle Zeiten Bestand haben vor dir; dein Thron soll allezeit fest stehen. (1Sam 25,28; 2Sam 7,26; Jes 55,3)17 All diesen Worten gemäss und gemäss dieser ganzen Schauung, so sprach Natan zu David.18 Und König David kam, liess sich vor dem HERRN nieder und sprach: Wer bin ich, Herr, HERR, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? (1Sam 18,18; 1Sam 23,5; 1Chr 17,16)19 Und selbst dies war noch zu gering in deinen Augen, Herr, HERR, und so hast du sogar zum Haus deines Dieners von der Zukunft gesprochen, und dies als Weisung für diesen Menschen, Herr, HERR!20 Und was könnte David dir noch sagen? Du kennst deinen Diener, Herr, HERR! (Ps 139,1)21 Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du all dies Grosse getan, indem du es deinen Diener hast wissen lassen.22 Darum bist du gross, Herr, HERR. Keiner ist dir gleich, und bei allem, was wir mit eigenen Ohren gehört haben, gibt es keinen Gott ausser dir. (5Mo 4,35; 1Sam 2,2; 2Sam 22,32; Ps 95,3)23 Und wer ist wie dein Volk, wie Israel, die einzige Nation auf Erden, für die ein Gott hingegangen ist, um sie zu erlösen, damit sie sein Volk sei, und um sich einen Namen zu machen, - um für euch Grosses zu tun und Furchterregendes für das Land - um vor deinem Volk, das du dir aus Ägypten erlöst hast, Nationen und Götter zu vertreiben? (5Mo 4,7; Ps 44,3)24 Du aber hast dir dein Volk Israel für alle Zeiten als Volk fest gegründet, und du, HERR, bist ihnen Gott geworden. (2Mo 6,7; 5Mo 26,18; 1Sam 12,22)25 Und nun, HERR, Gott, erfülle für alle Zeiten das Wort, das du über deinen Diener und sein Haus gesprochen hast, und handle, wie du es zugesagt hast! (1Sam 1,23)26 Dann wird dein Name gross sein für alle Zeiten, und man wird sagen: Der HERR der Heerscharen ist Gott über Israel. Und fest stehen wird vor dir das Haus deines Dieners David. (Jer 10,6; Mal 1,11)27 Denn du, HERR der Heerscharen, Gott Israels, hast deinem Diener enthüllt: Ich werde dir ein Haus bauen. Darum hat sich dein Diener ein Herz gefasst, und darum betet er mit diesem Gebet zu dir. (1Kön 11,38; Jes 50,5)28 Und nun, Herr, HERR: Du bist Gott, und deine Worte sind wahr, und deinem Diener hast du dieses Gute zugesagt. (Ps 119,160; Joh 17,17)29 Und nun tu, was du beschlossen hast, und segne das Haus deines Dieners, damit es für immer vor dir ist; denn du, Herr, HERR, hast gesprochen, und durch deinen Segen wird das Haus deines Dieners für immer gesegnet sein.