Josua 4

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Als nun das Volk ganz über den Jordan gegangen war, sprach der HERR zu Josua: 2 Nehmt euch aus dem Volk zwölf Männer, aus jedem Stamm einen, 3 und gebietet ihnen: Hebt mitten aus dem Jordan zwölf Steine auf von der Stelle, wo die Füße der Priester stillstehen, und bringt sie mit euch hinüber und legt sie in dem Lager nieder, wo ihr diese Nacht bleiben werdet. 4 Da rief Josua die zwölf Männer, die er bestellt hatte von den Israeliten, aus jedem Stamm einen, 5 und Josua sprach zu ihnen: Geht hinüber vor der Lade des HERRN, eures Gottes, mitten in den Jordan, und ein jeder hebe einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme Israels, 6 damit sie ein Zeichen seien unter euch. Wenn eure Kinder später einmal fragen: Was bedeuten euch diese Steine?, (2Mo 12,26) 7 so sollt ihr ihnen sagen: Weil das Wasser des Jordans weggeflossen ist vor der Lade des Bundes des HERRN, als sie durch den Jordan ging, sollen diese Steine für die Israeliten ein ewiges Andenken sein. 8 Da taten die Israeliten, wie ihnen Josua geboten hatte, und trugen zwölf Steine mitten aus dem Jordan, wie der HERR zu Josua gesagt hatte, nach der Zahl der Stämme Israels, und brachten sie mit sich hinüber in das Lager und legten sie dort nieder. 9 Und Josua richtete zwölf Steine auf mitten im Jordan, wo die Füße der Priester gestanden hatten, die die Bundeslade trugen; diese sind noch dort bis auf den heutigen Tag. 10 Die Priester aber, die die Lade trugen, standen mitten im Jordan, bis alles ausgerichtet war, was der HERR dem Josua geboten hatte, dem Volk zu sagen, genau wie Mose dem Josua geboten hatte. Und das Volk ging eilends hinüber. 11 Als nun das Volk ganz hinübergegangen war, da ging die Lade des HERRN auch hinüber und die Priester vor dem Volk her. 12 Und die Rubeniter und Gaditer und der halbe Stamm Manasse gingen gerüstet vor den Israeliten her, wie Mose zu ihnen geredet hatte. (Jos 1,12) 13 An vierzigtausend bewaffnete Männer gingen vor dem HERRN her zum Kampf ins Jordantal von Jericho. 14 An diesem Tage machte der HERR den Josua groß vor ganz Israel. Und sie fürchteten ihn, wie sie Mose gefürchtet hatten, sein Leben lang. (Jos 3,7) 15 Und der HERR sprach zu Josua: 16 Gebiete den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, dass sie aus dem Jordan heraufsteigen. 17 Da gebot Josua den Priestern: Steigt herauf aus dem Jordan! 18 Und als die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, aus dem Jordan heraufstiegen und mit ihren Fußsohlen aufs Trockene traten, kam das Wasser des Jordans wieder an seine Stätte und floss wie vorher über alle seine Ufer. 19 Es war aber der zehnte Tag des ersten Monats, als das Volk aus dem Jordan heraufstieg. Und sie lagerten sich in Gilgal, östlich von Jericho. 20 Und die zwölf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete Josua auf in Gilgal 21 und sprach zu den Israeliten: Wenn eure Kinder später einmal ihre Väter fragen: Was bedeuten diese Steine?, (Jos 6,1) 22 so sollt ihr ihnen kundtun und sagen: Israel ging auf trockenem Boden durch den Jordan, 23 als der HERR, euer Gott, den Jordan vor euch austrocknete, bis ihr hinübergegangen wart, wie der HERR, euer Gott, am Schilfmeer getan hatte, das er vor uns austrocknete, bis wir hindurchgegangen waren; (2Mo 14,21; Jos 3,9) 24 auf dass alle Völker auf Erden die Hand des HERRN erkennen, wie mächtig sie ist, und ihr den HERRN, euren Gott, fürchtet allezeit. 

Josua 4

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Als das ganze Volk durch den Jordan gezogen war, sprach der HERR zu Josua: 2 »Wählt nun zwölf Männer aus dem Volk aus, von jedem Stamm einen. 3 Befehlt ihnen, zwölf große Steine aus dem Jordan zu holen, genau an der Stelle, wo die Priester stehen. Sie sollen die Steine zu dem Ort bringen, an dem ihr heute übernachten werdet.« 4 Josua rief die zwölf Männer 5 und wies sie an: »Geht zurück in den Jordan, bis an die Stelle, wo die Priester mit der Bundeslade des HERRN, eures Gottes, stehen. Jeder von euch soll sich dort einen großen Stein auf die Schulter laden, damit wir zwölf Steine haben, für jeden Stamm Israels einen. 6 Aus ihnen soll ein Denkmal gebaut werden. Wenn euch eure Kinder später einmal fragen, was diese Steine bedeuten, 7 dann erklärt ihnen: ›Als man die Bundeslade durch den Jordan trug, staute sich sein Wasser, und wir konnten trockenen Fußes hinüberziehen. Daran soll dieses Denkmal die Israeliten zu allen Zeiten erinnern.‹« 8 Die zwölf Männer taten, was Josua ihnen befohlen hatte. Sie hoben zwölf Steine aus dem Flussbett, für jeden Stamm Israels einen, und trugen sie bis an den Ort, wo sie übernachten sollten. 9 Josua nahm weitere zwölf Steine und richtete mitten im Jordan ein Denkmal auf, genau dort, wo die Priester mit der Bundeslade standen. Diese Steine sind noch heute dort. 10 Die Priester mit der Bundeslade standen noch immer im Flussbett. Sie blieben so lange dort, bis Josua und das Volk alle Weisungen des HERRN ausgeführt hatten, ganz wie es Moses Willen entsprach. Die Israeliten hatten den Fluss so schnell wie möglich durchquert. 11 Erst als alle auf der anderen Seite waren, brachen auch die Priester mit der Bundeslade auf und nahmen ihren Platz an der Spitze des Zuges wieder ein. 12 Die Stämme Ruben und Gad und der halbe Stamm Manasse zogen bewaffnet vor den anderen Israeliten her, wie Mose es befohlen hatte. 13 Insgesamt waren es etwa 40.000 kampfbereite Soldaten, die unter der Führung des HERRN in die Ebene von Jericho einmarschierten. 14 An diesem Tag sorgte der HERR dafür, dass ganz Israel vor Josua Achtung bekam. Das Volk hatte nun den gleichen Respekt vor ihm wie früher vor Mose; und so blieb es sein Leben lang. 15 Der HERR hatte zu Josua gesagt: 16 »Befiehl den Priestern, die die Bundeslade mit dem Gesetz tragen, ans Ufer zu kommen.« 17 Josua forderte die Priester dazu auf, 18 und sie stiegen mit der Bundeslade aus dem Jordan. Kaum berührten sie mit ihren Füßen das Land, da strömte das Wasser mit gleicher Gewalt wie zuvor, und der Jordan trat wieder über die Ufer. 19 Dies ereignete sich am 10. Tag des 1. Monats. Das Volk schlug sein Lager bei Gilgal auf, an der östlichen Grenze des Gebietes von Jericho. 20 Dort errichtete Josua ein Denkmal aus den zwölf Steinen, die er vom Jordan hatte mitbringen lassen. 21 Er sagte zu den Israeliten: »Wenn eure Nachkommen euch eines Tages fragen werden, was diese Steine bedeuten, 22 dann sollt ihr ihnen erklären: ›Die Steine erinnern uns daran, dass Israel trockenen Fußes den Jordan durchquert hat.‹ 23 Denn der HERR, euer Gott, hat diesen Fluss vor euren Augen aufgestaut, damit ihr hindurchziehen konntet, so wie er euch damals einen Weg durch das Schilfmeer gebahnt hat. 24 Er tat es, um allen Völkern der Welt seine Macht zu zeigen. Und auch ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, zu allen Zeiten mit Ehrfurcht begegnen!« 

Josua 4

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Als das ganze Volk durch den Jordan gezogen war, sagte der HERR zu Josua: 2 »Wählt zwölf Männer aus dem Volk, je einen aus jedem Stamm, 3 und gebt ihnen folgende Anweisung: ›Holt von der Stelle, wo die Priester stehen, zwölf ´große` Steine aus dem Flussbett. Tragt sie zu dem Platz, an dem ihr heute Nacht lagern werdet, und legt sie dort nieder.‹« 4 Da rief Josua die zwölf Männer, die er aus den zwölf Stämmen Israels bestimmt hatte, 5 und forderte sie auf: »Geht in den Jordan zur Lade des HERRN, eures Gottes. Jeder von euch soll sich einen Stein auf die Schulter laden, ´dann entspricht ihre Anzahl` der Zahl der Stämme Israels. 6 Sie sollen euch als Denkmal dienen. Wenn eure Kinder euch später einmal fragen, was es mit den Steinen auf sich hat, 7 dann antwortet ihnen: ›Der Jordan staute sich vor der Bundeslade des HERRN; das Wasser stand still, als sie den Fluss durchquerte. Daran sollen diese Steine uns für alle Zeiten erinnern.‹« 8 Die zwölf Männer[1] führten Josuas Anordnung aus und holten zwölf Steine aus dem Jordan, für jeden Stamm einen, so wie der HERR es Josua befohlen hatte. Sie trugen die Steine bis zum Lagerplatz und legten sie dort nieder. 9 Mitten im Jordan, genau an der Stelle, wo die Priester mit der Bundeslade gestanden hatten, errichtete Josua ´ein weiteres Denkmal aus` zwölf Steinen. Es ist noch heute dort zu finden. 10 Die Priester mit der Bundeslade blieben so lange im Fluss stehen, bis alles ausgeführt war, was der HERR dem Volk durch Josua aufgetragen hatte. Schon Mose hatte Josua entsprechende Anweisungen gegeben. Die Israeliten beeilten sich, durch ´das Flussbett` zu kommen. 11 Erst als alle den Fluss durchquert hatten, stiegen auch die Priester mit der Lade des HERRN heraus und nahmen ihren Platz an der Spitze des Zuges wieder ein. 12 Die ´Männer der` Stämme Ruben und Gad und des halben Stammes Manasse gingen bewaffnet vor den ´übrigen` Israeliten her, wie bereits Mose es befohlen hatte. 13 Insgesamt zogen ´aus diesen Stämmen` etwa 40.000 bewaffnete Männer vor den Augen des HERRN zum Kampf in die Ebene von Jericho. 14 An diesem Tag verschaffte der HERR Josua bei allen Israeliten Achtung und Ansehen[2]. Sie begegneten ihm nun mit derselben Ehrfurcht, mit der sie Mose begegnet waren, und so blieb es sein Leben lang. 15 Der HERR hatte zu Josua gesagt: 16 »Befiehl nun den Priestern, die die Lade mit den Gesetzestafeln[3] tragen, aus dem Flussbett zu steigen.« 17 Josua gab den Befehl, 18 und sobald die Priester mit der Bundeslade des HERRN ihre Füße auf das trockene Ufer setzten, kehrte das Wasser des Jordans ins Flussbett zurück und trat wie zuvor über die Ufer. 19 Es war am zehnten Tag des ersten Monats, als die Israeliten den Jordan durchquerten. Sie errichteten ihr Lager bei Gilgal an der Ostgrenze ´des Gebiets` von Jericho. 20 Dort stellte Josua die zwölf Steine, die sie aus dem Jordan mitgenommen hatten, ´als Denkmal` auf 21 und sagte zu den Israeliten: »Wenn eure Nachkommen eines Tages ihre Eltern fragen, was es mit diesen Steinen auf sich hat, 22 dann soll man ihnen erklären, dass Israel an dieser Stelle den Jordan trockenen Fußes durchquert hat. 23 Denn der HERR, euer Gott, ließ das Wasser des Jordans vor euch austrocknen, bis ihr auf der anderen Seite angekommen wart. Genauso hat der HERR, euer Gott, beim Schilfmeer gehandelt: Er ließ es vor uns austrocknen, bis wir hindurch gezogen waren. 24 ´Dies tat er`, damit alle Völker der Erde erkennen, wie groß seine Macht ist. Und auch ihr sollt für alle Zeiten dem HERRN, eurem Gott, in Ehrfurcht begegnen.«