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Proverbs 30

Lutherbibel 2017

1 Dies sind die Worte Agurs, des Sohnes des Jake, aus Massa. Es spricht der Mann: Ich habe mich gemüht, o Gott, ich habe mich gemüht, o Gott, und muss davon lassen. 2 Denn ich bin der Allertörichtste, und Menschenverstand habe ich nicht. 3 Weisheit hab ich nicht gelernt, und Erkenntnis des Heiligen habe ich nicht. 4 Wer ist hinaufgefahren zum Himmel und wieder herab? Wer hat den Wind in seine Hände gefasst? Wer hat die Wasser in ein Kleid gebunden? Wer hat alle Enden der Welt bestimmt? Wie heißt er? Und wie heißt sein Sohn? Weißt du das? 5 Alle Worte Gottes sind im Feuer geläutert; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen. 6 Tu nichts zu seinen Worten hinzu, dass er dich nicht zurechtweise und du als Lügner dastehst. 7 Zweierlei bitte ich von dir, das wollest du mir nicht verweigern, ehe denn ich sterbe: 8 Falschheit und Lüge lass ferne von mir sein; Armut und Reichtum gib mir nicht; lass mich aber mein Teil Speise dahinnehmen, das du mir beschieden hast. 9 Ich könnte sonst, wenn ich zu satt würde, verleugnen und sagen: Wer ist der HERR? Oder wenn ich zu arm würde, könnte ich stehlen und mich an dem Namen meines Gottes vergreifen. 10 Verleumde nicht den Knecht bei seinem Herrn, dass er dir nicht fluche und du es büßen musst. 11 Es gibt ein Geschlecht, das seinen Vater flucht und seine Mutter nicht segnet; 12 ein Geschlecht, das sich rein dünkt und ist doch von seinem Schmutz nicht gewaschen; 13 ein Geschlecht, das seine Augen hoch trägt und seine Augenlider emporhebt; 14 ein Geschlecht, das Schwerter als Zähne hat und Messer als Backenzähne und verzehrt die Elenden im Lande und die Armen unter den Leuten. 15 Der Blutegel hat zwei Töchter: »Gib her, gib her!« Drei sind nicht zu sättigen, und vier sagen nie: »Es ist genug«: 16 das Totenreich und der Frauen verschlossner Schoß, die Erde, die nicht des Wassers satt wird, und das Feuer, das nie spricht: »Es ist genug!« 17 Ein Auge, das den Vater verspottet, und verachtet, der Mutter zu gehorchen, das werden die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler fressen. 18 Drei sind mir zu wundersam, und vier verstehe ich nicht: 19 des Adlers Weg am Himmel, der Schlange Weg auf dem Felsen, des Schiffes Weg mitten im Meer und des Mannes Weg bei der jungen Frau. 20 So ist der Weg der Ehebrecherin: Sie verschlingt und wischt sich den Mund und spricht: Ich habe nichts Böses getan. 21 Ein Land wird durch dreierlei unruhig, und viererlei kann es nicht ertragen: 22 einen Knecht, wenn er König wird; einen Toren, wenn er zu satt ist; 23 eine Verschmähte, wenn sie geehelicht wird, und eine Magd, wenn sie ihre Herrin beerbt. 24 Vier sind die Kleinsten auf Erden und doch klüger als die Weisen: 25 die Ameisen – ein schwaches Volk, dennoch schaffen sie im Sommer ihre Speise; 26 die Klippdachse – ein schwaches Volk, dennoch bauen sie ihr Haus in den Felsen; 27 die Heuschrecken – sie haben keinen König, dennoch ziehen sie aus in Ordnung; 28 die Eidechse – man greift sie mit den Händen, und sie ist doch in der Könige Schlössern. 29 Drei haben einen stattlichen Gang, und vier gehen stolz einher: 30 der Löwe, mächtig unter den Tieren und kehrt um vor niemandem; 31 der stolze Hahn, der Widder und der König, wenn er einhergeht vor seinem Gefolge. 32 Ob du töricht gehandelt und dich überhoben hast oder ob du recht überlegt hast: lege die Hand auf den Mund! 33 Denn wenn man Milch stößt, so wird Butter daraus, und wer die Nase hart schneuzt, zwingt Blut heraus, und wer den Zorn reizt, ruft Streit hervor.

Proverbs 30

Hoffnung für Alle

1 Folgende Worte stammen von Agur, dem Sohn von Jake.[1] Dieser Mann sagte:[2] Ich habe mich abgemüht, o Gott, ich habe mich abgemüht und bin am Ende! 2 Denn ich bin zu dumm, um als Mensch gelten zu können, und besitze keinen Verstand. 3 Ich habe keine Weisheit erlangt, ich weiß fast nichts über den heiligen Gott und bin mit ihm nicht vertraut. 4 Sag mir: Wer ist jemals zum Himmel hinauf- und wieder hinabgestiegen? Wer hat den Wind mit seinen Händen gezähmt oder die Wassermassen gebändigt? Wer setzte die Grenzen der Erde fest? Weißt du, wer das alles vollbracht hat? Dann nenn mir seinen Namen und den seines Sohnes! 5 Was Gott sagt, ist wahr und zuverlässig; er beschützt alle, die Schutz bei ihm suchen. 6 Füge seinen Worten nichts hinzu, sonst zieht er dich zur Rechenschaft, und du stehst als Lügner da! 7 HERR, ich bitte dich um zweierlei, erfülle mir doch diese Bitten, solange ich lebe: 8 Bewahre mich davor, zu lügen und zu betrügen, und lass mich weder arm noch reich sein! Gib mir nur so viel, wie ich zum Leben brauche! 9 Denn wenn ich zu viel besitze, bestreite ich vielleicht, dass ich dich brauche, und frage: »Wer ist denn schon der HERR?« Wenn ich aber zu arm bin, werde ich vielleicht zum Dieb und bereite dir, meinem Gott, damit Schande! 10 Mach einen Diener bei seinem Herrn nicht schlecht, sonst verflucht er dich, und du musst es büßen! 11 Was müssen das für Leute sein, die ihren Vater verfluchen und ihre Mutter missachten! 12 Was müssen das für Leute sein, die sich selbst für untadelig halten und doch besudelt sind mit ihrer Schuld! 13 Was müssen das für Leute sein, die hochmütig und überheblich auf andere herabschauen! 14 Was müssen das für Leute sein, die alle Armen und Hilflosen rücksichtslos ausbeuten und von der Erde vertilgen! 15 Manche Leute sind wie Blutegel: »Gib her, gib her!«, fordern sie und saugen andere damit aus.[3] Drei sind unersättlich, und auch das Vierte bekommt niemals genug:[4] 16 das Reich der Toten, eine unfruchtbare Frau, die gerne Kinder haben möchte, trockener Boden, der nach Regen dürstet, und das Feuer, das gierig immer weiterfrisst. 17 Wer spöttisch auf seinen Vater herabsieht und seiner Mutter nicht gehorchen will, dem werden die Raben die Augen aushacken, und die Geier werden ihn auffressen! 18 Drei Dinge sind mir rätselhaft, und auch das Vierte ist für mich unbegreiflich: 19 der Flug des Adlers am Himmel, das Schleichen der Schlange über einen Felsen, die Fahrt des Schiffes über das tiefe Meer und die Liebe zwischen Mann und Frau! 20 So benimmt sich eine untreue Frau: Sie schläft mit einem anderen Mann, wäscht sich und sagt:[5] »Ich habe doch nichts Böses getan!« 21 Durch drei Begebenheiten wird ein Land erschüttert, und auch das Vierte kann es nicht ertragen: 22 wenn ein Sklave König wird, wenn ein Unverständiger Reichtum erlangt, 23 wenn eine von allen verschmähte Frau geheiratet wird und wenn eine Sklavin die Herrin aus ihrer Stellung verdrängt. 24 Vier Tiere sind sehr klein und doch überaus klug: 25 die Ameisen – sie sind ein schwaches Volk, und doch legen sie im Sommer einen Vorrat an; 26 die Klippdachse – sie sind nicht kräftig, aber sie bauen ihren Unterschlupf in den unzugänglichen Felsklüften; 27 die Heuschrecken – sie haben zwar keinen König, aber sie ziehen in geordneten Scharen aus; 28 die Eidechsen – du kannst sie mit den Händen fangen, und doch findest du sie in Palästen! 29 Drei schreiten stolz umher, und auch der Vierte hat einen majestätischen Gang: 30 der Löwe, König der Tiere, der vor nichts Angst hat; 31 ein Hahn, der umherstolziert; ein Ziegenbock und ein König, der sein Heer anführt. 32 Wenn du meinst, du seist besser als andere, ob zu Recht oder zu Unrecht, dann halte den Mund und schweig lieber! 33 Denn wenn man Milch schlägt, gibt es Butter; schlägt man die Nase, kommt Blut heraus; und reizt man den Zorn, dann gibt es Streit!

Proverbs 30

Einheitsübersetzung 2016

1 Worte Agurs, des Sohnes des Jake prophetisches Wort; Spruch des Mannes Laïtiël: Ich mühte mich ab mit Gott und bin am Ende. 2 Denn ich bin zu dumm für einen Menschen, ich habe keinen Menschenverstand, 3 ich habe keine Weisheit gelernt und keine Kenntnis des Heiligen erlangt. 4 Wer stieg zum Himmel hinauf und kam wieder herab? Wer sammelte den Wind in seine Fäuste? Wer band das Wasser in ein Gewand? Wer setzte fest alle Enden der Erde? Wie ist sein Name und wie der Name seines Sohnes, wenn du es weißt? 5 Jede Rede Gottes ist im Feuer geläutert; ein Schild ist er für alle, die bei ihm sich bergen. 6 Füg seinen Worten nichts hinzu, sonst überführt er dich und du stehst als Lügner da. 7 Um zweierlei bitte ich dich, versag es mir nicht, bevor ich sterbe: 8 Falschheit und Lügenwort halt fern von mir; gib mir weder Armut noch Reichtum, nähr mich mit dem Brot, das mir nötig ist, 9 damit ich nicht, satt geworden, dich verleugne und sage: Wer ist denn der HERR?, damit ich nicht als Armer zum Dieb werde und mich am Namen meines Gottes vergreife. 10 Verleumde nicht den Knecht bei seinem Herrn, sonst verflucht er dich und du musst es büßen. 11 Ein Geschlecht, das seinem Vater flucht und seine Mutter nicht segnet; 12 ein Geschlecht, das rein ist in den eigenen Augen, doch nicht gewaschen von seinem Schmutz; 13 ein Geschlecht - wie überheblich sind seine Augen und wie hochmütig seine Wimpern; 14 ein Geschlecht, dessen Zähne Schwerter und dessen Gebiss Messer sind, um die Notleidenden aus dem Land wegzufressen und die Armen weg aus der Menschheit. 15 Der Blutegel hat zwei Töchter: Gib! - Gib! 16 Drei sind es, die nie satt werden, vier sagen nie: Genug: Die Unterwelt und der unfruchtbare Mutterschoß, die Erde, die nicht satt wird an Wasser, und das Feuer, das nie sagt: Genug! 17 Ein Auge, das den Vater verspottet und die alte Mutter verachtet, das hacken die Raben am Bach aus, die jungen Geier fressen es auf. 18 Drei Dinge sind mir zu wunderbar, vier vermag ich nicht zu fassen: 19 den Weg des Geiers am Himmel, den Weg der Schlange über den Felsen, den Weg des Schiffes auf hoher See, den Weg des Mannes bei der jungen Frau. 20 So benimmt sich die ehebrecherische Frau: Sie isst, wischt sich den Mund und sagt: Ich habe nichts Böses getan. 21 Unter dreien erzittert das Land, unter vieren wird es ihm unerträglich: 22 unter einem Sklaven, wenn er König wird, und einem Toren, wenn er satt ist; 23 unter einer Verschmähten, wenn sie geheiratet wird, und einer Sklavin, wenn sie ihre Herrin verdrängt. 24 Vier sind die Kleinsten auf Erden und sind doch die Allerklügsten: 25 Die Ameisen sind kein starkes Volk und besorgen sich doch im Sommer ihr Futter; 26 Klippdachse sind ein Volk ohne Macht und doch bauen sie ihre Wohnung im Fels; 27 die Heuschrecken haben keinen König und doch schwärmen sie alle geordnet aus; 28 Eidechsen fängst du mit der Hand und doch wohnen sie in Königspalästen. 29 Drei sind es, die stolz einherschreiten, vier haben einen stolzen Gang: 30 der Löwe, der Held unter den Tieren, der vor keinem umkehrt; 31 der Hahn, der einherstolziert, und der Leitbock und der König, wenn er vor seinem Volk auftritt wie ein Gott. [1] 32 Wenn du dich stolz erhoben und dabei blamiert hast oder wenn du nachdenkst - so leg die Hand auf den Mund! 33 Denn stößt man Milch, so gibt es Butter, stößt man die Nase, so gibt es Blut, stößt man den Zorn, so gibt es Streit.