2.Makkabäer 8
Elberfelder Bibel
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2.Makkabäer 8
Hoffnung für alle
von BiblicaDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 8
Schlachter 2000
von Genfer BibelgesellschaftDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 8
Zürcher Bibel
von Theologischer Verlag ZürichDer Beginn des Aufstands unter Judas
1 Judas aber, auch Makkabäus genannt, und jene, die bei ihm waren, kamen heimlich in die Dörfer und riefen die zu sich, die gleicher Abstammung waren wie sie, und sie nahmen die mit sich, die bei der jüdischen Lebensweise geblieben waren, und so versammelten sie an die 6000. 2 Und sie riefen den Herrn an, er möge auf das Volk schauen, das von allen bedrückt wurde, aber auch Mitleid haben mit dem Tempel, der von den gottlosen Menschen entweiht worden war, 3 er möge sich aber auch der Stadt erbarmen, die zerstört wurde und die davor stand, dem Erdboden gleichgemacht zu werden, und auf das viele Blut hören, das zu ihm schrie, 4 er möge sich aber auch der der Weisung widersprechenden Ermordung der unschuldigen kleinen Kinder erinnern und wegen der Lästerungen, die gegen seinen Namen begangen wurden, auch seinen Hass auf das Böse zeigen. 5 Als Makkabäus sich aber mit der Kriegsschar umgab, wurde er für die Nationen schon unbesiegbar, da der Zorn des Herrn sich in Erbarmen gewandelt hatte. 6 Er kam aber unerwartet in Städte und Dörfer und setzte sie in Brand, und er nahm die günstig gelegenen Orte ein und schlug nicht wenige der Feinde in die Flucht. 7 Er begriff, dass die Nächte für solche Überfälle am besten geeignet waren. Und die Kunde von seiner Tüchtigkeit verbreitete sich überall.Die Beauftragung des Nikanor
8 Als aber Philippus sah, dass der Mann zwar nur allmählich vorankam, dabei aber immer häufiger mit Erfolgen vorrückte, schrieb er an Ptolemaios, den Heerführer von Koile-Syrien und Phönizien, dieser solle die Angelegenheiten des Königs unterstützen. 9 Dieser aber bestimmte umgehend Nikanor, den Sohn des Patroklus, einen der ersten Freunde, und entsandte ihn, nachdem er ihm nicht weniger als 20000 Leute aus allen möglichen Nationen unterstellt hatte, um den gesamten Volksstamm von Juda zu vernichten. Er stellte ihm aber auch Gorgias zur Seite, einen Mann, der Heerführer war und Erfahrung in Kriegsangelegenheiten hatte.[1] 10 Nikanor aber übernahm es, für den König die den Römern zustehende Abgabe von 2000 Talent aus der Gefangennahme der Juden aufzubringen. 11 Sogleich aber sandte er zu den am Meer gelegenen Städten und lud sie ein zum Kauf von jüdischen Sklaven, und er versprach, neunzig Sklaven für ein Talent zu überlassen, wobei er nicht die strafende Gerechtigkeit des Allmächtigen erwartete, die ihn verfolgen sollte.Die Massnahmen des Judas. Sein Sieg
12 Die Nachricht von Nikanors Aufmarsch aber überraschte Judas. Und als er denen, die bei ihm waren, die Mitteilung vom Eintreffen des Kriegsheeres weitergab, 13 liefen jene, die feige waren und nicht auf Gottes Gerechtigkeit vertrauten, davon und entfernten sich. 14 Die anderen aber verkauften alles, was übrig geblieben war, baten aber zugleich den Herrn, jene zu retten, die vom gottlosen Nikanor im Voraus verkauft worden waren - 15 und wenn schon nicht um ihretwillen, so doch um der Bundesschlüsse mit ihren Vorfahren willen und weil über ihnen sein ehrwürdiger und erhabener Name ausgerufen war. 16 Makkabäus aber versammelte jene, die um ihn waren, 6000 an der Zahl, und redete ihnen zu, vor den Feinden nicht in Schrecken zu geraten und keine Bedenken zu haben wegen der grossen Menge der Nationen, die ungerechtfertigt gegen sie heranzogen, sondern ehrenhaft zu kämpfen 17 und sich die von jenen bis zur Vollendung gebrachte, gegen die Weisung gerichtete Überheblichkeit gegen die heilige Stätte vor Augen zu halten, dazu die Misshandlung der verspotteten Stadt und überdies die Auflösung des von den Vorfahren überkommenen Bürgerrechts. 18 Denn sie vertrauen auf Waffen, zugleich auch auf kühne Taten, sagte er, wir aber vertrauen auf den allmächtigen Gott, der die Macht hat, mit einem einzigen Nicken sowohl jene, die gegen uns herankommen, als auch die ganze Welt niederzuwerfen! 19 Zudem erzählte er ihnen aber auch von den Hilfeleistungen, die sich zur Zeit der Vorfahren ereignet hatten, und auch von jener zur Zeit Sanheribs, als 185000 umkamen, 20 und von der in Babylonien, die sich zugunsten des Aufmarschs gegen die Galater ereignete, als insgesamt 8000 für diese Aufgabe gekommen waren, zusammen mit 4000 Makedoniern - als die Makedonier ratlos waren, vernichteten die 6000, dank der Hilfe, die ihnen vom Himmel widerfuhr, die 120000 und machten grossen Gewinn. 21 Nachdem er sie dadurch zuversichtlich und auch dafür bereit gemacht hatte, für die Weisungen und für das Vaterland zu sterben, machte er eine Art vierteiliges Kriegsheer. 22 Er setzte fest, dass auch seine Brüder, Simon und Josef und Jonatan, die Führung je einer Abteilung übernahmen, und er unterstellte jedem 1500 Mann - 23 daneben aber auch Elasar. Nachdem er dabei aus dem heiligen Buch vorgelesen und die Losung Mit-Gottes-Hilfe! ausgegeben hatte, übernahm er selbst die Führung der ersten Schar und stiess mit Nikanor zusammen. 24 Der Allmächtige aber wurde ihnen zum Verbündeten, und so metzelten sie mehr als 9000 von den Feinden nieder, verwundeten aber und verstümmelten den grössten Teil von Nikanors Heereseinheit und zwangen alle anderen, zu fliehen. 25 Sie nahmen aber das Geld derer, die herbeigekommen waren, um sie zu kaufen. Nachdem sie diese aber eine Zeit lang gemeinsam verfolgt hatten, brachen sie ab, da sie unter Zeitdruck standen.[2] 26 Es war nämlich der Tag vor dem Sabbat, und aus diesem Grund jagten sie nicht länger hinter ihnen her. 27 Als sie aber ihre Waffen eingesammelt und den Feinden die Rüstungen ausgezogen hatten, wandten sie sich dem Sabbat zu, sie sangen Preislieder mit Überschwang und dankten dem Herrn, der sie gerettet hatte bis zu diesem Tag, den er ihnen als Anfang seines Erbarmens festsetzte.[3] 28 Nach dem Sabbat aber verteilten sie Beutestücke an die Misshandelten und an die Witwen und Waisen, den Rest aber teilten sie unter sich und ihren Kindern auf. 29 Als sie aber dies durchgeführt und gemeinsames Flehen vorgebracht hatten, baten sie den barmherzigen Herrn, er möge sich vollends mit seinen Dienern versöhnen. 30 Und als sie auf die um Timotheus und Bakchides trafen, räumten sie mehr als 20000 von ihnen aus dem Weg und brachten einige aussergewöhnlich hoch gelegene Festungen unter ihre Herrschaft, und sie verteilten eine grosse Menge an Beute und machten gleiche Anteile für sich selbst und für die, die misshandelt worden waren, und die Waisen und die Witwen, darüber hinaus aber auch für die Alten. 31 Als sie aber ihre Waffen eingesammelt hatten, trugen sie sie alle sorgsam an den günstig gelegenen Orten zusammen, und die übrigen Beutestücke brachten sie nach Jerusalem. 32 Sie räumten aber den Phylarchen derer um Timotheus aus dem Weg, einen Mann, der in höchstem Mass gottlos war und der den Juden viel Betrübnis bereitet hatte.[4] 33 Während sie den Sieg im Vaterland feierten, verbrannten sie jene, die die heiligen Tore in Brand gesetzt hatten, und auch Kallisthenes, der in ein bestimmtes kleines Haus geflohen war, und er erhielt den für die Gottlosigkeit angemessenen Lohn.Nikanors Eingeständnis der eigenen Niederlage
34 Nikanor aber, der dreifache Frevler, der die tausend Kaufleute herangeführt hatte, um die Juden an sie zu verkaufen, 35 hatte - mit der Hilfe des Herrn gedemütigt von denen, die er für die Minderwertigsten hielt - seine strahlende Kleidung abgelegt und machte seinen Weg durch das Landesinnere nach Art eines entlaufenen Sklaven ganz allein und kam nach Antiochia, über jedes Mass vom Glück begünstigt, angesichts der Vernichtung des Heers.[5] 36 Und er, der auf sich genommen hatte, den Römern die Abgabe durch die Gefangennahme derer in Jerusalem zu verschaffen, erklärte, dass die Juden einen Verteidiger hätten und dass die Juden aus diesem Grund, da sie die von jenem angeordneten Weisungen befolgten, unverwundbar seien.2.Makkabäer 8
Neue Genfer Übersetzung
von Genfer BibelgesellschaftDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 8
Gute Nachricht Bibel 2018
von Deutsche BibelgesellschaftDer Aufstand des Makkabäers Judas
1 Judas, auch »der Makkabäer« genannt,[1] und seine Freunde kamen heimlich in die Dörfer und beredeten ihre Verwandten, sich ihnen anzuschließen. Auch zahlreiche andere, die dem jüdischen Glauben treu geblieben waren, stießen zu ihnen. So hatten sie schließlich an die 6000 Männer um sich gesammelt. 2 Immer wieder riefen sie zum Herrn, dass er seinem Volk helfe, das von allen misshandelt werde, und dass er mit dem Tempel Erbarmen habe, den seine Feinde entweiht hätten, 3 und auch mit der Stadt, die die Feinde zerstören und dem Erdboden gleichmachen wollten. Er möge auf das vergossene Blut der vielen hören, das zu ihm um Vergeltung rufe. 4 Vor allem solle er an die gemeine Ermordung der unschuldigen Kinder denken und sich daran erinnern, dass die Feinde sogar ihn selbst geschmäht und gelästert hätten. Nun solle er ihnen zeigen, dass er das Böse nicht ungestraft lasse. 5 Da verwandelte sich der Zorn des Herrn in Mitleid mit seinem Volk, und kaum hatte Judas seine Truppe beisammen, da waren ihm die Feinde auch schon nicht mehr gewachsen. 6 Judas überfiel Städte und Dörfer und zündete sie an. Er besetzte wichtige Punkte und konnte dadurch auch zahlenmäßig überlegene feindliche Truppen in die Flucht jagen. 7 Meistens schlug er nachts zu, im Schutz der Dunkelheit. Überall sprach man von seinen kühnen Unternehmungen.Nikanor soll das jüdische Volk ausrotten
8 Philippus, der königliche Bevollmächtigte in Jerusalem, sah, wie Judas rasch an Macht gewann und immer erfolgreicher wurde. Deshalb schrieb er an Ptolemäus, den militärischen Oberbefehlshaber von Zölesyrien und Phönizien, und bat ihn, die königlichen Interessen mit Waffengewalt zu schützen. (1Mak 3,38; 2Mak 5,22) 9 Ptolemäus betraute sofort Nikanor, den Sohn von Patroklus, einen Mann aus dem Kreis der Ersten der Freunde des Königs, mit dieser Aufgabe. Er schickte ihn mit einem Heer von mehr als 20000 Soldaten verschiedenster Nationalität nach Judäa, um die gesamte jüdische Bevölkerung dort auszurotten. Gorgias, ein erfahrener Heerführer, sollte ihn begleiten. 10 König Antiochus war den Römern noch eine Tributzahlung in Höhe von 2000 Zentnern Silber schuldig. Nikanor plante, jüdische Kriegsgefangene als Sklaven zu verkaufen und so die Summe für den König zusammenzubringen. (1Mak 8,7) 11 Er ließ schon die Händler in den Küstenstädten benachrichtigen, sie könnten jüdische Sklaven von ihm kaufen – je 90 Stück für einen Zentner Silber. Er ahnte nicht, welche Strafe Gott, der Herrscher der Welt, für ihn bereithielt.Judas ermutigt seine Leute zum Kampf
12 Judas erfuhr, dass Nikanor im Anmarsch war. Als er es seinen Leuten mitteilte, (1Mak 3,42) 13 machten sich alle, die Angst hatten und der Hilfe Gottes nicht trauten, davon. 14 Die anderen aber verkauften alles, was sie noch besaßen, und riefen zum Herrn, er möge doch alle schützen, die dieser verruchte Nikanor schon im Voraus verkauft habe, noch ehe es überhaupt zum Kampf gekommen war. 15 Wenn Gott sie nicht um ihrer selbst willen retten wolle, so möge er es doch tun um der Zusagen willen, die er ihren Vorfahren gegeben habe, und weil er, der heilige und große Gott, sie doch zu seinem Volk gemacht habe. (3Mo 26,42; Jer 14,9; Dan 9,18) 16 Der Makkabäer versammelte seine Leute um sich, 6000 Mann, und forderte sie auf, den Feinden furchtlos entgegenzutreten. Sie sollten sich nicht beeindrucken lassen durch die Masse der Fremden, die keinerlei Recht auf ihrer Seite hätten. Sie sollten tapfer kämpfen 17 und sich immer vor Augen halten, wie diese Fremden gegen alles Recht den Tempel geschändet und wie übel sie Jerusalem mitgespielt hätten, ja, dass sie sogar die Verfassung abgeschafft hätten, die von den Vorfahren her in Geltung stand. 18 »Diese Leute«, sagte Judas, »mögen auf ihre Waffen vertrauen und auf ihren frechen Mut; wir aber vertrauen auf Gott, den Herrscher der ganzen Welt! Er kann sie alle und, wenn es sein muss, die ganze Welt mit einem einzigen Wink vernichten!« (Ps 20,8) 19 Dann erinnerte Judas sie daran, wie oft Gott ihren Vorfahren geholfen hatte – zum Beispiel gegen Sanherib, als er 185000 Mann des feindlichen Heeres umkommen ließ, (2Kön 19,35) 20 oder gegen die Galater in Babylonien, als 8000 Juden zusammen mit 4000 Mazedoniern gegen ein Heer von 120000 Mann antraten.[2] Damals erfochten die Juden mit Gottes Hilfe den Sieg und machten reiche Beute.Judas besiegt Nikanor
21 So hatte Judas seinen Männern Mut gemacht und sie waren bereit, für das Gesetz Gottes und für ihr Land zu sterben. Das Heer wurde in vier Abteilungen aufgeteilt, (1Mak 2,2; 1Mak 4,1) 22 jede 1500 Mann stark. Eine davon übernahm er selbst, die drei anderen unterstellte er seinen Brüdern Simeon, Josef[3] und Jonatan. 23 Er ließ Eleasar noch aus den Heiligen Schriften vorlesen,[4] dann gab er die Parole aus: »Mit Gottes Hilfe!«, und nahm selbst als Anführer der ersten Abteilung den Kampf mit Nikanor auf. 24 Weil der Herrscher der ganzen Welt auf der Seite der Juden stand, konnten sie mehr als 9000 Feinde töten. Die meisten anderen wurden verwundet und das ganze Heer musste fliehen. 25 Judas und seine Leute erbeuteten das Geld der Händler, die gekommen waren, um die Juden als Sklaven aufzukaufen. Sie verfolgten das Heer noch ein gutes Stück weit, brachen dann aber wegen der vorgerückten Zeit die Verfolgung ab. 26 Mit Sonnenuntergang begann nämlich der nächste Tag und das war ein Sabbat. 27 Sie sammelten nur noch die Waffen der Feinde ein und nahmen den Toten die Rüstungen weg. Dann feierten sie den Sabbat. Sie priesen den Herrn und dankten ihm überschwänglich, weil er sie diesen Tag hatte erleben lassen – den Tag, an dem er begonnen hatte, seinem Volk von Neuem sein Erbarmen zuzuwenden. 28 Nach dem Sabbat verteilten Judas und seine Männer die Beute an alle, die von den Fremden wegen ihres Glaubens misshandelt worden waren, sowie an die Witwen und Waisen. Was dann noch übrig war, verteilten sie unter sich und ihre Kinder. 29 Abschließend veranstalteten sie einen Bittgottesdienst und baten den Herrn, er möge sein Erbarmen zeigen und sich mit seinen Dienern vollends ganz versöhnen. 30 Später hatten Judas und seine Leute auch gegen die Truppen von Timotheus und Bakchides zu kämpfen. Dabei töteten sie 20000 der feindlichen Soldaten und brachten einige hoch gelegene Bergfestungen in ihre Gewalt. Von der reichen Beute verteilten sie die Hälfte unter sich, das Übrige unter die von den Fremden Misshandelten, die Witwen und Waisen und auch unter die Alten. (1Mak 5,6; 1Mak 7,8) 31 Die Waffen der Feinde wurden sorgfältig gesammelt und an geeigneten Plätzen aufbewahrt; die übrigen Geräte kamen nach Jerusalem. 32 Judas und seine Leute töteten auch den Befehlshaber der Reitertruppen im Heer von Timotheus. Er war ein verbrecherischer Mann, der den Juden viel Leid zugefügt hatte. 33 Bei dem Siegesfest, das daraufhin in Jerusalem gefeiert wurde, verbrannte man die Männer, die die Tempeltore angezündet hatten, bei lebendigem Leibe. Dasselbe Schicksal ereilte auch Kallisthenes.[5] Er hatte sich in ein kleines Haus geflüchtet; jetzt erhielt er den Lohn, den er verdient hatte. (2Mak 1,8)Nikanors Rückkehr nach Antiochia
34 Nikanor, dieser Erzschurke, der schon tausend Händler hatte kommen lassen, um die Juden an sie zu verkaufen, 35 war nun mit Gottes Hilfe von denen besiegt worden, die ihm erst so klein und verächtlich vorgekommen waren. Er zog sein Prachtgewand aus, schlug sich auf dem Landweg wie ein entlaufener Sklave nach Antiochia durch und konnte noch von großem Glück reden, dass nur sein Heer vernichtet worden war. 36 Er hatte es auf sich genommen, den Tribut für die Römer durch den Verkauf von kriegsgefangenen Juden aus Jerusalem aufzubringen. Jetzt verkündete er öffentlich, dass den Juden nicht beizukommen sei; ihr Gott kämpfe für sie, weil sie sich an die Gesetze hielten, die er ihnen gegeben hatte.2.Makkabäer 8
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches BibelwerkRETTUNG DES JÜDISCHEN VOLKES UND DES TEMPELS
Sieg der Juden über die Feldherren Nikanor und Gorgias
1 Judas aber, den man auch Makkabäer nennt, und seine Leute schlichen sich heimlich in die Dörfer und riefen ihre Verwandten zu sich; auch gewannen sie die, welche an der jüdischen Lebensweise festhielten, sodass sie etwa sechstausend Mann zusammenbrachten. (1Mak 2,42; 2Mak 5,27) 2 Sie riefen den Herrn an, er möge auf das von allen geschundene Volk schauen und Mitleid haben mit dem Tempel, den ruchlose Menschen entweiht hatten, 3 er möge sich auch der Stadt erbarmen, die zerstört werde und bald dem Erdboden gleichgemacht sei, und auf das unschuldig vergossene Blut hören, das anklagend zu ihm aufschreie. 4 Er solle daran denken, dass man dem Recht zum Trotz unschuldige Kinder ermordet und seinen Namen gelästert habe, und zeigen, dass er das Böse hasse. 5 Sobald der Makkabäer eine Streitmacht aufgestellt hatte, konnten ihn die Heiden nicht mehr aufhalten; denn der Herr hatte seinem Zorn Erbarmen folgen lassen. 6 Er überfiel unerwartet Städte und Dörfer und steckte sie in Brand. Da er günstige Stellungen bezog, jagte er nicht wenige Feinde in die Flucht. 7 Meist nutzte er die Nächte zu solchen Überfällen und der Ruf seiner Kühnheit verbreitete sich überall. 8 Philippus merkte, dass der Mann rasch an Macht gewann und von Tag zu Tag erfolgreicher wurde; er schrieb daher an Ptolemäus, den Befehlshaber von Koilesyrien und Phönizien, er solle der Sache des Königs zu Hilfe kommen. (1Mak 3,38; 2Mak 4,45; 2Mak 5,22) 9 Dieser wählte sofort Nikanor, den Sohn des Patroklus, der zu den ersten Freunden des Königs gehörte, und ließ ihn an der Spitze eines Heeres von mindestens zwanzigtausend Mann aus aller Herren Länder ausrücken, mit dem Auftrag, die gesamte Bevölkerung Judäas auszurotten. Er gab ihm auch Gorgias mit, einen im Kriegswesen erfahrenen Befehlshaber. 10 Der König musste den Römern noch zweitausend Talente Kriegsschulden zahlen; Nikanor beschloss, diese Summe aus dem Verkauf gefangener Juden aufzubringen. 11 Unverzüglich ließ er durch Boten in den Hafenstädten bekannt geben, man könne zu ihm kommen und jüdische Sklaven kaufen; für ein Talent versprach er neunzig Sklaven zu liefern. Er ahnte nicht, dass ihn bald das gerechte Urteil des Allherrschers ereilen würde. 12 Judas hörte vom Anmarsch Nikanors und gab seinen Leuten bekannt, dass jener mit seinem Heer heranrückte. 13 Die Feiglinge und die, die dem gerechten Urteil Gottes misstrauten, liefen weg und machten sich davon. 14 Die anderen aber verkauften alles, was sie noch hatten; zugleich baten sie den Herrn, sie zu retten; denn der verruchte Nikanor habe sie schon verkauft, bevor er ihnen überhaupt begegnet sei, 15 und wenn er es schon nicht ihretwegen tun wolle, dann doch wegen der Bündnisse, die er mit ihren Vätern geschlossen habe, und weil über ihnen selbst sein heiliger und herrlicher Name ausgerufen worden sei. (Jer 14,9) 16 Der Makkabäer versammelte seine Leute, sechstausend an der Zahl. Er redete ihnen zu, sich von den Feinden nicht aus der Fassung bringen zu lassen und keine Angst zu haben, weil die Völker in solchen Massen ohne jeden Grund gegen sie heranrückten. Sie sollten tapfer kämpfen 17 und sich vor Augen halten, mit welch frechem Übermut man entgegen allem Recht den heiligen Ort behandelt habe, wie übel man der Stadt mitgespielt und wie man sie zugerichtet habe und dass die von den Vorfahren ererbte Verfassung aufgelöst worden sei. 18 Er sagte: Sie verlassen sich auf ihre Rüstung und auf Kühnheit; wir aber verlassen uns auf den allmächtigen Gott, der unsere Angreifer und die ganze Welt mit einem einzigen Wink niederwerfen kann. 19 Weiter zählte er ihnen auf, wie oft Gott ihren Vorfahren geholfen habe, etwa gegen Sanherib, als hundertfünfundachtzigtausend Mann untergingen. (2Kön 19,35) 20 Er erwähnte auch die Schlacht mit den Galatern in Babylon: Da waren sie, zusammen mit viertausend Mazedoniern nur achttausend Mann stark, zum Kampf angetreten, und als die Mazedonier in eine verzweifelte Lage gerieten, schlugen sie, weil der Himmel ihnen half, mit sechstausend Mann hundertzwanzigtausend vernichtend und machten reiche Beute. 21 So machte er ihnen Mut, damit sie bereit wären, für die Gesetze und das Vaterland zu sterben. Dann teilte er sein Heer in vier Abteilungen ein. 22 An die Spitze der einzelnen Gruppen stellte er seine Brüder Simeon, Josef und Jonatan, denen er je fünfzehnhundert Mann zuwies, 23 und außerdem den Eleasar. Er selbst las aus dem Heiligen Buch vor und gab die Losung aus: Mit Gottes Hilfe! Dann trat er vor die erste Abteilung und griff Nikanor an. 24 Da der Allherrscher mit ihnen kämpfte, machten sie mehr als neuntausend Feinde nieder, verwundeten und verstümmelten den größten Teil des Heeres Nikanors und zwangen alle Übrigen zur Flucht. 25 Dabei erbeuteten sie auch das Geld der Leute, die gekommen waren, um sie zu kaufen. Sie verfolgten sie ziemlich lange, kehrten dann aber um, weil die Zeit knapp wurde. 26 Es war nämlich am Tag vor dem Sabbat; darum setzten sie ihnen nicht länger nach. 27 Sie sammelten die Waffen der Feinde ein und zogen ihnen die Rüstungen aus. Dann feierten sie den Sabbat; begeistert priesen sie den Herrn und lobten ihn. Er hatte sie gerettet, um sie diesen Tag erleben zu lassen, an dem er ihnen von Neuem sein Erbarmen zugewandt hatte. 28 Nach dem Sabbat verteilten sie die Beute. Zuerst gaben sie davon den Misshandelten und den Witwen und Waisen; den Rest verteilten sie unter sich selbst und ihre Kinder. 29 Danach hielten sie einen Bittgottesdienst ab und baten den barmherzigen Herrn, er möge sich mit seinen Dienern wieder völlig aussöhnen. 30 Sie kämpften auch gegen die Truppen des Timotheus und des Bakchides, töteten von ihnen über zwanzigtausend Mann und eroberten einige hohe Festungen. Die reiche Beute verteilten sie zu gleichen Teilen unter sich und unter die Misshandelten, die Waisen und Witwen, dazu noch unter die alten Leute. (1Mak 5,6; 1Mak 7,8) 31 Sie sammelten die Waffen der Erschlagenen ein und bewahrten sie sorgfältig an geeigneten Orten auf. Die übrige Beute schafften sie nach Jerusalem. 32 Den Phylarchen, einen ganz ruchlosen Mann aus der Umgebung des Timotheus, töteten sie; er hatte den Juden viel Leid zugefügt. 33 Bei der Siegesfeier in der Vaterstadt verbrannten sie die Männer, die die heiligen Tore angezündet hatten, sowie den Kallisthenes; er hatte sich in ein kleines Haus geflüchtet. So erhielt er den verdienten Lohn für seine Verruchtheit. (2Mak 1,8) 34 Der dreifach verruchte Nikanor aber, der die tausend Händler mitgebracht hatte, um die Juden zu verkaufen, 35 wurde von denen, die er zutiefst verachtet hatte, mit Hilfe des Herrn gedemütigt. Er musste sein Prachtgewand ausziehen und sich wie ein entlaufener Sklave mitten durch das Land allein nach Antiochia durchschlagen. Er konnte von Glück reden nach dem Untergang seines Heeres. 36 Er, der den Tribut für die Römer aus den Gefangenen Jerusalems aufzubringen gedachte, musste nun verkünden, dass die Juden einen hätten, der für sie kämpfe, und dass sie deshalb unverwundbar seien; denn sie befolgten seine Gesetze.2.Makkabäer 8
Neues Leben. Die Bibel
von SCM VerlagDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 8
Neue evangelistische Übersetzung
von Karl-Heinz VanheidenDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.