2.Makkabäer 10
Elberfelder Bibel
von SCM VerlagDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 10
Hoffnung für alle
von BiblicaDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 10
Schlachter 2000
von Genfer BibelgesellschaftDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 10
Zürcher Bibel
von Theologischer Verlag ZürichDie Reinigung des Tempels. Das Chanukka-Fest
1 Makkabäus aber und jene, die mit ihm waren - der Herr ging ihnen voran -, brachten das Heiligtum und die Stadt wieder an sich, 2 die Kultstätten beim Marktplatz aber, die von den Fremdstämmigen angefertigt worden waren, rissen sie nieder, dazu aber auch die Kultbezirke, 3 und nachdem sie den Tempel rein gemacht hatten, machten sie einen anderen Altar, und nachdem sie an den Steinen Feuer entzündet und von diesen Feuer genommen hatten, brachten sie nach zwei Jahren nun wieder Opfer dar und machten sich Räucherwerk und Lampen und die Schaubrote.[1] 4 Als sie dies aber getan hatten, warfen sie sich nieder und baten den Herrn inständig, dass er sie nicht mehr in solches Unheil geraten lasse, sondern dass sie, auch wenn sie jemals sündigten, von ihm mit Augenmass erzogen und nicht lästernden und barbarischen Nationen ausgeliefert würden.[2] 5 An dem Tag aber, an dem der Tempel von den Fremdstämmigen entweiht worden war - an ebendiesem Tag begab es sich, dass die Reinigung des Tempels erfolgte: am Fünfundzwanzigsten des gleichen Monats, das ist der Kislew. 6 Und mit Freude feierten sie acht Tage lang nach Art des Laubhüttenfests, wobei sie sich daran erinnerten, wie sie das Fest der Laubhütten noch vor kurzer Zeit nach Art der wilden Tiere in den Bergen und in den Höhlen hatten zubringen müssen.[3] 7 Deshalb trugen sie, während sie Thyrsusstäbe und blühende Zweige, darüber hinaus aber auch Palmzweige hielten, Loblieder vor für den, der es hatte gelingen lassen, dass seine eigene Stätte gereinigt wurde. 8 Sie erliessen aber, mit gemeinsamer Beauftragung und einstimmigem Beschluss, die Anordnung für die ganze Nation der Juden, diese Tage jährlich zu feiern.Der Beginn der Herrschaft von Antiochus Eupator
9 Und das waren die Umstände des Tods von Antiochus, der den Beinamen Epiphanes trug - so hat es sich verhalten.[4] 10 Nun aber werden wir die Ereignisse um Antiochus Eupator, den Sohn des Gottlosen, darlegen, wobei wir uns auf die schlimmen Ereignisse beschränken, die die Kriege prägten. 11 Denn als dieser die Königsherrschaft übernommen hatte, bestimmte er einen gewissen Lysias als Obersten über die Staatsangelegenheiten sowie als Heerführer und Obersten Statthalter von Koile-Syrien und Phönikien.[5] 12 Denn Ptolemaios, der Makron genannt wurde und der wegweisend darin war, den Juden gegenüber - der an ihnen begangenen Ungerechtigkeit wegen - Gerechtigkeit zu wahren, versuchte, das, was sie betraf, friedlich durchzuführen. 13 Aus diesem Grund wurde er von den Freunden bei Eupator angeklagt, und als er bei jeder Gelegenheit hören musste, er sei ein Verräter, da er das ihm von Philometor anvertraute Zypern verlassen und sich zu Antiochus Epiphanes zurückgezogen habe und der ihm übertragenen Vollmacht nicht durch ehrenhaftes Verhalten Ehre erweise, entzog er sich dem Leben, indem er sich vergiftete.[6]Die Kämpfe gegen die Idumäer. Simons Vergehen
14 Gorgias aber, der Heerführer der Orte geworden war, unterhielt ein Söldnerheer, und bei jeder Gelegenheit schürte er den Krieg gegen die Juden. 15 Gemeinsam mit ihm forderten aber auch die Idumäer, die günstig gelegene Festungen in ihrer Gewalt hatten, die Juden heraus, und indem sie die aus Jerusalem Geflohenen aufnahmen, liessen sie nichts unversucht, den Krieg zu schüren. 16 Nachdem aber jene um Makkabäus eine Bitte vorgebracht und Gott gebeten hatten, ihnen Verbündeter zu werden, stürmten sie gegen die Festungen der Idumäer an. 17 Indem sie sich ihnen auch mit ganzer Kraft entgegenwarfen, brachten sie die Orte in ihre Gewalt; alle, die auf der Mauer kämpften, wehrten sie ab, und sie metzelten jene nieder, die ihnen in die Hände fielen; sie räumten aber nicht weniger als 20000 aus dem Weg. 18 Als aber nicht weniger als 9000 gemeinsam Zuflucht in zwei ganz aussergewöhnlich befestigten Türmen suchten, die auch alles hatten, was unter einer Belagerung notwendig war, 19 entfernte sich Makkabäus selbst und ging an Orte, die seine Anwesenheit dringlich erforderten, und er liess Simon und Josef zurück, darüber hinaus aber auch Zachäus und die mit ihm in ausreichender Zahl für deren Belagerung. 20 Jene um Simon aber wurden, da sie geldgierig waren, von einigen, die in den Türmen waren, mit Geld überredet: Nachdem sie aber 70000 Drachmen genommen hatten, liessen sie einige hindurch. 21 Als aber Makkabäus gemeldet wurde, was vorgefallen war, versammelte er die Anführer des Volks und klagte sie an, weil sie die eigenen Brüder für Geld verkauft hatten, als sie die Feinde freigelassen hatten - gegen sie! 22 Diese nun tötete er, da sie Verräter geworden waren, und die beiden Türme nahm er umgehend ein. 23 Mit den Waffen aber gelang ihm alles, was er unternahm, und in den beiden Festungen brachte er mehr als 20000 um.[7]Der Angriff des Timotheus. Seine Niederlage
24 Timotheus aber, der zuvor von den Juden besiegt worden war, versammelte eine enorme Menge fremder Streitkräfte und brachte nicht wenige aus Asien stammende Pferde zusammen; so war er plötzlich da, um Judäa mit Waffengewalt einzunehmen. 25 Als er näher kam, streuten sich aber die um Makkabäus Erde auf die Häupter und umgürteten die Lenden mit Trauergewändern, um Gott um Hilfe zu bitten, 26 sie warfen sich auf den Sockel vor dem Altar nieder und baten den, der ihnen gnädig geworden war, er möge ihren Feinden ein Feind sein und den Widersachern ein Widersacher, wie die Weisung es deutlich sagt. 27 Als sie aber das Gebet beendet und die Waffen aufgenommen hatten, rückten sie eine erhebliche Strecke vor, weg von der Stadt. Als sie sich aber den Feinden genähert hatten, blieben sie zusammen. 28 Gerade aber, als das Morgenlicht sich ausbreitete, stürmten die beiden gegeneinander an: Die einen nun hatten als Bürgen für den Erfolg und den Sieg - zusammen mit ihrer Tüchtigkeit - die Zuflucht zum Herrn, die anderen aber stellten für sich die Wut als Führerin in den Kämpfen auf. 29 Als sich aber eine heftige Schlacht entwickelt hatte, erschienen den Gegnern aus dem Himmel fünf hervorstechende Männer auf Pferden mit goldenem Zaumzeug, die die Führung der Juden übernahmen. 30 Zwei nahmen zudem Makkabäus in die Mitte, beschützten ihn mit ihren eigenen Rüstungen und hielten ihn unverletzt; gegen die Gegner aber schleuderten sie Pfeile und Blitze. Deshalb rannten diese, durch Blindheit verstört, von Verwirrung erfüllt, in alle Richtungen davon. 31 Niedergemetzelt wurden aber 20500, Reiter aber 600. 32 Timotheus selbst aber suchte Zuflucht in einer Festung, die Geser genannt wurde, einem ganz ausserordentlichen Bollwerk, wo Chaireas Heerführer war. 33 Die um Makkabäus aber hielten das Bollwerk vier Tage lang mit Lust umzingelt. 34 Die drinnen aber vertrauten auf die Wehrhaftigkeit des Ortes und lästerten im Übermass und stiessen widerrechtliche Worte aus. 35 Als aber der fünfte Tag anbrach, warfen sich zwanzig junge Männer von denen um Makkabäus brennend vor Wut über die Lästerungen mutig auf die Mauer, und wer ihnen gerade in die Hände fiel, den erschlugen sie mit der Wut wilder Tiere. 36 Andere aber, die während dieser Ablenkung ebenso zu denen hinaufgestiegen waren, die drinnen waren, setzten die Türme in Brand, und indem sie Brände legten, verbrannten sie die Lästerer bei lebendigem Leib. Sie zerschlugen aber die Tore; nachdem sie aber den Rest der Schlachtreihe hereingelassen hatten, nahmen sie die Stadt im Handstreich ein. 37 Und Timotheus, der sich in einer Grube versteckt hatte, metzelten sie nieder, und auch dessen Bruder Chaireas und den Apollophanes. 38 Als sie dies aber erledigt hatten, priesen sie mit Lobliedern und Bekenntnissen den Herrn, der überaus wohltätig an Israel handelte und ihnen den Sieg schenkte.2.Makkabäer 10
Neue Genfer Übersetzung
von Genfer BibelgesellschaftDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 10
Gute Nachricht Bibel 2018
von Deutsche BibelgesellschaftDie Wiederweihe des Tempels
1 Weil der Herr selbst ihr Anführer war, konnten der Makkabäer und seine Leute den Tempel und ganz Jerusalem wieder in ihre Gewalt bringen. (1Mak 4,36) 2 Sie zerstörten die Altäre, die die Fremden auf dem Marktplatz errichtet hatten, und ebenso alle Stätten, an denen die Götter der Fremden verehrt worden waren. 3 Den Tempel reinigten sie von den Spuren des Götzendienstes und bauten einen neuen Brandopferaltar. Dann entzündeten sie mit Feuer, das sie aus Steinen schlugen, das Holz auf dem Altar und brachten nach zweijähriger Unterbrechung wieder Brandopfer dar. Sie kümmerten sich auch um das Räucheropfer, zündeten die Lampen an und legten die geweihten Brote aus. 4 Danach warfen sie sich zu Boden und baten den Herrn, er möge sie doch nie wieder in ein solches Unglück geraten lassen. Wenn sie erneut vor ihm schuldig werden sollten, dann solle er selbst sie in Güte zurechtweisen, aber nicht noch einmal der rohen Gewalt von Völkern ausliefern, die von ihm nichts wissen wollten. 5 Es traf sich, dass die Wiederweihe des Tempels auf den gleichen Tag fiel, an dem ihn die Fremden entweiht hatten, nämlich auf den 25. Kislew.[1] 6 Das Freudenfest dauerte acht Tage lang, genauso lang wie das Laubhüttenfest. Judas und seine Leute dachten daran, wie sie kurze Zeit zuvor noch das Laubhüttenfest wie die wilden Tiere in den Höhlen im Gebirge hatten begehen müssen. (2Mak 5,27) 7 Deshalb trugen sie jetzt mit Efeu umwundene Stäbe, grün belaubte Zweige und auch Palmen in ihren Händen und priesen Gott in Dankliedern, weil er es ihnen ermöglicht hatte, den Tempel von den Spuren des Götzendienstes zu reinigen. 8 Sie setzten auch fest – und ließen öffentlich darüber beschließen und abstimmen –, dass das ganze jüdische Volk jährlich diese Tage festlich begehen sollte.Antiochus Eupator übernimmt die Herrschaft
9 So also war das Ende von König Antiochus, der den Beinamen Epiphanes[2] trug. 10 Jetzt soll noch von Antiochus Eupator,[3] dem Sohn dieses Schurken, die Rede sein. Wir geben aber nur einen knappen Überblick über die Nöte, die er durch seine Kriege herbeigeführt hat. (1Mak 6,17) 11 Als Eupator die Herrschaft antrat, ernannte er einen gewissen Lysias zum Kanzler und Protarchus zum militärischen Oberbefehlshaber von Zölesyrien und Phönizien. (1Mak 3,32) 12 Der Vorgänger von Protarchus in diesem Amt war Ptolemäus mit dem Beinamen Makron gewesen. Dieser hatte sich vorbildlich darum bemüht, den Juden nach allem Unrecht, das sie hatten hinnehmen müssen, endlich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und in Frieden mit ihnen auszukommen. 13 Der Erfolg war gewesen, dass die Freunde des Königs ihn bei Eupator als Verräter anklagten. Den Vorwurf, ein Verräter zu sein, hatte er sich aber ohnehin schon dauernd anhören müssen. Denn König Philometor von Ägypten[4] hatte ihm die Insel Zypern anvertraut, er aber hatte die Insel verlassen und war zu Antiochus Epiphanes übergelaufen. Aufgrund der neuen Anschuldigungen hatte er keine Möglichkeit mehr gesehen, sich in seinem Amt zu behaupten, und hatte durch Gift seinem Leben ein Ende gemacht.Judas erobert die idumäischen Festungen
14 Gorgias war zum Befehlshaber von Idumäa ernannt worden. Er stellte eine Söldnertruppe auf und führte Krieg gegen die Juden, wo er nur konnte. (1Mak 3,38; 1Mak 5,3) 15 Aber nicht nur er, auch die Idumäer selbst – gestützt auf ihre günstig gelegenen Festungen – machten den Juden zu schaffen. Sie hatten alle, die vor Judas und seinen Leuten aus Jerusalem fliehen mussten, mit offenen Armen bei sich aufgenommen und sorgten für immer neue kriegerische Zwischenfälle. 16 Judas und seine Leute hielten einen Bittgottesdienst ab und riefen zum Herrn, er möge ihnen zur Seite stehen. Dann nahmen sie den Kampf gegen die idumäischen Festungen auf. 17 In entschlossenem Angriff schlugen sie die Verteidiger auf den Mauern in die Flucht und eroberten die Festungen. Sie machten jeden nieder, der ihnen in die Hände fiel – im Ganzen etwa 20000 Mann. 18 Mindestens 9000 Mann aber konnten sich in zwei besonders gut ausgebaute Festungen zurückziehen, die außerdem mit Vorräten bestens ausgestattet waren. 19 Judas beauftragte Simeon und Josef sowie Zachäus und seine Leute mit der Belagerung; denn deren Truppen reichten aus, um die Aufgabe durchzuführen. Er selbst begab sich in ein Gebiet, wo er nötiger gebraucht wurde. 20 Simeons Leute aber waren habgierig und bestechlich. Als man ihnen 70000 Drachmen bot, ließen sie einige von den Eingeschlossenen entkommen. 21 Als der Vorfall dem Makkabäer gemeldet wurde, rief er alle Truppenführer zusammen. In deren Gegenwart warf er den Schuldigen vor, das Leben ihrer Brüder verkauft zu haben; denn sie hätten für Geld Feinde laufen lassen, die jetzt erneut gegen die Juden kämpfen könnten. 22 Judas ließ die Verräter hinrichten und brachte die beiden Festungen rasch in seine Gewalt. 23 Überall, wo er kämpfte, hatte er Erfolg und so tötete er mit seiner Truppe in den beiden Festungen mehr als 20000 Mann.Judas besiegt Timotheus
24 Timotheus, der den Juden schon einmal unterlegen war, hatte ein großes Söldnerheer gesammelt und aus Vorderasien starke Reitertruppen herangeführt. Nun kam er und wollte Judäa erobern. (2Mak 8,30; 2Mak 12,10; 2Mak 12,21) 25 Der Makkabäer und seine Leute streuten sich Erde auf den Kopf, legten den Sack an und riefen zu Gott um Hilfe. 26 Sie warfen sich an den Stufen des Brandopferaltars nieder und flehten zu Gott: Nachdem er sich ihnen wieder freundlich zugewandt habe, möge er sich nun auch – wie es im Gesetz Moses zugesagt sei – als Feind ihrer Feinde zeigen und ihren Gegnern entgegentreten. (2Mo 23,22; 2Mak 8,27) 27 Nach diesem Bittgottesdienst nahmen sie ihre Waffen zur Hand, verließen Jerusalem und zogen Timotheus entgegen. Ganz in der Nähe des feindlichen Heeres schlugen sie ihr Lager auf. 28 Früh am anderen Morgen kam es zur Schlacht. Die Juden wussten, dass sie sich auf ihre Tapferkeit verlassen durften, aber noch mehr auf den Herrn, bei dem sie Hilfe gesucht hatten. Die anderen dagegen ließen sich allein von ihrer wilden Kampfeswut treiben. 29 Als die Schlacht in vollem Gange war, sahen die Feinde, wie fünf Reiter von hervorragend schöner Gestalt auf Pferden mit goldenem Zaumzeug vom Himmel kamen und auf der Seite der Juden die Führung des Kampfes übernahmen. (2Mak 2,21) 30 Zwei von ihnen nahmen den Makkabäer in die Mitte, deckten ihn so mit ihren Rüstungen, dass er nicht verwundet werden konnte, und schleuderten unentwegt Blitze wie Pfeile in die Reihen der Feinde. Diese ergriffen geblendet und in völliger Verwirrung die Flucht. 31 20500 von ihnen sowie 600 Reiter wurden erschlagen. 32 Timotheus selbst konnte nach Geser entkommen, einer sehr gut ausgebauten Festung, in der sein Bruder Chäreas Kommandant war. 33 Der Makkabäer und seine Männer belagerten die Festung vier Tage lang und waren voll Zuversicht, sie bald erobern zu können. 34 Die Verteidiger aber vertrauten ganz auf die Uneinnehmbarkeit des Platzes, führten freche Reden und lästerten den Gott der Juden maßlos. 35 Am Morgen des fünften Tages wurden zwanzig junge Leute aus der Gefolgschaft des Makkabäers derart von Zorn gepackt über all diese Beleidigungen, dass sie tollkühn den Sturm auf die Mauer antraten. Mit der Wut wilder Tiere schlugen sie alle Feinde nieder, die sich ihnen in den Weg stellten. 36 Andere folgten ihrem Beispiel, umgingen die Festung und griffen die Besatzung von der anderen Seite her an. Sie legten Feuer an die Türme, sodass die Gotteslästerer bei lebendigem Leibe verbrannten. Wieder andere brachen die Tore auf und ließen die übrigen Truppen ein, die im Handumdrehen die ganze Stadt besetzten. 37 Timotheus, der sich in einer Zisterne versteckt hatte, wurde aufgespürt und erschlagen. Auch sein Bruder Chäreas und Apollophanes fanden den Tod. 38 Nachdem alles erfolgreich abgeschlossen war, priesen Judas und seine Männer den Herrn und dankten ihm, der so Großes für Israel getan und ihnen den Sieg geschenkt hatte.2.Makkabäer 10
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches BibelwerkReinigung und Weihe des Tempels, Einsetzung des Weihefestes Chanukka
1 Der Makkabäer aber und seine Leute konnten unter der Führung des Herrn das Heiligtum und die Stadt wieder in Besitz nehmen.[1] (1Mak 4,36) 2 Sie rissen die Altäre ein, die die Fremden auf dem Tempelplatz errichtet hatten, und legten die Umfriedungsmauern nieder. 3 Den Tempel selbst reinigten sie und bauten einen neuen Altar. Sie schlugen Feuer aus Steinen, nahmen es und brachten nach zweijähriger Unterbrechung wieder Opfer dar. Auch sorgten sie für Räucherwerk, Leuchter und Schaubrote. 4 Dann warfen sie sich auf die Erde nieder und flehten zum Herrn, dass sie nie wieder in solches Unglück gerieten. Für den Fall, dass sie noch einmal sündigen sollten, wollten sie lieber von ihm selbst in Güte gezüchtigt werden als in die Hände gotteslästerlicher und barbarischer Völker fallen. (2Sam 24,14; 1Chr 21,13) 5 Es traf sich, dass die Reinigung des Tempels auf den gleichen Tag fiel, an dem ihn die Fremden entweiht hatten, nämlich auf den fünfundzwanzigsten Kislew. 6 Sie feierten acht Tage lang ein fröhliches Fest nach Art des Laubhüttenfestes; dabei dachten sie daran, dass sie noch vor Kurzem das Laubhüttenfest wie wilde Tiere auf Bergen und in Höhlen verbracht hatten. (2Mak 5,27) 7 Sie nahmen Stäbe, die sie mit Efeu und Weinlaub umwunden hatten, in die Hand und schöne Laubzweige - auch Palmzweige - und ließen Loblieder zu dem hinaufsteigen, der den Weg zur Reinigung des Ortes bereitet hatte, der sein Eigentum ist. 8 Sie setzten durch eine öffentliche Entschließung und Abstimmung fest, dass das ganze jüdische Volk jedes Jahr diese Tage festlich zu begehen habe.KRIEGE DES MAKKABÄERS JUDAS UNTER ANTIOCHUS V. EUPATOR
Krieg in Idumäa
9 So starb Antiochus, den man Epiphanes nannte. 10 Jetzt wollen wir noch berichten, was unter Antiochus Eupator geschah, dem Sohn dieses ruchlosen Menschen. Dabei fassen wir kurz zusammen, welches Unheil aus den kriegerischen Verwicklungen entstand. 11 Als Eupator seine Herrschaft antrat, ernannte er einen Mann namens Lysias zum Reichsverweser; außerdem machte er ihn zum obersten Befehlshaber über Koilesyrien und Phönizien. (1Mak 3,32; 1Mak 6,17) 12 Ptolemäus, mit dem Zunamen Makron, hatte als Erster den Juden Gerechtigkeit widerfahren lassen, weil ihnen so viel Unrecht geschehen war; er hatte versucht, die Angelegenheiten mit ihnen friedlich beizulegen. (2Mak 4,45) 13 Die Freunde des Königs verklagten ihn deswegen bei Eupator. Schon vorher hatte er allerorten als Verräter gegolten; denn er hatte Zypern, das ihm von Philometor anvertraut worden war, verlassen und war zu Antiochus Epiphanes übergelaufen. Da er seine ehrenvolle Stellung nicht mehr in Ehren verwalten konnte, machte er seinem Leben durch Gift ein Ende. 14 Gorgias wurde Befehlshaber in dieser Gegend; er warb Söldner an und führte Krieg gegen die Juden, wo er nur konnte. (1Mak 3,38) 15 Außer ihm machten auch die Idumäer, die eine Reihe gut gelegener Festungen besaßen, den Juden zu schaffen. Sie hatten Flüchtlinge aus Jerusalem bei sich aufgenommen und begannen, Krieg zu führen. (1Mak 5,3) 16 Die Männer um den Makkabäer hielten einen Bittgottesdienst ab und baten Gott, ihr Bundesgenosse zu werden. Dann berannten sie die Festungen der Idumäer. 17 Sie griffen sie mit Macht an und eroberten sie, schlugen die Verteidiger auf den Mauern zurück und machten jeden nieder, der ihnen in die Hände fiel. Dabei töteten sie nicht weniger als zwanzigtausend Mann. 18 Nicht weniger als neuntausend Mann konnten sich in zwei stark befestigte Burgen flüchten, die für eine Belagerung mit allem aufs Beste ausgerüstet waren. (1Mak 5,4) 19 Der Makkabäer zog ab, da seine Anwesenheit an einem anderen Ort dringend notwendig war. Doch ließ er Simeon und Josef zurück, ferner Zachäus mit seinen Leuten; sie reichten aus, um die Burgen zu belagern. 20 Simeons Soldaten nahmen jedoch aus Habgier Bestechungsgelder von einigen Leuten in den Burgen an und ließen für siebzigtausend Drachmen einige entweichen. 21 Sobald der Makkabäer davon erfuhr, rief er die Führer des Volkes zusammen und erhob Anklage: Man habe die Brüder um Geld verkauft, da man zu deren Schaden die Feinde freigelassen habe. 22 Er ließ die Verräter hinrichten und eroberte die beiden Burgen auf der Stelle. 23 Mit seinen Waffen hatte er überall Erfolg und so vernichtete er in den beiden Festungen über zwanzigtausend Mann.Krieg in der Ebene bei Geser
24 Timotheus - derselbe, den die Juden schon einmal geschlagen hatten - sammelte ein großes Söldnerheer und brachte auch ziemlich viel Reiterei aus der Provinz Asien zusammen. Damit rückte er an, um Judäa mit Waffengewalt zu nehmen. (1Mak 5,6; 2Mak 8,30; 2Mak 12,10) 25 Als er schon in der Nähe war, riefen die Männer des Makkabäers Gott um Hilfe an, streuten sich Erde auf das Haupt und gürteten sich mit Sacktuch. 26 Sie warfen sich vor den Stufen des Altars nieder und baten den, der ihnen wieder gnädig war, ihrer Feinde Feind zu sein und ihren Widersachern zu widerstehen, wie das Gesetz sagt. (2Mo 23,22) 27 Nach diesem Gebet nahmen sie ihre Waffen, verließen die Stadt und rückten Timotheus ein gutes Stück entgegen. Als sie sich den Feinden näherten, hielten sie sich zunächst zurück. 28 Sobald aber die Sonne aufging und es hell wurde, stießen die beiden Heere aufeinander. Die einen hatten als Bürgschaft für einen glücklichen Sieg neben ihrer Tapferkeit nur die Zuflucht beim Herrn; die anderen ließen sich im Kampf durch ihre wilde Wut treiben. 29 Schon war die Schlacht heftig entbrannt, da erschienen den Kämpfenden vom Himmel her fünf herrliche Reiter auf Gold gezäumten Pferden und stellten sich an die Spitze der Juden. 30 Zwei von ihnen nahmen den Makkabäer in ihre Mitte, deckten ihn mit ihren Rüstungen und schützten ihn vor jeder Verwundung; auf die Feinde aber schossen sie Pfeile und Blitze. Dadurch wurden diese geblendet und flohen in heller Verwirrung nach allen Seiten. 31 So kamen zwanzigtausendfünfhundert Mann und sechshundert Reiter um. 32 Timotheus selbst flüchtete sich mit anderen in eine Festung namens Geser, die sehr stark befestigt war; ihr Kommandant war Chäreas. 33 Die Truppen des Makkabäers belagerten vier Tage lang voll Eifer die Festung. 34 Die Verteidiger, die sich in ihren Befestigungen sicher fühlten, führten furchtbar gotteslästerliche Reden und schrien gottlose Worte herunter. 35 Am Morgen des fünften Tages packte zwanzig junge Männer aus dem Heer des Makkabäers der Zorn, als sie die Lästerreden hörten. Sie stürmten mutig auf die Mauer los und schlugen in wilder Wut jeden nieder, der sich ihnen in den Weg stellte. 36 Andere umgingen die Stadt und erzwangen sich mit demselben Mut den Zugang zu den Verteidigern; sie legten Feuer an die Türme und steckten sie in Brand und verbrannten so die Lästerer bei lebendigem Leib. Wieder andere brachen die Tore auf, ließen die übrigen Truppen ein und eroberten die Stadt im Handstreich. 37 Timotheus, der sich in einer Zisterne versteckt hatte, stachen sie nieder, ebenso seinen Bruder Chäreas und den Apollophanes. 38 Darauf priesen sie mit Lob- und Dankliedern den Herrn, der so Großes für Israel getan und ihnen den Sieg geschenkt hatte.2.Makkabäer 10
Neues Leben. Die Bibel
von SCM VerlagDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.
2.Makkabäer 10
Neue evangelistische Übersetzung
von Karl-Heinz VanheidenDas Kapitel ist in dieser Übersetzung nicht verfügbar.