Galatians 1

Gute Nachricht Bibel

1 Diesen Brief schreibt Paulus, der Apostel. Ich schreibe ihn als einer, der seinen Auftrag nicht von Menschen erhalten hat, auch nicht durch menschliche Vermittlung, sondern von Jesus Christus und von Gott, dem Vater, der Jesus vom Tod auferweckt hat. (1Co 9:1) 2 Zusammen mit allen Brüdern und Schwestern,[1] die bei mir sind, schreibe ich an die Gemeinden in Galatien. 3 Gnade und Frieden sei mit euch von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn, 4 der sein Leben für unsere Sünden hingegeben hat. Das tat er, um uns aus der gegenwärtigen Welt zu befreien, die vom Bösen beherrscht wird.[2] So war es der Wille unseres Gottes und Vaters – (Mr 10:45; Joh 1:29; 2Co 5:21; Ga 2:20; Eph 5:2; 1Ti 2:6; Tit 2:14; Heb 9:28; 1Jo 5:19) 5 ihm gehört die Herrlichkeit für alle Ewigkeit! Amen. 6 Ich wundere mich über euch![3] Gott hat euch durch die Gute Nachricht dazu berufen, dass ihr unter der Gnade steht, die Christus gebracht hat. Und nun kehrt ihr ihm so schnell den Rücken und wendet euch einer anderen Guten Nachricht zu! 7 Es gibt in Wirklichkeit gar keine andere; es gibt nur gewisse Leute,[4] die unter euch Verwirrung stiften. Sie wollen die Gute Nachricht von Christus in ihr Gegenteil verkehren. (Ac 15:1; Ac 24:1; Ga 2:4; Ga 5:8; Ga 6:1) 8 Aber nicht einmal ich selbst oder ein Engel vom Himmel darf euch eine Gute Nachricht bringen, die der widerspricht, die ich euch gebracht habe. Wer es tut, soll verflucht sein, dem Gericht Gottes übergeben! (Ac 16:22; 1Co 5:2) 9 Ich habe es euch schon früher eingeschärft und wiederhole es jetzt: Wer euch eine andere Gute Nachricht bringt als die, die ihr angenommen habt, soll verflucht sein, dem Gericht Gottes übergeben! 10 Will ich jetzt wieder Menschen beschwatzen – oder gar Gott selbst?[5] Oder rede ich etwa Menschen nach dem Mund? Ich gehöre Christus und diene ihm – wie kann ich da noch den Beifall der Menschen suchen! (1Th 2:4) 11 Das müsst ihr wissen, Brüder und Schwestern:[6] Die Gute Nachricht, die ich verkünde, ist kein Menschenwort. 12 Ich habe sie nicht von irgendeinem Menschen übernommen und bin auch von keinem Menschen darüber belehrt worden. Ich habe sie dadurch empfangen, dass Gott mich Jesus als den von ihm bestätigten Retter schauen ließ.[7] 13 Ihr habt doch gehört, wie entschieden ich früher für die jüdische Religion eingetreten bin. Über alles Maß hinaus verfolgte ich die Gemeinde Gottes und tat alles, um sie zu vernichten. (Ac 8:3) 14 In meiner Treue zum Gesetz übertraf ich viele meiner Altersgenossen in meinem Volk. Leidenschaftlicher als die anderen setzte ich mich für die Befolgung der strengen Vorschriften ein, die die früheren Gesetzeslehrer aufgestellt haben. (Ac 23:6) 15 Aber dann kam es ganz anders.[8] Gott hatte mich ja schon vom Mutterleib an ausgesondert und in seiner Gnade berufen. Und so gefiel es ihm jetzt, (Isa 49:1) 16 mir seinen Sohn zu zeigen, damit ich ihn unter den nichtjüdischen Völkern bekannt mache. Als mir diese Offenbarung zuteil wurde, fragte ich nicht erst Menschen um Rat.[9] (Ac 9:3; Ac 9:15; 1Co 15:10) 17 Ich ging auch nicht nach Jerusalem zu denen, die schon vor mir Apostel waren, sondern begab mich nach Arabien[10] und kehrte dann wieder nach Damaskus zurück. 18 Erst drei Jahre später ging ich nach Jerusalem, um Petrus[11] kennen zu lernen. Ich blieb zwei Wochen bei ihm. (Ac 9:26) 19 Von den anderen Aposteln sah ich damals keinen, nur Jakobus, den Bruder des Herrn. (1Co 15:7) 20 Was ich euch hier schreibe, ist die reine Wahrheit; Gott weiß es. 21 Dann ging ich nach Syrien und Zilizien. (Ac 9:30) 22 Den christlichen Gemeinden in Judäa blieb ich persönlich unbekannt. 23 Sie hatten nur gehört: »Der Mann, der uns verfolgte, verkündet jetzt den Glauben, den er früher ausrotten wollte!« 24 Und sie dankten Gott dafür, dass er dies an mir bewirkt hatte.