1.Korinther 11

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Nehmt mich zum Vorbild, so wie ich Christus zum Vorbild nehme! (1Kor 4,16)2 Ich muss euch dafür loben, dass ihr immer an mich denkt und die Anweisungen befolgt, die ich euch weitergegeben habe.3 Ich muss euch aber auch noch dies sagen: Jeder Mann ist unmittelbar Christus unterstellt, die Frau aber dem Mann; und Christus ist Gott unterstellt.[1] (1Mo 3,16; Eph 5,23)4 Ein Mann, der im Gottesdienst öffentlich betet oder Weisungen Gottes verkündet, entehrt sich selbst, wenn er dabei seinen Kopf bedeckt.5 Eine Frau, die im Gottesdienst öffentlich betet oder Weisungen Gottes verkündet, entehrt sich selbst, wenn sie dabei ihren Kopf nicht bedeckt. Es ist genauso, als ob sie kahl geschoren wäre.6 Wenn sie keine Kopfbedeckung trägt, kann sie sich gleich die Haare abschneiden lassen. Es ist doch eine Schande für eine Frau, sich die Haare abschneiden oder den Kopf kahl scheren zu lassen. Dann soll sie auch ihren Kopf verhüllen.7 Der Mann dagegen soll seinen Kopf nicht bedecken; denn der Mann ist das Abbild Gottes und spiegelt die Herrlichkeit Gottes wider. In der Frau spiegelt sich die Herrlichkeit des Mannes. (1Mo 1,26)8 Der Mann wurde nicht aus der Frau geschaffen, sondern die Frau aus dem Mann. (1Mo 2,18; 1Tim 2,13)9 Der Mann wurde auch nicht für die Frau geschaffen, wohl aber die Frau für den Mann.10 Deshalb muss die Frau ein Zeichen der Unterordnung und zugleich der Bevollmächtigung auf dem Kopf tragen. Damit genügt sie der Ordnung, über die die Engel wachen.[2]11 Vor dem Herrn gibt es jedoch die Frau nicht ohne den Mann und den Mann nicht ohne die Frau.12 Zwar wurde die Frau aus dem Mann geschaffen; aber der Mann wird von der Frau geboren. Und beide kommen von Gott, der alles geschaffen hat.13 Urteilt selbst: Gehört es sich für eine Frau, im Gottesdienst ein Gebet zu sprechen, ohne dass sie eine Kopfbedeckung trägt?14 Schon die Natur lehrt euch, dass langes Haar für den Mann eine Schande ist,15 aber eine Ehre für die Frau. Die Frau hat langes Haar erhalten, um sich zu verhüllen.16 Falls aber jemand mit mir darüber streiten möchte, kann ich nur eines sagen: Weder ich noch die Gemeinden Gottes kennen eine andere Sitte im Gottesdienst.17 Wenn ich schon einmal Anweisungen gebe: Ich kann es nicht loben, dass eure Gemeindeversammlungen den Aufbau der Gemeinde nicht fördern, sondern beeinträchtigen.18 Erstens[3] wurde mir berichtet, dass es unter euch Spaltungen gibt, wenn ihr zusammenkommt. Ich glaube, dass dies mindestens teilweise zutrifft. (1Kor 1,10)19 Es muss ja auch zu Spaltungen unter euch kommen, damit offenbar wird, wer sich bei euch im Glauben bewährt.20 Wenn ihr zusammenkommt, feiert ihr in Wirklichkeit gar nicht das Mahl des Herrn.21 Denn bevor das gemeinsame Mahl beginnt, fangen die Anwesenden schon einmal an zu essen, was sie mitgebracht haben; und wenn dann die später Kommenden hungrig eintreffen, sind die Ersten schon betrunken.[4]22 Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und wollt die unter euch beschämen, die nichts haben? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch loben? In diesem Punkt lobe ich euch nicht! (Jak 2,5)23 Ich nämlich habe als Überlieferung, die vom Herrn kommt, empfangen, was ich euch weitergegeben habe: In der Nacht, in der Jesus, der Herr, ausgeliefert wurde, nahm er Brot, (Mk 14,22; 1Kor 10,16)24 sprach darüber das Dankgebet, brach es in Stücke und sagte: »Das ist mein Leib, der für euch geopfert wird. Tut das immer wieder, damit unter euch gegenwärtig ist, was ich für euch getan habe!«[5]25 Ebenso nahm er nach dem Essen den Becher und sagte: »Dieser Becher ist Gottes neuer Bund, der durch mein Blut in Kraft gesetzt wird. Tut das, sooft ihr von ihm trinkt, damit unter euch gegenwärtig ist, was ich für euch getan habe!« (Lk 22,20)26 Jedes Mal also, wenn ihr dieses Brot esst und von diesem Becher trinkt, verkündet ihr damit die Rettung, die durch den Tod des Herrn geschehen ist, bis er wiederkommt.27 Wer daher auf unwürdige Weise[6] das Brot des Herrn isst und von seinem Becher trinkt, macht sich am Leib und am Blut des Herrn schuldig.28 Darum sollt ihr euch prüfen, bevor ihr das Brot esst und von dem Becher trinkt.29 Denn wenn ihr esst und trinkt ohne Rücksicht darauf, dass ihr es mit dem Leib des Herrn zu tun habt,[7] zieht ihr euch durch euer Essen und Trinken Gottes Strafgericht zu.30 Das ist ja auch der Grund, weshalb viele von euch schwach und krank sind und nicht wenige sind sogar gestorben.31 Wenn wir uns selbst zur Rechenschaft ziehen würden, müsste der Herr uns nicht auf diese Weise richten.32 Wenn er es aber tut, dann geschieht es, um uns zurechtzuweisen, damit wir nicht im letzten Gericht zusammen mit der ungläubigen Welt verurteilt werden.33 Meine Brüder und Schwestern,[8] wenn ihr also zusammenkommt, um das Mahl des Herrn zu feiern, dann wartet aufeinander.34 Wer zu großen Hunger hat, soll vorher zu Hause essen. Sonst bringen eure Versammlungen euch nur Bestrafung ein. Alles Weitere werde ich regeln, wenn ich komme.

1.Korinther 11

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Folgt meinem Beispiel, wie auch ich dem Beispiel Christi folge! (1Kor 4,16; Phil 3,17; 1Thess 1,6)2 Ich lobe euch dafür, dass ihr in allem an mich denkt und festhaltet an den Überlieferungen, wie ich sie euch weitergegeben habe.3 Ich will aber, dass ihr wisst: Das Haupt eines jeden Mannes ist Christus, das Haupt der Frau aber ist der Mann, das Haupt Christi aber ist Gott. (1Mo 3,16; Eph 4,15)4 Jeder Mann, der betet oder prophetisch redet und das Haar lang trägt,[1] bringt Schande über sein Haupt. (1Kor 14,1)5 Jede Frau aber, die betet oder prophetisch redet und ihr Haar nicht aufgesteckt hat,[2] bringt Schande über ihr Haupt. Denn so unterscheidet sie sich in nichts von der Kahlgeschorenen.6 Wenn eine Frau nämlich ihr Haar nicht aufsteckt, dann kann sie es ja gleich abschneiden lassen! Wenn es aber für eine Frau eine Schande ist, sich das Haar abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie es aufstecken.7 Der Mann soll sich das Haar nicht kunstvoll zurechtmachen, da er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist Abglanz des Mannes. (1Mo 1,27)8 Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. (1Mo 2,23)9 Der Mann wurde ja auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. (1Mo 2,18)10 Darum, wegen der Engel, soll die Frau Macht über ihr Haupt haben.11 Doch im Herrn ist weder die Frau etwas ohne den Mann noch ist der Mann etwas ohne die Frau.12 Denn wie die Frau vom Mann stammt, so ist der Mann durch die Frau; alles aber kommt von Gott. (1Kor 11,8)13 Urteilt selber: Gehört es sich für eine Frau, mit gelöstem Haar zu Gott zu beten?14 Lehrt euch nicht die Natur selbst, dass es für den Mann eine Schande,15 für die Frau aber eine Zierde ist, langes Haar zu haben? Denn ihr ist das Haar als Hülle gegeben.16 Wenn aber jemand meint, darüber streiten zu müssen: Eine solche Sitte haben wir nicht, und auch die Gemeinden Gottes nicht.17 Wenn ich das Folgende anordne, so kann ich euch nicht loben, weil ihr nicht zur Förderung des Guten, sondern des Schlechten zusammenkommt.18 Vor allem nämlich höre ich, es gebe, wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt, Spaltungen unter euch, und zum Teil glaube ich das auch. (1Kor 1,10; 1Kor 5,1)19 Es muss ja auch Parteiungen geben unter euch, damit die Tüchtigen unter euch erkennbar werden.20 So aber, wie ihr nun zusammenkommt, ist das Essen gar kein Mahl des Herrn.21 Denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine hungert, der andere ist schon betrunken.22 Habt ihr denn keine Häuser, in denen ihr essen und trinken könnt? Oder missachtet ihr die Gemeinde Gottes und wollt die beschämen, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? In diesem Fall kann ich euch nicht loben.23 Ich habe nämlich vom Herrn empfangen, was ich auch an euch weitergegeben habe: Der Herr, Jesus, nahm in der Nacht, da er ausgeliefert wurde, Brot, (Lk 15,3; Lk 22,19; Gal 1,12)24 dankte, brach es und sprach: Dies ist mein Leib für euch. Das tut zu meinem Gedächtnis.25 Ebenso nahm er nach dem Essen den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. (2Mo 24,8; Jer 31,31)26 Denn sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis dass er kommt.27 Darum: Wer auf unwürdige Weise das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. (1Kor 10,16)28 Es prüfe sich jeder, und dann soll er vom Brot essen und aus dem Kelch trinken.29 Wer nämlich isst und trinkt, ohne zu wissen, was der Leib bedeutet, der isst und trinkt sich zum Gericht.30 Darum gibt es bei euch viele Kranke und Gebrechliche, darum auch sind einige schon entschlafen.31 Gingen wir mit uns selbst ins Gericht, so kämen wir nicht ins Gericht.32 Werden wir aber vom Herrn gerichtet, so werden wir zurechtgebracht, damit wir nicht zusammen mit der Welt verurteilt werden. (Spr 3,1)33 Darum, meine Brüder und Schwestern, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, wartet aufeinander!34 Wer Hunger hat, soll zu Hause essen, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das Weitere aber werde ich regeln, sobald ich komme. (1Kor 4,19)

1.Korinther 11

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme! (1Kor 4,16; Phil 3,17; Phil 4,9)2 Ich lobe euch, dass ihr in allem an mich denkt und an den Überlieferungen festhaltet, wie ich sie euch übergeben habe. (2Thess 2,15)3 Ihr sollt aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, der Mann aber das Haupt der Frau und Gott das Haupt Christi. (1Mo 3,16; 1Kor 3,23; Eph 5,23)4 Jeder Mann, der betet oder prophetisch redet und dabei sein Haupt bedeckt hat, entehrt sein Haupt. (1Kor 14,1)5 Jede Frau aber, die betet oder prophetisch redet und dabei ihr Haupt nicht verhüllt, entehrt ihr Haupt. Sie unterscheidet sich dann in keiner Weise von einer Geschorenen.6 Denn wenn eine Frau sich nicht verhüllt, soll sie sich doch gleich scheren lassen. Ist es aber für eine Frau eine Schande, sich die Haare abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie sich auch verhüllen.7 Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Bild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes. (1Mo 1,27)8 Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. (1Mo 2,22; 1Tim 2,13)9 Der Mann wurde auch nicht für die Frau erschaffen, sondern die Frau für den Mann. (1Mo 2,18)10 Deswegen soll die Frau Acht haben auf ihr Haupt um der Engel willen.11 Doch im Herrn gibt es weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau.12 Denn wie die Frau vom Mann stammt, so kommt der Mann durch die Frau zur Welt; alles aber stammt von Gott.13 Urteilt selber! Gehört es sich, dass eine Frau unverhüllt zu Gott betet?14 Lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für den Mann eine Schande,15 für die Frau aber eine Ehre ist, lange Haare zu tragen? Denn der Frau ist das Haar als Hülle gegeben.16 Wenn aber einer meint, er müsse darüber streiten: Wir und auch die Gemeinden Gottes kennen einen solchen Brauch nicht.17 Wenn ich schon Anweisungen gebe: Das kann ich nicht loben, dass ihr nicht zu eurem Nutzen, sondern zu eurem Schaden zusammenkommt.18 Zunächst höre ich, dass es Spaltungen unter euch gibt, wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt; zum Teil glaube ich das auch. (1Kor 1,10; 1Kor 3,3)19 Denn es muss Parteiungen geben unter euch, damit die Bewährten unter euch offenkundig werden.20 Wenn ihr euch versammelt, ist das kein Essen des Herrenmahls;21 denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg und dann hungert der eine, während der andere betrunken ist.[1]22 Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken? Oder verachtet ihr die Kirche Gottes? Wollt ihr jene demütigen, die nichts haben? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch etwa loben? In diesem Fall kann ich euch nicht loben. (Jak 2,5)23 Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, (Mt 26,26; Mk 14,22; Lk 22,19; 1Kor 15,3)24 sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis![2]25 Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! (Jer 31,31)26 Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. (Mt 26,29; Mk 14,25; Lk 22,16)27 Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.28 Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken.29 Denn wer davon isst und trinkt, ohne den Leib zu unterscheiden, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt.30 Deswegen sind unter euch viele schwach und krank und nicht wenige sind schon entschlafen.31 Gingen wir mit uns selbst ins Gericht, dann würden wir nicht gerichtet.32 Doch wenn wir jetzt vom Herrn gerichtet werden, dann ist es eine Zurechtweisung, damit wir nicht zusammen mit der Welt verdammt werden.33 Wenn ihr also zum Mahl zusammenkommt, meine Brüder und Schwestern, wartet aufeinander![3]34 Wer Hunger hat, soll zu Hause essen; sonst wird euch die Zusammenkunft zum Gericht. Weitere Anordnungen werde ich treffen, wenn ich komme. (1Kor 16,5)

1.Korinther 11

Das Buch

von SCM Verlag
1 Nehmt mich als Vorbild, so wie ich den Messias zum Vorbild habe!2 Ich spreche euch meine Anerkennung aus, weil ihr euch in allen Angelegenheiten an das erinnert, was ich euch gesagt habe, und an den von mir an euch als verbindlich weitergegebenen Lebensregeln festhaltet.3 Ich möchte auch, dass ihr dies wisst: Der Messias ist Ursprung von jedem Mann, und der Ursprung der Frau ist der Mann, der Ursprung des Messias aber ist Gott selbst.4 Es wird gesagt: Jeder Mann, der öffentlich betet oder prophetische Worte spricht und dabei seinen Kopf verhüllt, bringt damit Schande über seinen Kopf.5 Und jede Frau, die öffentlich betet oder prophetische Worte spricht, ohne dabei ihren Kopf eigens zu bedecken, bringt damit Schande über ihren Kopf, ja, das ist eigentlich genauso, als hätte sie den Kopf rasiert!6 Wenn sich eine Frau nicht den Kopf bedeckt, dann kann sie sich ja auch gleich noch die Haare abschneiden. Wenn es aber so ist, dass es eine Schmach für eine Frau bedeutet, dass ihre Haare abgeschnitten sind, dann soll sie sich den Kopf bedecken!7 Nach dieser Auffassung soll ein Mann seinen Kopf nicht mit einer Bedeckung versehen, denn er ist ja ein Bild Gottes und spiegelt seine Herrlichkeit wider. Und die Frau wiederum stellt die Herrlichkeit des Mannes dar.8 Denn, so lautet diese Auffassung, schließlich stammt der Mann nicht von der Frau ab, sondern die Frau vom Mann.9 Und ebenso wurde auch der Mann ja nicht wegen der Frau geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen.10 Deshalb ist es erforderlich, dass die Frau auf ihrem Kopf ein Zeichen ihrer Vollmacht hat, und zwar wegen der Himmelsengel.11 Doch trotz all dieser Gedanken ist doch das eine unübersehbare Tatsache: Weder ist die Frau ohne den Mann etwas, noch ist der Mann ohne die Frau etwas. Ja, das ist so im Kraftbereich von Jesus, dem Herrn!12 Man kann also sagen: Genauso, wie die Frau vom Mann her stammt, so ist der Mann auch durch die Frau geschaffen! Und schließlich kommt doch alles in Wirklichkeit von Gott.13 Beurteilt das doch einfach im Gespräch miteinander: Gehört es sich, dass eine Frau zu Gott betet, ohne ihren Kopf zu bedecken?14 Oder stimmt diese Ansicht: Die Natur selbst lehrt euch, dass es für einen Mann unehrenhaft ist, wenn er langes Haar hat?15 Und trifft diese Auffassung zu: Wenn eine Frau ihre Haare lang wachsen lässt, dann ist es für sie eine Ehre? Ja, das stimmt: Das lange Haar ist ihr ja schon anstelle eines Schleiers gegeben!16 Wenn aber jemand vorhat, wegen dieser Dinge einen Streit anzufangen, dann müssen wir sagen: Wir haben solche Auffassungen nicht und genauso wenig finden sie sich in den übrigen Gemeinden Gottes!17 Wenn ich jetzt über das nächste Thema spreche, dann kann ich euch nicht loben. Denn wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt, dann tut ihr das nicht zu eurem Nutzen, sondern zum Schaden.18 Als Erstes: Mir ist berichtet worden, dass es, wenn ihr zusammenkommt, Spaltungen unter euch gibt. Und zum Teil glaube ich das auch.19 Denn es ist ja zwangsläufig so, dass es auch Parteibildungen unter euch gibt. Auf diese Weise werden sich unter euch die herausstellen, die wirklich bewährt sind.20 Wenn ihr alle an einem Ort zusammenkommt, dann ist es eigentlich nicht möglich, miteinander das Mahl von Jesus, dem Herrn, einzunehmen.21 Denn jeder nimmt beim Essen im Grunde sein eigenes Abendessen vorweg. Das Ergebnis? Der eine bleibt dann hungrig und der andere ist betrunken!22 Habt ihr nicht eure eigenen Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder ist es einfach so, dass ihr die Gottesgemeinde für unwichtig anseht und deshalb ohne nachzudenken die Mitchristen beschämt, die nichts besitzen? Was soll ich euch zu diesem Sachverhalt sagen? Soll ich euch dazu auch noch loben? Nein, in dieser Sache lobe ich euch nicht!23 Denn ich habe das vom Herrn Jesus als verbindliche Tradition übernommen, was ich euch auch übergeben habe: In der Nacht, in der Jesus, der Herr, ausgeliefert wurde, nahm er das Brot24 und sprach darüber das Dankgebet. Dann brach er es in Stücke und sagte: »Das ist mein Körper, der für euch ist. Tut genau das, um mich in eurer Mitte in Erinnerung zu bringen.«25 Genauso nahm er den Becher nach dem Festessen und sagte: »Dieser Kelch ist die neue Gottesbeziehung, die durch mein Blut gestiftet wird. Tut auch das, immer wenn ihr daraus trinkt, um mich in eurer Mitte zu erleben.«26 Denn jedes Mal, wenn ihr dieses Brot esst und aus dem Becher trinkt, dann macht ihr damit den Tod von Jesus, dem Herrn, bekannt, bis er wiederkommt.27 Wer also in unwürdiger Weise das Brot isst oder von dem Kelch des Herrn trinkt, der wird damit schuldig am Körper und am Blut von Jesus, dem Herrn.28 Jeder soll sich selbst überprüfen und dann auf diese Weise vom Brot essen und aus dem Kelch trinken.29 Denn wer einfach so isst und trinkt, ohne auf den Körper des Messias achtzugeben, der zieht durch sein Verhalten beim Essen und Trinken ein Gericht auf sich.30 Aus diesem Grund sind auch viele unter euch krank, und einige sind sogar schon gestorben.31 Wenn wir uns selbst aber einer Prüfung unterziehen, dann werden wir nicht endgültig gerichtet werden.32 Wenn wir von Jesus, dem Herrn, gerichtet werden, dann dient das dazu, dass wir auf dem Weg zum Erwachsenwerden weitergebracht werden, und dazu, dass wir nicht zusammen mit der ganzen Welt dem endgültigen Gericht verfallen.33 So komme ich zu dem Ergebnis, meine Schwestern und Brüder: Wenn ihr zusammenkommt, um miteinander das Abendmahl zu feiern, dann wartet dabei aufeinander, als Ausdruck eurer gegenseitigen Annahme!34 Wenn jemand wirklich Hunger hat, dann soll er zu Hause etwas essen. Das sage ich, damit eure Zusammenkunft nicht am Ende noch dazu führt, dass ihr gerichtet werdet! Die übrigen Fragen hierzu will ich dann klären, wenn ich zu euch komme.