5.Mose 1

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 In diesem Buch ist aufgeschrieben, was Mose zum ganzen Volk Israel gesprochen hat, in der Steppe östlich des Jordans, in der Nähe von Suf, zwischen Paran und Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab. –2 Vom Berg Horeb über das edomitische Bergland bis nach Kadesch-Barnea sind es elf Tagereisen. –3 Im 40. Jahr nach dem Aufbruch von Ägypten, am 1. Tag des 11. Monats, sagte Mose den Israeliten alles, was der HERR ihm für sie aufgetragen hatte.4 Zuvor hatte Mose die beiden Könige östlich des Jordans besiegt: Sihon, den König der Amoriter, der in Heschbon regierte, und Og, den König von Baschan, der in Aschtarot und Edreï regierte. (4Mo 21,21)5 Dort im Land Moab verkündete Mose dem Volk das Gesetz des HERRN. Er begann:6 Als wir schon längere Zeit am Berg Horeb waren, hat der HERR, unser Gott, zu uns gesagt: »Ihr seid jetzt lange genug hier gewesen.7 Macht euch auf und zieht in das Land Kanaan zu den Amoritern, die im Bergland wohnen, und zu ihren Nachbarvölkern in der Jordanniederung, im westlichen Hügelland, in der südlichen Steppe und in der Küstenebene, ja bis zum Libanongebirge und zum Eufratstrom im Norden.8 Dieses ganze Land übergebe ich euch. Zieht hinein und nehmt es in Besitz! Es ist das Land, das ich euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid zugesagt habe, als bleibenden Besitz für sie und ihre Nachkommen.« (1Mo 12,7)9 Dort am Berg Horeb sagte ich zu euch: »Ich kann die Last, für euch verantwortlich zu sein, nicht mehr allein tragen. (2Mo 18,13; 4Mo 11,11; 4Mo 11,14)10 Der HERR, euer Gott, hat euch so zahlreich werden lassen wie die Sterne am Himmel. (1Mo 12,2)11 Und mein Wunsch ist, dass er, der schon eure Vorfahren beschützt hat, euch auch weiterhin segnet und euch noch tausendmal so zahlreich werden lässt, genau wie er euch das zugesagt hat.12 Ich kann die Last nicht allein tragen, sie ist mir zu schwer; und ich kann auch nicht selbst alle eure Streitfälle schlichten.13 Bestimmt aus jedem Stamm eine Reihe von Männern mit Verstand und Erfahrung, die ich als Oberhäupter über euch einsetzen kann.«14 Ihr gabt mir zur Antwort: »Dein Vorschlag ist gut, wir sind damit einverstanden!«15 Ich wählte also in allen Stämmen erfahrene Männer aus, machte sie zu Aufsehern und setzte sie ein über jeweils tausend, hundert, fünfzig und zehn von euch. (2Mo 18,25)16 Ich übertrug ihnen das Richteramt und befahl ihnen: »Untersucht jeden Streitfall zwischen zwei Israeliten oder zwischen einem Israeliten und einem Fremden, der bei euch lebt, und entscheidet, wer im Recht ist. (2Mo 23,1; 2Mo 23,6)17 Urteilt unparteiisch! Hört die kleinen Leute genauso an wie die vornehmen und einflussreichen und lasst euch von niemand einschüchtern; denn Gott selbst wacht über das Recht. Ist euch ein Fall zu schwierig, so kommt zu mir, damit ich ihn entscheide.« (2Mo 23,6; 3Mo 19,15; 5Mo 16,19; Jak 2,1)18 Damals gab ich euch auch alle Anweisungen, die ihr befolgen sollt.19 Wir folgten also dem Befehl des HERRN, unseres Gottes, und machten uns vom Berg Horeb aus auf den Weg in das Bergland der Amoriter. Wir zogen durch die große gefährliche Wüste, an die ihr euch gut erinnert, und kamen bis nach Kadesch-Barnea. (4Mo 13,1; 4Mo 20,1)20 Dort sagte ich zu euch: »Wir stehen jetzt vor dem Bergland der Amoriter, das der HERR für euch bestimmt hat.21 Er hat das Land in eure Gewalt gegeben. Zieht also hinauf und nehmt es in Besitz! Der HERR, der Gott eurer Vorfahren, hat es euch zugesprochen. Habt keine Angst, lasst euch nicht abschrecken!«22 Aber ihr alle kamt zu mir und sagtet: »Wir wollen ein paar Männer vorausschicken, die das Land erkunden. Sie sollen uns sagen, welchen Weg wir am besten einschlagen und was für Städte wir dort antreffen.«23 Ich fand den Vorschlag gut und wählte zwölf Männer aus, von jedem Stamm einen.24 Sie machten sich auf den Weg ins Bergland und erkundeten es bis zum Traubental.25 Sie brachten Proben von den Früchten des Landes mit und berichteten, was sie gesehen hatten. »Es ist ein gutes Land«, sagten sie, »das der HERR, unser Gott, uns geben will.«26 Aber ihr widersetztet euch dem Befehl des HERRN, eures Gottes, und wolltet nicht in das Land ziehen.27 Ihr begannt zu meutern und sagtet zueinander in euren Zelten: »Der HERR hasst uns! Er hat uns aus Ägypten herausgeführt, um uns den Amoritern auszuliefern, damit sie uns vernichten.28 Worauf lassen wir uns da ein! Unsere Kundschafter haben uns allen Mut genommen. Sie haben uns berichtet, dass die Bewohner des Landes stärker und zahlreicher[1] sind als wir und die Mauern ihrer Städte bis zum Himmel reichen. Und was sie erst von den Anakitern erzählt haben!« (4Mo 13,32)29 Ich sprach euch Mut zu und sagte: »Habt doch keine Angst vor ihnen!30 Der HERR, euer Gott, wird vor euch herziehen und für euch kämpfen. Ihr habt erlebt, was er in Ägypten für euch getan hat;31 und durch die Wüste hat er euch getragen wie ein Vater sein Kind, den ganzen langen Weg bis hierher.« (2Mo 4,22; 2Mo 19,4; Hos 11,3)32 Aber obwohl er all das für euch getan hat, hattet ihr kein Vertrauen zum HERRN, eurem Gott –33 zu ihm, der doch vor euch hergezogen war, um die Lagerplätze auszusuchen und euch den Weg zu zeigen, bei Tag in einer Wolke und bei Nacht in einer Feuersäule! (2Mo 13,21)34 Als der HERR hörte, was ihr da sagtet, wurde er zornig und schwor: (4Mo 14,20)35 »Keiner von diesen Männern, keiner aus dieser ganzen widerspenstigen Generation wird das gute Land zu sehen bekommen, das ich ihren Vorfahren zugesagt habe.36 Nur Kaleb, der Sohn von Jefunne, wird das Land betreten; ihm und seinen Nachkommen gebe ich das Gebiet, das er erkundet hat. Denn er ließ sich nicht beirren und hat mir vertraut.«37 Sogar auf mich wurde der HERR euretwegen zornig und sagte zu mir: »Auch du wirst das Land nicht betreten! (4Mo 20,12; 5Mo 3,26; 5Mo 4,21; 5Mo 32,50)38 Dein Diener Josua, der Sohn Nuns, wird hineinkommen. Ihm mach Mut, denn er soll es als Erbbesitz unter die Israeliten verteilen.« (4Mo 27,18; 5Mo 3,28; 5Mo 31,3)39 Und zum ganzen Volk sagte der HERR: »Eure kleinen Kinder, die noch nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden können, die werden in das Land hineinkommen. Ihr habt gesagt: ›Sie werden den Feinden in die Hände fallen‹ – aber gerade ihnen werde ich das Land geben, sie werden es in Besitz nehmen. (4Mo 14,3)40 Ihr aber kehrt jetzt um und zieht wieder in die Wüste, dem Schilfmeer zu!«41 Da sagtet ihr zu mir: »Wir haben unrecht getan, wir waren dem HERRN ungehorsam. Doch jetzt wollen wir in das Land hinaufziehen und es erobern, wie der HERR, unser Gott, es uns befohlen hat.« Jeder nahm seine Waffen und ihr wolltet sofort losziehen.42 Aber der HERR ließ euch durch mich warnen. »Fallt nicht in das Land ein«, sagte er, »versucht nicht, es zu erobern! Ich werde nicht mit euch gehen und ihr werdet von euren Feinden geschlagen.«43 Ich sagte euch das, aber ihr hörtet nicht darauf. Ihr widersetztet euch dem HERRN und zogt in eurem Übermut ins Bergland hinauf.44 Da stellten sich euch die Amoriter entgegen, die dort wohnten, besiegten euch und jagten euch vom Bergland Seïr bis nach Horma, wie ein Bienenschwarm trieben sie euch vor sich her.45 Dann kehrtet ihr um und weintet vor dem HERRN und wolltet ihn umstimmen, aber er hörte euch nicht.46 Ihr bliebt dann lange Zeit in der Oase Kadesch. (4Mo 20,1)

5.Mose 1

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Diese Worte sprach Mose zu ganz Israel, als es sich jenseits des Jordan in der Araba[1] befand, in der Steppe gegenüber von Suf, zwischen Paran, Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab.[2]2 Elf Tagereisen sind es vom Berg Horeb auf dem Weg zum Gebirge Seïr[3] bis Kadesch-Barnea.[4]3 Am 1. Februar im 40. Jahr ‹nach dem Auszug aus Ägypten› sagte Mose den Israeliten, was Jahwe ihm für sie aufgetragen hatte.4 Inzwischen hatte Mose den Amoriterkönig Sihon besiegt, der in Heschbon[5] wohnte, und Og, den König von Baschan,[6] der in Aschtarot und Edreï lebte.5 Dort im Land Moab, jenseits des Jordan, begann Mose das Gesetz auszulegen. Er sagte:6 Jahwe, unser Gott, hat am Horeb[7] zu uns gesagt: „Lange genug habt ihr euch an diesem Berg aufgehalten.7 Macht euch auf und zieht weiter ins Bergland der Amoriter[8] und zu allen ihren Nachbarn in der Araba, im Gebirge, in der Schefela,[9] im Negev[10] und an der Meeresküste, zieht ins Land der Kanaaniter, zum Libanon bis an den großen Strom, den Euphrat!8 Seht, dieses Land übergebe ich euch. Zieht hinein und nehmt es in Besitz! Es ist das Land, das Jahwe euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob unter Eid versprochen hat, es ihnen und ihren Nachkommen zu geben.“9 Damals sagte ich zu euch: „Ich allein kann euch nicht tragen.10 Jahwe, euer Gott, hat euch zahlreich werden lassen. Und seht, ihr seid heute so zahlreich wie die Sterne am Himmel.11 Jahwe, der Gott eurer Vorfahren, möge euch noch tausendmal zahlreicher machen und euch segnen, wie er es euch zugesagt hat.12 Wie könnte ich allein die Bürde und Last eurer Streitigkeiten tragen?13 Holt mir aus jedem eurer Stämme weise, verständige und erfahrene Männer, die ich als Oberhäupter über euch einsetzen kann.“14 Ihr gabt mir zur Antwort: „Ja, dein Vorschlag ist gut!“15 Ich wählte also in euren Stämmen weise und erfahrene Männer aus und setzte sie als Oberhäupter über euch ein, Obere über Tausend, Hundert, Fünfzig und Zehn, und als Verwalter für eure Stämme.16 Sie sollten als Richter in Streitfällen entscheiden. Ich befahl ihnen: „Hört euren Brüdern genau zu und richtet gerecht, egal ob ein Mann mit seinem Bruder oder einem Fremden streitet.17 Urteilt ohne Ansehen der Person und hört euch die kleinen Leute genauso wie die großen an. Lasst euch von keinem einschüchtern, denn beim Gericht geht es um Gottes Sache. Ist euch ein Rechtsfall zu schwer, dann legt ihn mir vor, dass ich ihn anhöre.“18 Damals habe ich euch angewiesen, all diese Dinge zu tun.19 Dann brachen wir vom Horeb auf und zogen durch diese ganze große und schreckliche Wüste – ihr habt sie gesehen – auf dem Weg zum Bergland der Amoriter. So hatte Jahwe, unser Gott, es uns befohlen, und wir kamen bis Kadesch-Barnea.20 Da sagte ich zu euch: „Ihr seid bis zum Bergland der Amoriter gekommen, das Jahwe, unser Gott, uns gibt.21 Schau, Jahwe, dein Gott, hat das Land, das vor dir liegt, in deine Gewalt gegeben. Zieh hinauf und nimm es in Besitz, wie Jahwe, der Gott deiner Väter, es dir gesagt hat. Hab keine Angst und fürchte dich nicht!“22 Da tratet ihr alle an mich heran und sagtet: „Lasst uns ein paar Männer vorausschicken, die das Land erkunden. Sie sollen uns sagen, welchen Weg wir am besten einschlagen und was für Städte wir dort antreffen.“23 Ich fand den Vorschlag gut und wählte zwölf Männer von euch aus, einen aus jedem Stamm.24 Die machten sich auf den Weg ins Bergland und erkundeten es bis ins Traubental.25 Als sie zurückkamen, brachten sie Früchte von dort mit und erklärten: „Das Land ist gut, das Jahwe, unser Gott, uns gibt.“26 Aber ihr habt euch dem Befehl Jahwes, eures Gottes, widersetzt und wolltet nicht hinaufziehen.27 Ihr habt in euren Zelten gemurrt und gesagt: „Weil Jahwe uns hasst, hat er uns aus Ägypten geführt, um uns den Amoritern auszuliefern, damit sie uns vernichten.28 Wohin sollen wir denn ziehen? Unsere Brüder haben uns allen Mut genommen, denn sie sagten: 'Ein Volk, größer und höher gewachsen als wir, große Städte mit Mauern bis an den Himmel und sogar Anakiter[11] haben wir dort gesehen.'“29 Da sagte ich zu euch: „Erschreckt doch nicht und habt keine Angst vor ihnen!30 Jahwe, euer Gott, der vor euch herzieht, er wird für euch kämpfen, genauso wie er es in Ägypten für euch getan hat31 und in der Wüste, wo du gesehen hast, dass Jahwe, dein Gott, dich trug, wie ein Mann seinen Sohn trägt, und zwar auf dem ganzen Weg, den ihr gezogen seid, bis ihr hierher kamt.“32 Aber trotzdem hattet ihr kein Vertrauen zu Jahwe, eurem Gott,33 der auf dem Weg vor euch herzog, um einen Lagerplatz für euch zu suchen: bei Nacht im Feuer, damit ihr etwas sehen konntet auf dem Weg, den ihr gehen solltet, und bei Tag in einer Wolke.34 Jahwe hörte euer lautes Reden. Da wurde er zornig und schwor:35 „Von diesen Männern, von dieser bösen Generation, wird keiner das gute Land sehen, das ich euren Vorfahren unter Eid versprochen habe.36 Nur Kaleb Ben-Jefunne soll es sehen. Ihm und seinen Kindern werde ich das Land geben, das er betreten hat, weil er unbeirrt hinter mir stand.“37 Euretwegen wurde Jahwe auch über mich zornig. „Auch du wirst nicht dort hineinkommen“, sagte er.38 „Doch Josua Ben-Nun, dein Diener, er soll hineinkommen. Ermutige ihn, denn er soll Israel das Land als Erbbesitz verteilen!39 Und eure kleinen Kinder, von denen ihr sagtet, sie würden zur Beute werden, und eure Kinder, die heute noch nicht wissen, was gut und böse ist, sie werden in das Land kommen. Ihnen werde ich es geben und sie sollen es in Besitz nehmen.40 Ihr sollt jetzt umkehren und wieder in die Wüste ziehen, Richtung Schilfmeer!“41 Da habt ihr zu mir gesagt: „Wir haben gegen Jahwe gesündigt. Wir wollen hinaufziehen und kämpfen, wie Jahwe, unser Gott, es uns befohlen hat.“ Jeder legte seine Waffen an, und es schien euch leicht, ins Bergland hinaufzuziehen.42 Da sagte Jahwe zu mir: „Sag ihnen, sie sollen nicht hinaufziehen und kämpfen, denn ich werde nicht mit euch gehen und ihr werdet von euren Feinden geschlagen werden!“43 Ich sagte euch das, aber ihr habt nicht darauf gehört. Ihr habt euch dem Befehl Jahwes widersetzt und seid in eurer Vermessenheit ins Bergland hinaufgezogen.44 Da stellten sich die Amoriter, die dort im Bergland wohnten, euch entgegen und verjagten euch, wie es die Bienen tun. Sie versprengten euch vom Gebirge Seïr bis nach Horma[12] hin.45 So seid ihr zurückgekommen und habt vor Jahwe geweint. Aber Jahwe hörte nicht auf euer Klagen und schenkte euch kein Gehör.46 So seid ihr eine lange Zeit in Kadesch geblieben, eben so lange, wie ihr dort bleiben musstet.

5.Mose 1

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 In diesem Buch sind die Reden aufgeschrieben[1], die Mose an das Volk Israel richtete, als es östlich des Jordans lagerte, in der moabitischen Steppe[2] gegenüber von Suf, zwischen Paran, Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab. (4Mo 22,1; 5Mo 34,1)2 – Vom Berg Horeb über das Bergland Seïr bis nach Kadesch-Barnea sind es elf Tagesreisen. –3 Im vierzigsten Jahr ´nach ihrem Auszug aus Ägypten`, am ersten Tag des elften Monats, erinnerte Mose die Israeliten an alle Gebote und Anweisungen, die er vom HERRN empfangen und an sie weitergegeben hatte[3].4 Vorher hatten die Israeliten unter Moses Führung[4] den Amoriterkönig Sihon aus Heschbon besiegt sowie Og, den König von Baschan, der in den Städten Aschtarot und Edreï regiert hatte.5 Im Gebiet der Moabiter, östlich des Jordans, legte Mose dem Volk das Gesetz aus. Er begann:6 Der HERR, unser Gott, hat am Berg Horeb zu uns gesagt: »Ihr habt euch nun lange genug an diesem Berg aufgehalten.7 Brecht eure Zelte ab und zieht zu den Amoritern im Bergland ´von Kanaan` und zu ihren Nachbarvölkern, die im Jordantal, in den Bergen, im ´westlichen` Hügelland, in der Wüste Negev und an der Mittelmeerküste wohnen. ´Erobert` das Land Kanaan und das Libanongebirge, bis hinauf zum großen Strom Eufrat.8 Hiermit gebe ich euch dieses ganze Gebiet – es liegt offen vor euch. Zieht hinein und nehmt es in Besitz! Es ist das Land, das ´ich`, der HERR, bereits euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid zugesagt habe, ´als bleibenden Besitz` für sie und ihre Nachkommen.«9 Damals ´am Berg Horeb` sagte ich zu euch: »Ich alleine kann ´die Verantwortung für` euch nicht mehr tragen.10 Der HERR, euer Gott, hat euch so zahlreich werden lassen wie die Sterne am Himmel,11 und er möge euer Volk noch tausendmal größer werden lassen. Der Gott eurer Vorfahren möge euch segnen, wie er es zugesagt hat.12 Aber wie soll ich es schaffen, all eure Sorgen und Nöte zu tragen und eure Streitfälle ´zu schlichten`?13 Wählt unter euren Stammes- und Sippenoberhäuptern weise und fähige Männer aus[5], die ich als Schiedsleute[6] über euch einsetzen kann.«14 Ihr wart damit einverstanden.[7]15 Also setzte ich die weisen und erfahrenen Oberhäupter, ´die ihr ausgewählt hattet`, zu Schiedsleuten ein. Sie waren verantwortlich für jeweils tausend, hundert, fünfzig oder zehn ´Männer mit ihren Familien`.16 Ich übertrug ihnen das Richteramt und befahl ihnen: »Hört euch die Streitfälle an und sprecht gerechte Urteile. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob die Beteiligten zum Volk Israel gehören oder Fremde sind.[8]17 Lasst euch vor Gericht nicht davon beeinflussen, wen ihr vor euch habt. Hört die einfachen Leute genauso an wie die einflussreichen und vornehmen. Fürchtet euch vor niemand, denn vor Gericht handelt ihr in Gottes Auftrag[9]. Ist euch ein Fall zu schwierig, dann kommt damit zu mir, und ich werde ihn entscheiden.«18 Ich gab euch damals auch noch viele andere Anweisungen, die ihr befolgen solltet.19 Nach dem Befehl des HERRN, unseres Gottes, verließen wir also den Berg Horeb und machten uns auf den Weg zum Bergland der Amoriter. Wir zogen durch die große und schreckliche Wüste, an die ihr euch nur zu gut erinnert[10]. Als wir Kadesch-Barnea erreicht hatten,20 sagte ich zu euch: »Ihr seid jetzt bis zum Bergland der Amoriter gekommen, das der HERR, unser Gott, uns geben wird.21 Schaut euch um! Der HERR gibt euch dieses Land – es liegt offen vor euch. Also zieht los und nehmt es ein! So hat der HERR, der Gott eurer Vorfahren, es euch aufgetragen. Habt keine Angst und lasst euch nicht einschüchtern.«22 Aber ihr alle kamt zu mir mit der Bitte: »Wir würden lieber einige Männer vorausschicken, die das Land für uns erkunden. Sie sollen uns sagen, welchen Weg wir am besten einschlagen und welche Städte wir dort antreffen.«23 Dieser Vorschlag fand meine Zustimmung, und so bestimmte ich zwölf Männer, aus jedem Stamm einen.24 Sie machten sich auf den Weg ins Bergland und erkundeten es bis zum Eschkol-Tal.25 Bei ihrer Rückkehr brachten sie einige Früchte des Landes mit und erstatteten uns Bericht. Sie sagten: »Das Land, das der HERR, unser Gott, uns gibt, ist ein gutes Land!«26 Ihr aber wolltet nicht hineinziehen, ihr habt euch dem Befehl des HERRN, eures Gottes, widersetzt.27 In euren Zelten habt ihr gejammert und geklagt: »Der HERR hasst uns. Er hat uns nur aus Ägypten geführt, um uns den Amoritern auszuliefern. Sie werden uns vernichten!28 Wohin sollen wir denn jetzt gehen? Unsere Kundschafter[11] haben uns allen Mut genommen. Sie haben uns erzählt: ›Die Menschen, die wir dort gesehen haben, sind größer und stärker[12] als wir! Sie haben große Städte, deren Mauern bis zum Himmel reichen. Sogar Anakiter haben wir dort gesehen![13]‹« (4Mo 13,33)29 Aber ich entgegnete euch: »Erschreckt nicht und habt keine Angst vor ihnen!30 Der HERR, euer Gott, wird vor euch herziehen und für euch kämpfen. Ihr habt erlebt, was er in Ägypten für euch getan hat.31 Und auch in der Wüste habt ihr erfahren, wie der HERR, euer Gott, euch den ganzen Weg bis hierher getragen hat wie ein Vater sein Kind.«32 Trotzdem habt ihr dem HERRN, eurem Gott, nicht vertraut.33 Dabei ist er den ganzen Weg vor euch hergezogen, um die Lagerplätze auszusuchen ´und euch zu führen`: bei Tag in einer Wolke und bei Nacht in einem Feuer, das euren Weg erleuchtete.34 Der HERR hörte euer Gejammer. Er wurde zornig und schwor:35 »Nicht ein Einziger aus dieser widerspenstigen Generation wird das gute Land sehen, das ich euren Vorfahren mit einem Eid versprochen habe!36 Nur Kaleb, der Sohn Jefunnes, wird es betreten[14]. Ihm und seinen Nachkommen werde ich das Gebiet geben, das er erkundet hat. Denn er hat mir, dem HERRN, von ganzem Herzen vertraut.[15]«37 Auch auf mich war der HERR euretwegen zornig. Er sagte zu mir: »Du wirst das Land ebenfalls nicht betreten!38 An deiner Stelle wird Josua, der Sohn Nuns, der dir zur Seite steht[16], hineingehen. Ermutige ihn, denn er soll das Land ´erobern und es` unter den Israeliten als Erbbesitz verteilen.«39 ´Und zu euch sagte der HERR:` »Eure kleinen Kinder, die noch nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden können und von denen ihr befürchtet, dass sie den Feinden in die Hände fallen – sie werden in das Land hineinkommen. Ihnen werde ich es geben, und sie werden es in Besitz nehmen.40 Ihr aber müsst wieder umkehren und in die Wüste Richtung Schilfmeer ziehen.«41 Da sagtet ihr zu mir: »Wir haben gegen den HERRN gesündigt! Wir sind jetzt doch bereit, ´in das Bergland von Kanaan` zu ziehen und zu kämpfen, wie der HERR, unser Gott, es uns befohlen hat.« Jeder griff zu seinen Waffen, und ihr meintet, ihr könntet problemlos das Bergland erobern.42 Aber der HERR befahl mir, euch auszurichten: »Zieht nicht ins Land und kämpft nicht, denn ich werde euch nicht beistehen! Eure Feinde werden euch besiegen.«43 Doch ihr wolltet nicht auf meine Warnung hören. Ihr widersetztet euch dem Befehl des HERRN. Denn ihr hattet es euch in den Kopf gesetzt, in das Bergland hinaufzuziehen.44 Doch die Amoriter, die das Bergland bewohnten, kamen euch entgegen und fielen wie ein Bienenschwarm über euch her. Sie schlugen euch in die Flucht ´und jagten euch` durch das Gebiet von Seïr bis nach Horma.45 Ihr kehrtet zurück ´nach Kadesch` und weintet vor dem HERRN. Aber er hörte nicht auf euer Gejammer und gab euch keine Antwort mehr[17].46 Ihr bliebt dann eine lange Zeit in Kadesch.