1Diese Anweisungen gab Jesus seinen zwölf Jüngern. Als er die Rede beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten des Landes zu lehren, was Gott jetzt von seinem Volk verlangt, und die Gute Nachricht zu verkünden.[1]
Die Anfrage des Täufers Johannes
2Der Täufer Johannes hatte im Gefängnis von den Taten gehört, die Jesus als den versprochenen Retter auswiesen;[2] darum schickte er einige seiner Jünger zu ihm. (Mt 8,1; Mt 11,19; Mt 14,3; Lk 7,18)3»Bist du wirklich der, der kommen soll«, ließ er fragen, »oder müssen wir auf einen anderen warten?« (Mt 3,11; Joh 1,15; Joh 1,27; Joh 3,31; Joh 11,27)4Jesus antwortete ihnen: »Geht zu Johannes und berichtet ihm, was ihr hört und seht:5Blinde sehen, Gelähmte gehen, Aussätzige werden gesund,[3] Taube hören, Tote stehen auf und den Armen wird die Gute Nachricht verkündet. (Jes 26,19; Jes 29,18; Jes 35,5; Jes 61,1; Lk 4,18)6Freuen darf sich, wer an mir nicht irrewird!«
Jesus spricht über Johannes
7Als die Abgesandten des Täufers wieder gegangen waren, fing Jesus an, zu der Menge über Johannes zu sprechen: »Als ihr in die Wüste zu ihm hinausgezogen seid, was habt ihr da erwartet? Etwa ein Schilfrohr, das jedem Wind nachgibt? (Lk 7,24; Lk 16,16)8Oder was sonst wolltet ihr sehen? Einen Menschen in vornehmer Kleidung? Solche Leute wohnen in Palästen!9Also, was habt ihr erwartet? Einen Propheten? Ich versichere euch: Ihr habt mehr gesehen als einen Propheten!10Johannes ist der, von dem es in den Heiligen Schriften heißt: ›Ich sende meinen Boten vor dir her, sagt Gott, damit er den Weg für dich bahnt.‹ (2Mo 23,20; Mal 3,1; Lk 1,76)11Ich versichere euch: Der Täufer Johannes ist der Bedeutendste unter allen, die je von einer Frau geboren wurden. Aber der Geringste, der zu Gottes neuer Welt[4] gehört, ist größer als er.12Als der Täufer Johannes auftrat, hat Gott angefangen, seine Herrschaft aufzurichten; aber bis heute stellen sich ihr Feinde in den Weg. Sie hindern andere mit Gewalt daran, sich dieser Herrschaft zu unterstellen.13Das Gesetz und alle Propheten bis hin zu Johannes haben angekündigt, was jetzt geschieht.14Und ob ihr es wahrhaben wollt oder nicht: Johannes ist tatsächlich der Prophet Elija, dessen Kommen vorausgesagt war. (1Kön 17,1; Mt 17,12; Lk 1,17; Joh 1,21)15Wer Ohren hat, soll gut zuhören!16Mit wem soll ich die Menschen von heute vergleichen? Sie sind wie die Kinder, die auf dem Marktplatz spielen. Die einen werfen den andern vor:17›Wir haben euch Hochzeitslieder gespielt, aber ihr habt nicht getanzt!‹ ›Wir haben euch Trauerlieder gesungen, aber ihr habt nicht geweint.‹[5]18Johannes ist gekommen, aß nicht und trank nicht und die Leute sagen: ›Er ist von einem bösen Geist besessen.‹ (Mt 6,16; Mt 9,14)19Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt und sie sagen: ›Seht ihn euch an, diesen Vielfraß und Säufer, diesen Kumpan der Zolleinnehmer und Sünder!‹ Aber die Weisheit Gottes wird bestätigt durch die Taten, die sie vollbringt.« (Mt 9,10; Mt 11,2)
Wer nicht hören will...
20Dann begann Jesus mit harten Worten über die Orte zu sprechen, in denen er die meisten Wunder getan hatte; denn die Menschen dort hatten sich nicht geändert: (Lk 10,13)21»Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind, die Leute dort hätten schon längst den Sack umgebunden, sich Asche auf den Kopf gestreut und ihr Leben geändert. (Jes 23,1)22Ich versichere euch: Am Tag des Gerichts wird es den Bewohnern von Tyrus und Sidon besser ergehen als euch!23Und du, Kafarnaum, meinst du, du wirst in den Himmel erhoben werden? In den tiefsten Abgrund wirst du gestürzt! Wenn in Sodom die Wunder geschehen wären, die bei dir geschehen sind, dann würde es heute noch stehen. (Jes 14,13; Mt 4,13; Mt 9,1)24Ich versichere dir: Am Tag des Gerichts wird es Sodom besser ergehen als dir!« (Mt 10,15)
Jesus und der Vater. Einladung zu erfülltem Leben
25Danach rief Jesus: »Vater, Herr über Himmel und Erde, du hast angefangen, deine Herrschaft aufzurichten.[6] Das hast du den Klugen und Gelehrten verborgen, aber den Unwissenden hast du es offenbar gemacht. Dafür preise ich dich! (Jes 29,14; Lk 10,21; 1Kor 1,18)26Ja, Vater, so wolltest du es haben!27Mein Vater hat mir alle Macht übergeben. Niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand den Vater, nur der Sohn – und die, denen der Sohn ihn offenbaren will. (Joh 1,18; Joh 3,35; Joh 10,15)28Ihr plagt euch mit den Geboten, die die Gesetzeslehrer euch auferlegt haben. Kommt alle zu mir; ich will euch die Last abnehmen![7] (Mt 23,4; Sir 24,19)29Ich quäle euch nicht und sehe auf niemand herab. Stellt euch unter meine Leitung[8] und lernt bei mir; dann findet euer Leben Erfüllung. (Jes 28,12; Jer 6,16)30Was ich anordne, ist gut für euch, und was ich euch zu tragen gebe, ist keine Last.« (1Joh 5,3)
1Cuando Jesús terminó de dar instrucciones a sus doce discípulos, se fue de allí a enseñar y a predicar en otros pueblos.2Juan estaba en la cárcel, y al enterarse de lo que Cristo estaba haciendo, envió a sus discípulos a que le preguntaran:3―¿Eres tú el que ha de venir, o debemos esperar a otro?4Les respondió Jesús: ―Id y contadle a Juan lo que estáis viendo y oyendo:5Los ciegos ven, los cojos andan, los que tienen lepra son sanados, los sordos oyen, los muertos resucitan y a los pobres se les anuncian las buenas nuevas.6Dichoso el que no tropieza por causa mía.7Mientras se iban los discípulos de Juan, Jesús comenzó a hablar a la multitud acerca de Juan: «¿Qué salisteis a ver al desierto? ¿Una caña sacudida por el viento?8Si no, ¿qué salisteis a ver? ¿A un hombre vestido con ropa fina? Claro que no, pues los que usan ropa de lujo están en los palacios de los reyes.9Entonces, ¿qué fuisteis a ver? ¿A un profeta? Sí, os digo, y más que profeta.10Este es de quien está escrito: »“Yo estoy por enviar a mi mensajero delante de ti, el cual preparará tu camino”. (Mal 3,1)11Os aseguro que entre los mortales no se ha levantado nadie más grande que Juan el Bautista; sin embargo, el más pequeño en el reino de los cielos es más grande que él.12Desde los días de Juan el Bautista hasta ahora, el reino de los cielos ha venido avanzando contra viento y marea, y los que se esfuerzan logran aferrarse a él.[1]13Porque todos los profetas y la ley profetizaron hasta Juan.14Y, si queréis aceptar mi palabra, Juan es el Elías que había de venir.15El que tenga oídos, que oiga.16»¿Con qué puedo comparar a esta generación? Se parece a los niños sentados en la plaza que gritan a los demás:17»“Tocamos la flauta, y no bailasteis; Cantamos por los muertos, y no llorasteis”.18»Porque vino Juan, que no comía ni bebía, y dicen: “Tiene un demonio”.
Ayes sobre ciudades no arrepentidas
19Vino el Hijo del hombre, que come y bebe, y dicen: “Este es un glotón y un borracho, amigo de recaudadores de impuestos y de pecadores”. Pero la sabiduría queda demostrada por sus hechos».20Entonces comenzó Jesús a denunciar a las ciudades en que había hecho la mayor parte de sus milagros, porque no se habían arrepentido.21«¡Ay de ti, Corazín! ¡Ay de ti, Betsaida! Si se hubieran hecho en Tiro y en Sidón los milagros que se hicieron en medio de vosotras, ya hace tiempo que se habrían arrepentido con muchos lamentos.[2]22Pero os digo que en el día del juicio será más tolerable el castigo para Tiro y Sidón que para vosotras.23Y tú, Capernaún, ¿acaso serás levantada hasta el cielo? No, sino que descenderás hasta el abismo. Si los milagros que se hicieron en ti se hubieran hecho en Sodoma, esta habría permanecido hasta el día de hoy.
Descanso para los cansados
24Pero te[3] digo que en el día del juicio será más tolerable el castigo para Sodoma que para ti».25En aquel tiempo Jesús dijo: «Te alabo, Padre, Señor del cielo y de la tierra, porque habiendo escondido estas cosas de los sabios e instruidos, se las has revelado a los que son como niños.26Sí, Padre, porque esa fue tu buena voluntad.27»Mi Padre me ha entregado todas las cosas. Nadie conoce al Hijo sino el Padre, y nadie conoce al Padre sino el Hijo y aquel a quien el Hijo quiera revelarlo.28»Venid a mí todos vosotros que estáis cansados y agobiados, y yo os daré descanso.29Cargad con mi yugo y aprended de mí, pues yo soy apacible y humilde de corazón, y encontraréis descanso para vuestra alma.30Porque mi yugo es suave y mi carga es liviana».