Johannes 11

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Lazarus aus Betanien war krank geworden – aus dem Dorf, in dem Maria und ihre Schwester Marta wohnten. (Lk 10,38; Joh 12,1)2 Maria war es, die später die Füße des Herrn mit dem kostbaren Öl übergossen und dann mit ihrem Haar getrocknet hat; deren Bruder war der erkrankte Lazarus.3 Da ließen die Schwestern Jesus mitteilen: »Herr, dein Freund ist krank.«4 Als Jesus das hörte, sagte er: »Diese Krankheit führt nicht zum Tod. Sie dient dazu, die Herrlichkeit Gottes offenbar zu machen; denn durch sie wird der Sohn Gottes zu seiner Herrlichkeit gelangen.«[1] (Joh 9,3; Joh 17,1)5 Jesus liebte Marta und ihre Schwester und Lazarus.6 Aber als er die Nachricht erhielt, dass Lazarus krank sei, blieb er noch zwei Tage an demselben Ort.7 Erst dann sagte er zu seinen Jüngern: »Wir gehen nach Judäa zurück!«8 Sie antworteten: »Rabbi, kürzlich erst hätten dich die Leute dort[2] beinahe gesteinigt. Und nun willst du zu ihnen zurückkehren?« (Joh 8,59; Joh 10,31)9 Jesus sagte: »Der Tag hat zwölf Stunden. Wenn jemand am hellen Tag wandert, stolpert er nicht, weil er das Tageslicht sieht. (Joh 8,12; Joh 9,4; Joh 12,35)10 Lauft ihr aber in der Nacht umher, so stolpert ihr, weil das Licht nicht mehr bei euch ist.«[3]11 Danach sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen. Aber ich werde hingehen und ihn aufwecken.« (Mk 5,39)12 Sie antworteten: »Herr, wenn er schläft, dann geht’s ihm bald besser.«13 Jesus hatte jedoch von seinem Tod gesprochen; sie aber meinten, er rede nur vom Schlaf.14 Da sagte Jesus ihnen ganz offen: »Lazarus ist tot.15 Und euretwegen bin ich froh, dass ich nicht bei ihm war. So wird euer Glaube gefestigt. Aber gehen wir jetzt zu ihm!«16 Thomas, der auch Zwilling genannt wird, sagte zu den anderen Jüngern: »Auf, gehen wir mit Jesus und sterben mit ihm!« (Mk 14,31; Joh 20,24)17 Als Jesus nach Betanien kam, lag Lazarus schon vier Tage im Grab.18 Das Dorf war keine drei Kilometer[4] von Jerusalem entfernt,19 und viele Leute aus der Stadt[5] hatten Marta und Maria aufgesucht, um sie zu trösten.20 Als Marta hörte, dass Jesus kam, ging sie ihm entgegen vor das Dorf, aber Maria blieb im Haus.21 Marta sagte zu Jesus: »Herr, wenn du hier gewesen wärst, hätte mein Bruder nicht sterben müssen.22 Aber ich weiß, dass Gott dir auch jetzt keine Bitte abschlägt.«23 »Dein Bruder wird auferstehen«, sagte Jesus zu Marta.24 »Ich weiß«, erwiderte sie, »er wird auferstehen, wenn alle Toten lebendig werden, am letzten Tag.« (Dan 12,2; Joh 5,29)25 Jesus sagte zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer mich annimmt, wird leben, auch wenn er stirbt, (Joh 5,21; Joh 5,24; Joh 8,51)26 und wer lebt und sich auf mich verlässt, wird niemals sterben, in Ewigkeit nicht.[6] Glaubst du mir das?«27 Sie antwortete: »Ja, Herr, ich glaube, dass du der versprochene Retter[7] bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.« (Joh 1,34; Joh 4,25)28 Nach diesen Worten ging Marta zu ihrer Schwester zurück, nahm sie beiseite und sagte zu ihr: »Unser Lehrer ist hier und will dich sehen!«29 Als Maria das hörte, stand sie schnell auf und lief zu ihm hinaus.30 Jesus selbst war noch nicht in das Dorf hineingegangen. Er war immer noch an der Stelle, wo Marta ihn getroffen hatte.31 Die Leute aus Jerusalem,[8] die bei Maria im Haus waren, um sie zu trösten, sahen, wie sie aufsprang und hinauseilte. Sie meinten, Maria wolle zum Grab gehen, um dort zu weinen, und folgten ihr.32 Als Maria zu Jesus kam und ihn sah, warf sie sich vor ihm nieder. »Herr, wenn du hier gewesen wärst, hätte mein Bruder nicht sterben müssen«, sagte sie zu ihm.33 Jesus sah sie weinen; auch die Leute, die mit ihr gekommen waren, weinten. Da wurde er zornig und war sehr erregt.34 »Wo habt ihr ihn hingelegt?«, fragte er. »Komm und sieh es selbst, Herr!«, sagten sie.35 Jesus fing an zu weinen.36 Da sagten die Leute: »Er muss ihn sehr geliebt haben!«37 Aber einige meinten: »Den Blinden hat er sehend gemacht. Hätte er nicht verhindern können, dass Lazarus stirbt?« (Joh 9,6)38 Aufs Neue wurde Jesus zornig. Er ging zum Grab. Es bestand aus einer Höhle, deren Zugang mit einem Stein verschlossen war. (Mk 15,46; Joh 20,1)39 »Nehmt den Stein weg!«, befahl er. Marta, die Schwester des Toten, wandte ein: »Herr, der Geruch! Er liegt doch schon vier Tage im Grab.«40 Jesus sagte zu ihr: »Ich habe dir doch gesagt, dass du die Herrlichkeit Gottes sehen wirst, wenn du nur Glauben hast.«41 Da nahmen sie den Stein weg. Jesus blickte zum Himmel auf und sagte: »Vater, ich danke dir, dass du meine Bitte erfüllst.42 Ich weiß, dass du mich immer erhörst. Aber wegen der Menschenmenge, die hier steht, spreche ich es aus – damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.« (Joh 12,30)43 Nach diesen Worten rief er laut: »Lazarus, komm heraus!«44 Der Tote kam heraus; seine Hände und Füße waren mit Binden umwickelt und sein Gesicht war mit einem Tuch verhüllt. Jesus sagte: »Nehmt ihm das alles ab und lasst ihn nach Hause gehen!« (Joh 20,6)45 Viele Leute aus der Stadt,[9] die zu Maria gekommen waren und alles miterlebt hatten, kamen zum Glauben an Jesus. (Joh 2,23)46 Aber einige von ihnen gingen zu den Pharisäern und berichteten ihnen, was er getan hatte.47 Da beriefen die führenden Priester mit den Pharisäern eine Sitzung des Rates ein und sagten: »Was sollen wir machen? Dieser Mann tut viele Wunder. (Mk 14,1; Joh 2,11; Apg 4,16)48 Wenn wir ihn so weitermachen lassen, werden sich ihm noch alle anschließen.[10] Dann werden die Römer einschreiten und uns auch noch den Rest an Verfügungsgewalt über Tempel und Volk entziehen.«49 Kajaphas, einer von ihnen, der in jenem Jahr der Oberste Priester war, sagte: »Ihr begreift rein gar nichts! (Joh 18,14)50 Seht ihr nicht, dass es euer Vorteil ist, wenn einer für alle stirbt und nicht das ganze Volk vernichtet wird?«51 Das sagte er aber nicht aus sich selbst, sondern als der Oberste Priester in jenem Jahr sprach er aus prophetischer Eingebung, und so sagte er voraus, dass Jesus für das jüdische Volk sterben werde –52 und nicht nur für dieses Volk, sondern auch, um die in aller Welt verstreut lebenden Kinder Gottes zusammenzuführen. (Joh 10,16)53 Von diesem Tag an waren die führenden Männer fest entschlossen, Jesus zu töten. (Joh 7,1)54 Er zeigte sich deshalb nicht mehr in der Öffentlichkeit,[11] sondern ging von dort weg in die Gegend am Rand der Wüste, in eine Ortschaft namens Efraïm. Dort blieb er mit seinen Jüngern. (Joh 5,13)55 Es war kurz vor dem jüdischen Passafest, und viele Bewohner aus dem ganzen Land zogen nach Jerusalem hinauf. Sie wollten sich vor dem Fest nach den vorgeschriebenen Regeln reinigen. (2Chr 30,17; Joh 2,13)56 Sie suchten Jesus überall, und als sie im Tempel beisammenstanden, fragten sie einander: »Was meint ihr? Zum Fest wird er doch sicher kommen!« (Joh 7,11)57 Die führenden Priester und Pharisäer hatten aber angeordnet: »Jeder, der seinen Aufenthaltsort kennt, soll es melden!« Denn sie wollten ihn verhaften.

Johannes 11

Nueva Versión Internacional (Castellano)

von Biblica
1 Había un hombre enfermo llamado Lázaro, que era de Betania, el pueblo de María y Marta, sus hermanas.2 María era la misma que ungió con perfume al Señor y le secó los pies con sus cabellos.3 Las dos hermanas mandaron a decirle a Jesús: «Señor, tu amigo querido está enfermo».4 Cuando Jesús oyó esto, dijo: «Esta enfermedad no terminará en muerte, sino que es para la gloria de Dios, para que por ella el Hijo de Dios sea glorificado».5 Jesús amaba a Marta, a su hermana y a Lázaro.6 A pesar de eso, cuando oyó que Lázaro estaba enfermo, se quedó dos días más donde se encontraba.7 Después dijo a sus discípulos: ―Volvamos a Judea.8 ―Rabí —objetaron ellos—, hace muy poco los judíos intentaron apedrearte, ¿y todavía quieres volver allá?9 ―¿Acaso no tiene el día doce horas? —respondió Jesús—. El que anda de día no tropieza, porque tiene la luz de este mundo.10 Pero el que anda de noche sí tropieza, porque no tiene luz.11 Dicho esto, añadió: ―Nuestro amigo Lázaro duerme, pero voy a despertarlo.12 ―Señor —respondieron sus discípulos—, si duerme, es que va a recuperarse.13 Jesús les hablaba de la muerte de Lázaro, pero sus discípulos pensaron que se refería al sueño natural.14 Por eso les dijo claramente: ―Lázaro ha muerto,15 y por causa vuestra me alegro de no haber estado allí, para que creáis. Pero vamos a verlo.16 Entonces Tomás, apodado el Gemelo,[1] dijo a los otros discípulos: ―Vayamos también nosotros, para morir con él.17 A su llegada, Jesús se encontró con que Lázaro llevaba ya cuatro días en el sepulcro.18 Betania estaba cerca de Jerusalén, como a tres kilómetros[2] de distancia,19 y muchos judíos habían ido a casa de Marta y de María, a darles el pésame por la muerte de su hermano.20 Cuando Marta supo que Jesús llegaba, fue a su encuentro; pero María se quedó en la casa.21 ―Señor —dijo Marta a Jesús—, si hubieras estado aquí, mi hermano no habría muerto.22 Pero yo sé que aun ahora Dios te dará todo lo que le pidas.23 ―Tu hermano resucitará —le dijo Jesús.24 ―Yo sé que resucitará en la resurrección, en el día final —respondió Marta.25 Entonces Jesús le dijo: ―Yo soy la resurrección y la vida. El que cree en mí vivirá, aunque muera;26 y todo el que vive y cree en mí no morirá jamás. ¿Crees esto?27 ―Sí, Señor; yo creo que tú eres el Cristo, el Hijo de Dios, el que había de venir al mundo.28 Dicho esto, Marta regresó a la casa y, llamando a su hermana María, le dijo en privado: ―El Maestro está aquí y te llama.29 Cuando María oyó esto, se levantó rápidamente y fue a su encuentro.30 Jesús aún no había entrado en el pueblo, sino que todavía estaba en el lugar donde Marta se había encontrado con él.31 Los judíos que habían estado con María en la casa, dándole el pésame, al ver que se había levantado y había salido de prisa, la siguieron, pensando que iba al sepulcro a llorar.32 Cuando María llegó adonde estaba Jesús y lo vio, se arrojó a sus pies y le dijo: ―Señor, si hubieras estado aquí, mi hermano no habría muerto.33 Al ver llorar a María y a los judíos que la habían acompañado, Jesús se turbó y se conmovió profundamente.34 ―¿Dónde lo habéis puesto? —preguntó. ―Ven a verlo, Señor —le respondieron.35 Jesús lloró.36 ―¡Mirad cuánto lo quería! —dijeron los judíos.37 Pero algunos de ellos comentaban: ―Este, que abrió los ojos al ciego, ¿no podría haber impedido que Lázaro muriera?38 Conmovido una vez más, Jesús se acercó al sepulcro. Era una cueva cuya entrada estaba tapada con una piedra.39 ―Quitad la piedra —ordenó Jesús. Marta, la hermana del difunto, objetó: ―Señor, ya debe de oler mal, pues lleva cuatro días allí.40 ―¿No te dije que si crees verás la gloria de Dios? —contestó Jesús.41 Entonces quitaron la piedra. Jesús, alzando la vista, dijo: ―Padre, te doy gracias porque me has escuchado.42 Ya sabía yo que siempre me escuchas, pero lo dije por la gente que está aquí presente, para que crean que tú me enviaste.43 Dicho esto, gritó con todas sus fuerzas: ―¡Lázaro, sal fuera!44 El muerto salió, con vendas en las manos y en los pies, y el rostro cubierto con un sudario. ―Quitadle las vendas y dejad que se vaya —les dijo Jesús.45 Muchos de los judíos que habían ido a ver a María y que habían presenciado lo hecho por Jesús creyeron en él.46 Pero algunos de ellos fueron a ver a los fariseos y les contaron lo que Jesús había hecho.47 Entonces los jefes de los sacerdotes y los fariseos convocaron una reunión del Consejo. ―¿Qué vamos a hacer? —dijeron—. Este hombre está haciendo muchas señales milagrosas.48 Si lo dejamos seguir así, todos van a creer en él, y vendrán los romanos y acabarán con nuestro lugar sagrado, e incluso con nuestra nación.49 Uno de ellos, llamado Caifás, que ese año era el sumo sacerdote, les dijo: ―¡No sabéis nada en absoluto!50 No entendéis que os conviene más que muera un solo hombre por el pueblo, y no que perezca toda la nación.51 Pero esto no lo dijo por su propia cuenta, sino que, como era sumo sacerdote ese año, profetizó que Jesús moriría por la nación judía,52 y no solo por esa nación, sino también por los hijos de Dios que estaban dispersos, para congregarlos y unificarlos.53 Así que desde ese día convinieron en quitarle la vida.54 Por eso Jesús ya no andaba en público entre los judíos. Se retiró más bien a una región cercana al desierto, a un pueblo llamado Efraín, donde se quedó con sus discípulos.55 Faltaba poco para la Pascua judía, así que muchos subieron del campo a Jerusalén para su purificación ceremonial antes de la Pascua.56 Andaban buscando a Jesús, y mientras estaban en el templo comentaban entre sí: «¿Qué os parece? ¿Acaso no vendrá a la fiesta?»57 Por su parte, los jefes de los sacerdotes y los fariseos habían dado la orden de que, si alguien llegaba a saber dónde estaba Jesús, debía denunciarlo para que lo arrestaran.